Ölmarkt-Analyse Januar 2014

Gepostet am 20. Jan. 2014 in News

Die letzten Jahre haben uns gelehrt, dass die Ölversorgung zwar über Jahrzehnte hinweg gesichert ist, es aber immer schwieriger und somit teurer wird, das Rohöl zu fördern.
So konnte man auch beobachten, dass die Luft nach unten immer dann sehr dünn wird, wenn es an die 100-Dollar-Marke (Brent) geht.

Rohölpreisentwicklung

Dies ist einfach damit zu begründen, dass hier für viele Fördergebiete die Grenzkosten liegen, unter der eine wirtschaftliche Förderung nicht mehr möglich ist.

Jetzt notieren die Ölpreise derzeit mit rund 106 US-Dollar pro Barrel wieder nahe an dieser Schwelle und die Gründe dafür liegen auf der Hand.

Zum einen hat sich die geopolitische Situation in vielen wichtigen Förderregionen zuletzt deutlich entspannt.
Als Beispiel sei hier die schrittweise Beilegung des Atom-Konfliktes mit dem Iran genannt.

Zum anderen ist derzeit nur noch ein geringer Anstieg der weltweiten Ölnachfrage festzustellen, sodass die Versorgung mit Öl und Ölprodukten weiterhin sehr komfortabel ist.

Aber Vorsicht: Die stark gestiegenen Aktienmärkte nehmen bekanntlich die erwartete wirtschaftliche Entwicklung vorweg und auch die jüngsten Prognosen der Weltbank und des IWF lassen erwarten, dass die Nachfrage bald wieder deutlich stärker anziehen wird.

Das Risiko eines Ölpreisanstieges ist aus unserer Sicht derzeit ungleich höher zu sehen, als die Chance auf einen weiteren deutlichen Rückgang, sodass dies natürlich auch die Heizölpreise negativ beeinflussen könnte.

+ preistreibende Faktoren

  • Globale Konjunktur auf Erholungskurs
  • Nachfrage-Prognosen werden tendenziell wieder erhöht
  • latente politische Unsicherheiten im Nahen Osten
  • niedrige Zinsen, Kapital sucht Anlagemöglichkeiten

– preisdrückende Faktoren

  • Anstrengungen zur Lösung des Atom-Konflikt mit dem Iran
  • allgemein gute Versorgungslage
  • permanente Steigerung der Energieeffizienz
  • Erschließung neuer Fördertechnologien und -möglichkeiten