26.09.2017, 08:34 Uhr
Die Ölpreise haben gestern kräftig zugelegt und die für Europa maßgebenden Brentöl-Futures stehen derzeit auf dem höchsten Stand seit Juli 2015. In Folge werden heute auch die Heizöl-Notierungen mit deutlichen Aufschlägen in den Handel starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern kräftig zugelegt und die für Europa maßgebenden Brentöl-Futures stehen derzeit auf dem höchsten Stand seit Juli 2015. In Folge werden heute auch die Heizöl-Notierungen mit deutlichen Aufschlägen in den Handel starten.
 
Aktuell stehen die November-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei genau 59 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 52,10 Dollar. Der Euro verliert im Vergleich zum "Greenback" weiter an Wert und wird derzeit nur noch zu Kursen um 1,1850 US-Dollar gehandelt.

Die Unabhängigkeitsbestrebungen der Region Kurdistan im Norden des Irak, geben dem Ölmarkt neuen Zündstoff. Bagdad hat Truppen in die Region entsannt auch, weil das kurdische Referendum die Region Kirkuk mit einschließt, das besonders Reich an Ölvorkommen ist. Derzeit werden aus diesem Gebiet rund 500.000 Barrel pro Tag über eine Pipeline zum türkischen Ölhafen Ceyhan gepumpt.
Auch die Türkei und auch der Iran lehnen eine Abspaltung Kurdistans ab und halten derzeit Manöver an den Grenzgebieten ab. Der türkische Präsident Erdogan hat bereits damit gedroht, die Pipeline nach Ceyhan zu schließen und so die kurdischen Ölexporte zu stoppen.
Entsprechend fiel die Reaktion am Ölmarkt aus. Die Brentöl-Futures legten im Laufe des Tages um mehr als zwei Dollar pro Barrel zu und stehen derzeit auf dem höchsten Stand seit Juli 2015.
Ansonsten gab es kaum neue Markt relevante Neuigkeiten und die "Bullen" dominieren eindeutig das Handelsgeschehen.
Eskaliert die Lage im Norden Iraks, würde daraus wohl ein neuer großer Konflikt im Nahen Osten entstehen, in dem neben dem Irak auch der Iran und die Türkei mit einbezogen werden könnten.

Am Devisenmarkt verlor der Euro im Vergleich zum US-Dollar weiter an Wert und wurde dabei vom Ergebnis der deutschen Bundestagswahl belastet. Die Unsicherheiten um die schwierige Regierungsbildung und die Möglichkeit, dass die US-Notenbank die Zinsen in diesem Jahr nochmals anheben könnte, bringen die Gemeinschaftswährung unter Druck.

Äußerst schlechte Vorgaben also für den deutschen Inlandsmarkt, wo die Heizölpreise heute mit deutlichen Aufschlägen in den Handel starten werden. Aktuelle Berechnungen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von einem bis eineinhalb Cent pro Liter erwarten. Wer jetzt noch nicht für den Winter eingelagert hat, sollte nicht mehr zögern, denn der Konflikt im Irak könnten die Ölpreise durchaus noch weiter nach oben treiben.
25.09.2017, 08:41 Uhr
Die Ölpreise haben auch im Laufe des Freitages wieder zugelegt und stehen kurz davor, auf den höchsten Stand seit gut zwei Jahren zu klettern. Die Heizöl-Notierungen werden heute aller Voraussicht nach aber stabil in die neue Handelswoche starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben auch im Laufe des Freitages wieder zugelegt und stehen kurz davor, auf den höchsten Stand seit gut zwei Jahren zu klettern. Die Heizöl-Notierungen werden heute aller Voraussicht nach aber stabil in die neue Handelswoche starten.
 
Aktuell stehen die November-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 56,80 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 50,55 Dollar. Der Euro verliert im Vergleich zum "Greenback" wieder etwas an Wert und wird derzeit zu Kursen um 1,1920 US-Dollar gehandelt.

