Ölmarkt-Analyse April 2014

Gepostet am 15. Apr. 2014 in News

Blickt man auf den Verlauf der Ölpreise in den letzten 12 Monaten, könnte man nicht meinen, dass die größte Ölfördernation der Welt in einen ernsthaften politischen Konflikt verwickelt ist.
Eine Eskalation des Ukraine-Konfliktes, wurde und wird in öffentlichen Diskussionen mit einer Selbstverständlichkeit ausgeschlossen, die schon fast arrogant ignorant wirkt. Als ob bis jetzt nicht in jedem Krieg auch massiv wirtschaftliche Interessen berührt worden wären, schließt man einen solchen eben wegen dieser aus!
Ein gefährliches Wiegen in einer Sicherheit, die es aus unserer Sicht so nicht gibt.

Sollte diese Erkenntnis auch an den internationalen Finanzmärkten Einkehr halten, dürfte es mit der Ruhe am Ölmarkt bald vorbei sein, wenngleich politische Börsen bekanntlich kurze Beine haben.

Dem Heizölverbraucher hilft dies aber wenig, wenn in den nächsten Wochen und Monaten der Bedarf für den nächsten Winter gedeckt werden soll, die Ware wegen eines eventuellen Embargos russischen Öl`s aber so knapp ist, dass die Notierungen durch die Decke schießen.

Auch wenn die Gefahr einer Eskalation der Lage in der Ukraine allgemein als gering eingestuft wird – sie ist existent!!!

Auf der anderen Seite ist das Potenzial nach unten – wie schon in vielen vorhergehenden Ausgaben unseres Newsletters ausführlich beschrieben, sehr gering!

+ preistreibende Faktoren

  • Ukraine-Konflikt
  • latente politische Unsicherheiten im Nahen Osten (Libyen, Syrien)
  • extrem niedrige Zinsen, Kapital sucht Anlagemöglichkeiten

– preisdrückende Faktoren

  • Beilegung des Atom-Konflikt mit dem Iran auf gutem Weg
  • allgemein komfortable Versorgungslage
  • permanente Steigerung der Energieeffizienz
  • Erschließung neuer Fördermöglichkeiten – Stichwort Fracking!
  • China`s Wirtschaftswachstum schwächt sich ab