Marktindizes* im Vergleich zum Vortag
Rohölpreis (Brent):
85,60 $ +3,10 %
Dollarkurs
0,9631 € -0,45 %
Gasölpreis
892,25 $ +1,54 %
* Stand: 29.11.2022, 11:55 Uhr
29.11.2022, 08:20 Uhr
Die Ölpreise haben sich nach den kräftigen Verlusten der Vortag gestern stabilisieren und bis Handelsschluss Gewinne erzielen können. Auch heute Morgen geht es weiter nach oben, sodass die Heizöl-Notierungen stabil bis leicht steigend starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich nach den kräftigen Verlusten der Vortag gestern stabilisieren und bis Handelsschluss sogar leichte Gewinne erzielen können. Auch heute Morgen geht es im asiatisch geprägten Handel weiter nach oben, sodass die Heizöl-Notierungen stabil bis leicht steigend in den Tag starten werden.

Aktuell stehen die Januar-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei knapp 85 US-Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung Dezember kostet zur Stunde 890 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar gut behaupten und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0370 Dollar gehandelt.

Am kommenden Sonntag trifft sich die OPEC+ zum letzten Mal in diesem Jahr, um über die Produktionsquoten ab Anfang nächstes Jahres zu beraten. Gab es erst kürzlich dazu noch das Gerücht, dass diese wieder um 500.000 Barrel pro Tag angehoben werden sollen, gehen nun neue Spekulationen um die besagen, dass die Fördermengen sogar noch weiter gesenkt werden könnten. Dies ist auch unter Analystenkreisen das wahrscheinlichere Szenario und so reagierten die Rohölpreise gestern auch entsprechend nach oben.
Hauptgrund für die erwartete Quotensenkung ist die Lage in China. Hier haben die Corona-Neuinfektionen ein neues Rekordhoch erreicht und die nach wie vor sehr restriktiven Einschränkungen werden von immer mehr Chinesen nicht mehr ohne Protest hingenommen. Zudem wirkt sich die Null-Covid-Politik bereits seit längerem negativ auf die Wirtschaftsentwicklung und den Ölverbrauch Chinas aus.
Ein wichtiger Input für das Treffen der wichtigsten Ölproduzenten ist sicherlich auch der sich in der Vorbereitung befindliche  Preisdeckel auf russisches Öl. Hier konnte man sich aber innerhalb der EU bislang noch nicht auf einen Preis festlegen, sodass es hierzu bislang noch große Unsicherheiten gibt - sicherlich auch für die OPEC+.
Sollte der Preis sehr niedrig angesetzt werden, würde Russlands mit sehr großer Wahrscheinlichkeit die Förderung zurückfahren und sich die Angebotslage wieder etwas verschlechtern. Ein zu hoher Preis würde das Ziel, die russischen Öleinnahmen zu reduzieren, verfehlen und insgesamt das Ölpreis-Niveau eher weiter nach unten drücken.


Am Devisenmarkt konnte der Euro im Vergleich zur Ölwährung US-Dollar gestern zwischendurch deutliche Gewinne erzielen und bis auf knapp 1,05 US-Dollar ansteigen. Auslöser waren Kommentare aus EZB-Kreisen, die auf weiter deutlich steigenden Zinsen hindeuten. Bis Handelsschluss fiel unsere Gemeinschaftswährung aber wieder auf Ausgangsniveau zurück. Heute warten die Marktteilnehmer mit Spannung auf neue Inflationszahlen aus Deutschlands für November.

Die Heizölpreise hierzulande haben innerhalb von nur drei Monaten erfreulicherweise um über 50 Cent pro Liter nachgegeben und stehen derzeit auf dem niedrigsten Niveau seit Kriegsbeginn. Geht es nach aktuellen Berechnungen sollten die Notierungen heute um rund einen Cent pro Liter anziehen, erste Preistendenzen lassen hier aber eher geringere Bewegungen erwarten. Trotz des starken Rückganges der letzten Wochen haben die Heizölpreise im Vergleich zu den Rohöl- bzw. Gasöl-Notierungen und unter Berücksichtigung der Währungsverluste immer noch ein rechnerisches Abwärtspotenzial von ca. 20 Prozent. Ob bzw. wann dieses noch geschöpft werden kann, ist allerdings schwer vorhersehbar und dürfte sicherlich im Wesentlichen vom Winterverlauf und der dadurch beeinflussten Nachfrageentwicklung abhängig sein.
28.11.2022, 08:25 Uhr
Die Ölpreise bleiben unter Druck. Rohöl steht mittlerweile auf dem niedrigsten Stand seit Jahresbeginn, die Gasölpreise sind so günstig wie seit März nicht mehr. In Folge gehe es auch mit den Heizöl-Notierungen zum Wochenstart weiter nach unten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten bleiben unter Druck. Rohöl steht mittlerweile auf dem niedrigsten Stand seit Jahresbeginn, die Gasölpreise sind so günstig wie seit März diesen Jahres nicht mehr. In Folge gehe es erfreulicherweise auch mit den Heizöl-Notierungen zum Wochenstart weiter nach unten.

Aktuell stehen die Januar-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei knapp 80,90 US-Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung Dezember kostet zur Stunde 880 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum US-Dollar deutlich zurück und wird heute Morgen nur noch zu Kursen um 1,0365 Dollar gehandelt.

