Die Ölpreise haben sich gestern weiter stabilisiert, was aber wohl eher vorübergehender Natur sein dürfte. Bei den Heizöl-Notierungen hat sich der Seitwärtstrend der letzten Tage und Wochen fortgesetzt.
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Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich gestern weiter stabilisiert, was aber wohl eher vorübergehender Natur sein dürfte. Bei den Heizöl-Notierungen hat sich der Seitwärtstrend der letzten Tage und Wochen fortgesetzt, aber auch hier muss jederzeit mit wieder stärkeren Kursbewegungen gerechnet werden.
Aktuell stehen die Mai-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 100,50 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung April kostet zur Stunde 1245 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum Dollar gut behaupten und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1580 Dollar gehandelt.
Die Hoffnung auf baldige Gespräche im Iran-Krieg hat die Rohölpreise gestern weiter stabilisiert.
Doch die Zeit drängt und mit jedem Tag an dem die Straße von Hormus für den Schiffsverkehr gesperrt bleibt und sich keine Lösung des Problems abzeichnet, erhöht sich auch die Wahrscheinlichkeit bald wieder deutlich steigender Ölpreise.
Das weiß natürlich auch die US-Regierung und so ist zu erwarten, dass die diplomatischen Bemühungen im Hintergrund hoch bleiben und auch weitere militärische Aktionen in Vorbereitung sind. Gestern wurde ein 15-Punkte-Plan zur Beendigung des Krieges vorgelegt, das dem Gegner über den Vermittler Pakistan übermittelt werden soll.
Der Iran hat unterdessen wohl die Bedingungen für die Meerenge von Hormus gelockert und will Schiffen von Ländern, die dem Mullah-Regime nicht feindlich gestimmt sind, freie Durchfahrt gewähren. Dies hat sich gestern ebenfalls stabilisierend auf den Ölmarkt ausgewirkt.
Dass es sich zumindest in Europa und in Nordamerika bislang nur um eine Preis- und noch um keine Versorgungskrise handelt, verdeutlichten gestern wieder die US-Ölbestandsdaten des American Petroleum Institute (API), die wie üblich am Dienstagabend nach Börsenschluss vermeldet wurden und Zuwächse über alle Produktbereiche auswiesen. Heute am Nachmittag folgen die Zahlen des Department of Energy (DOE).
Am Devisenmarkt konnte der Euro ebenfalls von der Hoffnung auf Verhandlungen im Iran-Krieg profitieren und im Vergleich zum Greenbach weiter leicht hinzugewinnen. Sollte es keine Gespräche geben, dürfte aber auch der Dollar als Krisenwährung bald wieder stärker gesucht sein.
Die Heizölpreise hierzulande haben sich gestern weiter stabilisiert und den Seitwärtstrend der letzten Wochen fortgesetzt. Die Schwankungsanfälligkeit dürfte allerdings in den nächsten Tagen weiter hoch bleiben. Nach wie vor halten sich Ölheizer mit Käufen stark zurück, was absolut verständlich ist. Wenn, dann werden nur geringe Mengen geordert, um kurzfristige Bedarfe zu decken und/oder Zeit zu gewinnen. Dass die Notierungen noch vor Beginn der nächsten Heizperiode wieder deutlich fallen werden, ist durchaus im Bereich des Möglichen, aber sicherlich auch nicht selbstverständlich. Man sollte als Besitzer einer Ölheizung auf jeden Fall am Ball bleiben.
Die Ölpreise sind gestern zunächst weiter angestiegen, mit der Meldung über Verhandlungen ging es dann aber rasant abwärts. Bei den Heizöl-Notierungen kam dies bislang nur sehr gedämpft an.
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Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten sind gestern zunächst weiter angestiegen, mit der Meldung über Verhandlungen im Iran-Krieg ging es dann aber in den Mittagsstunden rasant abwärts. Bei den Heizöl-Notierungen kam dies bislang nur sehr gedämpft an.
Aktuell stehen die Mai-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 102 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung April kostet zur Stunde 1290 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum Dollar Gewinne verbuchen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1580 Dollar gehandelt.
US-Präsident Trump vermag es immer noch die Börsen zu bewegen und man möchte hoffen, dass dies zumindest aktuell seine Berechtigung hat.
