Ölmarkt-Analyse 08/2013

Gepostet am 20. Aug. 2013 in News

Unsicherheit birgt natürgemäß immer auch ein gewisses Risiko in sich, was am Ölmarkt bislang stets zu Preisaufschlägen geführt hat.
Die jüngsten bürgerkriegsähnlichen Zustände in Ägypten und die zunehmenden Unruhen in Libyen geben nun Spekulanten wieder – mehr oder wenig berechtigt – Anlass, auf steigende Preise zu wetten, was erstmals seit Anfang April wieder zu Rohöl-Notierungen (Brent) von über 110 US-Dollar pro Barrel geführt hat.

Aber auch aus der Wirtschaft kamen zuletzt eher wieder bullishe Signale.
So zeigt sich in Japan und Europa eine deutliche Stabilsierung der Konjunktur und die US-Wirtschaft präsentiert sich wesentlich stärker als erwartet.
Hier stieg beispielsweise das Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartel um 1,7 Prozent.

Zugleich sind die Ölbestände in den USA in den letzten Wochen gefallen und die Prognose für den weltweiten Verbrauch wurden sowohl von der OPEC, als auch von der Internationalen Energieagentur (IEA) leicht angehoben.

Alles in allem überwiegen derzeit eindeutig die bullish zu wertenden Marktfaktoren, was wenig Spielraum für fallende Ölpreise lässt.

+ preistreibende Faktoren

  • Bürgerkrieg in Ägypten, Unruhen in Libyen
  • allgemein politisch instabile Situation im Nahen Osten
  • Nachfrage-Prognosen werden wieder erhöht
  • zuletzt deutlich gefallene Ölbestände in den USA
  • niedrige Zinsen, Kapital sucht Anlagemöglichkeiten
  • US-Wirtschaft auf Erholungskurs

– preisdrückende Faktoren

  • Stagnation in Europa
  • sich abschwächende wirtschaftliche Entwicklung in China
  • allgemein gute Versorgungslage
  • permanente Steigerung der Energieeffizienz
  • Erschließung neuer Fördertechnologien und -möglichkeiten