Marktindizes* im Vergleich zum Vortag
Rohölpreis (Brent):
113,19 $ +3,01 %
Dollarkurs
0,9475 € -0,32 %
Gasölpreis
1.289,50 $ +0,98 %
* Stand: 25.06.2022, 21:39 Uhr
24.06.2022, 08:54 Uhr
Die Ölpreise waren gestern im Großen und Ganzen keinen größeren Kursschwankungen unterworfen. In Folge werden auch die Heizöl-Notierungen heute wenig verändert bis leicht nachgebend in den letzten Handelstag der Woche starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten waren gestern im Großen und Ganzen keinen größeren Kursschwankungen unterworfen und zeigten sich somit mehr oder weniger unbeeindruckt von den Unruhen am Gasmarkt. In Folge werden auch die Heizöl-Notierungen heute wenig verändert bis leicht nachgebend in den letzten Handelstag der Woche starten.

Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 110,20 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde knapp 105 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum US-Dollar leicht zurück und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0540 US-Dollar gehandelt.

Nachdem das American Petroleum Institute (API) am Mittwochabend einen doch etwas überraschenden Aufbau bei den Rohölbeständen vermeldet hatte, starteten die Rohölpreise gestern zunächst etwas schwächer in den Tag. Im Laufe des Handels ging es dann aber schon wieder nach oben, was angesichts der Lage am Gasmarkt nicht verwunderlich ist.
Der deutsche Wirtschaftsminister Robert Habeck hat die Stufe 2 den Notfallplans aufgerufen, wodurch Gas nun ganz offiziell zu einem knappen Gut ist. Ursache hierfür ist die starke Drosselung der Lieferungen durch Russland nach Europa. Es ist zu beürchten, dass sich die ohnehin schon sehr hohen Gaspreise in den nächsten Wochen und Monaten nochmals deutlich verteuern werden.
Dies hat sicherlich auch Auswirkung auf die Ölnachfrage, denn wer immer kann, wird mit dem Brennstoff auf Öl oder andere Energieträger ausweichen. Dies ist jetzt auch schon am Markt für Holzpellets spürbar, wo sich die Preise im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt haben.
Die mit Spannung erwarteten US-Ölbestandsdaten des Department of Energy (DOE) wurden gestern aufgrund eines Systemfehlers nicht veröffentlicht.
Dafür gab es aber eine ganze Reihe neuer Konjunkturdaten, die - wen wundert? - durchweg schlecht ausgefallen sind. Die EU Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitenden Gewerbe und dem Dienstleistungssektor verfehlten mit 52 bzw. 52,8 Punkten die Prognose ebenso, wie die am Nachmittag veröffentlichten Vergleichszahlen aus den USA. Hier gab es dann aber noch solide Zahlen vom Arbeitsmarkt.
Insgesamt dürfte die Krise am Energiemarkt die Konjunktur in Europa stärker belasten als andere Wirtschaftsregionen.

Am Devisenmarkt ist der Euro im Vergleich zum US-Dollar gestern wieder etwas zurückgefallen, was angesichts der schwachen Konjunkturdaten und der immer stärker aufkommenden Rezessionsängste in Europa nicht verwunderlich ist. Heute warten die Händler auf den Ifo-Geschäftsklimaindex aus Deutschland.

Die Heizölpreise in Deutschland werden nach diesen Vorgaben heute weitgehend stabil in den letzten Handelstag der Woche starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht sogar ein leichtes Minus in einer Größenordnung von bis zu einem halben Cent pro Liter erwarten. Die Situation am Gasmarkt hat viele Verbraucher wach gerüttelt und die Nachfrage steigt. Wer jetzt Heizöl ordert, kann sicher sein, nächsten Winter nicht im Kalten zu sitzen. Diese Möglichheit hat derzeit leider nicht jeder!
23.06.2022, 08:15 Uhr
Die Ölpreise haben sich gestern nicht wesentlich verändert und starten auch heute Morgen weitgehend stabil. In Folge werden auch die Heizöl-Notierungen hierzulande aller Voraussicht keine neue Richtung ansteuern. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich gestern nicht wesentlich verändert und starten auch heute Morgen weitgehend stabil, obwohl die gestern veröffentlichten US-Ölbestandsdaten eher preisdrückend ausgefallen sind. In Folge werden auch die Heizöl-Notierungen hierzulande aller Voraussicht keine neue Richtung ansteuern.

Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 109,80 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 103,90 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum US-Dollar spürbar zulegen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0565 US-Dollar gehandelt.