Am Tag des Treffens von Vertretern der OPEC-Staaten mit Nicht-OPEC-Ländern, dem sogenannten JMMC-Meeting, an dem über die Umsetzung und Einhaltung des Produktionsabkommens diskutiert worden ist, starteten die Rohölpreise uneinheitlich in den europäisch geprägten Handel.
Auch wenn es klar war, dass es keinen Beschluss geben wird, so erwarteten sich die Marktteilnehmer doch den ein oder anderen Hinweis, was die künftige Förderpolitik von OPEC und Co. anbetrifft. Hier hielten sich die Teilnehmer des Meetings aber bedeckt und somit blieb der Einfluss auf das Handelsgeschehen letztendlich gering.
Die nächste OPEC-Vollversammlung findet am 30. November statt und erst da ist frühestens mit einem neuen Beschluss zu rechnen.
Auch die am Freitag veröffentlichten Konjunkturdaten hatten keine richtungsweisende Wirkung, denn während die EU-Einkaufsmanagerindizes aus der Industrie und dem Dienstleistungssektor mit 58,2 bzw. 55,6 Punkten positiv überraschen konnten, fielen die Vergleichszahlen aus den USA eher enttäuschend aus.
Bullish ist sicherlich wieder der neueste Baker-Hughes-Report zu werten, der am Freitag aber erst nach Börsenschluss veröffentlicht wurde. Hier gab es im Vergleich zur Vorwoche einen wiederholten Rückgang der aktiven US-Bohranlagen von 749 auf 744 Einheiten.

Am Devisenmarkt blieben die Kursausschläge trotz der Bundestagswahl in Deutschland gering, war es doch zu erwarten, dass CDU/CSU wieder die Mehrheit erreichen und somit zur Regierungsbildung beauftragt werden würde. Da allerdings die SPD nicht mehr zu einer Koalition bereitsteht, dürfte die Regierungsbildung kein leichtes Unterfangen werden, was die Gemeinschaftswährung heute morgen auch leicht belastet.

Insgesamt bleiben die Vorgaben für den deutschen Inlandsmarkt aber stabil, sodass die Heizölpreise heute wohl kaum verändert in die neue Handelswoche starten werden. Aktuelle Berechnungen lassen aus morgendlicher Sicht sogar ein leichtes Minus von bis zu 0,2 Cent pro Liter erhoffen. Die doch recht deutlichen Aufschläge der letzten Tage und Wochen haben dazu geführt, dass die Nachfrage zuletzt etwas nachgelassen hat.
22.09.2017, 08:47 Uhr
Die Ölpreise sind auch gestern wieder mit leichten Gewinnen aus dem Handel gegangen. Da der Euro im Vergleich zum US-Dollar deutlich hinzugewinnen konnte, werden die Heizöl-Notierungen heute stabil bis etwas leichter starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten sind auch gestern wieder mit leichten Gewinnen aus dem Handel gegangen, wenngleich ingesamt eine Konsolidierung auf hohem Niveau zu beobachten war. Da der Euro im Vergleich zum US-Dollar deutlich hinzugewinnen konnte, werden die Heizöl-Notierungen heute stabil bis etwas leichter in den letzten Handelstag der Woche starten.
 
Aktuell stehen die November-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 56,45 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 50,70 Dollar. Der Euro kann einen Teil der Vortagesverluste wieder ausgleichen und im Vergleich zum "Greenback" auf Werte um 1,1970 US-Dollar zulegen.

Im Vorfeld des heute stattfinden Treffens von OPEC und Co., bei dem es in erster Linie um die Kontrolle der vereinbarten Förderkürzungen gehen soll, konsolidierten die Rohölpreise gestern und es gab keine größere Kursbewegungen.
Angeblich soll die Quotentreue der am Abkommen beteiligten Länder im August auf 116 Prozent gestiegen sein, was heißt, dass die Mengen wohl stärker als gefordert reduziert wurden. Dies würde von einer hohen Disziplin zeugen und stärkt die Erwartung, dass das Förderabkommen durchaus weiter verlängert oder noch ausgebaut werden könnte. Dieses Thema wird heute in Wien aber wohl noch nicht auf der Agenda stehen.
Ansonsten werden die derzeitigen geopolitischen Spannungen wieder verstärkt ein Thema am Ölmarkt. Während der Nordkorea-Konflikt nach wie vor zu eskalieren droht, braut sich im Kurden-Gebiet des Irak ein neues Problem zusammen. Hier soll es am 25. September ein Referendum über die Unabhängigkeit der Region Kurdistan geben, was die Lage im Irak und somit auch in der ganzen Region destabilisieren könnte.
Ansonsten gab es am Nachmittag relativ gute Konjunkturdaten aus den USA, wo die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung in dieser Woche von 282.000 auf 259.000 zurückgegangen ist und der Philadelphia Fed Herstellungsindex per September mit 23,8 Punkten deutlich über der Erwartung von 17,2 Punkten lag. Auch das EU Verbrauchervertrauen verbesserte sich per September von minus 2 auf minus 1,2.

Am Devisenmarkt konnte sich der Euro von den starken Verlusten des Vorabends erholen und im Vergleich zum US-Dollar wieder kräftig zulegen. Auch wenn die US-Notenbank an ihrem Plan festhalten und unter Umständen die Zinsen in diesem Jahr weiter anheben will, gibt es unter den Händlern hier nach wie vor Zweifel. Der Konflikt mit Nordkorea und das politische Chaos der Administration Trump könnten dem Ganzen im Wege stehen.