Denn angeblich soll es nun erste Gespräche mit dem Iran und dabei eine Annäherung gegeben haben. Die am Samstag angedrohte Zerstörung von Energieanlagen wurde kurzerhand verschoben und das Ultimatum um fünf Tage verlängert.
Die Rohölpreise, die am Vormittag zunächst weiter angestiegen waren, stürzten nach dem Trump-Tweet innerhalb von wenigen Minuten um über 10 Dollar pro Barrel ab, um sich dann in etwa bei 100 Dollar pro Barrel (Brent) zu fangen.
Seitens des Irans blieb eine Bestätigung über Gespräche oder Verhandlungen bislang allerdings aus und so dürfte die Lage am Ölmarkt auch in den nächsten Stunden und wohl auch Tagen sehr fragil bleiben, zumal die iranische Nachrichtenagentur Fars heute morgen von zwei Angriffen auf Energieanlagen berichtet hat.
Aufgrund der Ereignisse im Nahen Osten ist der Krieg zwischen Russland und der Ukraine in letzter Zeit deutlich in den Hintergrund gerückt. Gestern sorgte die Meldung über einen Brand am wichtigen russischen Umschlaghafen Primorsk aber zumindest vorübergehend für zusätzlichen Auftrieb am Ölmarkt.
Die Entwicklung der Ölpreise wird aber natürlich auch weiterhin maßgeblich vom Krieg in Nahost abhängig sein und dabei wohl immer weniger von Worten, also von Ereignissen bzw. tatsächlichen Begebenheiten.
Am Devisenmarkt konnte auch der Euro von der Hoffnung auf Verhandlungen im Iran-Krieg profitieren und im Vergleich zur Ölwährung US-Dollar wieder etwas zulegen. Die US-Währung war zuletzt als Krisenwährung stark gesucht, obwohl die Zinsaussichten eher den Euro stützen sollte.
Die Heizölpreise haben sich von den Turbulenzen an den internationalen Ölmärkten zuletzt eher unbeeindruckt gezeigt und sich ein wenig vom Börsengeschehen und der Nachrichtenlage abgekoppelt. Heute könnte es unter Umständen etwas nach unten gehen, ohne dass aber größere Sprünge zu erwarten sind. Tanklager und Handel fahren weiterhin mit hohen Risikoprämien auf Sicht und solange die Straße von Hormus nicht wieder frei befahrbar sein wird, dürfte sich daran auch wenig ändern.
Die Ölpreise haben sich zuletzt weiter verteuert und starten heute Morgen mit weiteren Aufschlägen in die neue Handelswoche. In Folge bleiben auch die Heizöl-Notierungen hierzulande auf dem höchsten Niveau seit dem Kriegsbeginn in der Ukraine.
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Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich zuletzt weiter verteuert und starten heute Morgen mit weiteren Aufschlägen in die neue Handelswoche. In Folge bleiben auch die Heizöl-Notierungen hierzulande auf dem höchsten Niveau seit dem Kriegsbeginn in der Ukraine.
Aktuell stehen die Mai-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 113 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung April kostet zur Stunde 1390 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum Dollar wieder zurück und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1520 Dollar gehandelt.
Der Krieg im Nahen Osten geht in die vierte Woche und nach wie vor bleibt die für die globale Wirtschaft so wichtige Straße von Hormus für die meisten Öltanker nicht passierbar.
US-Präsident Trump hat dem Iran am Samstag ein Ultimatum gestellt, die Meerenge binnen 48 Stunden wieder freizugeben. Im Falle der Nichtbeachtung würden Angriffe auf Kraftwerke erfolgen. Der iranische Außenminister Araghchi bestritt dazu gestern, dass die Straße von Hormus gesperrt sei und lenkte das Thema auf die fehlenden Versicherungen für die Reedereien. Gleichzeitig droht das Regime mit Gegenmaßnahmen und weiteren Anschlägen.
Militärexperten sind sich weiterhin unklar darüber, welches Potenzial im Waffenarsenal des Irans noch steckt, zumal erst vor kurzem völlig unerwartet ein Raketenangriff auf die Militärbasis auf Diego Garcia, einem us-britischen Stützpunkt in 4.000 km Entfernung, ausgeführt wurde.