Wenig Neues gibt es aktuell von den internationalen Ölmärkten zu berichten. Die Rohölpreise haben sich zuletzt recht stabil gezeigt und die Marktteilnehmer warten nun auf Impulse, die eine neue Richtung weisen könnten.
In letzter Zeit dominieren aber immer stärker Rezessionsängsten, die stark auf die Stimmung der Börsianer drücken. Vor allem die in diesen Wochen stark steigenden Zinsen und die hohen Rohstoffpreise lasten auf der Konjunktur, die zusätzlich mit gestörten Lieferketten und natürlich dem Krieg in der Ukraine zu kämpfen hat.
Auf der anderen Seite bleibt das verfügbare Ölangebot knapp und die globalen Vorräte auf einem sehr niedrigem Niveau, sodass die meisten Analysten davon ausgehen, dass die Ölpreise auch in den nächsten zwei bis drei Jahren auf einem sehr hohen Niveau bleiben werden.
Auch deshalb forderte gestern der Chef der Internationalen Energieagentur (IEA), Fatih Birol, mehr Investitionen in saubare Energietechnologie und warnte davor, dass Russland seine Gaslieferungen weiter reduzieren und sogar ganz einstellen könnte.
Gestern Abend nach Börsenschluss wurden dann noch die wöchentlichen US-Ölbestandsdaten des American Petroleum Institute (API) veröffentlicht, die durchaus preisdrückende Elemente in sich hatten. So gab es bei Rohöl einen überraschenden Aufbau von 5,6 und bei Destillaten von 1,2 Millionen Fass, dafür gingen die um diese Zeit stärker gewichteten Benzinvorräte erneut um 1,7 Millionen Barrel zurück. Heute Nachmittag werden die Zahlen des Department of Energy (DOE) veröffentlicht, die nicht nur wesentlich umfang- sondern auch einflussreicher sind.

Am Devisenmarkt konnte der Euro im Vergleich zur Ölwährung US-Dollar gestern Gewinne verbuchen, obwohl die Stimmung an den Finanzmärkten weiterhin sehr schlecht und der Greenback in solchen Zeiten als Krisenwährung eigentlich gefragt ist. Auch hier fehlt es derzeit an neuen Impulsen.

Insgesamt also relativ stabile Vorgaben für den deutschen Inlandsmarkt, wo die Heizölpreise heute aller Voraussicht nach mit leichten Aufschlägen in den Tag starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen zumindest aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von einem halben bis einem Cent pro Liter erwarten. Die Nachfrage hat sich zuletzt etwas belebt, es bleibt vorerst aber noch bei einem ruhigen Sommergeschäft.
22.06.2022, 08:29 Uhr
Die Ölpreise haben sich im gestrigen Handelsverlauf relativ stabil gezeigt und in etwa auf Ausgangsniveau geschlossen. Heute Morgen zeigen sich die Futures bislang aber sehr schwach, sodass die Heizöl-Notierungen mit schönen Abschlägen in den Tag starten Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich im gestrigen Handelsverlauf relativ stabil gezeigt und in etwa auf Ausgangsniveau geschlossen. Heute Morgen zeigen sich die Futures im asiatisch geprägten Handel bislang aber sehr schwach, sodass die Heizöl-Notierungen hierzulande aller Voraussicht nach mit schönen Abschlägen in den Tag starten werden.

Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 110,25 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 105,15 Dollar. Der Euro muss im Vergleich zum US-Dollar leichte Verluste hinnehmen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0495 US-Dollar gehandelt.

Der gestrigen Tag verlief an den internationalen Ölbörsen relativ ruhig. Es gab kaum neue Markt bewegende Meldungen, sodass sich die Rohölpreise in einer im Verhältnis zu den letzten Wochen und Monaten recht engen Handelsspanne seitwärts bewegten.
Warum es heute Morgen in Asien zu der starken Abwärtsbewegung gekommen ist, bleibt bislang ungeklärt, zumal die wenigen Nachricht derzeit eher für weiter steigende Ölpreise sprechen würden.
So wurde gestern bekannt, dass die Ölproduktion Norwegens im Mai erneut zurückgegangen ist. Bereits in den Vormonaten waren die offiziellen Prognosen aber schon regelmäßig verfehlt worden, sodass dies wohl wenig überraschend kam.
Auch die Erwartung des Chefs des Ölkonzerns ExxonMobil, dass die Versorgungslage an den Ölmärkten auch auf Sicht der nächsten drei bis fünf Jahre angespannt bleiben dürfte, wäre eigentlich bullish, also preistreibend zu werten.
Preisdrückend wirken in diesen Tagen aber sicherlich die zunehmenden Rezessionsängste der Börsianer. Steigende Zinsen und hohe Rohstoffpreise dürften der globalen Wirtschaft in nächster Zeit sicherlich schwer zu schaffen machen.
Aufgrund eines Feiertags werden die wöchentlichen US-Ölbestandsdaten des American Petroleum Institute (API) erst heute Abend nach US-Börsenschluss vermeldet. Morgen folgen dann die wesentlich umfang- und einflussreicheren Zahlen des Department of Energy (DOE)

Am Devisenmarkt tat sich auch gestern nicht viel. Der Euro ging im Vergleich zum US-Dollar kaum verändert aus dem Handel und fällt heute morgen etwas zurück. Die gestern vermeldeten Konjunkturdaten diesseits und jenseits des Atlantiks fielen relativ unspektakulär aus.

