01.07.2022, 08:21 Uhr
Die Ölpreise haben gestern weitere Verluste erlitten und starten auch heute Morgen schwach. In Folge werden die Heizöl-Notierungen aller Voraussicht nach ebenfalls mit Abschlägen in den letzten Handelstag der Woche starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern weitere deutliche Verluste erlitten und starten auch heute Morgen mit schwacher Tendenz. Da sich die Gasölpreise aber bislang kaum bewegt haben, werden die Heizöl-Notierungen aller Voraussicht nur mit moderaten Abschlägen, allerdings auf dem niedrigsten Stand seit Ende Mai, in den letzten Handelstag der Woche starten.

Aktuell stehen die September-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 108,50 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 104,60 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar gut behaupten und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0460 US-Dollar gehandelt.

Die Stimmung am Ölmarkt hat sich in den letzten Tagen etwas gedreht und die Rohölpreise sind, auch im Zuge der schwachen Aktienmärkte, deutlich zurückgefallen. Die knappe Versorgungslage wurde zuletzt durch die Sorge vor einer globalen Rezession mehr oder weniger überkompensiert. Hinzugekommen ist in den USA eine gestiegene Ölproduktion und höher als erwartet ausgefallene Benzinbestände. Zudem wurden die Anti-Regierungsdemonstrationen in Ecuador beendet, sodass auch hier wohl bald wieder mehr Öl gefördert werden kann. In den letzten Tagen ist die Produktion von rund 500.000 Barrel auf 230.000 Barrel pro Tag zurückgefallen.
Die stärksten preistreibenden Faktoren bleiben die Förderausfälle in Libyen und die erneute gescheiterten Gespräche im Rahmen der Atomverhandlungen mit dem Iran.
Mehr oder weniger nur eine Randnotiz sind mittlerweile die Treffen der OPEC+ Staaten wert. Gestern wurden die Beschlüsse von Anfang Juni mehr oder weniger bestätigt, sodass im Juli und August die offizielle Fördermenge um rund 650.000 Barrel pro Tag gesteigert werden könnte. Da die Förderziele in den letzten Monaten aber regelmäßig und deutlich verfehlt wurden, regiert der Markt mittlerweile kaum noch auf Ankündigungen der Produzenten-Vereinigung.
Die gestern veröffentlichten Konjunkturdaten fielen überwiegend schwach aus. Vor allem der Chicagoer Einkaufsmanagerindex verfehlte per Juni die Prognose von 58 mit nur 56 Punkten deutlich.

Am Devisenmarkt konnte sich der Euro im Vergleich zum US-Dollar zwar stabilisieren, bleibt insgesamt jedoch auf einem sehr schwachen Niveau. Die zögerliche Haltung der EZB auf die hohen Inflationszahlen und die zuletzt sehr schlechte Stimmung an den Finanzmärkten, haben unsere Gemeinschaftswährung zuletzt weiter nach unten gedrückt.

Die Heizölpreise hierzulande werden heute den positiven Trend der letzten Tage fortsetzen und die Woche mit einem schönen Minus beschließen. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen zumindest aus morgendlicher Sicht Abschläge in einer Größenordnung von bis zu einem Cent pro Liter erwarten. Somit haben die Notierungen den niedrigsten Stand seit Ende Mai erreicht und in den letzten zwei Wochen im Schnitt knapp 10 Cent pro Liter nachgegeben. Dies wirkt sich allmählich auch auf die Nachfrage aus, die in den letzten Tagen deutlich angezogen hat.
30.06.2022, 08:00 Uhr
Die Ölpreise haben gestern nach Bekanntgabe der US-Ölbestandsdaten durch das Department of Energy (DOE) erneut den Rückzug angetreten. In Folge geht es mit den Heizöl-Notierungen hierzulande aller Voraussicht nach weiter leicht nach unten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern nach Bekanntgabe der US-Ölbestandsdaten durch das Department of Energy (DOE) erneut den Rückzug angetreten und starten heute Morgen auf gedrücktem Niveau. In Folge geht es mit den Heizöl-Notierungen hierzulande aller Voraussicht nach weiter leicht nach unten.

Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei gut 116 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 109,85 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum US-Dollar weiter zurück und wird heute Morgen nur noch zu Kursen um 1,0450 US-Dollar gehandelt.