Am Ölmarkt sind derzeit alle Augen auf China gerichtet. Bereits in den letzten Tagen und Wochen sorgte die stark steigende Zahl an Corona-Neuinfektionen für Druck auf die Rohölpreise. Allgemein wird erwartet, dass die Ölnachfrage im Vergleich zum letzten Jahr zurückgehen wird.
Die weiterhin sehr harte Haltung Pekings führt nun zu ersten größeren Protesten, die sich in nächster Zeit durchaus noch ausweiten könnten. Im Land scheint es zu brodeln und hier gilt es die Entwicklungen genau zu beobachten.
Ein weiteres Thema, dass derzeit auf die Ölpreise drückt, ist der geplante Preisdeckel für russisches Öl. Eigentlich wollte sich die EU noch in der letzten Woche auf einen gemeinsamen Preisvorschlag einigen, doch dies wurde auf heute vertagt. Ob es zu einer Lösung kommen kann ist fraglich, denn die Vorstellungen liegen hier weit auseinander und bewegen sich in einer Spanne von unter 30 bis über 65 Dollar pro Barrel.
In den nächsten Tagen wird auch das nächste Treffen der OPEC+ ihre Schatten vorauswerfen. Bereits in der letzten Woche sorgten Spekulationen über eine mögliche Fördererhöhung zu entsprechenden Preisbewegungen.
Die Zahl der aktiven US-Bohranlagen ist im Vergleich zur Vorwoche weiter um 4 auf nun 627 Einheiten angestiegen.

Am Devisenmarkt tat sich am Freitag nicht fiel, auch oder vor allem weil in den USA Thanksgiving gefeiert wurde. Heute Morgen kann der US-Dollar im Vergleich zu fast allen anderen wichtigen Währungen aber deutlich zulegen, was mit den Unruhen in China zu erklären ist. Die Anleger sind wohl auf der Suche nach einen "sicheren Hafen".

Trotz der Währungsverluste werden die Heizölpreise hierzulande den Abwärtstrend der letzten Wochen wohl weiter fortsetzen können. Zumindest lassen aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen weitere Abschläge in einer Größenordnung von ein bis zwei Cent pro Liter erwarten. Mittlerweile haben die Notierungen den niedrigsten Stand seit knapp neun Monaten erreicht. Wer weiter auf fallende Kurse setzten und mit der Bestellung noch warten will, sollte aber unbedingt die Lieferzeiten gut im Auge behalten. Vielerorts muss immer noch mit Wartezeiten von mehreren Wochen gerechnet werden.
25.11.2022, 08:54 Uhr
Die Ölpreise haben sich gestern im Großen und Ganzen seitwärts bewegt, ziehen heute morgen im asiatisch geprägten Handel aber deutlich spürbar an. In Folge werden die Heizöl-Notierungen mit leichten Aufschlägen in den letzten Handelstag der Woche starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich gestern im Großen und Ganzen seitwärts bewegt, ziehen heute morgen im asiatisch geprägten Handel aber deutlich spürbar an. In Folge werden die Heizöl-Notierungen hierzulande aller Voraussicht nach mit leichten Aufschlägen in den letzten Handelstag der Woche starten.

Aktuell stehen die Januar-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 85,80 US-Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung Dezember kostet zur Stunde 924 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum US-Dollar knapp behaupten und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0425 Dollar gehandelt.

Der sich in der Umsetzungsphase befindliche Preisdeckel auf russisches Öl bleibt in diesen Tagen das Hauptthema am Ölmarkt. Während sich die EU-Staaten noch um die Höhe streiten, gab das US-Finanzministerium gestern erste Rahmenbedingungen bekannt, bei denen es um Details wie Transport und Versicherungen, aber auch Weiterverarbeitung und Zwischenhandel geht.
Währenddessen hat der Kreml erneut damit gedroht, kein Öl und Gas an Länder liefern zu wollen, die sich an dem Preisdeckel beteiligen, dies aber unter dem Vorbehalt der Prüfung des vorgegebenen Preisniveaus gestellt. Es wird für die künftige Versorgungslage also von extrem hoher Bedeutung sein, auf welche Preisspanne sich die EU und die anderen teilnehmenden Staaten einigen werden. Das Paradoxum: Es niedriger die anvisierte Preisgrenze ist, desto höher können die Ölpreise steigen und umgekehrt.
Unabhängig davon treten in wenigen Tagen die neuen EU-Sanktionen gegen Russland in Kraft, die u.a. Ölimporte auf dem Seeweg verbieten.
Auch das nächste Treffen der OPEC+ Staaten rückt immer näher. Gestern haben sich der saudische und irakische Ölminister getroffen und dabei betont, wie wichtig die Einhaltung der kürzlich beschlossenen Förderkürzungen ist.
Während die Konjunktursorgen durch die sich zuspitzende Corona-Lage in China zuletzt wieder größer geworden sind, gab es zuletzt relativ gut ausgefallene Konjunkturdaten, vor allem aus Europa. Gestern überraschte der vielbeachtete deutsche Ifo-Geschäftsklimaindex mit einem Wert von 86,3 Punkten. Das Bruttoinlandsprodukt für das dritte Quartal stieg zudem um 1,2 Prozent und damit ebenfalls stärker als erwartet.