Dank der deutlich gefallenen Kurse von Rohöl und Gasöl, starten die Heizölpreise hierzulande heute erfreulicherweise mit deutlichen Abschlägen in den Handel. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen ein Minus in einer Größenordnung von 2 bis 3 Cent pro Liter erwarten. Somit setzt sich der mittlerweile seit rund zwei Wochen existente Seitwärtstrend auf hohem Niveau bislang weiter fort. Auch wenn die Nachfrage in den letzten Tagen etwas zugelegt hat, bleibt das Bestellaufkommen im Verhältnis zu den Preisanfragen recht gering.


21.06.2022, 08:32 Uhr
Die Ölpreise haben sich nach dem Rücksetzer vom Freitag leider schnell erholt und heute Morgen im asiatisch geprägten Handel Aufschläge erzielt. In Folge werden die Heizöl-Notierungen hierzulande leider mit einem deutlichen Plus in den Handel starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich nach dem Rücksetzer vom Freitag leider schnell wieder erholt und heute Morgen im asiatisch geprägten Handel signifikante Aufschläge erzielt. In Folge werden auch die Heizöl-Notierungen hierzulande mit einem deutlichen Plus in den Handel starten.

Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 115,10 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 111,60 Dollar. Der Euro zeigt sich im Vergleich zum US-Dollar knapp behaupten und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0515 US-Dollar gehandelt.

Der Ölmarkt befindet sich weiterhin im Spannungsfeld zwischen einer sehr angespannten Versorgungslage einerseits und der Erwartung einer sich deutlich abflauenden globalen Konjunktur auf der anderen Seite. In welchem Tempo sich der Abschwung vollziehen wird und wie nachhaltig diese Entwicklung sein wird, ist derzeit aber kaum absehbar.
Und so ist der Bedarf an Öl und Ölprodukten aktuell weiterhin sehr hoch. Vor allem in den USA, wo derzeit in der sog. Driving-Season besonders viel Benzin verbraucht wird, und in China, das hohen Nachholbedarf nach den Corona-Beschränkungen hat.
Die sehr robuste Nachfrage kann derzeit durch das zur Verfügung stehende Angebot aber kaum gedeckt werden. Es fehlen nicht nur Mengen aus Russland, sondern auch aus Libyen. Außerdem kann die OPEC+ Organisation ihre selbst gesteckten Förderziele seit Monaten nicht erreichen. Unabhängig davon gibt es weltweit aktuell zu wenig Raffineriekapazitäten, was vor allem die Produktpreise nach oben treibt.
Auch das Ausbleiben russischer Gaslieferungen nach Europa treibt oder stabilisiert zumindest die Ölpreise. Viele Kraftwerksbetreiber stellen, falls dies möglich ist, von Gas auf Öl um.
Die globalen Ölvorräte werden immer knapper und derzeit sieht es leider nicht danach aus, als dass sich an dieser Situation in nächster Zeit etwas ändern wird.

Am Devisenmarkt gab es gestern kaum größere Kursbewegungen im Verhältnis zwischen dem Euro und der Ölwährung US-Dollar. Zum einen fehlten die Impulse aus den USA, wo es feiertagsbedingt nur zu einem stark eingeschränkten Börsenhandel kam, zum anderen gab es auch kaum neue und wichtige Konjunkturdaten aus dem Euro-Raum. Der Verlust der Parlamentsmehrheit für den französischen Präsidenten Macron wirkte sich erstaunlicherweise kaum auf den Wert unserer Gemeinschaftswährung aus.

Die Heizölpreise hierzulande werden aufgrund der deutlich gestiegenen Rohöl- und Gasölpreise heute leider wieder mit Aufschlägen in den Handel starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von einem bis zwei Cent pro Liter erwarten. Somit stehen die Notierungen weiterhin auf dem höchsten Niveau seit knapp drei Monaten. Die weiterhin sehr hohe Zahl an Preisanfragen lässt vermuten, dass vor dem Beginn der Heizperiode noch ein hoher Bedarf zu decken ist. Dies könnte durchaus zu neuen Turbulenzen im Herbst führen. Wer dem aus dem Weg gehen will, sollte lieber früher als später bestellen.
20.06.2022, 08:41 Uhr
Die Ölpreise sind am Freitag im späten Handel kräftig unter Druck geraten und gehen auf deutlich niedrigerem Niveau in die neue Handelswoche. In Folge werden auch die Heizöl-Notierungen hierzulande mit schönen Abschlägen erwartet. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten sind am Freitag im späten Handel kräftig unter Druck geraten und gehen auf deutlich niedrigerem Niveau in die neue Handelswoche. In Folge werden auch die Heizöl-Notierungen hierzulande mit schönen Abschlägen erwartet.

Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 113,70 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 109,90 Dollar. Der Euro zeigt sich im Vergleich zum US-Dollar nahezu unverändert und wird auch heute Morgen zu Kursen um 1,0525 US-Dollar gehandelt.

