Heizölpreis-Prognose 11/2016 bis 12/2016

Gepostet am 15. Nov. 2016 in News

Diejenigen unter Ihnen, die unseren Newsletter regelmäßig lesen wissen, dass wir gerne darüber berichten, wenn unsere Prognosen eingetreten sind.
Allerdings geben wir gerne auch zu, wenn wir daneben gelegen haben und das ist leider auch dieses Mal der Fall.
Wer natürlich unseren Rat nicht befolgt und mit dem Kauf noch gewartet hat, kann sich darüber freuen.
Wir müssen zugeben, dass wir es kaum für möglich gehalten haben, dass die Heizölpreise nach dem kräftigen Anstieg in der Zeit von Ende September bis Mitte Oktober, ebenso schnell wieder zurückfallen werden.

Doch es gab in den letzten Wochen zahlreiche Meldungen, die entsprechend Druck auf die Rohölpreise ausgeübt haben.
Neben den bereits oben behandelten Themen OPEC und Donald Trump, wirkte auch der angekündigte schnelle Ausstieg Großbritanniens aus der EU sicherlich nicht unbedingt stabilisierend auf die Märkte und auch die Zahl der aktiven US-Bohranlagen ist zuletzt weiter angestiegen, sodass auch von dieser Seite weiter steigende Fördermengen zu erwarten sind.

Der deutlich Rückgang der Heizölpreise ist umso erstaunlicher, wenn man dabei die Entwicklung des US-Dollars im Vergleich zum Euro berücksichtigt.

Der „Öl-Währung“ hat gerade in den letzten Tagen deutlich zulegen können und steht auf dem höchsten Stand diesen Jahres.

Die lange diskutierte und eigentlich schon eingepreiste Zinserhöhung durch die US-Notenbank im Dezember gilt als sicher und von Donald Trump wird erwartet, dass dieser vor allem die heimische US-Wirtschaft unterstützt, was in Folge die Inflation anheizen sollte. Dies würde natürlich auch weiter steigende US-Zinsen bedeuten.

Hätte sich der Euro also nicht so schwach entwickelt, wäre der Rückgang unserer Heizölpreise noch deutlicher ausgefallen.

Trotzdem stehen wir derzeit  fast wieder auf dem sehr günstigen September-Niveau und immerhin gut acht Prozent unter Vorjahr!
Viele Heizölkäufer honorierten dies zuletzt mit Bevorratungskäufen, die sicherlich nicht falsch waren.

Eine auch nur halbwegs seriöse Prognose ist derzeit leider nicht möglich, da dies schlicht einem Lotteriespiel gleichen würde.

Diejenigen, die noch nicht getankt haben, sollten daher den Markt jetzt besonders gut beobachten, denn die OPEC-Verhandlungen treten langsam in die entscheidenden Phase über und dies kann sich natürlich deutlich auf die Heizölpreise auswirken.