Mit den am Dienstagabend vermeldeten API-Ölbestandsdaten fielen die Rohölpreise gestern zum Start in den asiatisch geprägten Handel deutlich zurück. Nach Eröffnung der europäischen Börsen strebten die Futures dann aber schon wieder nach oben und die Brentöl-Kontrakte erreichten kurzzeitig sogar die 120-Dollar-Marke.
Haupttreiber waren die erneuten Förder- und Lieferprobleme in Libyen, wo die Produktion aktuell wieder auf 600.000 Barrel pro Tag zurückgefallen ist. Im April lag der Ausstoß noch bei rund 1,2 Millionen Fass täglich.
Nach Veröffentlichung der DOE-Ölbestandsdaten ging es mit dem Ölkomplex dann aber deutlich nach unten. Zwar wurde, wie tags zuvor vom American Petroleum Institute, ein Rückgang bei Rohöl vermeldet, dieser fiel aber etwas schwächer aus. Zudem gab es bei den Produkten teils deutliche Aufbauten. Vor allem bei Benzin konnten die Vorräte erstmals seit Januar wieder spürbar um 2,6 Millionen Fass aufgestockt werden. Zwar ging auch die Gesamtnachfrage wieder leicht auf knapp 20 Millionen Barrel pro Tag (Bad) nach oben, diese liegt dabei aber immer noch deutlich unter Vorjahr. Weiter voran geht es mit der US-Ölförderung. Diese kletterte erstmals seit April 2020 wieder auf über 12 Millionen bpd.
Heute Morgen können sich die Ölpreise leicht erholen, was an guten Konjunkturdaten aus China liegen könnte. Hier konnte der Einkaufsmanagerindex aus dem Dienstleistungssektor die Erwartung per Juni mit 54,7 Punkte deutlich übertreffen. Der Index aus dem verarbeitenden Gewerbe verfehlt die Prognose mit 50,2 Zählern nur knapp.

Am Devisenmarkt musste der Euro im Vergleich zum US-Dollar auch gestern wieder Verluste hinnehmen und ist deutlich unter die 1,05-Dollar-Marke zurückgefallen. Ein per Juni mit "nur" 7,6 Prozent etwas schwächer als erwartet gestiegener deutscher Verbraucherpreisindex war hier wohl der Auslöser, der eventuell etwas Druck von der EZB nehmen könnte.

Mit den guten Vorgaben von den internationalen Ölmärkten werden die Heizölpreise hierzulande heute ihren Weg nach unten aller Voraussicht nach weiter fortsetzen können. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen zumindest aus morgendlicher Sicht Abschläge in einer Größenordnung von bis zu einem Cent pro Liter erwarten. Die Verbraucher honorieren die in letzter Zeit zurückgehenden Notierungen mit einer verstärkter Auftragsvergabe, die Nachfrage zieht also an. Dies ist auch dringend notwendig, denn es dürfte noch erheblicher Bedarf im Markt sein, der nach Möglichkeit zum Großteil vor Beginn der Heizperiode gedeckt werden sollte.
29.06.2022, 08:14 Uhr
Die Ölpreise haben gestern weitere deutliche Gewinne erzielt, fallen heute Morgen aber wieder zurück. In Folge werden auch die Heizöl-Notierungen, die derzeit auf dem tiefsten Niveau der letzten drei Wochen stehen, mit Abschlägen starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern weitere deutliche Gewinne erzielt, fallen heute Morgen im asiatisch geprägten Handel aber wieder ein  Stück weit zurück. In Folge werden auch die Heizöl-Notierungen, die derzeit auf dem tiefsten Niveau der letzten drei Wochen stehen, mit weiteren Abschlägen in den heutigen Tag starten.

Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 117,40 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 111,30 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum US-Dollar deutlich zurück und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0505 US-Dollar gehandelt.

Mit der neuen Erkenntnis, dass Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) wohl im Bezug auf die möglichen Förderkapazitäten an ihre Grenze gekommen sind und den neuen Produktionsstörungen in Libyen und Ecuador, zogen die Rohölpreise gestern zunächst weiter an. Zudem ging es auch mit den Aktienkursen zum Start in den europäisch geprägten Handel deutlich nach oben, was zusätzlich Rückewind gab.
Ebenfalls Preis treibend waren weitere Lockerungen bei den chinesischen Corona-Regeln zu werten.
Auf der anderen Seite stand lediglich die Wiederaufnahme der Atom-Verhandlungen mit dem Iran, an die die Marktteilnehmer aber vorerst wohl keine großen Erwartungen geknüpft haben.
Latent bremsend wirken die in letzter Zeit eher schwach ausgefallenen Konjunkturdaten.
Gestern Abend nach Börsenschluss wurden dann die mit Spannung erwarteten US-Ölbestandsdaten des American Petroleum Institute (API) veröffentlicht, die heute Morgen in Asien auf die Ölpreise drücken. Zwar sind die Vorräte an Rohöl und Destillaten zurückgegangen, dafür gab es aber erstmals seit Wochen einen deutlichen Aufbau bei den um diese Jahreszeit so wichtigen Benzinbeständen.
Nachdem der Bericht des Department of Energy (DOE) in der letzten Woche aufgrund technischer Probleme ausgefallen war, werden die Börsianer den heute Nachmittag erwarteten Report umso genauer unter die Lupe nehmen.

