Heizölpreis-Prognose 07/2018 bis 08/2018

Gepostet am 17. Jul. 2018 in News

Die Heizölpreise in Deutschland haben sich auch in den letzten vier Wochen nicht so entwickelt, wie wir uns das alle vorgestellt haben , auch wenn wir diesen Verlauf in der letzten Ausgabe unseres Newsletters schon vorhergesagt haben.

Der zwischenzeitliche Anstieg kam aufgrund der damals noch nicht vorhersehbaren Lieferausfällen aus Libyen, Kanada und Kachastan zu stande, die mittlerweile am Ölmarkt aber keine große Rolle mehr spielen.
Mit der Entwicklung der letzten Tage können wir durchaus zufrieden sein!
Trotzdem zeigte uns der Verlauf der letzten Wochen, wie angespannt die Mengensituation derzeit ist und wie oben bereits ausgeführt, wird sich daran in den nächsten Wochen und Monaten wohl nicht viel ändern, da ja die Ölexporte des Iran  nach Willen der US-Regierung bis Anfang November auf „null“ heruntergefahren werden sollen.
Von den internationalen Ölmärkten dürfte es also wenig Druck auf die Heizöl-Notierungen geben und auch was den Devisenmarkt anbetrifft, sind die Aussichten auf einen deutlich steigenden Eurokurs weiterhin schlecht.
Die Europäische Zentralbank (EZB) sieht nach wie vor wenig Spielraum, die ultralockere Geldpolitik spürbar zu straffen und an Zinserhöhungen ist vorerst noch nicht zu denken. Stattdessen wird es in den USA in diesem Jahr, aller Voraussicht nach, insgesamt vier Zinsschritte nach oben geben.
Auch der Brexit und die Flüchtlingskrise belasten die EU und somit den Euro, sodass dieser im Vergleich zum US-Dollar weiterhin auf gedrücktem Niveau bleiben dürfte.
Auch von der dritten Einflussgröße auf unsere Heizölpreise, der Inlandsnachfrage , kann definitiv keine Entlastung kommen, denn die Nachfrage in den letzten drei Monaten war so schwach wie seit langer Zeit nicht mehr und wird in den nächsten Wochen und Monaten auf jeden Fall anziehen.
Es ist sogar davon auszugehen, dass es im Herbst zu einem starken Bestellboom kommen wird, der Lieferzeiten und Preise nach oben treiben wird.
Aus unserer Sicht gibt es daher kaum einen Grund, die Bevorratung für den kommenden Winter noch auf die lange Bank zu schieben und in den letzten Tagen ist auch schon eine gewisse Belebung der Nachfrage zu spüren.
Wer auf der sicheren Seite stehen und sich den Liefertermin mehr oder weniger aussuchen will, sollte jetzt bestellen!
Die Notierungen sind derzeit so günstig wie seit Anfang Mai nicht mehr!