Ölmarkt-Analyse 05/2013

Gepostet am 22. Mai. 2013 in News

Trotz der nach wie vor eher schwachen globalen Ölnachfrage und der damit zusammen hängenden Rücknahme der Verbrauchsprognosen durch OPEC, US-Energieministerium und der Internatioalen Energie Agentur (IEA), scheint der Abwärtstrend an den Ölbörsen zumindest vorerst gestoppt zu sein.

Der Grund hierfür ist zum einen in den wieder verstärkt in den Vordergrund rückenden geopolitischen Spannungen – und hier vor allem durch das erneute Scheitern der Atomverhandlungen mit dem Iran – zu suchen.
Zum anderen scheint es konjunkturell zumindest in den USA wieder aufwärts zu gehen, was sich unter anderem an den Erstanträgen auf Arbeitslosenunterstützung festmachen lässt, die auf dem tiefsten Stand seit fünf Jahren liegen.
Außerdem deutet sich ein Ende der expansiven Geldpolitik der US-Notenbank an, was ebenfalls ein Indiz für eine gesundende Wirtschaft ist.

Die Marktteilnehmer blicken folglich derzeit mit Argusaugen auf neue Indikationen zur weltweiten Konjunktur und davon wird wohl im Wesentlichen auch die weitere Ölpreisentwicklung abhängig sein.

+ preistreibende Faktoren

  • Atom-Konflikt mit dem Iran und allgemein instabile Lage im Nahen Osten
  • Krisen in Nordkorea und Nordafrika
  • niedrige Zinsen, Kapital sucht Anlagemöglichkeiten
  • US-Wirtschaft auf Erholungskurs

– preisdrückende Faktoren

  • Senkung der Prognosen zur globalen Ölnachfrage
  • Rezession in Europa
  • unsichere wirtschaftliche Entwicklung in China
  • hohe Ölbestände und sehr gute Versorgungslage
  • permanente Steigerung der Energieeffizienz
  • Erschließung neuer Fördertechnologien und -möglichkeiten