Am Devisenmarkt hat der Euro im Vergleich zum US-Dollar gestern deutlich an Wert verloren. Zunächst reagierte unsere Gemeinschaftswährung kaum auf das erneut schlechter gewordene Konsumklima in Deutschland. Am Nachmittag ging es mit dem Euro aber dann doch noch nach unten, nachdem die Statements von EZB-Mitgliedern zur aktuellen Inflationslage wohl doch als etwas zu lasch eingestuft wurden.

Trotz der Währungsverluste werden die Heizölpreise hierzulande auch heute mit leichten Abschlägen in den Handel starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von einem bis eineinhalb Cent pro Liter erwarten. Somit haben die Notierungen heimlich still und leise den tiefsten Stand seit mehr als drei Wochen erreicht. Dennoch bleibt das Bestellaufkommen im Vergleich zu den Preisanfragen auf einem recht niedrigen Niveau, was befürchten lässt, dass es im Herbst zu einer sprunghaft steigenden Nachfrage mit langen Lieferzeiten und weiteren Preiskapriolen kommen wird.


28.06.2022, 08:33 Uhr
Die Ölpreise haben sich gestern im Laufe des Tages deutlich verteuert. Da sich die Gasölpreise aber wesentlich moderater nach oben bewegt haben, sollte es bei den Heizöl-Notieurngen zumindest in der Eröffnung eher zu kleineren Aufschlägen kommen. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich gestern im Laufe des Tages deutlich verteuert. Da sich die Gasölpreise aber wesentlich moderater nach oben bewegt haben, sollte es bei den Heizöl-Notieurngen zumindest in der Eröffnung heute eher zu kleineren Aufschlägen kommen.

Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 116,80 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 110,80 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar erneut gut behaupten und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0575 US-Dollar gehandelt.

Nachdem die Rohölpreise in letzter Zeit wieder schöne Verluste erlitten hatten und bis auf 110 Dollar pro Barrel (Brent) zurückgefallen waren, geht es in den letzten Tagen leider wieder nach oben.
Gestern war wohl die Meldung, dass es in Libyen erneut Probleme mit der Ölproduktion gibt und die staatliche National Oil Corporation (NOC) Mitte der Woche Force Majeure ausrufen könnte, der Haupttreiber.
Außerdem gibt es neue Hinweise, dass die Reservekapazitäten der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) und Saudi-Arabiens nicht so hoch sein sollen, wie dies ursprünglich erwartet worden war.
Ein weiterer bullisher Faktor waren relativ gute Konjunkturdaten aus den USA. Hier sind die Aufträge langlebiger Wirtschaftsgüter per Mai überraschend deutlich um 0,7 Prozent angestiegen. Die Analysten hatten im Vorfeld lediglich mit einem Plus von 0,1 Prozent gerechnet. Außerdem gab es auch einen leichten Zuwachs bei den anstehenden Häuserverkäufen per Mai.
Ein Hoffnungsschimmer auf wieder fallende Preise ist weiterhin der Iran. Nachdem sich die Fronten in den Atomverhandlungen zuletzt wieder verhärtet hatten und die Gespräche mehr oder weniger als gescheitert galten, wurden diese nun wieder aufgenommen. Die Marktteilnehmer nehmen dies aber mit Vorsicht zur Kenntnis und haben zumindest zum aktuellen Zeitpunkt wohl noch keine größeren Erwartungen.
Konkrete Erwartungen gibt es allerdings im Hinblick auf die neue Runde der US-Ölbetandsdaten. Heute Abend nach Börsenschluss werden die Zahlen des American Petroleum Institute (API) veröffentlicht, morgen am Nachmittag folgen die Daten vom Department of Energy (DOE).

Am Devisenmarkt gab es gestern nur wenig neue Markt bewegende Impulse und der Euro trat im Vergleich zum US-Dollar mehr oder weniger auf der Stelle. Heute erhoffen sich die Marktteilnehmer neue Hinweise zur künftigen Zinsentwicklung in der EU, da eine Rede von EZB-Chefin Christine Lagarde erwartet wird. Am Nachmittag gibt es zudem neue Zahlen zum US-Immobilienmarkt.

Die Heizölpreise hierzulande werden nach diesen Vorgaben heute mit leichten bis moderaten Aufschlägen in den Tag starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus ein einer Größenordnung von bis zu einem Cent pro Liter erwarten. Weiterhin ist kein größerer und vor allem nachhaltiger Rückgang der Notierungen zu erwarten, sodass gerade sicherheitsorientierten Verbrauchern eine rechtzeitige Bevorratung zu empfehlen ist. Im Herbst ist eine stark steigende Nachfrage mit langen Lieferzeiten zu erwarten.
27.06.2022, 08:33 Uhr
Die Ölpreise haben sich bereits in der letzten Wochen relativ stabil präsentiert und starten auch heute ohne große Veränderung in die neue Handelswoche. Auch bei den Heizöl-Notierungen wird es folglich nur zu geringen Schwankungen kommen. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich bereits in der letzten Wochen relativ stabil präsentiert und starten auch heute ohne große Veränderung in die neue Handelswoche. Kein Wunder, dass es auch bei den Heizöl-Notierungen heute aller Voraussicht nach nur zu geringen Schwankungen kommen wird.

Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 112,90 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde rund 107 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar gut behaupten und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0560 US-Dollar gehandelt.

Die letzte Handelswoche brachte eine weitere Stabilisierung der Rohölpreise - trotz der Schwierigkeiten am Gasmarkt. Nach wie vor sind die Marktteilnehmer hin- und hergerissen zwischen der knappen Versorgungslage einerseits und der Sorge vor einer globalen Rezession auf der anderen Seite.
Diese beiden Themen dürften auch beim derzeitigen Treffen der G7-Staaten im bayerischen Elmau eine große Rolle spielen. Hier soll auch eine Obergrenze für russisches Öl weiter diskutiert werden, die von der US-Regierung in der letzten Woche ins Spiel gebracht wurde. Ob dieses Vorhaben aber realistisch ist und den gewünschten Effekt bringen würde, darf angezweifelt werden, zumindest solange Russland sein Öl unter anderem nach China und Indien verkaufen kann.
Ansonsten gibt es derzeit nur wenig neue Markt beeinflussende Meldungen. Der weiter leicht zurückgefallene Ifo-Geschäftsklimaindex wirkte sich am Freitag kaum negativ auf das Handelsgeschehen aus. Im Gegenteil, am Aktienmarkt sind die Kurse vor allem ab späten Nachmittag deutlich angestiegen. Auch das US-Verbrauervertrauen der Uni Michigan konnte die Prognose von 50,2 mit 50 Punkten nicht ganz erreichen. Derzeit sind die Börsianer aber wohl schon froh, wenn die Kennzahlen nur leicht unter den Erwartungen liegen.
Die Zahl der aktiven US-Bohranlagen ist in der vergangenen Woche deutlich um 10 auf nun 594 Einheiten angestiegen. Hier hat sich der positive Trend also weiter verfestigt.

Auch am Devisenmarkt setzte sich das ruhige Geschäft der letzten Tage am Freitag fort. Der Euro konnte im Vergleich zum US-Dollar leicht zulegen, bleibt in der langfristigen Betrachtung aber natürlich auf einem sehr niedrigen Niveau. Heute Nachmittag könnte wieder etwas Schwung in den Handel kommen, wenn wichtige Konjunkturdaten aus den USA vermeldet werden.

Sehr stabile Vorgaben also für den deutschen Inlandsmarkt, wo die Heizölpreise folgerichtig mit wenig Veränderung in die neue Woche starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht lediglich ein Miniplus von maximal einem halben Cent pro Liter erwarten. Das Interesse am Heizölkauf ist nach wie vor sehr hoch, das Bestellaufkommen im Vergleich dazu aber recht gering. Daher ist anzuraten, mit der Bestellung nicht zu lange zu warten, denn spätestens Anfang Herbst ist mit einer sehr starken Nachfrage zu rechnen, die nicht nur zu langen Lieferzeiten, sondern auch zu weiter steigenden Preisen führen könnte.
24.06.2022, 08:54 Uhr
Die Ölpreise waren gestern im Großen und Ganzen keinen größeren Kursschwankungen unterworfen. In Folge werden auch die Heizöl-Notierungen heute wenig verändert bis leicht nachgebend in den letzten Handelstag der Woche starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten waren gestern im Großen und Ganzen keinen größeren Kursschwankungen unterworfen und zeigten sich somit mehr oder weniger unbeeindruckt von den Unruhen am Gasmarkt. In Folge werden auch die Heizöl-Notierungen heute wenig verändert bis leicht nachgebend in den letzten Handelstag der Woche starten.

Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 110,20 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde knapp 105 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum US-Dollar leicht zurück und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0540 US-Dollar gehandelt.

Nachdem das American Petroleum Institute (API) am Mittwochabend einen doch etwas überraschenden Aufbau bei den Rohölbeständen vermeldet hatte, starteten die Rohölpreise gestern zunächst etwas schwächer in den Tag. Im Laufe des Handels ging es dann aber schon wieder nach oben, was angesichts der Lage am Gasmarkt nicht verwunderlich ist.
Der deutsche Wirtschaftsminister Robert Habeck hat die Stufe 2 den Notfallplans aufgerufen, wodurch Gas nun ganz offiziell zu einem knappen Gut ist. Ursache hierfür ist die starke Drosselung der Lieferungen durch Russland nach Europa. Es ist zu beürchten, dass sich die ohnehin schon sehr hohen Gaspreise in den nächsten Wochen und Monaten nochmals deutlich verteuern werden.
Dies hat sicherlich auch Auswirkung auf die Ölnachfrage, denn wer immer kann, wird mit dem Brennstoff auf Öl oder andere Energieträger ausweichen. Dies ist jetzt auch schon am Markt für Holzpellets spürbar, wo sich die Preise im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt haben.
Die mit Spannung erwarteten US-Ölbestandsdaten des Department of Energy (DOE) wurden gestern aufgrund eines Systemfehlers nicht veröffentlicht.
Dafür gab es aber eine ganze Reihe neuer Konjunkturdaten, die - wen wundert? - durchweg schlecht ausgefallen sind. Die EU Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitenden Gewerbe und dem Dienstleistungssektor verfehlten mit 52 bzw. 52,8 Punkten die Prognose ebenso, wie die am Nachmittag veröffentlichten Vergleichszahlen aus den USA. Hier gab es dann aber noch solide Zahlen vom Arbeitsmarkt.
Insgesamt dürfte die Krise am Energiemarkt die Konjunktur in Europa stärker belasten als andere Wirtschaftsregionen.