Am Devisenmarkt konnte der Euro gestern von diesen Zahlen offensichtlich nicht profitieren, zeigte sich im Vergleich zum US-Dollar auf erhöhtem Niveau aber zumindest stabil. Da heute in den USA Thanksgiving gefeiert wird, ist nicht damit zu rechnen, dass es zu größeren Kursausschlägen kommen wird.  

Ingesamt also relativ stabile Vorgaben für den deutschen Inlandsmarkt, wo die Heizölpreise heute mit leichten Aufschlägen in den Tag starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen im Tagesverlauf Aufschläge in einer Größenordnung von bis zu einem Cent pro Liter erwarten. Dies ändert aber kaum etwas daran, dass sich die Notierungen mittlerweile auf dem tiefsten Stand seit Kriegsausbruch bewegen und im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres "nur" noch ein Plus von rund 45 Prozent festzustellen ist. Eine gute Kaufgelegenheit für sicherheitsorientierte Ölheizer mit Handelsbedarf in den nächsten Wochen.


24.11.2022, 08:25 Uhr
Die Ölpreise haben gestern weiter deutlich an Wert verloren, nachdem erste Details zum geplanten Ölpreisdeckel auf russisches Rohöl durchgesickert waren. In Folge setzt sich der Rückgang der Heizöl-Notierungen heute weiter fort. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern weiter deutlich an Wert verloren, nachdem erste Details zum geplanten Ölpreisdeckel auf russisches Rohöl durchgesickert waren. In Folge setzt sich der Rückgang der Heizöl-Notierungen, verstärkt durch Währungsgewinne, heute aller Voraussicht nach weiter fort.

Aktuell stehen die Januar-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei knapp 85 US-Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung Dezember kostet zur Stunde 914 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum US-Dollar weitere deutliche Gewinne verbuchen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0435 Dollar gehandelt.

Wie gestern an dieser Stelle bereits angekündigt, ist es am Ölmarkt nun wohl vorbei mit der Ruhe, die in den letzten Handelstagen für eher stabile Rohölpreise gesort hat.
Großes Thema ist derzeit der von den G7-Staaten initiierte Preisdeckel auf russisches Öl. Hier gibt es derzeit wohl wieder einmal große Uneinigkeit innerhalb der EU, was die Höhe anbetrifft. Das gestern verhandelte Preisniveau von 65 bis 70 Dollar sorgte für einen deutlichen Rückgang der Ölpreise, da in diesem Fall nicht mit einer Förderkürzung durch Russland gerechnet wird. Die Verhandlungen werden aber noch in dieser Woche fortgesetzt und könnten die weitere Preisentwicklung weiter entscheidend beeinflussen.
Auch die gestern veröffentlichen US-Ölbestandsdaten des Department of Energy (DOE) drückten tendenziell auf die Notierungen, obwohl - wie schon tags zuvor bei den API-Zahlen - ein deutlicher Rückgang bei den Rohölvorräten vermeldet wurde. Dafür gab es aber Aufbauten bei Benzin und vor allem bei den derzeit so viel beachteten Destillaten, also Heizöl und Diesel. Außerdem ging die Gesamtnachfrage im Vergleich zur Vorwoche deutlich um 1,2 Millionen Barrel pro Tag zurück, bei einer gleichbleibenden Ölproduktion.
Ein weiterer Belastungsfaktor am Ölmarkt ist die aktuelle Corona-Lage in China. Hier ist die Zahl der Neuinfektionen auf ein neues Rekordhoch angestiegen und es drohen weitere Einschränkungen. Bereits jetzt sind zahlreiche Großstädte und Millionen von Menschen von Lockdowns betroffen.

Am Devisenmarkt konnte der Euro im Vergleich zum US-Dollar gestern deutlich zulegen und dabei den höchsten Stand seit Ende Juni erreichen. Unsere Gemeinschaftswährung profitierte dabei von besser als erwartet ausgefallenen Konjunkturdaten aus der EU, während Wirtschaftsindikationen aus Übersee enttäuschend ausgefallen sind. Außerdem waren aus dem Sitzungsprotokoll der letzten US-Notenbanksitzung Signale zu vernehmen, wonach es künftig kleinere Zinsschritte bzw. eine Verlangsamung des Tempos geben könnte.

Besser könnten die Vorgaben für den deutschen Inlandsmarkt heute kaum sein. Die Heizölpreise werden so ihren Weg nach unten fortsetzen können und dabei sehr wahrscheinlich den tiefsten Stand seit Kriegsausbruch erreichen. Zumindest lassen aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen aus morgendlicher Sicht Abschläge in einer Größenordnung von zwei bis drei Cent pro Liter erwarten. Seit dem 8. Oktober haben die Notierungen gut 44 Cent pro Liter oder rund 25 Prozent nachgegeben. Eine gute Kaufchance für alle Ölheizer, die auf Nummer sicher gehen und einen vollen Tank haben wollen, oder im Winter nachtanken müssen.
23.11.2022, 08:13 Uhr
Die Ölpreise haben sich auch gestern weiter festigen können und sind kaum verändert aus dem Handel gegangen. Auch aufgrund von Währungsgewinnen sind bei den Heizöl-Notierungen hierzulande auch heute leichte Abschläge zu erwarten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich auch gestern weiter festigen können und sind kaum verändert aus dem Handel gegangen. Auch aufgrund von Währungsgewinnen sind bei den Heizöl-Notierungen hierzulande aber auch heute leichte Abschläge zu erwarten.