Die Heizölpreise in Deutschland werden nach diesen Vorgaben stabil, eventuell regional mit leichten Abschlägen in den heutigen Handelstag starten. Innerhalb der letzten zwei Monate sind die Notierungen um knapp 14 Prozent angestiegen und stehen derzeit auch über den Vergleichswerten der letzten beiden Jahre. Auch wenn der Ölmarkt mittlerweile wohl überkauft und eine technische Gegenreaktion fällig sein dürfte, ist ein genereller Trendwechsel nach wie vor nicht in Sicht.


21.09.2017, 08:36 Uhr
Die Ölpreise haben im gestrigen Handelsverlauf deutlich angezogen und teilweise den höchsten Stand seit vier Monaten erreicht. Da der Euro gleichzeitig an Wert verlor, werden die Heizöl-Notierungen heute leider mit kräftigen Aufschlägen in den Tag starten Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben im gestrigen Handelsverlauf deutlich angezogen und teilweise den höchsten Stand seit vier Monaten erreicht. Da der Euro im Vergleich zur Ölwährung US-Dollar fast gleichzeitig an Wert verlor, werden die Heizöl-Notierungen heute leider mit kräftigen Aufschlägen in den Tag starten.
 
Aktuell stehen die November-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 56,20 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 50,65 Dollar. Der Euro verliert im Vergleich zum "Greenback" deutlich an Wert und wird derzeit nur noch zu Kursen um 1,1885 US-Dollar gehandelt.

Noch unter dem Eindruck der bullish zu wertenden Ölbestandsdaten des American Petroleum Institutes (API), starteten die Rohölpreise gestern bereits am Vormittag mit leichten Aufschlägen, die sich bis in die Mittagsstunden auf ein deutliches Plus aufsummierten.
Preistreibend wirken die jüngsten Kommentare aus OPEC-Kreisen, wonach eine erneute Verlängerung bzw. eventuell sogar ein weiterer Ausbau der Förderkürzungen angestrebt wird und nun wohl auch die wichtigen afrikanischen Ölförderländer Libyen und Nigeria mit einbezogen werden sollen. Dies könnte dazu führen, dass die Überversorgung der letzten Jahre bald der Vergangenheit angehören wird.
Nach dem Durchbrechen technischer Widerstände gab es mit Bekanntgabe der wöchentlichen DOE-Ölbestandsdaten einen kurzen Rücksetzer, bevor die Futures weiter anzogen und schlussendlich auf Tageshoch aus dem Handel gingen.
Die DOE-Zahlen fielen auf den ersten Blick zwar bearish aus, gab es doch bei Rohöl einen deutlichen Aufbau von 4,6 Millionen Barrel. Allerdings fielen im Gegensatz die Destillat-Bestände mit minus 5,7 Millionen Fass stärker als erwartet. Außerdem sind die Zahlen durch Hurrikan Harvey nach wie vor etwas verzerrt, sodass die Händler die Daten bald wieder aus den Augen verloren.
Insgesamt bleibt die Stimmung in London und New York eindeutig bullish und der Markt will in diesen Tagen nach oben!

Am Devisenmarkt sorgte die US-Notenbank gestern für eine Überraschung, indem sie betonte, am bisherigen Plan festzuhalten, der eventuell auch noch eine weitere Zinsanhebung für dieses Jahr vorsieht. Die Markteilnehmer hatten im Vorfeld nicht mit derartigen Äußerungen gerechnet und den Euro im Vergleich zum US-Dollar nach oben gehandelt. Gestern knickte die Gemeinschaftswährung nach den Statements der Fed in Folge ein und ging mit Verlusten von gut einem Dollar-Cent aus dem Handel.

Alles andere als gute Vorgaben für den deutschen Inlandsmarkt, wo die Heizölpreise heute leider mit kräftigen Aufschlägen in den Tag starten werden. Aktuelle Berechnungen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von gut einem Cent pro Liter erwarten. Somit setzt sich der kurzfristige Aufwärtstrend leider weiter fort und derzeit stehen die Notierungen auf dem höchsten Stand seit Ende April.
20.09.2017, 08:53 Uhr
Die Ölpreise haben sich auch im gestrigen Handelsverlauf relativ stabil gezeigt und suchen weiterhin eine neue Richtung. Dank eines leicht anziehenden Eurokurses, werden die Heizöl-Notierungen heute mit leichten Abschlägen in den Handel starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich auch im gestrigen Handelsverlauf relativ stabil gezeigt und suchen weiterhin eine neue Richtung. Dank eines leicht anziehenden Eurokurses, werden die Heizöl-Notierungen heute aller Voraussicht nach mit weiteren leichten Abschlägen in den Handel starten.
 
