Ölmarkt-Analyse März 2015

Gepostet am 17. Mrz. 2015 in News

Dem Ausverkauf der Rohölpreise zum Jahresende 2014 folgte die fast schon logische Erholung ab Mitte Januar des neuen Jahres.
Nach einer ausgedehnten Seitwärtsbewegung, die praktisch das Einpendeln des Marktes widerspiegelte, scheint sich jetzt wieder ein neuer Trend herauszubilden.

Trotz des erdrutschartigen Preisrückganges der letzten Monate und der folglichen Schließung zahlreicher Ölanlagen, bleibt es vorerst bei der überversorgten Marktlage und den extrem hohen Beständen.

Erst kürzlich hat die Internationale Energieagentur (IEA) mit Sitz in Paris in ihrem Monatsbericht festgestellt, dass die Ölproduktion in den USA kaum Anzeichen eines Rückganges zeige, obwohl die Anzahl der aktiven Bohranlagen in letzter Zeit deutlich abgenommen habe.

Anscheinend ist die Angst unter den Ölmulitis, Marktanteile zu verlieren größer, als der schmerzliche Rückgang der Margen bzw. der Gewinne, die es anscheinend aber auch bei diesen Preisen noch geben kann.

Auf der Nachfrageseite ist zwar eine Belebung der Konjunktur in den USA zu beobachten, dafür bleiben die Wachstumsaussichten in Europa und auch in China hinter den Erwartungen zurück.

Die Atomverhandlungen mit dem Iran, sowie der Krieg in der Ukraine sind in letzter Zeit eher in den Hintergrund gerückt.

+ preistreibende Faktoren

  • viele Produktionsstätten (vorübergehend) geschlossen
  • Terror bzw. Bedrohung durch die Organisation „IS“
  • latente politische Unsicherheiten im Nahen Osten und in der Ukraine
  • extremst niedrige Zinsen, Kapital sucht Anlagemöglichkeiten

– preisdrückende Faktoren

  • überversorgte Marktlage – Stichwort „Fracking“
  • OPEC greift nicht regulierend ein
  • Einigung mit Iran auf gutem Weg
  • geringes globales Wirtschaftswachstum
  • permanente Steigerung der Energieeffizienz