Der Konflikt der westlichen Welt mit Russland geht in eine neue Runde. Seit einigen Tagen kommt in Deutschland, Italien und Slowenien deutlich weniger russisches Gas als üblich, in Frankreich gar keines mehr an. Zwar wird dies vom russischen Konzern Gazprom mit Reparaturarbeiten begründet, Glauben schenkt dem aber kaum jemand.
In Folge sind die Gaspreise wieder einmal explodiert und dies wirkt sich leider auch auf den Ölmarkt aus. Auch hier ist die Versorgungslage bekanntlich sehr angespannt, vor allem was Gasöl, dem unversteuerten Vorprodukt von Heizöl und Diesel, anbetrifft. Während die Rohölpreise, die an den internationalen Warenterminmärkten für den globalen Markt gehandelt werden, zuletzt wieder deutlich nachgegeben haben, sind die Gasöl-Futures nur sehr zögerlich nach unten gegangen. Viele Kraftwerksbetreiber wechseln den Brennstoff und weichen von Gas eben auf Gasöl aus, was den Markt hier zusätzlich belastet.
Gleichzeitig hat China aufgrund von Corona und politischen Entscheidungen seine Raffineriekapazität um rund ein Drittel zurückgefahren und in den ersten fünf Monaten des Jahres seine Ausfuhren an Ölprodukten um rund 40 Prozent reduziert.
Die Meldung, dass die Ölexporte aus Libyen wohl wieder anlaufen und Russland die Ölproduktion im Juni deutlich erhöhen will, kommen daher leider nur bei den Rohöl-Kontrakten an.
Es gibt aber durchaus auch preisdrückende Faktoren. Vor allem die derzeit zu beobachtenden Abkühlung der globalen Wirtschaft dürfte den weltweiten Ölbedarf drücken. Außerdem geht auch die Ölförderung in den USA langsam aber stetig wieder nach oben. Die Zahl der aktiven Bohranlagen ist hier nach dem neuesten Baker-Hughes-Bericht in der vergangenen Woche um weitere 4 auf nun 584 Einheiten angestiegen.

Am Devisenmarkt fiel der Euro im Vergleich zum US-Dollar am Freitag zunächst deutlich zurück. Nach eher schwach ausgefallenen Konjunkturdaten aus den USA konnte sich unsere Gemeinschaftswährung aber wieder erholen und auch heute Morgen geht es weiter nach oben.

Insgesamt also recht gute Vorgaben für den deutschen Inlandsmarkt, wo die Heizölpreise heute zwar deutlich nachgeben, aufgrund der oben beschriebenen Umstände aber eben leider nicht in dem Maße, wie dies die gefallenen Rohölpreise auf den ersten Blick erwarten lassen würden. Nach aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen werden die Abschläge im Durchschnitt bei einem bis zwei Cent pro Liter liegen. Insgesamt bleiben die Notierungen damit auf einem sehr hohen Niveau und die Aussichten auf einen nachhaltigen Rückgang trübe. Die Gefahr, dass die Heizölpreise im Herbst weiter anziehen könnten, wird durch die aktuelle sehr schwache Nachfrage leider auch nicht geringer!
17.06.2022, 08:25 Uhr
Die Ölpreise haben gestern nur kurzzeitig etwas nachgegeben und die Brent-Futures gegen Handelsschluss wieder die 120-Dollar-Marke erreicht. Trotz leichter Währungsgewinn ziehen die Heizöl-Notierungen weiter auf den höchsten Stand seit Anfang März an. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern nur kurzzeitig etwas nachgegeben und die Brent-Futures gegen Handelsschluss wieder die 120-Dollar-Marke erreicht. Trotz leichter Währungsgewinn ziehen die Heizöl-Notierungen weiter auf den höchsten Stand seit Anfang März an.

Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 119,60 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 117,25 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar deutlich verbessern und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0525 US-Dollar gehandelt.

Energie bleibt knapp und wird leider immer teuerer. Auch wenn die hohe Inflation und die steigenden Zinsen sich langsam auf die globale Konjunktur auswirken sollten, ist derzeit einfach zu wenig Öl und Gas auf dem Markt. Hauptgrund sind natürlich die Sanktionen gegen Russland, aber auch strukturelle Probleme.
So blieb die OPEC+ Gruppe im Mai um 2,7 Millionen Barrel pro Tag hinter den eigenen Förderzielen zurück und die aktuellen Probleme in Libyen sorgen für weitere erhebliche Ausfälle.
In den kommenden Wochen und Monaten könnte sich die Lage gerade in Europa weiter verschärfen, denn nach den Plänen der EU und Großbritanniens sollen russische Tanker und Transportschiffe die Öl befördern, nicht mehr versichert werden. Dies würde sicherlich einen weiteren deutlichen Rückgang der russischen Öllieferungen mit sich bringen, was ja auch politisch gewollt ist.
Die Rohölpreise dürfte dies aber weiter nach oben treiben und die US-Regierung warnt ganz offen vor einem neuen Preisschock. Auch bei Goldman Sachs rechnet man mit weiter steigenden Notierungen in den Sommermonaten.
Abfedern könnte diese Entwicklung die vom stellvertretenden russischen Ministerpräsidenten Alexander Nowak in Aussicht gestellte Förderanhebung. Nach dessen Worten soll die Ölproduktion aktuell im Vergleich zum Mai um rund 600.000 Barrel pro Tag erhöht worden sein und im Juli weiter ausgebaut werden. Dankbare Abnehmer dieser Mengen sind unter anderem China und Indien.