Aktuell stehen die Januar-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 88,35 US-Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung Dezember kostet zur Stunde 944 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar deutlich verbessern und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0325 Dollar gehandelt.

Am Ölmarkt ist es zuletzt recht ruhig zugegangen. Dies könnte sich aber bald ändern. Grund ist der kurz vor der Umsetzung stehende Preisdeckel auf russisches Öl. Die G7-Staaten wollen in Zusammenarbeit mit der EU und Australien eine Preisobergrenze vorgeben, zu dem Öl aus Russland bezogen werden darf und erhoffen sich dabei einer deutliche Reduzierung der Einnahmen Moskaus aus dem Ölgeschäft. Sollte Russland allerdings die Produktion stark zurückfahren, könnte dies die Rohölpreise deutlich ansteigen lassen.
Zwar erwartet dies das US-Finanzministerium nicht, da es nicht im Interesse Russlands liege, auf der anderen Seite wird Moskau es aber auch nicht besonders gut finden, sein Öl deutlich unter Marktniveau zum Produktionspreis zu verkaufen. Es ist daher nicht auszuschließen, dass es zumindest  vorübergehend zu leichten Turbulenzen kommen könnte. Heute soll die EU-Kommission den seit Wochen diskutierten Preisdeckel verabschieden und dabei könnte auch das Preisniveau absehbar werden. In Kraft treten soll dieser dann mit den neuen EU-Sanktionen zum 5. Dezember.
Die gestern Abend nach US-Börsenschluss vermeldeten API-Ölbestandsdaten fielen gemischt aus. Während bei Rohöl im Vergleich zur Vorwoche ein unerwartet deutlicher Abbau vermeldet wurde, gab es bei den derzeit recht hoch gewichteten Destillaten, also Heizöl und Diesel, einen leichten Zuwachs von 1,1 Millionen Barrel. Auch hier rechneten die Analysten im Vorfeld mit eine leichten Rückgang.
Alles in allem blieb bislang eine stärkere Reaktion auf die Zahlen aus, da die Marktteilnehmer wohl auch auf die DOE-Daten warten, die heute Nachmittag veröffentlicht werden.

Am Devisenmarkt konnte der Euro im Vergleich zum US-Dollar gestern schöne Gewinne erzielen, obwohl die Erzeugerpreise in Deutschland zuletzt nicht so stark angestiegen sind wie erwartet und die Europäische Zentralbank (EZB) in Folge das Zinstempo etwas verringern könnte. Grund für den Anstieg unserer Gemeinschaftswährung war unter anderen ein per November etwas gestiegenes EU-Verbrauchervertrauen.

Die Heizölpreise in Deutschland haben mittlerweile das niedrigste Niveau sei Kriegsausbruch erreicht. Es fehlen nur noch ein paar Cent pro Liter um hier einen neuen Tiefstand zu markieren. Geht es nach aktuellen Berechnungen und ersten Preistendenzen, werden die Notierungen heute mit weiteren leichten Abschlägen in einer Größenordnung von knapp einem Cent pro Liter in den Tag starten. Insgesamt hat sich der Abwärtstrend in letzter Zeit deutlich verlangsamt und die Luft nach unten wird zunehmend dünner. Wer mit seinem Vorrat nicht über den Winter kommt und/oder auf der sicheren Seite stehen will, sollte jetzt ans Bestellen denken, zumal die Lieferzeiten nach wie vor sehr lang sind.
22.11.2022, 09:02 Uhr
Die Ölpreise haben sich gestern stabilisieren können und sind in etwa auf Ausgangsniveau aus dem Handel gegangen. Da es auch keine größeren Wechselkursschwankungen gab, werden die Heizöl-Notierungen heute nur wenig verändert in den Tag starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich gestern stabilisieren können und sind in etwa auf Ausgangsniveau aus dem Handel gegangen. Da es auch keine größeren Wechselkursschwankungen gab, werden die Heizöl-Notierungen heute nur wenig verändert in den Tag starten.

Aktuell stehen die Januar-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 87,70 US-Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung Dezember kostet zur Stunde 951 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar knapp behaupten und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0250 Dollar gehandelt.