Am Devisenmarkt ist der Euro im Vergleich zum US-Dollar gestern wieder etwas zurückgefallen, was angesichts der schwachen Konjunkturdaten und der immer stärker aufkommenden Rezessionsängste in Europa nicht verwunderlich ist. Heute warten die Händler auf den Ifo-Geschäftsklimaindex aus Deutschland.

Die Heizölpreise in Deutschland werden nach diesen Vorgaben heute weitgehend stabil in den letzten Handelstag der Woche starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht sogar ein leichtes Minus in einer Größenordnung von bis zu einem halben Cent pro Liter erwarten. Die Situation am Gasmarkt hat viele Verbraucher wach gerüttelt und die Nachfrage steigt. Wer jetzt Heizöl ordert, kann sicher sein, nächsten Winter nicht im Kalten zu sitzen. Diese Möglichheit hat derzeit leider nicht jeder!
23.06.2022, 08:15 Uhr
Die Ölpreise haben sich gestern nicht wesentlich verändert und starten auch heute Morgen weitgehend stabil. In Folge werden auch die Heizöl-Notierungen hierzulande aller Voraussicht keine neue Richtung ansteuern. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich gestern nicht wesentlich verändert und starten auch heute Morgen weitgehend stabil, obwohl die gestern veröffentlichten US-Ölbestandsdaten eher preisdrückend ausgefallen sind. In Folge werden auch die Heizöl-Notierungen hierzulande aller Voraussicht keine neue Richtung ansteuern.

Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 109,80 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 103,90 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum US-Dollar spürbar zulegen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0565 US-Dollar gehandelt.

Wenig Neues gibt es aktuell von den internationalen Ölmärkten zu berichten. Die Rohölpreise haben sich zuletzt recht stabil gezeigt und die Marktteilnehmer warten nun auf Impulse, die eine neue Richtung weisen könnten.
In letzter Zeit dominieren aber immer stärker Rezessionsängsten, die stark auf die Stimmung der Börsianer drücken. Vor allem die in diesen Wochen stark steigenden Zinsen und die hohen Rohstoffpreise lasten auf der Konjunktur, die zusätzlich mit gestörten Lieferketten und natürlich dem Krieg in der Ukraine zu kämpfen hat.
Auf der anderen Seite bleibt das verfügbare Ölangebot knapp und die globalen Vorräte auf einem sehr niedrigem Niveau, sodass die meisten Analysten davon ausgehen, dass die Ölpreise auch in den nächsten zwei bis drei Jahren auf einem sehr hohen Niveau bleiben werden.
Auch deshalb forderte gestern der Chef der Internationalen Energieagentur (IEA), Fatih Birol, mehr Investitionen in saubare Energietechnologie und warnte davor, dass Russland seine Gaslieferungen weiter reduzieren und sogar ganz einstellen könnte.
Gestern Abend nach Börsenschluss wurden dann noch die wöchentlichen US-Ölbestandsdaten des American Petroleum Institute (API) veröffentlicht, die durchaus preisdrückende Elemente in sich hatten. So gab es bei Rohöl einen überraschenden Aufbau von 5,6 und bei Destillaten von 1,2 Millionen Fass, dafür gingen die um diese Zeit stärker gewichteten Benzinvorräte erneut um 1,7 Millionen Barrel zurück. Heute Nachmittag werden die Zahlen des Department of Energy (DOE) veröffentlicht, die nicht nur wesentlich umfang- sondern auch einflussreicher sind.

Am Devisenmarkt konnte der Euro im Vergleich zur Ölwährung US-Dollar gestern Gewinne verbuchen, obwohl die Stimmung an den Finanzmärkten weiterhin sehr schlecht und der Greenback in solchen Zeiten als Krisenwährung eigentlich gefragt ist. Auch hier fehlt es derzeit an neuen Impulsen.