Am Devisenmarkt bleibt es in diesen Tagen spannend. Gestern drückten schwache US-Konjunkturdaten auf den Kurs des Dollars, sodass der Euro im Gegenzug deutlich zulegen konnte. Eine überraschende und deutliche Zinsanhebung von 0,5 Prozent wurde aus der Schweiz vermeldet. Der Franken legt daraufhin im Vergleich zum Euro und zum US-Dollar kräftig zu.

Die Heizölpreise hierzulande werden trotz der Währungsgewinne auch heute wieder mit Aufschlägen in den Tag starten. Verantwortlich hierfür sind die hohen Preise für Gasöl, dem unversteuerten Vorprodukt von Diesel und Heizöl. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von einem halben bis einem Cent pro Liter erwarten. Mittlerweile haben die Notierungen den höchsten Stand seit Anfang März erreicht und steuern im bundesweiten Durchschnitt auf 1,50 Euro pro Liter zu. Dies, obwohl die Nachfrage weiterhin sehr schwach ist. Wer noch nicht für den nächsten Winter vorgesorgt hat und mit der Bestellung bis in den Herbst wartet, geht ein nicht unerhebliches Risiko ein!
15.06.2022, 08:21 Uhr
Die Ölpreise haben gestern zunächst deutlich zugelegt. Im späten Handel fielen die Futures aber wieder zurück, jedoch nicht die Gasölpreise. Daher sind auch bei den Heizöl-Notierungen heute keine größeren Abschläge zu erwarten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern zunächst deutlich zugelegt und sind zwischenzeitlich auf den höchsten Stand seit Anfang März geklettert. Im späten Handel fielen die Futures aber wieder zurück, jedoch nicht die Gasölpreise. Daher sind auch bei den Heizöl-Notierungen heute keine größeren Abschläge zu erwarten.

Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 121,40 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 119,20 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar stabilisieren und wird heute Morgen weiterhin zu Kursen um 1,0425 US-Dollar gehandelt.

Auch wenn die Stimmung an den Aktienmärkten derzeit nicht die beste ist und sich die Marktteilnehmer über eine mögliche globale Rezession Sorgen machen, blieben die Rohölpreise zuletzt hoch und auch gestern startete der Ölkomplex mit deutlichen Aufschlägen in den europäisch geprägten Handel.
Natürlich sind weiterhin die angespannte Versorgungslage und die in Folge sehr niedrigen weltweiten Ölbestände die Hauptgründe für diese Entwicklung. Vor allem die neuen Förderausfälle in Libyen kommen unerwartet und haben aufgrund des enormen Volumens von rund einer Million Barrel pro Tag eine starke Wirkung.
Der gestern veröffentlichte Monatsreport der OPEC goss zusätzlich Öl ins Feuer, denn hier rechnet man mit einer starken Nachfrageerholung im zweiten und dritten Quartal. Gleichzeitig fiel die Ölproduktion der OPEC per Mai sogar leicht zurück, was zum Großteil auch an den Problemen in Libyen lag.
Nach Börsenschluss wurden dann noch die wöchentlichen US-Ölbestandsdaten des American Petroleum Institute (API) veröffentlicht. Hier gab es weitere Bestandsabbauten im Zentrallager Cushing und beim derzeit so viel beachteten Benzin.
Solide Konjunkturdaten kamen bereits heute Morgen aus China, wo die Industrieproduktion per Mai leicht um 0,7 Prozent angestiegen ist. Die Einzelhandelsumsätze sanken weniger stark als erwartet. In wenigen Stunden wird der Monatsreport der Internationalen Energieagentur (IEA) und am Nachmittag der Bericht zu den US-Ölbestandsdaten des Department of Energy (DOE) erwartet.

Am Devisenmarkt konnte sich der Euro im Vergleich zum US-Dollar nach einigen verlustreichen Tagen knapp oberhalb der 1,04-Dollar-Marke stabilisieren. Heute warten die Händler auf die Sitzung der US-Notenbank, bei der eine weitere Zinsanhebung um mindestens 0,5 Prozent gerechnet wird. Einige Analysten schließen sogar eine Erhöhung um 75 Basispunkte nicht aus.

Die Heizölpreise hierzulande werden aufgrund der relativ stabilen Gasölpreise auch heute keine größere Kurssprünge vollziehen. Zumindest lassen dies aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen aus morgendlicher Sicht so erwarten. Geht es nach diesen, könnte es Aufschläge in einer Größenordnung von im Durchschnitt einem halben bis einem Cent pro Liter geben. Weiterhin bleibt die Nachfrage schwach, die Zahl der Marktbeobachter aber außerordentlich hoch. Es erwartet uns daher wohl ein heißer Herbst.
14.06.2022, 08:23 Uhr
Die Ölpreise haben sich gestern lange Zeit seitwärts bewegt, im späten Handel dann doch wieder zugelegt. Da die Gasölpreise dabei recht stabil geblieben sind, werden die Heizöl-Notierungen heute nur wenig verändert in den Tag starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich gestern lange Zeit seitwärts bewegt, im späten Handel dann aber trotz einer ingesamt recht schlechten Börsenstimmug wieder zugelegt. Da die Gasölpreise dabei recht stabil geblieben sind, werden die Heizöl-Notierungen heute ebenfalls nur wenig verändert in den Tag starten.

Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 123 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 120,90 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum US-Dollar immer weiter zurück und wird heute Morgen nur noch zu Kursen um 1,0425 US-Dollar gehandelt.

Die schlechte Stimmung an den internationalen Aktienbörsen ist noch nicht am Ölmarkt angekommen. Während die Börsianer eine globale Rezession befürchten und dabei weiter deutlich steigenden Zinsen erwarten, bleiben die Rohölpreise aufgrund der knappen Angebotssituation weiterhin außen vor. Ob schon bald auch der Ölkomplex mit nach unten gezogen wird, ist derzeit eher unwahrscheinlich, denn hier gibt es nach wie vor strukturelle Probleme.
Während die OPEC+ Gruppe ihre selbst gesteckten Ziele seit Wochen und Monaten nicht erreichen kann, Russland sanktioniert wird und es immer wieder zu größeren Förderausfällen in Libyen kommt, fehlt es weltweit auch an Raffineriekapazitäten. Entsprechend niedrig sind aktuelle die globalen Lagerbestände, die sich wohl auch bei einer stagnierenden oder leicht rückläufigen Nachfrage nicht so schnell erholen dürften. Außerdem müssen die von vielen Ländern freigegebenen strategischen Ölreserven bald wieder aufgefüllt werden.
Aktuell verhindert vor allem die weiterhin sehr unstabile Lage in Libyen einen Rückgang der Ölpreise. Hier ist die Förderung in den letzten Tagen fast vollständig eingebrochen, sodass dem Markt rund eine Million Barrel täglich fehlen.
Heute warten die Marktteilnehmer auf den Monatsreport der OPEC, auf zahlreiche neue wichtige Konjunkturdaten und dann am späten Abend natürlich auf die neuen US-Ölbestandsdaten vom American Petroleum Institute (API).

Am Devisenmarkt bleibt der Euro im Vergleich zum US-Dollar weiter unter Druck und leidet dabei unter dem nach wie vor sehr unterschiedlichen Tempo bei den Zinsanhebungen. Während in den USA in den nächsten Monaten weitere deutliche Zinsschritte erwartet werden, geht die Europäische Zentralbank nach Meinung vieler Volkswirte hier zu zögerlich vor.

Insgesamt sind die Vorgaben für den deutschen Inlandsmarkt aber recht stabil, sodass die Heizölpreise heute wohl keinen größeren Veränderungen unterworfen sein werden. Zumindest lassen aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen aus morgendlicher Sicht lediglich Schwankungen in einer Größenordnung von einem halben Cent pro Liter in die ein oder andere Richtung erwarten. Die Nachfrage hat mittlerweile ein extrem niedriges Niveau erreicht, wobei die Zahl der Interessenten bzw. Marktbeobachter nach wie vor sehr hoch ist. Das lässt auf einen hohen Bedarf im Herbst schließen, der nicht nur die Lieferzeiten, sondern auch die Preise weiter nach oben treiben könnte. Daher sollten vor allem sicherheitsorientierte Ölheizer mit geringem Vorrat mit der Bestellung nicht mehr all zu lange warten!
13.06.2022, 08:27 Uhr
Die Ölpreise haben am Freitag ihre anfänglichen Gewinne nicht halten können und den Handel in etwa auf Ausgangsniveau beendet. Heute Morgen stehen weitere Minuszeichen an den Kurstafeln, sodass die Heizöl-Notierungen mit schönen Abschlägen starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben am Freitag ihre anfänglichen Gewinne nicht halten können und den Handel in etwa auf Ausgangsniveau beendet. Heute Morgen stehen in Asien weitere Minuszeichen an den Kurstafeln, sodass die Heizöl-Notierungen mit schönen Abschlägen in die neue Handelswoche starten können.

Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei knapp 120 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 118,60 Dollar. Der Euro muss im Vergleich zum US-Dollar weitere deutliche Verluste hinnehmen und wird heute Morgen nur noch zu Kursen um 1,0490 US-Dollar gehandelt.