Nach wie vor ist auch keine klare Strategie der US-Regierung erkennbar und die Drohungen heizen die Ölpreise eher weiter an. Der Markt ist und bleibt nervös, da das Ultimatum heute auslaufen wird und in Folge eine neue Eskalationsstufe erreicht werden könnte.
Die von Trump angekündigte vorübergehende Lockerung der Sanktionen gegen den Iran hat sich bislang nicht auf den Ölmarkt ausgewirkt und dabei eher Kopfschütteln bzw. Unverständnis hervorgerufen.
Am Devisenmarkt ist der Euro im Vergleich zum US-Dollar wieder unter Druck geraten, nachdem die Aussichten auf baldige Zinserhöhungen durch die Europäische Zentralbank (EZB) unsere Gemeinschaftswährung vorübergehend etwas gestützt haben. Zum Wochenstart dominieren wieder die aktuellen Nachrichten zum Krieg und der Dollar ist als Krisenwährung gesucht.
Die Heizölpreise hierzulande starten mit leichten Aufschlägen in die neue Handelswoche und bleiben somit auf dem höchsten Stand seit der Energiekrise 2022. Weiterhin halten sich Ölheizer mit Käufen stark zurück, was den physischen Markt entspannt hält. Ware ist jederzeit noch gut und ausreichend verfügbar, es ist derzeit also eine reine Preiskrise. Ob daraus noch eine Versorgungskrise werden wird, ist weiterhin schwer abschätzbar und hängt natürlich von der weiteren Entwicklung im Nahen Osten ab.
20.03.2026, 08:30 Uhr
Die Ölpreise haben gestern nach einem erneuten Sprung nach oben bereits am Vormittag wieder die Richtung gewechselt und im weiteren Verlauf deutlich nachgeben. Bei den Heizöl-Notierungen deutet sich bislang keine gravierende Änderung an.
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Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern nach einem erneuten Sprung nach oben bereits am Vormittag wieder die Richtung gewechselt und im weiteren Verlauf deutlich nachgeben. Bei den Heizöl-Notierungen deutet sich bislang keine gravierende Änderung an.
Aktuell stehen die Mai-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 108,50 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung April kostet zur Stunde 1337 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum Dollar deutlich an Wert gewinnen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1560 Dollar gehandelt.
Der Krieg im Nahen Osten hat mit den gegenseitigen Angriffen auf Öl- und Gasanlagen und deren Infrastruktur zweifelsohne eine neue Eskalationsstufe erreicht und die Rohölpreise gestern in der Spitze bis auf knapp 120 Dollar pro Barrel ansteigen lassen.
Im weiteren Tagesverlauf gaben die Futures dann aber schnell wieder nach, was im Wesentlichen auf Äußerungen des israelischen Ministerpräsidenten Netanjahu zurückzuführen ist, der wohl keine weiteren Angriffe auf Energieanlagen anordnen will und gleichzeitig ein baldiges Kriegsende in Aussicht gestellt hat. Ob dies von seinem Kollegen Trump so ins Ohr geflüstert wurde, oder dies tatsächlich der Fall sein könnte, lässt sich schwer beurteilen. Der Ölmarkt glaubt anscheinend den Äußerungen des israelischen Machthabers.
Zudem nährt ein Statement von US-Finanzminister Scott Bessent, der es als wahrscheinlich erachtet, dass das iranische Regime bald von innen heraus kollabieren wird, die Hoffnung auf baldigen Frieden in der Region.
Die EU-Staaten haben sich währenddessen gemeinsam mit Japan und Kanada bereit erklärt, sich an geeigneten Maßnahmen zur Sicherung der Schifffahrt durch die Straßen von Hormus zu beteiligen und damit zur Stabilisierung der Energiemärkte beizutragen. Obwohl dies natürlich sehr schwammig formuliert ist, nimmt diese Haltung etwas Brisanz aus der angespannten Lage zwischen den USA und anderen westlichen Verbündeten.
All das ist natürlich nur wieder eine Momentaufnahme und neue Angriffe auf die Öl- und Gasinfrastruktur könnten die Ölpreise schon bald wieder auf neue Höchststände treiben.