Insgesamt also relativ stabile Vorgaben für den deutschen Inlandsmarkt, wo die Heizölpreise heute aller Voraussicht nach mit leichten Aufschlägen in den Tag starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen zumindest aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von einem halben bis einem Cent pro Liter erwarten. Die Nachfrage hat sich zuletzt etwas belebt, es bleibt vorerst aber noch bei einem ruhigen Sommergeschäft.
22.06.2022, 08:29 Uhr
Die Ölpreise haben sich im gestrigen Handelsverlauf relativ stabil gezeigt und in etwa auf Ausgangsniveau geschlossen. Heute Morgen zeigen sich die Futures bislang aber sehr schwach, sodass die Heizöl-Notierungen mit schönen Abschlägen in den Tag starten Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich im gestrigen Handelsverlauf relativ stabil gezeigt und in etwa auf Ausgangsniveau geschlossen. Heute Morgen zeigen sich die Futures im asiatisch geprägten Handel bislang aber sehr schwach, sodass die Heizöl-Notierungen hierzulande aller Voraussicht nach mit schönen Abschlägen in den Tag starten werden.

Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 110,25 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 105,15 Dollar. Der Euro muss im Vergleich zum US-Dollar leichte Verluste hinnehmen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0495 US-Dollar gehandelt.

Der gestrigen Tag verlief an den internationalen Ölbörsen relativ ruhig. Es gab kaum neue Markt bewegende Meldungen, sodass sich die Rohölpreise in einer im Verhältnis zu den letzten Wochen und Monaten recht engen Handelsspanne seitwärts bewegten.
Warum es heute Morgen in Asien zu der starken Abwärtsbewegung gekommen ist, bleibt bislang ungeklärt, zumal die wenigen Nachricht derzeit eher für weiter steigende Ölpreise sprechen würden.
So wurde gestern bekannt, dass die Ölproduktion Norwegens im Mai erneut zurückgegangen ist. Bereits in den Vormonaten waren die offiziellen Prognosen aber schon regelmäßig verfehlt worden, sodass dies wohl wenig überraschend kam.
Auch die Erwartung des Chefs des Ölkonzerns ExxonMobil, dass die Versorgungslage an den Ölmärkten auch auf Sicht der nächsten drei bis fünf Jahre angespannt bleiben dürfte, wäre eigentlich bullish, also preistreibend zu werten.
Preisdrückend wirken in diesen Tagen aber sicherlich die zunehmenden Rezessionsängste der Börsianer. Steigende Zinsen und hohe Rohstoffpreise dürften der globalen Wirtschaft in nächster Zeit sicherlich schwer zu schaffen machen.
Aufgrund eines Feiertags werden die wöchentlichen US-Ölbestandsdaten des American Petroleum Institute (API) erst heute Abend nach US-Börsenschluss vermeldet. Morgen folgen dann die wesentlich umfang- und einflussreicheren Zahlen des Department of Energy (DOE)

Am Devisenmarkt tat sich auch gestern nicht viel. Der Euro ging im Vergleich zum US-Dollar kaum verändert aus dem Handel und fällt heute morgen etwas zurück. Die gestern vermeldeten Konjunkturdaten diesseits und jenseits des Atlantiks fielen relativ unspektakulär aus.

Dank der deutlich gefallenen Kurse von Rohöl und Gasöl, starten die Heizölpreise hierzulande heute erfreulicherweise mit deutlichen Abschlägen in den Handel. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen ein Minus in einer Größenordnung von 2 bis 3 Cent pro Liter erwarten. Somit setzt sich der mittlerweile seit rund zwei Wochen existente Seitwärtstrend auf hohem Niveau bislang weiter fort. Auch wenn die Nachfrage in den letzten Tagen etwas zugelegt hat, bleibt das Bestellaufkommen im Verhältnis zu den Preisanfragen recht gering.
21.06.2022, 08:32 Uhr
Die Ölpreise haben sich nach dem Rücksetzer vom Freitag leider schnell erholt und heute Morgen im asiatisch geprägten Handel Aufschläge erzielt. In Folge werden die Heizöl-Notierungen hierzulande leider mit einem deutlichen Plus in den Handel starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich nach dem Rücksetzer vom Freitag leider schnell wieder erholt und heute Morgen im asiatisch geprägten Handel signifikante Aufschläge erzielt. In Folge werden auch die Heizöl-Notierungen hierzulande mit einem deutlichen Plus in den Handel starten.

Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 115,10 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 111,60 Dollar. Der Euro zeigt sich im Vergleich zum US-Dollar knapp behaupten und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0515 US-Dollar gehandelt.

