Heizölpreis-Prognose 12/2016 bis 01/2017

Gepostet am 13. Dez. 2016 in News

Wie gut die deutschen Verbraucher mittlerweile über die Geschehnisse am Ölmarkt informiert sind, zeigte sich sehr deutlich in den letzten Wochen!
Spontan nach Bekanntgabe der OPEC-Beschlüsse setzten nämlich massive Online-Käufe ein, um das günstige Preisniveau noch zu sichern, was in den meisten Fällen auch gelang.

Umso ruhiger ist es in diesen Tagen, denn die meisten Ölheizungsbesitzer haben sich mittlerweile wohl gut eingedeckt.
Dies war auch richtig so, denn nach dem kräftigen Anstieg der Heizöl-Notierungen in den letzten Tagen und Wochen, scheint die Zeit der spotbilligen Preise bis auf Weiteres leider vorbei zu sein.

Wirft man jedoch einen Blick auf die Langzeitcharts, wird man sehr schnell feststellen, dass wir uns immer noch auf einem sehr attraktiven Niveau befinden und wer jetzt noch nicht bestellt hat, sollte sich nicht grämen und lamentieren, sondern ruhig ein paar Jahre zurückblicken.

Die spannende Frage ist jetzt natürlich, ob die Heizölpreise nun wieder in Richtung des Niveaus von 2012 bis 2014 marschieren, oder der größte Anstieg schon wieder vorbei ist?

Für Letzteres spricht sicherlich die sehr hohe Ölförderaktivität der USA und die traditionell eher geringe Disziplin innerhalb der OPEC.
Außerdem haben die Öl-Mulitis aus den Erfahrungen der letzten Jahre gelernt, dass sowohl ein zu hoher, als auch ein zu niedriger Ölpreis auf Dauer nicht gut für das wirtschaftliche Gleichgewicht ist und so kann man davon ausgehen, dass bei einem weiteren Anstieg die Beschlüsse schnell wieder gelockert werden.

Wir gehen aus jetziger Sicht davon aus, dass sich die Rohölpreise auf dem aktuellen Niveau einpendeln werden und mit etwas Glück sehen wir bis zum Jahresende wieder etwas niedrigere Kurse.

Wenig kann derzeit der Euro zu einer Reduzierung der Inlandspreise beitragen. Ganz im Gegenteil – die Gemeinschaftswährung wird derzeit auf dem niedrigsten Niveau seit ca. 14 Jahren gehandelt.
Der Ausstieg Großbritanniens aus der Europäischen Union, die Wahl von Donald Trump zum US-Prädidenten und die steigenden Zinsen in den USA, lassen derzeit wenig Spielraum nach oben und so dürfte die Gemeinschaftswährung auch in  den kommenden Wochen schwach bleiben.

Auch wenn wir, aufgrund der hohen Rohöl-Notierungen und des schwachen Euro, derzeit die Chancen auf deutlich fallende Heizölpreise als sehr gering ansehen, so denken wir doch, dass der größte Anstieg wohl bereits hinter uns liegen sollte.
Kleinere Preisdellen, die es in nächster Zeit durchaus geben könnte, sollten aber sofort zum Kauf genutzt werden, denn das Preisniveau der letzten Monate werden wir wohl zumindest in nächster Zeit nicht mehr sehen.