Aktuell stehen die November-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 55,30 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 49,75 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum "Greenback" erneut gut behaupten und wird derzeit zu Kursen um 1,2010 US-Dollar gehandelt.

Wie schon am Vortag, starteten die Rohölpreise gestern wieder recht fest in den europäisch geprägten Handel, um dann am Nachmittag wieder zurückzufallen und am Abend diese Verluste wieder auszugleichen.
Bearish, also preisdrückend zu wertenden Meldungen bleiben derzeit weiterhin Mangelware, allerdings bleibt der Spielraum nach oben wohl auch begrenzt, da die US-Schieferölindustrie bei WTI-Preisen um 50 US-Dollar ihre künftig zu erwartende Produktion am Terminmarkt absichert, also verkauft.
Bullishe Nachrichten gab es wieder zuhauf. So wurde bekannt, dass beim OPEC-Meeting am kommenden Freitag, wo es u. a. um die Überwachung der Produktionskürzungen gehen wird, erstmals seit Bestehen des Förderabkommens auch Nigeria und Libyen teilnehmen werden. Dies deutet darauf hin, dass hier die geltenden Ausnahmeregelungen wohl auf dem Prüfstand stehen. Zudem ließ der irakische Ölminister im Vorfeld verlauten, dass sein Land weitere Kürzungen befürworten würde.
Alles deutet derzeit also darauf hin, dass die OPEC in Allianz mit anderen Nicht-OPEC-Ländern die Fördermengen weiter regulieren wird.
Die gestern nach Börsenschluss vermeldeten API-Ölbestandsdaten fielen ebenfalls preistreibend aus. In Summe gab es einen deutlichen Rückgang von knapp zehn Millionen Barrel, was deutlich mehr war als von den Analysten im Vorfeld prognostiziert wurde. Heute warten die Marktteilnehmer auf die einflussreicheren DOE-Zahlen, die am Nachmittag gegen 16.30 Uhr veröffentlicht werden.
 
Am Devisenmarkt konnte der Euro im Laufe des gestrigen Handels im Vergleich zum US-Dollar etwas zulegen und zweitweise die 1,20-Dollar-Marke übersteigen. Mit größeren Kurssprüngen ist aber auch heute nicht zu rechnen, warten die Marktteilnehmer doch auf das Ergebnis des heute Abend zu Ende gehenden Meetings der US-Notenbank.

Die Heizölpreise in Deutschland werden, dank der leichten Währungsgewinne, wohl auch heute mit leichten Abschlägen in den Handel starten. Aktuelle Berechnungen lassen zumindest aus morgendlicher Sicht ein Minus von bis zu 0,3 Cent pro Liter erwarten, was sich im Geldbeutel der Verbraucher kaum spürbar auswirken wird. Unabhängig von den kleinen Kursschankungen bleibt das Kaufinteresse und die Nachfrage in diesen Tagen recht hoch.
19.09.2017, 08:33 Uhr
Die Ölpreise haben im gestrigen Handelsverlauf etwas an Wert verloren, während der Euro im Vergleich zum US-Dollar zulegen konnte. In Folge werden die Heizöl-Notierungen hierzulande erfreulicherweise mit Abschlägen in den heutigen Tag starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben im gestrigen Handelsverlauf etwas an Wert verloren, während der Euro im Vergleich zum US-Dollar zulegen konnte. In Folge werden die Heizöl-Notierungen hierzulande erfreulicherweise mit Abschlägen in den heutigen Tag starten.
 
Aktuell stehen die November-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 55,40 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 49,95 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum "Greenback" erneut spürbar anziehen und wird derzeit nur noch knapp unterhalb der 1,20-Dollar-Marke gehandelt.

