Heizölpreis-Prognose 11/2018 bis 12/2018

Gepostet am 20. Nov. 2018 in News

Am heimischen Heizöl-Markt ist der starke Rückgang der Rohölpreise leider noch nicht in allen Landesteilen gleichermaßen zu spüren.

Denn In weiten Teilen Deutschlands ist die Versorgungslage , aufgrund der nach wie vor extrem niedrigen Pegelstände, immer noch  sehr angespannt und die Transportkosten entsprechend hoch.
Teilweise legen die Tankwägen mehrere hundert Kilometer zurück, um Ware zu beschaffen, die normalerweise „vor der Haustüre“ angeboten wird.
Diese Kapazitäten fehlen dann wiederum, um die Kunden mit Heizöl zu beliefern und somit sind auch die Lieferzeiten nach wie vor außerordentlich lang.
Dennoch ist die Entwickung der Heizölpreise in den letzten zwei Wochen positiv und derzeit kann so günstig bestellt werden, wie seit rund vier Wochen nicht mehr.
Der Rückgang der internationalen Ölpreise wird aber nicht nur durch die Versorungsengpässe ausgebremst, sondern auch durch die aktuelle Dollar-Stärke bzw. Schwäche des Euro.
Die Gründe für den Rückgang der Gemeinschaftswährung sind vielfältig.
Zum einen ist da die immer größer werdende Zinsdifferenz zum US-Dollar . Allein in diesem Jahr hat die US-Notenbank die Zinsen bereits dreimal erhöht und ein weiterer Schritt wird im Dezember erwartet. Die Europäische Zentralbank macht derweil keine Anstalten, an der derzeitigen Null-Zins-Politik etwas zu verändern.
Weitere Belastungsfaktoren sind natürlich der Brexit und der Haushaltsstreit der EU mit Italien . Sollte die Regierung in Mailand nicht einlenken, wonach es derzeit aussieht, könnte es zu einem Vertragsverletzungsverfahren kommen, das Strafzahlungen zur Folge haben würde. Dies dürfte die finanzielle Situationen im drittgrößen Mitgliedsland der EU sicherlich nicht verbessern und auch keine Lösung des Problems der zu hohen Verschuldung sein.
Die Frage, die uns Ölheizern derzeit alle beschäftigt ist, wann sich der Versorgungsknoten löst und die Transportkosten wieder spürbar fallen werden.
Da bis zum jetzigen Zeitpunkt keine stärkeren, länger andauernden Niederschläge prognostiziert sind und in den kommenden Winterwochen davon auszugehen ist, dass zumindest ein Teil davon als Schnee fallen und nicht unmittelbar zur Verbesseriung der Niedrigwasserproblematik beitragen wird, ist vorerst leider keine Besserung in Sicht.
Das gilt auch für die Lieferzeiten . Denn wie bereits beschrieben, sind derzeit gerade die großen Hängerzüge, die normalerweise auch das Heizöl zu den Endkunden bringen, im Einsatz, um Ware über hunderte von Kilometern herbeizuschaffen, was normalerweise die großen Tankschiffe übernehmen.
Daher ist die Empfehlung klar:
Wer mit dem Vorrat nicht über den Winter kommt, sollte unbedingt rechtzeitig eine Teilmenge bestellen.
Es kann davon ausgegangen werden, dass die Heizölpreise in den Gebieten mit Versorgungsproblemen spätestens im Frühjahr deutlich nachgeben werden.
Auf Sicht von vier Wochen ist aber zu erwarten, dass sich am aktuellen Preisniveau nur wenig ändern wird.