Ölmarkt-Analyse 03/2013

Gepostet am 23. Mrz. 2013 in News

Die lange herbeigesehnte Erholung der globalen Wirtschaftstätigkeit läßt auch weiterhin auf sich warten.
Zwar gibt es immer wieder ermutigende Zahlen, zuletzt hauptsächlich vom US-Arbeits- und Immobillienmarkt, doch vor allem in Europa sieht man weiterhin nur wenig Licht am Ende des Krisen-Tunnels.
Hier war vor allem die Parlamentswahl in Italien, mit dem alles andere als günstigen Ausgang, ein starker Dämpfer und auch die aktuelle Situation in Zypern trägt wohl kaum dazu bei, dass Investoren wieder Vertrauen fassen.

Inzwischen haben die OPEC, das US-Energieministerium und auch die Internationale Energieagentur in Paris ihre Prognosen zum globalen Ölverbrauch leicht, aber doch einhellig zurückgenommen.

Gleichzeitig ist die Versorgungslage am Ölmarkt so gut wie lange nicht.
Vor allem aus Nicht-OPEC-Ländern werden dank neue Fördertechnologien immer höhere Mengen gemeldet, sodass derzeit durchaus von einem Überangebot gesprochen werden kann.
Sollte Venezuela nach dem Tod des Machthabers Chavez in eine geordnete Demokratie übergeführt werden können, kann aus dem Land mit den größten Ölvorkommen der Welt, mit weiteren bedeutsamen Mengen gerechnet werden.

Einen stärkeren Rückgang der Rohölpreise verhindern nach wie vor die ungelösten politischen Probleme im Nahen Osten und in Nordkorea und auch die niedrigen Zinsen, die Anleger immer wieder in Rohstoffinvestments treibt.

+ preistreibende Faktoren

  • Atom-Konflikt mit dem Iran und allgemein instabile Lage im Nahen Osten
  • Krisen in Nordkorea und Nordafrika
  • weltweiter Ölverbrauch nach wie vor steigend
  • niedrige Zinsen, Kapital sucht Anlagemöglichkeiten

– preisdrückende Faktoren

  • Eurokrise hemmt Wachstum
  • höhe Ölbestände und sehr gute Versorgungslage
  • zunehmende Ölförderung in USA und Kanada
  • permanente Steigerung der Energieeffizienz
  • Erschließung neuer Fördertechnologien und -möglichkeiten