Ölmarkt-Analyse November 2014

Gepostet am 19. Nov. 2014 in News

Was wir zugegebenermaßen bislang kaum für möglich gehalten haben, ist in den letzten Wochen eingetreten.
Die Ölpreise (Brent) sind nachhaltig unter die 100-Dollar-Marke gefallen und haben zwischenzeitlich den tiefsten Stand seit mehr als vier Jahren erreicht.

Ebenfalls kaum zu glauben ist, dass die OPEC hierbei mehr oder weniger tatenlos zusieht.
Zwar ist ein Treffen für den 27. November geplant, doch bislang deutet alles darauf hin, dass das Kartell ihre (hohen) Fördermengen bis auf weiteres beibehalten wird.

Auf der anderen Seite werden die Prognosen zur globalen Ölnachfrage von verschiedenen Seiten weiter fleißig zurückgenommen, sodass der Markt die zur Verfügung gestellte Menge kaum aufnehmen kann.

Offiziell heißt es, dass die OPEC-Mitglieder an Nordamerika verlorene Marktanteile wieder zurückgewinnen wollen.
Böse Zungen behaupten, man wolle gemeinschaftlich Russland zusetzen, das ja stark von den Einnahmen aus dem Öl- und Gasgeschätt abhängig ist.

Eine Prognose bleibt daher schwierig, wenngleich wir schon der Meinung sind, dass es mittlerweile kaum mehr viel Spielraum nach unten geben dürfte.

+ preistreibende Faktoren

  • Terror bzw. Bedrohung durch die Organisation „IS“
  • latente politische Unsicherheiten im Nahen Osten
  • extremst niedrige Zinsen, Kapital sucht Anlagemöglichkeiten

– preisdrückende Faktoren

  • überversorgte Marktlage – Stichwort „Fracking“
  • Rücknahme der Nachfrageprognosen
  • OPEC greift nicht ein
  • schwaches globales Wirtschaftswachstum
  • permanente Steigerung der Energieeffizienz