Heizölpreis-Prognose 08/2018 bis 09/2018

Gepostet am 21. Aug. 2018 in News

Trotz der günstigen Entwicklung am Rohöl-Markt, stehen unsere Heizölpreise nicht da, wo wir und Sie dies gerne hätten.

Verantwortlich für die eher negative Entwicklung der letzten Wochen ist die derzeitige Euro-Schwäche, die durch die Türkei-Krise nochmals verstärkt wurde und die unsere Ölimporte deutlich verteuert.
Anleger fürchten, dass europäische Banken mitunter stark am Bosporus investiert sein könnten und dadurch größere Ausfälle drohen, was wiederum die Stabilität der gesamten Branche gefährden würde.
Seit Anfgang des Jahres hat die türkische Lira rund ein Drittel an Wert verloren und dies spiegelt sich auch im Eurokurs wieder, denn natürlich ist die türkische Wirtschaft eng mit der europäischen verbunden.
Der Euro hat in Folge im Vergleich zum US-Dollar weiter deutlich nachgeben und stand erst kürzlich auf dem tiefsten Stand seit mehr als einem Jahr!
Auch die extreme Trockenheit wirkt sich negativ auf die Heizölpreise aus, denn die Flusspegel sind natürlich deutlich gefallen und das Niedrigwasser auf Rhein, Main und Donau setzt der Binnenschifffahrt mächtig zu. Teilweise können die Tanker nur mit einem Drittel der sonst üblichen Menge beladen werden, was natürlich den Transport generell stark verteuert.
Die deutschen Heizölverbraucher setzten bis vor kurzem ihren Käuferstreik fort und so hat die Branche eine bislang beispiellose Sommer-Flaute hinter sich.
In den letzten Tagen zieht die Nachfrage nun aber spürbar an, wofür aber auch höchste Zeit ist, denn die Heizperiode beginnt ja schon in wenigen Wochen.
Zu der dann normalen, meist sehr belebten Herbstnachfrage, müssen dann auch noch all die Lieferungen erfolgen, die in normalen Jahren im Frühjahr oder Sommer geordert und in diesem Jahr, aufgrund der extremen Hitze und der unbefriedigenden Preisentwicklung, nach hinten verschoben wurden.
Noch haben die Händler in diesen Tagen freie Logistikkapazitäten und können größtenteils auf die Wünsche und Erfordernisse der Kunden eingehen.
Dies dürfte sich aber bald rapide ändern, denn erfahrungsgemäß setzen mit den ersten kalten Nächten massive Kauforders ein, die in diesem Jahr sicherlich über das Maß der letzten Jahre hinausgehen werden.
Dann ist mit sehr langen Lieferzeiten und auch mit entsprechenden Eilzuschlägen zu rechnen.
Wir empfehlen daher dringend, jetzt den Tankvorrat zu überprüfen und rechtzeitig zu bestellen.
Schon in Kürze werden die Lieferzeiten deutlich länger sein und es müssen unter Umständen teuere Eilzuschläge bezahlt werden. Im schlimmsten Fall steht Ihre Wohnung kalt!