Der Ölmarkt befindet sich weiterhin im Spannungsfeld zwischen einer sehr angespannten Versorgungslage einerseits und der Erwartung einer sich deutlich abflauenden globalen Konjunktur auf der anderen Seite. In welchem Tempo sich der Abschwung vollziehen wird und wie nachhaltig diese Entwicklung sein wird, ist derzeit aber kaum absehbar.
Und so ist der Bedarf an Öl und Ölprodukten aktuell weiterhin sehr hoch. Vor allem in den USA, wo derzeit in der sog. Driving-Season besonders viel Benzin verbraucht wird, und in China, das hohen Nachholbedarf nach den Corona-Beschränkungen hat.
Die sehr robuste Nachfrage kann derzeit durch das zur Verfügung stehende Angebot aber kaum gedeckt werden. Es fehlen nicht nur Mengen aus Russland, sondern auch aus Libyen. Außerdem kann die OPEC+ Organisation ihre selbst gesteckten Förderziele seit Monaten nicht erreichen. Unabhängig davon gibt es weltweit aktuell zu wenig Raffineriekapazitäten, was vor allem die Produktpreise nach oben treibt.
Auch das Ausbleiben russischer Gaslieferungen nach Europa treibt oder stabilisiert zumindest die Ölpreise. Viele Kraftwerksbetreiber stellen, falls dies möglich ist, von Gas auf Öl um.
Die globalen Ölvorräte werden immer knapper und derzeit sieht es leider nicht danach aus, als dass sich an dieser Situation in nächster Zeit etwas ändern wird.

Am Devisenmarkt gab es gestern kaum größere Kursbewegungen im Verhältnis zwischen dem Euro und der Ölwährung US-Dollar. Zum einen fehlten die Impulse aus den USA, wo es feiertagsbedingt nur zu einem stark eingeschränkten Börsenhandel kam, zum anderen gab es auch kaum neue und wichtige Konjunkturdaten aus dem Euro-Raum. Der Verlust der Parlamentsmehrheit für den französischen Präsidenten Macron wirkte sich erstaunlicherweise kaum auf den Wert unserer Gemeinschaftswährung aus.

Die Heizölpreise hierzulande werden aufgrund der deutlich gestiegenen Rohöl- und Gasölpreise heute leider wieder mit Aufschlägen in den Handel starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von einem bis zwei Cent pro Liter erwarten. Somit stehen die Notierungen weiterhin auf dem höchsten Niveau seit knapp drei Monaten. Die weiterhin sehr hohe Zahl an Preisanfragen lässt vermuten, dass vor dem Beginn der Heizperiode noch ein hoher Bedarf zu decken ist. Dies könnte durchaus zu neuen Turbulenzen im Herbst führen. Wer dem aus dem Weg gehen will, sollte lieber früher als später bestellen.
20.06.2022, 08:41 Uhr
Die Ölpreise sind am Freitag im späten Handel kräftig unter Druck geraten und gehen auf deutlich niedrigerem Niveau in die neue Handelswoche. In Folge werden auch die Heizöl-Notierungen hierzulande mit schönen Abschlägen erwartet. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten sind am Freitag im späten Handel kräftig unter Druck geraten und gehen auf deutlich niedrigerem Niveau in die neue Handelswoche. In Folge werden auch die Heizöl-Notierungen hierzulande mit schönen Abschlägen erwartet.

Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 113,70 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 109,90 Dollar. Der Euro zeigt sich im Vergleich zum US-Dollar nahezu unverändert und wird auch heute Morgen zu Kursen um 1,0525 US-Dollar gehandelt.

Der Konflikt der westlichen Welt mit Russland geht in eine neue Runde. Seit einigen Tagen kommt in Deutschland, Italien und Slowenien deutlich weniger russisches Gas als üblich, in Frankreich gar keines mehr an. Zwar wird dies vom russischen Konzern Gazprom mit Reparaturarbeiten begründet, Glauben schenkt dem aber kaum jemand.
In Folge sind die Gaspreise wieder einmal explodiert und dies wirkt sich leider auch auf den Ölmarkt aus. Auch hier ist die Versorgungslage bekanntlich sehr angespannt, vor allem was Gasöl, dem unversteuerten Vorprodukt von Heizöl und Diesel, anbetrifft. Während die Rohölpreise, die an den internationalen Warenterminmärkten für den globalen Markt gehandelt werden, zuletzt wieder deutlich nachgegeben haben, sind die Gasöl-Futures nur sehr zögerlich nach unten gegangen. Viele Kraftwerksbetreiber wechseln den Brennstoff und weichen von Gas eben auf Gasöl aus, was den Markt hier zusätzlich belastet.
Gleichzeitig hat China aufgrund von Corona und politischen Entscheidungen seine Raffineriekapazität um rund ein Drittel zurückgefahren und in den ersten fünf Monaten des Jahres seine Ausfuhren an Ölprodukten um rund 40 Prozent reduziert.
Die Meldung, dass die Ölexporte aus Libyen wohl wieder anlaufen und Russland die Ölproduktion im Juni deutlich erhöhen will, kommen daher leider nur bei den Rohöl-Kontrakten an.
Es gibt aber durchaus auch preisdrückende Faktoren. Vor allem die derzeit zu beobachtenden Abkühlung der globalen Wirtschaft dürfte den weltweiten Ölbedarf drücken. Außerdem geht auch die Ölförderung in den USA langsam aber stetig wieder nach oben. Die Zahl der aktiven Bohranlagen ist hier nach dem neuesten Baker-Hughes-Bericht in der vergangenen Woche um weitere 4 auf nun 584 Einheiten angestiegen.

