Ölmarkt-Analyse 11/2012

Gepostet am 20. Nov. 2012 in News

Was die Entwicklung der internationalen Ölpreise anbetrifft, hat sich in den vergangenen Wochen und Monaten nicht viel getan. Die Tendenz war zuletzt allerdings leicht nach unten gerichtet, was durchaus seine Gründe hat.

Vor allem die immer schlechter werdenden Konjunkturaussichten in Europa und in den USA sorgen für schlechte Stimmung an den Rohstoffbörsen, sieht man hier doch in Folge dieNachfrageentwicklung deutlich gebremst.
Sollen die Pessimisten unter den Konjunkturpropheten Recht behalten, steuern wir erneut auf eine weltweite Rezession zu und eine Folge wäre sicherlich auch ein Einbruch der Rohölpreise.

Doch seit ein paar Tagen kommt wieder eine Faktor hinzu, der zwar nicht neu ist, aber leider deutlich an Brisanz gewonnen hat.
Mit dem Ausbruch des Konfliktes zwischen Israel und der radikal islamischen Hamas im Gazastreifen, hat die Region Naher Osten weiter an Stabiliät verloren und es steht zu befürchten, dass sich auch andere Staaten einmischen könnten.

Der Ölpreis würde in diesem Fall – zumindest kurzfristig – wohl stark steigend reagieren!

+ preistreibende Faktoren

  • Gaza-Konflikt droht zu eskalieren
  • Syrien-Krise und allgemein instabile Lage im Nahen Osten
  • Ölverbrauch global auf hohem Niveau und weiter leicht steigend
  • niedrige Zinsen, Kapital sucht Anlagemöglichkeiten

– preisdrückende Faktoren

  • unsichere und schwache weltweite Konjunkturentwicklung
  • Senkung der Prognosen zur weltweiten Öl-Nachfrage
  • OPEC Förderung weiterhin über Quote
  • permanente Steigerung der Energieeffizienz
  • Erschließung neuer Fördertechnologien und -möglichkeiten