Ölmarkt-Analyse September 2014

Gepostet am 18. Sep. 2014 in News

Der Ölmarkt ist, trotz der Krisen im Irak und der Ukraine, derzeit geprägt von einem Überangebot, das vorrangig durch die stetigen Produktionssteigerungen aus Libyen verursacht wird.
Mittlerweile werden hier wieder tägliche Fördermengen von mehr als 800.000 Barrel erzielt, was nur noch auf ein minimales Nachfragewachstum trifft.
Erst kürzlich nahmen das US-Energieministeriaum (EIA), die OPEC und die Internationale Energieagentur (IEA) mit Sitz in Paris unisono ihre Nachfrageprognosen für dieses und nächstes Jahr – wenn auch nur leicht – zurück.

Die Folge ist ein Rohölpreis, der zwischendurch auf den tiefsten Stand seit Mitte 2012 gefallen ist.

Betrachtet man sich jedoch die Entwicklung der letzten drei Jahre, fällt auf, dass der Ölpreis (Brent) immer nur kurzzeitig unter die 100-Dollar-Marke gefallen ist.

Weiß man zudem, dass sich viele Ölförderprojekte unter diesem Preis kaum mehr lohnen, ist es nicht verwunderlich, dass sich der Markt selbst reguliert, schrumpft doch das Angebot mehr oder weniger automatisch.

Es ist also nicht davon auszugehen, dass es bei den Rohölpreisen noch großen Spielraum nach unten gibt und sich lange auf diesem Niveau halten werden.

+ preistreibende Faktoren

  • Irak-Krise und Ukraine-Konflikt
  • Gaza-Krieg
  • latente politische Unsicherheiten im Nahen Osten (Libyen, Syrien)
  • extremst niedrige Zinsen, Kapital sucht Anlagemöglichkeiten

– preisdrückende Faktoren

  • überversorgte Marktlage
  • Rücknahme der Nachfrageprognosen
  • schwaches globales Wirtschaftswachstum
  • permanente Steigerung der Energieeffizienz
  • stetige Steigerung der Ölproduktion in Libyen