Ölmarkt-Analyse September 2013

Gepostet am 24. Sep. 2013 in News

Die letzten vier Wochen am Ölmarkt waren beileibe nichts für schwache Nerven.
Zwischenzeitlich schien es, als sei man nur einen „Knopfdruck“ von einem Militärschlag in Syrien, durch die USA und Großbritannien, entfernt.
Die Folgen für die ganze Region und natürlich auch für die Ölversorgung wären unvorhersehbar gewesen.

Zum Glück siegte im letzten Moment doch noch die Diplomatie und es gibt berechtigte Hoffnung, dass es eine friedliche Lösung geben wird.

Entsprechend verlief die Preisverlaufskurve am Ölmarkt. Zwischenzeitlich stiegen die Notierungen (Brent)  auf 116 US-Dollar pro Barrel an, liegen nun aber wieder deutlich unter 110 Dollar.

Die gemeldeten Fundamentaldaten gingen dabei fast unter, sind aber nun wieder umso wichtiger, wenn es nach der aktuell stattfindenen Konsolidierungsphase um das Finden einer neuen Richtung geht.

Zuletzt überwogen hier eindeutig die positiven Wirtschaftsmeldungen, vor allem aus den USA und Europa, aber auch in China scheint es mit der Konjunktur weiter aufwärts zu gehen.

Die wichtigen DOE-Ölbestandsdaten brachten in der letzten Woche zudem einen überraschend deutlichen Rückgang der Vorräte, sodass wir tendeziell davon ausgehen, dass sich die Rohölpreise in nächster Zeit wieder leicht nach oben orientieren werden.

+ preistreibende Faktoren

  • politisch nach wie vor instabile Situation im Nahen Osten
  • Nachfrage-Prognosen werden wieder erhöht
  • zuletzt deutlich gefallene Ölbestände in den USA
  • niedrige Zinsen, Kapital sucht Anlagemöglichkeiten
  • globale Wirtschaft auf Erholungskurs

– preisdrückende Faktoren

  • friedliche Lösung im Syrien-Konflikt
  • erhöhte Fördermengen aus Libyen und Irak
  • allgemein gute Versorgungslage
  • permanente Steigerung der Energieeffizienz
  • Erschließung neuer Fördertechnologien und -möglichkeiten