Am Devisenmarkt konnte der Euro im Vergleich zur Ölwährung US-Dollar gestern deutlich zulegen. Die Europäische Zentralbank hat den Leitzins zwar vorerst nicht verändert, erwartet aufgrund des Iran-Kriegs aber eine deutlich steigende Inflation und der Markt in Folge bald steigende Zinsen im Euroraum. Entsprechend war unsere Gemeinschaftswährung gestern gesucht.
Die Heizölpreise haben sich in den letzten Tagen etwas vom Börsengeschehen abgekoppelt und die Kursfindung wird derzeit verstärkt durch regionale Angebote und Nachfrage bestimmt. So gab es gestern nur eine stark abgemilderte Reaktion auf den rasanten Anstieg der internationalen Öl-Futures. Dafür deutete sich heute aus morgendlicher Sicht bislang auch noch keine gravierende Änderung nach unten ab. Wie die internationalen Ölpreise werden auch die heimischen Heizölpreise in nächster Zeit sehr schwankungsanfällig bleiben.
19.03.2026, 08:23 Uhr
Die Ölpreise haben gestern einen Sprung nach oben gemacht als vermeldet wurde, dass es einen Angriff auf das größte Gasfeld der Golf-Region gegeben hat. In Folge steigen auch die Gasöl- und hierzulande auch die Heizöl-Notierungen weiter an.
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Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern einen kräftigen Sprung nach oben gemacht als vermeldet wurde, dass es einen Angriff auf das größte Gasfeld der Golf-Region und der gesamten Welt gegeben hat. In Folge steigen auch die Gasöl- und hierzulande auch die Heizöl-Notierungen weiter deutlich an.
Aktuell stehen die Mai-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 113 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung April kostet zur Stunde 1343 Dollar. Der Euro fällt im im Vergleich zum Dollar wieder zurück und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1460 Dollar gehandelt.
Die internationalen Öl- und Gaspreise sind gestern mit dem Einschlag von Raketen im iranischen Gasfeld South Pars, das gemeinsam vom Iran und von Katar betrieben wird, förmlich mit explodiert. Der Angriff wurde von Israel ausgeführt, ohne dass Verbündete davon in Kenntnis gesetzt wurden. Entsprechend gab es scharfe Kritik, auch und vor allem auch von den USA.
In Reaktion hat der Iran mittlerweile zahlreiche Vergeltungsschläge gegen Öl- und Gasanlagen in der gesamten Golf-Region ausgeführt, wodurch der Krieg eine neue Eskalationsstufe erreicht hat. Während die Blockade der Meerenge von Hormus wohl eher von vorübergehender Natur ist, haben Angriffe auf Öl- und Gasanlagen mittel- und langfristige Auswirkungen auf die globale Energieversorgung.
Entsprechend wird von verschiedenen Seiten ein sofortiges Ende der Angriffe und Kampfhandlungen gefordert. Vor allem das weitere Vorgehen des nicht gerade für Besonnenheit bekannten US-Präsidenten Trump wird mit Sorge gesehen und auch der israelische Ministerpräsident Netanyahu scheint außer Kontrolle geraten zu sein. Nach erneuten Tötungen einiger wichtigen Führungspersonen ist auch vom iranischen Regime wohl kein Entgegenkommen oder gar eine Verhandlungsbereitschaft zu erwarten.
Alle anderen Meldungen spielen am Ölmarkt derzeit weiterhin eine stark untergeordnete Rolle. Die gestern veröffentlichten DOE-Ölbestandsdaten fielen im Großen und Ganzen neutral aus, hatten aber so gut wie keinen Einfluss auf die Ölpreise.
Am Devisenmarkt war der US-Dollar gestern als Krisenwährung wieder verstärkt gefragt. Außerdem hat die US-Notenbank die Zinsen gestern unverändert belassen und nach Einschätzung der meisten Marktexperten wohl auch nicht mehr vor, diese in diesem Jahr zu lockern. Auch das stützte den Greenback und im Gegenzug ging es mit dem Euro nach unten.
Die Heizölpreise werden nach diesen Vorgaben heute leider weiter ansteigen. Wie hoch die Aufschläge tatsächlich ausfallen werden ist derzeit kaum absehbar. Es muss aber mit einem Plus in einer Größenordnung von fünf bis zehn Cent pro Liter gerechnet werden. Zugleich wird die Volatilität, also die Schwankungsanfälligkeit der Notierungen, wieder deutlich ansteigen. Die Nachfrage bleibt dabei auf einem sehr niedrigen Niveau und Ölheizer bestellen derzeit nur, was auch wirklich gebraucht wird.