Gestern starteten die Rohölpreise relativ fest in den europäisch geprägten Handel, was unter anderem mit dem erneuten Rückgang der aktiven US-Bohranlagen begründet werden kann. In der vergangen Woche wurden hier nur noch 749 Einheiten gezählt und somit sieben weniger als in der Vorwoche.
Aber auch sonst bleibt die fundamentale Ausgangslage bullish, zumal wieder neue Hurrikans die Versorgungslage an der Ostküste der USA behindern.
Gestern war der Handel aber überwiegend von der Markttechnik bestimmt, fehlte es doch an neuen Markt bewegenden Nachrichten.
Als die Brentöl-Futures an der 56-Dollar-Marke scheiterten, setzten Gewinnmitnahmen ein und es gab einen deutlichen Rücksetzer um über eine US-Dollar pro Barrel. Am Abend erholte sich der Ölkomplex aber wieder, sodass schlussendlich nur ein kleines Minus übrig blieb.
Gespannt blicken die Marktteilnehmer auf die US-Ölbestandsdaten, die in dieser Woche wieder turnusmäßig am Dienstagabend nach Börsenschluss (API) und morgen Nachmittag (DOE) vermeldet werden. Zwar ist weiterhin mit gewissen Verschiebungen aufgrund der Wetterbeeinträchtigungen zu rechnen, doch dürften die Zahlen erstmals seit drei Wochen unterm Strich doch wieder eine gewisse Aussagekraft haben.
 
Auch am Devisenmarkt wird es heute und Morgen spannend, wenn sich der Offenmarktausschuss der US-Notenbank zu einer turnusmäßigen Sitzung trifft. Allgemein rechnen die Händler wohl nicht mehr damit, dass dieses Gremium in diesem Jahr noch eine Zinsanhebung beschließen wird, denn gestern konnte der Euro im Vergleich zum US-Dollar weitere Gewinne verbuchen und unternimmt nun einen weiteren Anlauf, die 1,20-Dollar-Marke nachhaltig zu überqueren.

Dank der Währungsgewinne werden die Heizöl-Notierungen hierzulande heute aller Voraussicht nach mit leichten bis moderaten Abschlägen in den Handel starten. Aktuelle Berechnungen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von rund einem halben Cent pro Liter erwarten. Nach wie vor ist die Nachfrage recht rege und die Lieferzeiten haben sich vielerorts bereits deutlich erhöht.
18.09.2017, 08:38 Uhr
Die Ölpreise aben sich auch am Freitag sehr fest gezeigt und sind mit deutlichen Aufschlägen aus dem Handel gegangen. Da der Euro etwas zulegen konnte, werden die Heizöl-Notierungen heute aber nur mit einem leichten Plus in die neue Handelswoche starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich auch am Freitag sehr fest gezeigt und sind mit deutlichen Aufschlägen aus dem Handel gegangen. Da der Euro im Vergleich zum US-Dollar etwas zulegen konnte, werden die Heizöl-Notierungen heute aber aller Voraussicht nach nur mit einem leichten Plus in die neue Handelswoche starten.
 
Aktuell stehen die November-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 55,70 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde genau 50 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum "Greenback" weitere Gewinne erzielen und wird derzeit zu Kursen um 1,1945 US-Dollar gehandelt.

Nach wie vor dominieren die "Bullen" den Ölmarkt. In der vergangenen Woche lieferten dazu die Monatsreports der OPEC und der Internationalen Energieagentur (IEA), sowie die weiter gesunkenen US-Ölbestände die entsprechenden Fundamentaldaten.
Außerdem rechnen immer mehr Marktteilnehmer damit, dass das OPEC-Förderabkommen über das erste Quartal 2018 hinaus verlängert wird und somit das Überangebot am Ölmarkt weiter abnehmen könnte.
Am Freitagabend nach Börsenschluss vermeldete das Ölservice-Unternehmen Baker Hughes zudem eine weiter gefallene Zahl der aktiven US-Bohranlagen. Diese ist in der vergangenen Woche um weitere 7 auf nunmehr 749 zurückgegangen, was allerdings auch noch an den Folgen von Hurrikan Harvey liegen könnte. Eine offensichtliche Reaktion des Marktes blieb hierzu bislang auch aus.
Ansonsten gab es am Freitag eher schwach ausgefallene Konjunkturdaten aus den USA. Die US-Einzelhandelsumsätze per August konnten mit einem Minus von 0,2 Prozent die Erwartung von plus 0,1 Prozent ebenso wenig erfüllen wie die US-Industrieproduktion, die mit einem Rückgang von 0,9 Prozent enttäsuchte. Die Kapazitätsauslastung ging dabei von 76,9 auf 76,1 Prozent zurück. Der Empire State Index und der Konjunkturerwartungsindex der Universität Michigan per September lagen hingegen leicht über den Prognosen.
 
Am Devisenmarkt konnte der Euro von den ingesamt soch recht schwachen US-Wirtschaftsindikationen profitieren, im Vergleich zum US-Dollar am Nachmittag teilweise deutlich zulegen und sogar wieder Kurs auf die 1,20-Dollar-Marke nehmen. Zu Handelsschluss wurden aber bereits wieder Gewinne mitgenommen, sodass letztendlich nur ein kleines Plus übrig blieb.

