Ölmarkt-Analyse Januar 2015

Gepostet am 20. Jan. 2015 in News

Was sich in den letzten Wochen und Monaten am Ölmarkt abgespielt hat, ist nahezu unfassbar und kein Analyst auf diesem Planeten hätte diesen immensen Rückgang für möglich gehalten.
Nun ist er aber Fakt und die Rohstoffexperten und Investmenthäuser, die noch vor nicht all zu langer Zeit Rohölpreise jenseits der 200-Dollar-Marke vorhergesagt hatten, werden derzeit nicht fertig, ihre Ölpreisprognosen wieder schön brav nach unten zu revidieren.
Die Sinnhaftigkeit und Nützlichkeit sei hier an dieser Stelle mal dahingestellt.

Doch jede Übertreibungsphase – und dies ist definitiv eine – ist nur von vorübergehender Natur und so wird sich der Marktpreis in den nächsten Wochen und Monaten wieder auf den realen Wert des Rohöls einpendeln.
Natürlich ist es schwer einzuschätzen, wo dieser exakt ist, doch sicherlich nicht auf dem aktuellen Niveau!

Auch wenn es nochmals einen kurzen Rücksetzer geben sollte, so sind wir doch der festen Überzeugung, dass wir uns in der Nähe eines Langzeittiefs befinden und die Reise der Preise bald wieder nach oben gehen wird.

Denn der Markt wird sich selbst regeln und die Abschaltung vieler unwirtschahftlich gewordener Produktionsstätten wird das Angebot automatisch verknappen, was steigende Preise zur Folge haben wird.

+ preistreibende Faktoren

  • viele Produktionsstätten unwirtschaftlich
  • Terror bzw. Bedrohung durch die Organisation „IS“
  • latente politische Unsicherheiten im Nahen Osten
  • extremst niedrige Zinsen, Kapital sucht Anlagemöglichkeiten

– preisdrückende Faktoren

  • überversorgte Marktlage – Stichwort „Fracking“
  • Rücknahme der Nachfrageprognosen
  • OPEC greift nicht ein
  • schwaches globales Wirtschaftswachstum
  • permanente Steigerung der Energieeffizienz