Ölmarkt-Analyse Dezember 2014

Gepostet am 17. Dez. 2014 in News

Was kaum jemand für möglich gehalten hat ist nun eingetreten.
Die Rohölpreise haben sich binnen eines halben Jahres fast halbiert und bislang immer noch keinen Halt gefunden!

Durch die neuen Fördermöglichkeiten in Nordamerika, wo riesige Mengen an Rohöl durch Fracking gewonnen werden, ist der Markt seit längerem überversorgt und es gibt bislang keine Anzeichen, dass sich daran etwas ändern wird.

Die OPEC, die früher stets regulierend mit Förderkürzungen oder eben -erweiterungen tätig geworden ist, sieht dem Treiben jedenfalls tatenlos zu, was den Schluss zulässt, dass der niedrige Ölpreis poltisch gewollt ist.

Nicht nur dass Russland, dem größten Ölproduzenten der Welt, damit erheblich zugesetzt wird, der niedrige Ölpreis wirkt auch wie ein Konjunkturprogramm, was einigen großen Volkswirtschaften der Welt in anbetracht der schwächelnden Wirtschaftsentwicklung nicht ungelegen kommen sollte.

Doch es ist eine alte Weissheit, dass „politische Börsen kurze Beine haben“ und so wird der niedrige Ölpreis sicherlich kein Dauerzustand bleiben, zumal viele Förderprojekte derzeit defizitär betrieben werden.

+ preistreibende Faktoren

  • Terror bzw. Bedrohung durch die Organisation „IS“
  • latente politische Unsicherheiten im Nahen Osten
  • extremst niedrige Zinsen, Kapital sucht Anlagemöglichkeiten

– preisdrückende Faktoren

  • überversorgte Marktlage – Stichwort „Fracking“
  • Rücknahme der Nachfrageprognosen
  • OPEC greift nicht ein
  • schwaches globales Wirtschaftswachstum
  • permanente Steigerung der Energieeffizienz