Am Ölmarkt ist es derzeit relativ ruhig und so auch nicht verwunderlich, dass die Gerüchteküche im Vorfeld des Anfang Dezember stattfindenden nächsten OPEC+ Treffens schon jetzt zu brodeln beginnt.
Gestern gab es am Nachmittag einen plötzlichen und kräftigen Einbruch der Rohölpreise von gut 4 US-Dollar pro Barrel, auf den tiefsten Stand seit Januar. Ausgelöst wurden die massiven Verkäufe von einem Bericht des Wall Street Journal, wonach das Produzentenbündnis über eine Erhöhung der Fördermengen diskutiert haben soll. Das umgehende Dementi des saudischen Energieministers Prinz Abdulaziz bin Salman sorgte aber dafür, dass der Ölkomplex schnell wieder die Richtung wechselte und die Verluste binnen weniger Minuten ausgeglichen wurden.
Insgesamt positiv ist die Meldung zu werten, dass die EU-Ölimporte aus Russland bereits jetzt stark gesunken sind und somit nicht mit einer plötzlichen Verknappung des Angebotes ab dem 5. Dezember zu rechnen ist. Zu diesem Zeitpunkt soll auch der von den G7-Staaten geplante Ölpreisdeckel in Kraft treten. Die Preisobergrenze dazu wollen die beteiligten Länder morgen verkünden. Noch ist nicht klar, ob die Maßnahme den erhofften Erfolg bringen wird. Der Plan beinhaltet unter anderem, dass Länder die nicht beteiligt sind, durch diese eine bessere Verhandlungsposition gegenüber Russland erhalten, was die Notierungen generell drücken würde. Die Gefahr besteht darin, dass andere ölproduzierende Länder vor allem aus OPEC-Kreisen dieses Vorhaben eher kritisch betrachten und ihre Marktmarkt gefährdet sehen. Ein logischer trotziger Schritt wäre eine weitere Förderreduzierung.
Heute warten die Marktteilnehmer auf die neuen US-Ölbestandsdaten des American Petroleum Institute (API), die heute Abend nach Börsenschluss veröffentlicht werden. Diese dürften vorerst die weitere Richtung zusammen mit den morgen Nachmittag auf der Agenda stehenden DOE-Zahlen vorgeben.

Am Devisenmarkt gab es gestern einen recht ruhigen Handel, mit nur wenig Kursveränderungen zwischen den Euro und der Ölwährung US-Dollar. Neue Erzeugerpreisdaten aus Deutschland machen Hoffnung, dass der Inflationsdruck künftig etwas nachlassen könnte. Per Oktober gab es im Vergleich zum Vormonat einen Rückgang um 4,2 Prozent, wenngleich der Anstieg auf Jahressicht mit 34,5 Prozent natürlich immer noch sehr hoch ist.

Insgesamt also stabile Vorgaben für den deutschen Inlandsmarkt, wo die Heizölpreise heute aller Voraussicht nach mit leichten Aufschlägen in den Tag starten werden. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von rund einem halben Cent pro Liter erwarten. Dies ist angesichts des enormen Rückganges der letzten Tage und Wochen leicht zu verschmerzen und kaum der Rede wert. Die Notierungen bleiben vorerst auf dem niedrigsten Niveau seit Kriegsausbruch. Ölheizer ordern in diesen Tagen in Folge fleißig nach, sodass die Lieferzeiten weiter auf hohem Niveau bleiben.
21.11.2022, 08:41 Uhr
Die Ölpreise haben am Freitag weitere kräftige Verluste hinnehmen müssen und sind deutlich unter die 90-Dollar-Marke zurückgefallen. In Folge starten die Heizöl-Notierungen hierzulande erfreulicherweise ebenfalls mit weiteren Abschlägen. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben am Freitag weitere kräftige Verluste hinnehmen müssen und sind deutlich unter die 90-Dollar-Marke (Brent) zurückgefallen. In Folge starten die Heizöl-Notierungen hierzulande aller Voraussicht nach ebenfalls mit weiteren Abschlägen.

Aktuell stehen die Januar-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 87,10 US-Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung Dezember kostet zur Stunde 949 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum US-Dollar deutlich spürbar zurück und wird heute Morgen nur noch zu Kursen um 1,0260 Dollar gehandelt.

Die Sorge vor einer starken globalen Rezession ist weiterhin das bestimmende Thema am Ölmarkt und so wurde die Rohölpreise erstmals seit Ende September wieder unter die 90-Dollar-Marke gehandelt. Ein Niveau, das wir auch schon vor Ausbruch des Krieges in der Ukraine hatten. Auch die Gasöl-Notierungen bewegen sich langsam in diese Richtung, haben hier aber noch eine kleine Wegstrecke vor sich.
Ob die Anfang Dezember in Kraft tretenden neuen EU-Sanktionen und/oder der geplante Preisdeckel auf russisches Öl den Rückgang aufhalten können, ist derzeit schwer abschätzbar.
Sicher ist, dass sich die bisher sehr milden Temperaturen in Mitteleuropa zuletzt recht positiv auf die Entwicklung der Ölpreise, aber auch Gas-Notierungen ausgewirkt hat.
Die Versorgungslage, vor allem mit Destillaten bleibt aber kritisch und steht weiterhin auf recht wackeligen Beinen. Die globalen Bestände liegen hier auf einem langfristig sehr niedrigen Niveau. Ein plötzlicher starker Anstieg der Nachfrage könnte hier durchaus wieder zu Engpässen führen.
Nach einer recht ereignisreichen letzten Woche, fokussieren sich die Marktteilnehmer in diesen Tagen wieder verstärkt auf die neuen US-Ölbestandsdaten und auf neue Hinweise zu den tatsächlichen Fördermengen der OPECplus-Staaten. Anfang Dezember treffen sich diese dann wieder, um über die weitere Förderpolitik zu beraten.

Am Devisenmarkt legte der Euro im Vergleich zum US-Dollar am Freitag zunächst weiter zu und nahm sogar Kurs auf die 1,04-Dollar-Marke. Diese konnte aber nicht überschritten werdend so gab es zu Handelsschluss wohl Gewinnmitnahmen. Heute Morgen startet unsere Gemeinschaftswährung bislang aber deutlich schwächer in den asiatisch geprägten Handel.