Zum Handelsstart am Freitag dominierten am Ölmarkt noch die bullishen, also die preistreibenden Faktoren. Die nach wie vor robuste globale Nachfrage kann nur sehr knapp von der Angebotsseite befriedigt werden, auf der es immer wieder Störfaktoren gibt.
Der größte ist natürlich der Krieg in der Ukraine und die damit verbundenen Sanktionen gegen den drittgrößten Ölproduzenten der Erde, Russland. Zusätzlich gibt es aktuell Probleme mit den Ölarbeitern in Norwegen. Hier konnte ein Streik aber zumindest vorerst abgewendet werden. Neue Einschränkungen bei der Ölverladung werden aus Libyen vermeldet, sodass die Produktion am großen Sharara-Ölfeld wieder nach unten gefahren werden muss.
Ein weiterer stützender Faktor ist zweifelsohne die Tatsache, dass der saudische Ölkonzern Aramco die Lieferungen nach China kürzen muss, da es hier offensichtlich nicht genug Mengen gibt.
Damit wären wir aber schon bei den bearishen, also den preisdrückenden Meldung. Denn in den Metropolen Shanghai und Peking werden wieder Corona-Massentestungen durchgeführt und es drohen neue Lockdowns.
Auch die wirtschaftliche Entwicklung in vielen anderen wichtigen Volkswirtschaften könnte bald auf die Nachfrage drücken. In den USA geht das dort so wichtige Verbrauchervertrauen rasant zurück. Die Universität Michigan ermittelte für Juni einen Wert von nur 50,2 Punkten. Die Erwartung lag jedoch bei 58 Zählern.
Die Zahl der aktiven US-Bohranlagen ist nach dem neueste Baker-Hughes-Bericht im Vergleich zur Vorwoche um 6 auf nun 580 angestiegen.

Am Devisenmarkt befindet sich der Euro im Vergleich zum US-Dollar weiter im freien Fall. Nachdem vielen Marktteilnehmern der erste angekündigte Zinsschritt der Europäischen Zentralbank zu zögerlich ist, spekulieren die Händler nun wohl auf ein noch rasanteres Tempo der US-Notenbank. Auslöser war der am Freitagnachmittag veröffentlichte US-Verbraucherpreisindex, der im Mai im Vergleich zum Vorjahr um 8,6 Prozent gestiegen ist. Die Analysten hatten im Vorfeld lediglich mit 8,1 Prozent gerechnet.

Trotz der Währungsverluste werden die Heizölpreise hierzulande aller Voraussicht nach mit schönen Abschlägen in die neue Handelswoche starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht Abschläge in einer Größenordnung von zwei bis vier Cent pro Liter erwarten. Am Markt zeigt sich nun seit Wochen das gleich Bild. Während die Zahl der Marktbeobachter, also der Preisberechnungen sehr hoch ist, bleibt die Kaufaktivität, also das Bestellaufkommen auf einem sehr niedrigen Niveau. Dies lässt für den Spätsommer bzw. Herbst eine sehr hohe Nachfrage mit entsprechend langen Lieferzeiten erwarten.
10.06.2022, 08:25 Uhr
Die Ölpreise haben sich gestern rückläufig entwickelt und starten heute Morgen mit weiteren Abschlägen in den asiatisch geprägten Handel. Da die Gasölpreise gestern ein Eigenleben entwickelt haben, werden die Heizöl-Notierungen uneinheitlich starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich gestern rückläufig entwickelt und starten heute Morgen mit weiteren Abschlägen in den asiatisch geprägten Handel. Da die Gasölpreise gestern wieder ein Eigenleben entwickelt haben, werden die Heizöl-Notierungen hierzulande aber erneut kaum verändert in den Tag starten.

Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 122,40 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 120,90 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum US-Dollar nach der gestrigen EZB-Sitzung deutlich zurück und wird heute Morgen nur noch zu Kursen um 1,0640 US-Dollar gehandelt.

Mit einer in den Sommermonaten allgemein steigenden Nachfrage, vor allem nach Benzin, und dem nach wie vor begrenztem Angebot, haben die Rohölpreise in letzten Tagen den höchsten Stand seit mehr als zwei Monaten erreicht. Zahlreiche Analysten haben ihre Preisprognosen mittlerweile nach oben korrigiert und der Ölminister der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) erwartet, dass die Ölpreise ihre Hochs "bei weitem" noch nicht erreicht haben.
Mittlerweile ist der Markt aber wohl wieder reif für eine Konsolidierung, die gestern durch die Meldung von neuen Corona-Fällen in China ausgelöst wurde. Sowohl in Shanghai, als auch in der Hauptstadt Peking wurden neue großflächige Tests angeordnet die befürchten lassen, dass es dort bald zu neuen Lockdowns kommen wird.
Dies wird durchaus ein wichtiger Faktor werden, der die Futures nicht nur konsolidieren, sondern auch korrigieren lassen könnte. Auch die Gefahr einer globalen Rezession, sowie die erwarteten Produktionssteigerungen aus Nordamerika und der OPEC+ Gruppe sind Faktoren, die preisdrückend wirken.
Auf der anderen Seite war und ist gerade das Produzentenbündnis ein Hauptgrund für die angespannte Versorgungslage. Die rückläufige Ölproduktion Russlands kann von den anderen Mitgliedsländern bei weitem nicht kompensiert werden und es gibt derzeit ein Delta zwischen der offiziellen und der tatsächlichen Fördermenge von gut 2,5 Millionen Barrel pro Tag.
Sollte China die Corona-Lage in nächster Zeit doch in den Griff bekommen, könnten die zur Verfügung stehenden Mengen nicht ausreichen, um die starke Nachfrage zu decken. Dies würde zu weiteren Preissteigerungen führen.