18.03.2026, 08:08 Uhr
Die Ölpreise haben sich gestern uneinheitlich entwickelt und starten heute Morgen über alle Produktbereiche schwächer. In Folge könnte es zum Start auch bei den Heizöl-Notierungen zu leichten Abschlägen kommen.
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Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich gestern uneinheitlich entwickelt und starten heute Morgen über alle Produktbereiche schwächer. In Folge könnte es zum Start auch bei den Heizöl-Notierungen zu leichten Abschlägen kommen.
Aktuell stehen die Mai-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 101,50 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung April kostet zur Stunde 1167 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum Dollar weiter verbessern und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1540 Dollar gehandelt.
Die Rohölpreise scheinen sich in der dritten Woche des Iran-Krieges auf ein Niveau um rund 100 Dollar pro Fass einzupendeln und die Schwankungsbreite nimmt dabei weiter etwas ab.
Die Fronten im Krieg sind aber nach wie vor verhärtet. Gestern wurde die Tötung des iranischen Sicherheitschefs Ali Larijani vermeldet, was den Kampfgeist des Mullah-Regimes zumindest kurzzeitig weiter erhöhen könnte.
Um das Problem der Blockade der Straße von Hormus in den Griff zu bekommen, setzt die USA nun panzerbrechende Munition ein, die iranische Stellungen in der angrenzenden Region zerstören sollen. Ob und wann es einen Begleitschutz für Transporte durch die Meerenge geben wird, ist nach wie vor offen und mittlerweile ein großer Streitpunkt zwischen der US-Regierung und anderen Nato-Staaten.
Etwas Entlastung brachte gestern die Meldung, dass über die wichtige Kirkuk-Ceyhan-Pipeline wieder verstärkt Ölexporte aus dem Kurdengebiet des Irak an den türkischen Mittelmeerhafen Ceyhan erfolgen sollen. Hier gab es in den letzten Jahren große Streitigkeiten zwischen den Irak und der Türkei bezüglich Einnahmen und Zuständigkeiten. Bei Vollauslastung beträgt die Kapazität der Ölleitung über 400.000 Barrel pro Tag.
Die gestern Abend nach Börsenschluss vermeldeten API-Ölbestandsdaten fielen ebenfalls preisdrückend aus. Vor allem der deutliche Zuwachs bei Rohöl überraschte die Händler, die heute auf die wesentlich umfang- und einflussreicheren DOE-Zahlen warten.
Am Devisenmarkt konnte der Euro im Vergleich zum US-Dollar im Vorfeld der heute Abend stattfindenden Sitzung der Federal Reserve weiter an Boden gutmachen und sich wieder deutlich oberhalb der 1,15-Dollar-Marke etablieren. Angesichts des zu erwartenden steigenden Inflationsdrucks dürften ursprünglich erwartete weitere Zinssenkungen wohl vorerst vom Tisch sein.
Auch die Heizölpreise hierzulande haben sich in den letzten Tagen weiter stabilisiert und starten heute erneut wenig verändert bis etwas leichter in den Tag. Die Nachfrage bleibt weiter auf einem extrem niedrigen Niveau, sodass es auch bei Diesel wohl zu keinen Versorgungsengpässen kommen sollte. Beide Produkte werden aus Gasöl hergestellt und unterscheiden sich im Wesentlichen durch eine unterschiedliche Besteuerung. Wer mit seinem Vorrat nicht über die Heizperiode kommt, sollte nur eine kleine Menge bestellen.
17.03.2026, 08:36 Uhr
Die Ölpreise haben gestern nach anfänglichen Gewinnen ins Minus gedreht und sind auf Tagestief aus dem Handel gegangen. Heute Morgen geht es aber schon wieder steil bergauf, sodass in Folge auch die Heizöl-Notierungen mit Aufschlägen starten.
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Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern nach anfänglichen Gewinnen ins Minus gedreht und sind auf Tagesstief aus dem Handel gegangen. Heute Morgen geht es mit den Futures aber schon wieder steil bergauf, sodass in Folge auch die Heizöl-Notierungen aller Voraussicht nach mit Aufschlägen starten.