Am Devisenmarkt fiel der Euro im Vergleich zum US-Dollar am Freitag zunächst deutlich zurück. Nach eher schwach ausgefallenen Konjunkturdaten aus den USA konnte sich unsere Gemeinschaftswährung aber wieder erholen und auch heute Morgen geht es weiter nach oben.

Insgesamt also recht gute Vorgaben für den deutschen Inlandsmarkt, wo die Heizölpreise heute zwar deutlich nachgeben, aufgrund der oben beschriebenen Umstände aber eben leider nicht in dem Maße, wie dies die gefallenen Rohölpreise auf den ersten Blick erwarten lassen würden. Nach aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen werden die Abschläge im Durchschnitt bei einem bis zwei Cent pro Liter liegen. Insgesamt bleiben die Notierungen damit auf einem sehr hohen Niveau und die Aussichten auf einen nachhaltigen Rückgang trübe. Die Gefahr, dass die Heizölpreise im Herbst weiter anziehen könnten, wird durch die aktuelle sehr schwache Nachfrage leider auch nicht geringer!
17.06.2022, 08:25 Uhr
Die Ölpreise haben gestern nur kurzzeitig etwas nachgegeben und die Brent-Futures gegen Handelsschluss wieder die 120-Dollar-Marke erreicht. Trotz leichter Währungsgewinn ziehen die Heizöl-Notierungen weiter auf den höchsten Stand seit Anfang März an. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern nur kurzzeitig etwas nachgegeben und die Brent-Futures gegen Handelsschluss wieder die 120-Dollar-Marke erreicht. Trotz leichter Währungsgewinn ziehen die Heizöl-Notierungen weiter auf den höchsten Stand seit Anfang März an.

Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 119,60 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 117,25 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar deutlich verbessern und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0525 US-Dollar gehandelt.

Energie bleibt knapp und wird leider immer teuerer. Auch wenn die hohe Inflation und die steigenden Zinsen sich langsam auf die globale Konjunktur auswirken sollten, ist derzeit einfach zu wenig Öl und Gas auf dem Markt. Hauptgrund sind natürlich die Sanktionen gegen Russland, aber auch strukturelle Probleme.
So blieb die OPEC+ Gruppe im Mai um 2,7 Millionen Barrel pro Tag hinter den eigenen Förderzielen zurück und die aktuellen Probleme in Libyen sorgen für weitere erhebliche Ausfälle.
In den kommenden Wochen und Monaten könnte sich die Lage gerade in Europa weiter verschärfen, denn nach den Plänen der EU und Großbritanniens sollen russische Tanker und Transportschiffe die Öl befördern, nicht mehr versichert werden. Dies würde sicherlich einen weiteren deutlichen Rückgang der russischen Öllieferungen mit sich bringen, was ja auch politisch gewollt ist.
Die Rohölpreise dürfte dies aber weiter nach oben treiben und die US-Regierung warnt ganz offen vor einem neuen Preisschock. Auch bei Goldman Sachs rechnet man mit weiter steigenden Notierungen in den Sommermonaten.
Abfedern könnte diese Entwicklung die vom stellvertretenden russischen Ministerpräsidenten Alexander Nowak in Aussicht gestellte Förderanhebung. Nach dessen Worten soll die Ölproduktion aktuell im Vergleich zum Mai um rund 600.000 Barrel pro Tag erhöht worden sein und im Juli weiter ausgebaut werden. Dankbare Abnehmer dieser Mengen sind unter anderem China und Indien.

Am Devisenmarkt bleibt es in diesen Tagen spannend. Gestern drückten schwache US-Konjunkturdaten auf den Kurs des Dollars, sodass der Euro im Gegenzug deutlich zulegen konnte. Eine überraschende und deutliche Zinsanhebung von 0,5 Prozent wurde aus der Schweiz vermeldet. Der Franken legt daraufhin im Vergleich zum Euro und zum US-Dollar kräftig zu.

Die Heizölpreise hierzulande werden trotz der Währungsgewinne auch heute wieder mit Aufschlägen in den Tag starten. Verantwortlich hierfür sind die hohen Preise für Gasöl, dem unversteuerten Vorprodukt von Diesel und Heizöl. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von einem halben bis einem Cent pro Liter erwarten. Mittlerweile haben die Notierungen den höchsten Stand seit Anfang März erreicht und steuern im bundesweiten Durchschnitt auf 1,50 Euro pro Liter zu. Dies, obwohl die Nachfrage weiterhin sehr schwach ist. Wer noch nicht für den nächsten Winter vorgesorgt hat und mit der Bestellung bis in den Herbst wartet, geht ein nicht unerhebliches Risiko ein!