Heizölpreis-Prognose 11/2017 bis 12/2017

Gepostet am 21. Nov. 2017 in News

Die Heizölpreise in Deutschland sind seit Mitte Oktober um rund sieben Prozent angestiegen und stehen derzeit auf dem höchsten Niveau des gesamten bisherigen Jahres.

Verbraucher halten sich dementsprechend mit Käufen zurück und ordern in diesen Tagen nur, was unbedingt in nächster Zeit benötigt wird.
Dabei sieht es kurz- und mittelfristig nicht nach einem deutlichen Rückgang der Notierungen aus, doch die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.
Und hoffnungslos ist die Lage am Heizöl-Markt derzeit ja nun wirklich nicht, denn langfristig gesehen ist das aktuelle Preisniveau alles andere als schlecht.
Und auch die weiteren Aussichten sind keinesfalls trübe!
Der Trend hin zur Elektrifizierung des Straßenverkehrs wird sich bereits in den nächsten Jahren auf die Ölnachfrage auswirken und der „Peak“, also der Nachfragezenit, könnte bereits in den frühen 2020er-Jahren erreicht werden.
Gleichzeitig sind die weltweiten Ölvorkommen hoch wie nie und gerade aus Nordamerika ist in den nächsten Jahren noch mit einer deutlichen Steigerung der Produktionsmengen aus der Schieferölindustrie zu rechnen.
Auf Sicht von vier bis acht Wochen sehen wir derzeit allerdings wenig Potenzial nach unten und durchaus das Risiko weiter steigender Notierungen.
Zum einen gibt es, wie oben bereits ausführlich thematisiert, am Rohölmarkt große Risiken, auf der anderen Seite ist auch währungsbedingt keine Entlastung zu erwarten.
Ganz im Gegenteil – der Euro hat mit einer ganzen Reihe von Problemen zu kämpfen: Brexit, Regierungskrise in Deutschland, hoch verschuldete EU-Staaten.
Die Europäische Zentralbank (EZB) sieht nach wie vor bis auf weiteres keinen Spielraum, ihre Geldpolitik zu straffen, während in den USA wahrscheinlich die zweite Zinserhöhung in diesem Jahr vollzogen wird.
Alles spricht derzeit dafür, dass der Euro im Vergleich zum US-Dollar weiter verliert oder bestenfalls auf aktuellem Niveau stagniert.
Wir rechnen also auch in den nächsten vier Wochen mit weiter steigenden, bestenfalls stabilen Heizölpreisen und erst im zweiten Quartal 2018 wieder mit etwas mehr Spielraum nach unten.