Die Heizölpreise in Deutschland stehen derzeit auf dem höchsten Stand seit knapp fünf Monaten, sind in der langfristigen Betrachtung aber nach wie vor als sehr günstig zu bezeichnen. Heute werden die Vorgaben vom Öl- und Devisenmarkt in der Eröffnung weitere leichte Aufschläge in einer Größenordnung von 0,3 bis 0,5 Cent pro Liter bringen. Ein deutlicher Rückgang ist nach wie vor leider nicht in Sicht!
15.09.2017, 08:36 Uhr
Die Ölpreise sind gestern nur mit geringen Aufschlägen aus dem Handel gegangen. Gleichzeitig konnte der Euro im Vergleich zum US-Dollar etwas zulegen, sodass die Heizöl-Notierungen wenig verändert in den letzten Handelstag der Woche starten werden. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten sind gestern nur mit geringen Aufschlägen aus dem Handel gegangen. Gleichzeitig konnte der Euro im Vergleich zum US-Dollar etwas zulegen, sodass die Heizöl-Notierungen heute nur wenig verändert in den letzten Handelstag der Woche starten werden.
 
Aktuell stehen die November-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 55,30 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 49,75 Dollar. Der Euro konnte im Vergleich zum "Greenback" verloren gegangenes Terrain zurückerobern und wird derzeit zu Kursen um 1,1910 US-Dollar gehandelt.

Noch unter dem Einfluss der bullish bewerteten DOE-Ölbestandsdaten und der Monatsreports von OPEC und IEA (Internationalen Energieagentur), in denen die Prognose zur globalen Ölnachfrage angehoben wurde, starteten die Rohölpreise gestern erneut mit deutlichen Gewinnen in den europäisch geprägten Handel.
Eher schwach ausgefallene Konjunkturdaten aus China, wo Industrieproduktion, Bauausgaben und Einzelhandelsumsätze per August teilweise deutlich unter den Erwartungen lagen, wurden dabei weitgehend ignoriert.
Nach einem kurzen Rücksetzer zum Start in den US-Handel und dem anschließenden Überschreiten der 50-Dollar-Marke bei den WTI-Futures, ging es bis zum späten Nachmittag weiter nach oben, bevor dann fast schon zu erwartende Gewinnmitnahmen einsetzten. Bis zum Handelsschluss in New York blieb am Ölkomplex dann schlussendlich nur noch ein kleines Plus übrig.
Insgesamt muss die Grundstimmung nach wie vor als bullish eingeschätzt werden. Die zuletzt deutlich gefallenen Ölbestände, die mittlerweile wieder höhere Disziplin der OPEC-Länder und die Möglichkeit, dass das Förderabkommen über das erste Quartal 2018 verlängert werden könnte, lassen derzeit wenig Spielraum nach unten.
 
Am Devisenmarkt konnte der US-Dollar nur kurzzeitig von guten US-Arbeitsmarktdaten profitieren. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung ist nämlich in dieser Woche von 298.000 auf 284.000 zurückgegangen und auch die Verbraucherpreisindex per August lag mit 1,9 Prozent knapp oberhalb der Schätzung. Jedoch belasten den "Greenback" weiterhin die Spannungen mit Nordkorea, sodass der Euro im Vergleich zum Dollar schlussendlich leicht hinzugewinnen konnte.

Insgesamt als recht stabile Vorgaben für den deutschen Inlandsmarkt, wo die Heizölpreise mittlerweile auf den höchsten Stand seit Mitte/Ende April geklettert sind. Trotzdem können Ölheizer in der langfristigen Betrachtung der Preisentwicklung nach wie vor zufrieden sein. Heute starten die Notierungen, bei weiterhin recht reger Nachfrage, kaum verändert in den Tag.
14.09.2017, 08:53 Uhr
Die Ölpreise sind gestern mit weiteren Aufschlägen aus dem Handel gegangen. Gleichzeitig verlor auch der Euro deutlich an Wert, sodass die Heizöl-Notierungen hierzulande leider mit kräftigen Aufschlägen in den heutigen Tag starten werden. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten sind gestern mit weiteren Aufschlägen aus dem Handel gegangen. Gleichzeitig verlor auch der Euro im Vergleich zur "Ölwährung" US-Dollar deutlich an Wert, sodass die Heizöl-Notierungen hierzulande leider mit kräftigen Aufschlägen in den heutigen Tag starten werden.
 
Aktuell stehen die November-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei knapp 55 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 49,15 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum Dollar deutlich zurück und wird derzeit nur noch zu Kursen um 1,1880 US-Dollar gehandelt.