Trotz der Währungsverluste werden die Heizölpreise hierzulande den Abwärtstrend der letzten Wochen wohl auch heute fortsetzen können. Zumindest lassen aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von bis zu einem Cent pro Liter erwarten. Mittlerweile haben die Notierungen angesichts der Situation an den Energiemärkten ein wieder durchaus attraktives Niveau erreicht. Seit Kriegsausbruch konnte nicht mehr so günstig bestellt werden wie heute. Dies wirkt sich entsprechet auf die Nachfrage aus, die seit Anfang November wieder auf einem durchaus hohen Niveau liegt. Entsprechend stagniert der Rückgang der Lieferzeiten, die regional immer noch bei mehreren Wochen liegen. Wer mit dem Vorrat nicht über den Winter kommt, sollte daher mit der Bestellung nicht zu lange warten.
18.11.2022, 08:33 Uhr
Die Ölpreise haben gestern weiter deutlich an Wert verloren. Rohöl der Sorte Brent steht auf dem niedrigsten Stand seit Anfang Oktober, Gasöl in Euro ist so günstig wie seit April nicht mehr. In Folge geben auch mit die Heizöl-Notierierungn weiter nach. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben im gestrigen Handelsverlauf weiter deutlich an Wert verloren. Rohöl der Sorte Brent steht auf dem niedrigsten Stand seit Anfang Oktober, Gasöl in Euro ist so günstig wie seit April nicht mehr. In Folge geht es erfreulicherweise auch mit den Heizöl-Notierungen hierzulande weiter nach unten.

Aktuell stehen die Januar-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei gut 90 US-Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung Dezember kostet zur Stunde 965 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar knapp behaupten und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0370 Dollar gehandelt.

Es war wieder eine sehr gute Woche am Ölmarkt, zumindest aus Verbrauchersicht! Die bei den Marktteilnehmern zuletzt wieder aufkommenden Sorgen vor einer Angebotsverknappung wurden durch die Monatsberichte von EIA, OPEC und IEA ein wenig beiseite geschoben und es traten wieder Konjunktursorgen in den Vordergrund. Nur der Raketeneinschlag auf polnischem Gebiet sorgte zur Wochenmitte brachte einen kurzen und nur vorübergehenden Anstieg der Rohölpreise.
Hauptthema ist derzeit wieder China, wo die Corona-Neuinfektionen zuletzt wieder deutlich zugenommen haben. Auch wenn es zuletzt einige Lockerungen bezüglich der Quarantänezeiten gegeben hat, bleibt es zumindest vorerst bei großflächigen Lockdowns, die nicht nur die Wirtschaftsleistung in der Volkrepublik selbst schwächen, sondern sich auch negativ auf die ohnehin schon stark belasteten Lieferketten und somit auch auf andere Wirtschaftsräume auswirken.
Zweites belastendes Thema sind natürlich die stark steigenden Zinsen, die sich ebenfalls dämpfend auf die Konjunkturentwicklung auswirken. Der Philadelphia Fed Herstellungsindex brach gestern auf einen negativen Wert von 19,4 ein. Die Analysten hatten im Vorfeld lediglich mit einem Minus von 6,2 gerechnet.
Dass die USA die Zügel gegen den Iran nun wieder stärker anzieht und zahlreiche Sanktionen gegen Unternehmen verhängt hat, die das Umgehen des Ölembargos ermöglichen, blieb am Ölmarkt gestern nur eine Randnotiz.

Am Devisenmarkt tat sich gestern nicht viel und der Euro ging im Vergleich zum US-Dollar nur mit kleinen Verlusten aus dem Handel. Derzeit wird heftig darüber spekuliert, ob die US-Notenbank das künftige Tempo bei den Zinserhöhung reduzieren oder den zuletzt sehr restriktiven Kurs beibehalten wird. Der recht robuste US-Arbeitsmarkt spricht eher für letzteres. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung ist im Vergleich zur Vorwoche wieder etwas zurückgegangen.

Erfreuliches gibt es weiterhin vom deutschen Inlandsmarkt zu berichten, wo die Heizölpreise den Abwärtstrend der letzten Wochen auch gestern fortsetzen konnten. Geht es nach aktuellen Berechnungen und ersten Preistendenzen, sind auch heute wieder Abschläge in einer Größenordnung von rund einem Cent pro Liter zu erwarten. Innerhalb von nur knapp sechs Wochen haben die Notierungen um rund 40 Cent pro Liter nachgeben, was bei einer durchschnittlichen Bestellmenge von 2.500 Liter immerhin 1.000 Euro ausmacht. Wer im Winter nochmals nachtanken muss und auf der sicheren Seite stehen will, sollte auf diesem Niveau durchaus schon jetzt bestellen, zumals die Lieferzeiten in vielen Regionen immer noch recht lang sind.
17.11.2022, 08:12 Uhr
Die Ölpreise haben gestern im frühen europäisch geprägten Handel zunächst Gewinne verbuchen können, fielen im weiteren Verlauf aber wieder zurück. Heute Morgen starten die Futures schwach, sodass die Heizöl-Notierungen im Abwärtstrend bleiben. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern im frühen europäisch geprägten Handel zunächst Gewinne verbuchen können, fielen im weiteren Verlauf aber wieder zurück. Heute Morgen starten die Futures mit schwacher Tendenz, sodass die Heizöl-Notierungen hierzulande ihren Abwärtstrend der letzten Wochen aller Voraussicht nach weiter fortsetzen können.