Am Devisenmarkt ist der Euro im Vergleich zum US-Dollar nach dem Ergebnissen aus der gestrigen Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) deutlich zurückgefallen. Wie erwartet wollen die Währungshüter mit dem Ende der Netto-Anleihekäufe und einer ersten Zinserhöhung von 0,25 Prozent im Juli nun gegen die hohe Inflation steuern, wurden dabei aber auch kritisiert, da vielen Ökonomen die Vorgehensweise zu zögerlich ist. Einige Marktteilnehmer hatten wohl auf einen großen Zinsschritt von 0,5 Prozent spekuliert.

Die Heizölpreise hierzulande werden heute uneinheitlich in den Tag starten. In Summe dürfte es nach erste Preistendenzen aber zu keinen großen Veränderungen kommen. Regionale Unterschiede rühren daher, dass es gestern am Nachmittag bei Gasöl, dem unversteuerten Vorprodukt von Diesel und Heizöl, zu großen Schwankungen gekommen sind, die nur teilweise in den Notierungen eingepreist wurden. Allgemein halten sich  die Verbraucher in diesen Tagen mit Käufen weiter stark zurück und die meisten Ölheizer warten auf bessere Preise in den nächsten Wochen und Monaten. Ein sicherlich nicht unriskantes Unterfangen.
09.06.2022, 08:23 Uhr
Die Ölpreise haben gestern nach Veröffentlichung der neuesten Ölbestandsdaten aus den USA weiter deutlich angezogen. Da die Gasölpreise aber weitgehend stabil geblieben sind, geben die Heizöl-Notierungen heute in der Eröffnung sogar leicht nach. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern nach Veröffentlichung der neuesten Ölbestandsdaten aus den USA weiter deutlich angezogen und stehen derzeit auf dem höchsten Stand seit genau drei Monaten. Da die Gasölpreise aber weitgehend stabil geblieben sind, wird es heute zumindest in der Eröffnung auch bei den Heizöl-Notierungen zu keinen größeren Veränderungen kommen.

Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei knapp 124 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 122,40 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar etwas verbessern und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0725 US-Dollar gehandelt.

Obwohl die Weltbank ihre Prognose für das globale Wirtschaftswachstum erneut deutlich von 4,1 auf 2,9 Prozent gesenkt und gleichzeitig vor den Gefahren einer Stagflation gewarnt hat, schlugen die Rohölpreise auch gestern wieder den Weg nach oben ein.
Bereits vor Bekanntgabe der mit Spannung erwarteten US-Ölbestandsdaten durch das Department of Energy (DOE) zogen die Futures leicht an. Als die Zahlen dann über die Ticker rollten, ging es nochmals deutlich nach oben. Zwar stiegen die Rohölvorräte, wie bereits tags zuvor vom American Petroleum Institute (API) vermeldet, etwas an, dies wurde aber wohl durch eine Zunahme bei dem Importmengen erreicht. Die Bestände im Zentrallager Cushing gingen hingegen erneut zurück und auch bei Benzin wurde ein weiterer, wenn auch nur leichter Rückgang von 0,8 Millionen Barrel ermittelt. Die Gesamtnachfrage stieg deutlich um 0,7 Millionen auf über 20,2 Millionen Fass täglich an, während die Ölproduktion weiter bei 11,95 Millionen Barrel pro Tag stagniert.
Außerdem gibt es wohl wieder neuen Ärger mit dem Iran, der eine baldige Einigung im Atom-Streit sehr unwahrscheinlich macht. In Reaktion auf die Mahnung der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), die Zusammenarbeit dringend zu verbessern, wurden kurzerhand zwei Überwachungskameras abgeschaltet.
Des weiteren droht ein Streik der Ölarbeiter in Norwegen. Sollte es hier bei den Tarifgesprächen keine Einigung geben, könnten ab Sonntag rund 11 Prozent der Beschäftigen die Arbeit niederlegen.
Die heute am Morgen veröffentlichten Konjunkturdaten aus China dürften ebenfalls kaum Druck auf die Ölpreise bringen. Per Mai wurde ein Zuwachs bei den Exporten von 16,9 Prozent vermeldet, die Importe stiegen ebenfalls stärker als erwartet um 4,1 Prozent.

Am Devisenmarkt konnte der Euro im Vergleich zum US-Dollar im Vorfeld der heutigen Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) leicht verbessern. Allgemein wird erwartet, dass von den EZB-Chefin Christine Lagarde am Nachmittag ein Ende der Anleihekäufe verkündet und für das nächste Treffen im Juli eine erste Zinsanhebung in Aussicht gestellt wird.

Dank der relativ stabilen Gasölpreise und der leichten Währungsgewinne, werden die Heizölpreise hierzulande heute kaum verändert in den Tag starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht sogar ein leichtes Minus von bis zu einem halben Cent pro Liter erwarten. Während die Zahl der Marktbeobachter weiterhin auf einem sehr hohen Niveau liegt, ist das Bestellaufkommen außerordentlich gering. Dies lässt befürchten, dass es spätestens im Herbst zu einem Nachfrageschub und in Folge zu sehr langen Lieferzeiten kommen wird. Dies dürfte sich dann auch zusätzlich negativ auf die Preisentwicklung auswirken.