Nach den bullish zu wertenden Monatsreport der OPEC und den stärker als erwartet gefallenen API-Ölbestandsdaten, starteten die Rohölpreise mit weiteren leichten Aufschlägen in den europäisch geprägten Handel.
Einen ersten deutlicheren Schub gab es dann nach Veröffentlichung des Monatsreports der Internationalen Energieagentur (IEA). Darin wurde die Prognose zur globalen Ölnachfrage für dieses Jahr erneut leicht um 100.000 Barrel pro Tag angehoben. Außerdem stellte man fest, dass die Ölproduktion der OPEC im August zurückgegangen ist und die OECD-Bestände per Juli, die erfahrungsgemäß um diese Zeit steigen, konstant geblieben sind. Diese lägen derzeit nur noch 190 Mio. Barrel über dem 5-Jahresschnitt.
Eine zweite Kaufwelle setzte dann ein, als das Department of Energy (DOE) ihre Version der wöchentlichen US-Ölbestandsdaten veröffentlichte. Hier gab es einen Abbau von in Summe 5,7 Millionen Barrel. Die Rohöl-Vorräte stiegen zwar mit 5,9 Mio. Fass etwas stärker als erwartet, dafür fielen aber Produktbestände um 11,6 Millinen Barrel zurück.
Auch wenn die Zahlen aufgrund der Verwerfungen durch Hurrikan Harvey derzeit mit Vorsicht zu genießen sind, wurden sie von den Marktteilnehmern eindeutig bullish gewertet.
Entsprechend ging es mit den Öl-Futures bis Handelsschluss in New York weiter nach oben, sodass derzeit der höchste Stand seit Mitte April erreicht ist.
 
Am Devisenmarkt startete der Euro im Vergleich zum US-Dollar mit leichten Gewinnen und nahm wieder vorsichtig Kurs auf die 1,20-Dollar-Marke. Mit einsetzendem US-Handel konnte der "Greenback" aber zulegen und nach dem Durchbrechen technischer Widerstände, standen für die Gemeinschaftswährung plötzlich massive Verluste an den Kurstafeln.

Alles andere als gute Vorgaben für den deutschen Inlandsmarkt, wo die Heizölpreise heute leider kräftig anziehen werden. Aktuelle Berechnungen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von einem bis eineinhalb Cent pro Liter erwarten. Die Aussichten auf fallende Notierungen im Herbst haben sich weiter eingetrübt und daher sollten Bestellungen nicht mehr auf die lange Bank geschoben werden.
13.09.2017, 08:45 Uhr
Die Ölpreise haben im gestrigen Handelsverlauf wieder ins Plus gedreht und sind mit leichten Gewinnen aus dem Handel gegangen. Bei wenig veränderten Wechselkursen werden die Heizöl-Notierungen heute aber wohl kaum verändert in den Tag starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben im gestrigen Handelsverlauf wieder ins Plus gedreht und sind mit leichten Gewinnen aus dem Handel gegangen. Bei wenig veränderten Wechselkursen werden die Heizöl-Notierungen heute aber voraussichtlich kaum verändert in den Tag starten.
 
Aktuell stehen die November-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 54,15 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 48,25 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum "Greenback" gut behaupten und wird derzeit zu Kursen um 1,1980 US-Dollar gehandelt.

Gestern starteten die Rohölpreise mit leichten Verlusten in den europäisch geprägten Handel, was wohl an der allgemeinen Marktberuhigung, nach der extremen Beeinträchtigung durch die Hurrikans "Harvey" und "Irma", lag.
Im Vorfeld der Monatsreports von OPEC und EIA zogen die Futures aber bereits am Vormittag wieder deutlich an. Anscheinend haben die Trader vorhergesehen, dass die OPEC darin ihre Prognose zur globalen Ölnachfrage für dieses und nächstes Jahr spürbar um 0,28 bzw. 0,35 Millionen Barrel auf nun 96,77 bzw. 98,12 Mio. Barrel pro Tag angehoben hat. Gleichzeitig wurde die Produktionsprognose der Nicht-OPEC-Länder für 2018 leicht abgesenkt, sodass der Bericht insgesamt bullish zu werten war.
Die Statistikabteilung des US-Energieministeriums (EIA) sieht hingegen eine leicht rückläufige Nachfrage, belässt ihre Preisprognose aber unverändert und somit wurde der Report insgesamt eher neutral eingestuft.
Dies gilt auch für die wöchentlichen US-Ölbestandsdaten des American Petroleum Institute (API). Hier gab es wie erwartet zwar einen deutlichen Aufbau von 6,2 Mio. Barrel bei den Rohöl-Vorräten, dafür aber einen starken Rückgang von 9,7 Mio. Fass bei den Produkten. Vor allem die Benzin-Bestände sind aufgrund der Raffinerieausfälle kräftig um 7,9 Mio. Barrel zurückgegangen.
Nach neuesten Erkenntnissen sind laut dem US-Energieministerium (DOE) noch immer 15 Prozent der US-Raffineriekapazität außer Betrieb.
 