Aktuell stehen die Januar-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei gut 92 US-Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung Dezember kostet zur Stunde 985 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar gut behaupten und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0390 Dollar gehandelt.

Das Geschehen am Ölmarkt stand am gestrigen Vormittag noch ganz unter dem Einfluss des Raketeneinschlages in Polen. Doch bereits am Morgen gab es erste Meldungen, dass es sich dabei wohl nicht um einen gezielten Angriff von russischer Seite, sondern um Flugabwehrgeschütze aus der Ukraine gehandelt hat. Dies wurde gestern in den Mittagsstunden dann auch von der NATO nochmals bestätigt.
Somit war ein preistreibender Faktor vom Tisch und die zuvor leicht gestiegenen Rohölpreise traten wieder den Rückzug an.
Die Börsianer warteten dann ab diesem Zeitpunkt auf die neuen US-Ölbestandsdaten des Department of Energy (DOE), die in etwa die API-Zahlen vom Vortag bestätigten. Auch hier gab es bei Rohöl einen in der Höhe unerwartet deutlichen Rückgang von 5,4 Millionen Barrel, während bei den Destillaten, also Heizöl und Diesel, ein Aufbau von 1,1 Millionen Fass ermittelt wurde. Da auch die Benzinbestände um 2,2 Millionen Barrel angestiegen sind, wurden die Zahlen unterm Strich eher leicht bearish, also preisdrückend gewertet. Dies auch, weil die Nachfrage nach Destillaten und Benzin und somit auch im Ganzen zurückgegangen ist, bei gleichbleibender Ölproduktion von 12,1 Millionen Barrel täglich.
Ein weiterer Grund, warum der Ölkomplex heute mit Abschlägen gestartet ist, könnten aktuelle Corona-Infektionszahlen aus China sein. Mit gut 23.000 neuen Fällen ist der Wert auf ein Sieben-Monats-Hoch gestiegen.

Am Devisenmarkt konnte der Euro im Vergleich zum US-Dollar gestern zunächst weitere Gewinne verbuchen und erstmals seit Anfang Juli wieder über die 1,04-Dollar-Marke klettern. Am Nachmittag gab es dann aber besser als erwartet ausgefallene Einzelhandelsumsätze aus den USA, die den Greenback stützten. Nach dem deutlichen Rückgang der US-Währung ist nun zumindest mit einer Konsolidierungsphase zu rechnen.

Die Heizölpreise hierzulande werden nach diesen Vorgaben auch heute wieder mit Abschlägen in den Handel starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von einem bis zwei Cent pro Liter erwarten. Damit würde sich der Rückgang auf knapp 40 Cent pro Liter innerhalb von nicht einmal sechs Wochen aufsummieren und das niedrigste Preisniveau seit dem Frühjahr erreicht werden. Aufgrund dieser erfreulichen Entwicklung ist auch das Interesse am Heizölkauf in den letzten Tagen wieder deutlich angestiegen.
16.11.2022, 08:04 Uhr
Die Ölpreise haben sich gestern zunächst in einer recht engen Handelsspanne seitwärts entwickelt, bis ein Raketeneinschlag in Polen vermeldet wurde. Am Abend gaben die Futures aber wieder nach. Die Heizöl-Notierungen werden heutestabil erwartet. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich gestern zunächst in einer recht engen Handelsspanne seitwärts entwickelt, bis ein Raketeneinschlag in Polen vermeldet wurde. Am späten Abend gaben die Futures aber schon wieder nach und auch heute morgen sind die Kurspfeile überwiegend nach unten gerichtet. In Folge werden die Heizöl-Notierungen in der Eröffnung nur wenig verändert erwartet.

Aktuell stehen die Januar-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 93,30 US-Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung Dezember kostet zur Stunde 989 Dollar. Der Euro befindet sich im Vergleich zum US-Dollar weiter auf der Siegerstrasse und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0380 Dollar gehandelt.

Nach den eher preisdrückend zu wertenden Monatsberichten der Energy Information Administration (EIA) und der OPEC, stand gestern der Report der Internationalen Energieagentur (IEA) auf der Agenda.
In diesem wurde durchaus überraschend die Nachfrageprognose für nächstes Jahr leicht um 0,1 Millionen Barrel pro Tag nach oben korrigiert. Gleichzeitig sieht man die Versorgungslage bei Mitteldestillaten weiterhin mit Sorge und auch einen eventuellen deutlichen Rückgang der Ölförderung Russlands. Insgesamt fiel der Bericht eher bullish, also preistreibend aus.
Die Rohölpreise konnten davon aber nicht profitieren, obwohl zeitnah auch gute Konjunkturdaten aus der EU vermeldet wurden.
Erst die Meldung über einen Einschlag zweier Raketen auf polnischen Boden im Grenzgebiet zur Ukraine sorgte für Bewegung und ließ den Ölkomplex kurzzeitig deutlich ansteigen. Schon bald aber setzte sich die Einschätzung durch, dass es sich hier nicht um eine gezielte Aktion Russlands gehandelt hat und vor wenigen Minuten kam die Nachricht, dass die Geschosse wohl Luftabwehrraketen aus der Ukraine waren.
Die nach US-Börsenschluss vermeldeten API-Ölbestandsdaten fielen gemischt aus. Während es bei Rohöl einen unerwartet deutlichen Rückgang gab, legten die Destillatbestände im Vergleich zur Vorwoche leicht zu. Insgesamt gab es bislang keine spürbare Reaktion der Börsianer, die auf die heute Nachmittag auf der Agenda stehenden DOE-Zahlen warten.

