Ölmarkt-Analyse 12/2012

Gepostet am 18. Dez. 2012 in News

Seit sich die Lage im Nahen Osten halbwegs entspannt hat, haben auch die Ölpreise an den internationalen Wartenterminmärkten wieder zögerlich nachgegeben.
Dass es bislang bei einer moderaten Entwicklung blieb, ist den in letzter Zeit wieder etwas stabileren Konjunkturdaten, vor allem aus China und Europa, zuzuschreiben.
Auch in den USA gab es zuletzt unter anderem recht gute Zahlen vom Arbeitsmarkt, sodass die Marktteilnehmer gerade in den nächsten Wochen und Monaten mit Argusaugen auf neue Indikatioren zur weiteren weltweiten Konjunkturentwicklung blicken werden.

Stabilisieren sich die Hinweise auf eine sich bessernde globale Konjunktur, dürfte der Spielraum nach unten weiter sehr gering bleiben.
Verschlechtern sich die Zahlen wieder, könnten bei Brentöl durchaus auch Kurse unter 100 Dollar realistisch sein!
Denn der Ölmarkt ist weiterhin sehr gut versorgt, was unter anderem die sehr hohen Lagerbestände in den USA verdeutlichen.

Natürlich steht alles wie immer unter der Prämisse, dass die politische Lage im Nahen Osten halbwegs stabil bleibt!

+ preistreibende Faktoren

  • Atom-Konflikt mit dem Iran und allgemein instabile Lage im Nahen Osten
  • Ölverbrauch global auf hohem Niveau und weiter leicht steigend
  • niedrige Zinsen, Kapital sucht Anlagemöglichkeiten

– preisdrückende Faktoren
  • unsichere weltweite Konjunkturentwicklung
  • höhe Ölbestände und sehr gute Versorgungslage
  • OPEC Förderung weiterhin über Quote
  • permanente Steigerung der Energieeffizienz
  • Erschließung neuer Fördertechnologien und -möglichkeiten