Relativ ruhig verlief der Handel am Devisenmarkt, wo sich der Euro im Vergleich zum US-Dollar, nach dem Rückfall unter die 1,20-Dollar-Marke, wieder etwas erholen konnte. Heute Morgen wird die Gemeinschaftswährung vom deutschen Verbraucherpreisindex etwas gestützt, denn dieser stieg per August um 1,8 Prozent. Im Vormonat betrug die Teuerungsrate lediglich 1,7 Prozent.

Relativ stabile Vorgaben also für den deutschen Inlandsmarkt, wo die Heizöl-Notierungen heute stabil bis leicht nachgebend in den Tag starten werden. Aktuelle Berechnungen lassen aus morgendlicher Sicht ein leichtes Minus von bis zu 0,3 Cent pro Liter erwarten. Der "Altweibersommer" scheint in diesem Jahr auszufallen und so bleibt die Nachfrage weiterhin auf einem recht hohen Niveau.
12.09.2017, 08:26 Uhr
Die Ölpreise haben auch im Laufe des gestrigen Handels leicht nachgegeben, wie auch der Euro, der im Vergleich zum US-Dollar wieder unter die 1,20-Dollar-Marke gerutscht ist. Die Heizöl-Notierungen starten mit weiteren leichten Verlusten in den Tag. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben auch im Laufe des gestrigen Handels leicht nachgegeben, wie auch der Euro, der im Vergleich zum US-Dollar wieder unter die 1,20-Dollar-Marke gerutscht ist. Die Heizöl-Notierungen starten ebenfalls mit weiteren leichten Verlusten in den heutigen Tag.
 
Aktuell stehen die November-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei gut 53,75 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 48 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum "Greenback" auf Werte um 1,1960 US-Dollar zurück.

Die Themen am Ölmarkt ändern sich langsam wieder. Vorerst bedroht kein weiterer Hurrikan die Ölanlagen im Golf von Mexiko und die Auswirkungen von "Harvey" und "Irma" sollten in den nächsten Tagen nach und nach weiter an Einfluss verlieren.
Die Produktpreise sind aufgrund von "Harvey" zuletzt ja deutlich stärker gestiegen als die Rohölpreise, da hier vorrangig die Ölverarbeitung betroffen war. Dies kehrt sich jetzt wieder langsam um. Während sich die Rohöl-Futures weiterhin recht stabil zeigen, geben die Gasölpreise und Benzin-Notierungen weiter nach.
"Irma" hatte ja weitaus geringeren unmittelbaren Einfluss auf den Ölmarkt, dürfte aber die Nachfrage im Krisengebiet deutlich abschwächen. Ob hier gleich von einem "bearishem Shock" gesprochen werden muss, wie dies gestern die Analysten von Goldman Sachs getan haben, sei dahingestellt.
In dieser Woche werden die US-Ölbestandsdaten auf jeden Fall nochmals deutlich verfälscht sein und somit erneut wenig Aussagekraft haben. Umso mehr dürften sich die Händler auf die Monatsreport von EIA (Energie Information Administration), OPEC und IEA (Internationale Energieagentur) konzentrieren, wo der Fokus ja auf mittel- und langfristige Entwicklungen am Ölmarkt liegt.
 
Am Devisenmarkt läuft es nicht so, wie die "Euro-Bullen" das gerne haben würden. Immer wieder möchte man den europäischen Währungshütern ein baldiges Ende der expansiven Geldpolitik in den Mund legen, doch die Realität sieht offenbar anders aus. EZB-Mitglied Coeure ließ gestern jedenfalls verlauten, dass man dem starken Euro entgegenwirken werde und so fiel die Gemeinschaftswährung wieder deutlich unter die 1,20-Dollar-Marke zurück.

Die Heizölpreise in Deutschland werden heute trotz der Währungsverluste wieder mit leichten Abschlägen in den Handel starten. Aktuelle Berechnungen lassen ein Minus in einer Größenordnung von 0,2 bis 0,4 Cent pro Liter erwarten. Die Nachfrage bleibt auf hohem Niveau, was sich mit der in diesem Jahr doch relativ früh beginnenden Heizsaison begründen lässt. Aber auch die Aussichten auf deutlich fallende Notierungen sind nicht besonders gut!