Am Devisenmarkt bleibt der Euro im Vergleich zum US-Dollar im Aufwärtstrend und konnte gestern von insgesamt recht positiven Wirtschaftsindikationen aus der EU profitieren. Hier ist der ZEW-Konjunkturerwartungsindex per November von minus 59,7 auf 38,7 Punkte überraschend deutlich angestiegen. Außerdem fiel der Bruttoinlandsprodukt für das dritte Quartal mit einem Plus von 2,1 Prozent im Rahmen der Erwartungen aus. Der "nur" um 8 Prozent gestiegene US-Erzeugerpreisindex wirkte sich ebenfalls positiv auf unsere Gemeinschaftswährung aus.

Auch aufgrund der Währungsgewinne werden die Heizölpreise hierzulande heute in der Eröffnung weitgehend stabil erwartet. Erste Preistendenzen deuten sogar auf einen weiteren leichten Rückgang von bis zu einem halben Cent pro Liter hin. Insgesamt setzt sich der seit Anfang Oktober existente Abwärtstrend erfreulicherweise fort, bei gleichzeitig leicht zurückgehenden Lieferzeiten. Wer auf Nummer sicher gehen will und etwas Platz im Tank hat, kann durchaus über eine Bestandsaufstockung nachdenken.
15.11.2022, 08:26 Uhr
Die Ölpreise haben sich gestern zunächst recht stabil gezeigt, sind im späten amerikanisch geprägten Handel dann aber wieder unter Druck geraten und auf Tagestief aus dem Handel gegangen. In Folge werden die Heizöl-Notierungen erneut schwächer starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich gestern zunächst recht stabil gezeigt, sind im späten amerikanisch geprägten Handel dann aber wieder unter Druck geraten und auf Tagestief aus dem Handel gegangen. In Folge werden die Heizöl-Notierungen hierzulande den Abwärtstrend der letzten Tage und Wochen wohl erfreulicherweise auch heute fortsetzen können.

Aktuell stehen die Januar-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 93,30 US-Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung Dezember kostet zur Stunde 977 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar gut behaupten und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0340 Dollar gehandelt.

Die Zweifel, dass der geplante Preisdeckel auf russisches Öl nicht wirken oder gar in die falsche Richtung gehen könnte, lassen offenbar etwas nach. Ein Indiz, dass dieser doch zum Erfolg führen könnte, könnte nämlich sein, dass China seine Importe auf Russland zuletzt wohl deutlich zurückgefahren hat, um ab dem 5. Dezember eine bessere Verhandlungsposition zu haben. Zwar wird sich Peking offiziell nicht an der von den G7-Staaten initiierte Maßnahme beteiligen, dürfte sich aber natürlich den daraus resultierenden Vorteilen wohl nicht verschließen.
Außerdem haben Chinas Raffinerien im Oktober um 13 Prozent mehr Rohöl verarbeitet als im Vorjahr. In Zuge dessen stiegen auch die Produktexporte, was sich auch positiv auf die Versorgung mit Heizöl bzw. Diesel auswirken dürfte.
Der gestern veröffentlichte Monatsreport der OPEC brachte kaum eine Überraschung und wirkte sich auch nicht spürbar auf das Handelsgeschehen aus. Wie schon im EIA-Bericht von letzter Woche wurde auch hier die Prognose zur globalen Nachfrage nach unten korrigiert, gleichzeitig aber auch von einem deutlichen Rückgang der Ölförderung im Oktober berichtet.
Im monatlichen Produktionsbericht der EIA wurde die Prognose zur erwarteten US-Schieferölproduktion im Dezember etwas nach oben revidiert, was sicherlich ein weiterer Grund für die aktuell recht schwachen Ölpreise ist. Ebenso neue Konjunkturdaten aus China, wo die Industrieproduktion per Oktober nur um 5 Prozent und somit schwächer als erwartet angestiegen ist. Die Einzelhandelsumsätze gingen sogar um 0,5 Prozent zurück.

Am Devisenmarkt gab es gestern einen recht impulslosen Handel mit nur geringen Schwankungen im Wechselkursverhältnis zwischen dem Euro und der Ölwährung US-Dollar. Heute warten die Analysten auf zahlreiche neue Konjunkturdaten, wie den ZEW Konjunkturerwartungsindex aus der EU.

Die Heizölpreise hierzulande bleiben unter Druck und stehen derzeit auf dem tiefsten Niveau seit Mai diesen Jahres. Geht es nach aktuellen Berechnungen und ersten Preistendenzen, sollte es auch heute wieder Abschläge in einer Größenordnung von gut einem bis zwei Cent pro Liter geben. Das Interesse der Verbraucher den Vorrat aufzustocken, hat aufgrund des starken Rückgangs der letzten Wochen deutlich zugenommen. Die Zahl der Marktbeobachter ist wieder auf einem sehr hohen Niveau und auch das Bestellaufkommen deutlich größer als zuletzt.