Ölmarkt-Analyse Juni 2014

Gepostet am 16. Jun. 2014 in News

Ging die Ukraine-Krise scheinbar spurlos am Ölmarkt vorbei, ist die Nervosität aufgrund der Invasion der Terrrorgruppe „Isis“ im Norden des Irak derzeit um so größer.
Die für Europa relevanten Rohölpreise (Brent) sind in den letzten Tagen kräftig auf ein neues Jahreshoch angestiegen.
Während die Fronten in der Ukraine zumindest geklärt scheinen, ist die Lage im ölreichen Irak mittlerweile sehr unübersichtlich geworden und ein klares Feindbild gibt es derzeit nicht – jeder kämpft gegen jeden!

Das macht die Lage nicht nur kompliziert, sondern wohl leider auch zu einer längeren Angelegenheit!

Isis ist aus dem Terrornetzwerk „Al Kaida“ entstanden und mittlerweile angeblich sogar noch besser finanziert als ihr allseits bekannter Ursprung!
Derzeit kämpfen wohl deutlich mehr als 10.000 Extremisten für einen sunnitischen Gottesstaast, der sich vom östlichen Mittelmeer bis zum Persishen Golf erstrecken soll.
Daneben gibt es im Irak derzeit noch eine handvoll weitere gewalttätige Organisationen mit unterschiedlichen Zielen.
Die iraktische Armee scheint derzeit total überfordert zu sein!

Andere Themen sind am Ölmarkt komplett in den Hintergrund gedrängt worden und spielen derzeit kaum eine Rolle.

Die globale Konjunkturdaten fallen weiterhin eher gemischt aus und geben keinen klarenTrend vor.
Die Wirtschaft in China dürfte nach neuesten Zahlen wieder an Fahrt aufnehmen!

Die Versorgungslage am Ölmarkt ist (noch) als sehr komfortabel zu bezeichnen.

+ preistreibende Faktoren

  • Irak-Krise!
  • Ukraine-Konflikt
  • latente politische Unsicherheiten im Nahen Osten (Libyen, Syrien)
  • extremst niedrige Zinsen, Kapital sucht Anlagemöglichkeiten

– preisdrückende Faktoren

  • allgemein komfortable Versorgungslage
  • permanente Steigerung der Energieeffizienz
  • Erschließung neuer Fördermöglichkeiten – Stichwort Fracking!