Aktuell stehen die Mai-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 103,50 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung April kostet zur Stunde 1170 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum Dollar etwas erholen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1470 Dollar gehandelt.
Der Nahost-Krieg setzt sich auch in der dritten Woche mit unverminderter Härte fort und in der Golf-Region gibt es dabei immer wieder iranische Angriffe auf Öl- und Gasanlagen.
Nachdem der wichtige Ölhafen Fudschaira in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), über den Öl auch unabhängig der Meerenge von Hormus exportiert werden kann, unter Drohnenbeschuss geraten ist, musste auch der Produktionsbetrieb am Erdgas-Feld Shah vorübergehend eingestellt werden. Auch im Irak soll das Ölfeld Majnoon angegriffen worden sein.
Teheran will dadurch den Druck vor allem auf die USA erhöhen bzw. aufrecht erhalten, die derzeit zweifelsohne alles andere als souverän agieren. Der Forderung von Präsident Trump nach Unterstützung zur Öffnung der Straße von Hormus wurde seitens der Europäischen Union, aber unter anderem auch von Japan und Australien eine Absage erteilt.
Preisdrückend wirkte gestern die Meldung, dass asiatische Mitgliedsländer der Internationalen Energieagentur (IEA) strategischen Ölreserven freigeben haben und auch Berichte, wonach immer wieder Tankschiffe den Persischen Golf in Richtung Asien verlassen.
Alle anderen Themen spielen am Ölmarkt derzeit eine eher untergeordnete Rolle, so auch die heute und morgen zur Veröffentlichung anstehenden US-Ölbestandsdaten.
Am Devisenmarkt wird die morgen stattfindende Sitzung der US-Notenbank allerdings von großer Wichtigkeit sein. Vor allem der Zinsausblick von Jerome Powell könnte für Bewegung sorgen. Gestern konnte sich der Euro im Vergleich zur Ölwährung US-Dollar etwas von den Verlusten der Vortage erholen und zeitweise wieder über die 1,15-Dollar-Marke klettern.
Die Heizölpreise werden heute aller Voraussicht nach weiter ansteigen. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen ein Plus in einer Größenordnung von zwei bis fünf Cent erwarten, was zeigt, wie schwankungsanfällig der Markt ist und welche großen regionalen Unterschiede es derzeit gibt. Nach wie vor gilt unser Rat, falls Bedarf besteht, nur eine Teilmenge zu bestellen um sich somit Luft bzw. Zeit bis zur nächste Heizperiode zu verschaffen.
16.03.2026, 08:47 Uhr
Die Ölpreise sind höher in die neue Handelswoche gestartet, nachdem sich weiter kein Ende des Krieges im Nahen Osten abzeichnet. In Folge bleiben auch die Heizöl-Notierungen hoch und heute sind bislang weitere Aufschläge zu beobachten.
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Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten sind mit einem deutlichen Plus in die neue Handelswoche gestartet, nachdem sich weiter kein Ende des Krieges im Nahen Osten abzeichnet. In Folge bleiben auch die Heizöl-Notierungen hoch und heute sind bislang weitere kräftige Aufschläge zu beobachten.
Aktuell stehen die Mai-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei knapp 106 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung April kostet zur Stunde 1175 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum Dollar immer weiter zurück und wird heute Morgen nur noch zu Kursen um 1,1430 Dollar gehandelt.
Der Krieg im Nahen Osten befindet sich nun schon in der dritten Woche und die Kämpfe gehen mit unverminderter Härte weiter. Eine diplomatische Lösung oder eine Kapitulation des Iran scheint in weiter Ferne zu sein.
Dabei werden die Fragen nicht weniger und auch nicht einfacher. Wie soll die schon so oft in Gespräch gebrachte Absicherung von Transporten durch die Straße von Hormus bewerkstelligt werden? US-Präsident Trump hat hier andere Länder zur Hilfe aufgerufen und argumentiert, dass eine stabile Ölversorgung auch im Interesse aller ist. Vergessen hat er dabei aber wohl, dass es nicht im Interesse anderer Länder war, dass die USA gemeinsam mit Israel den Iran angreifen. Entsprechend zurückhalten fielen bisher die Reaktion aus.
Was soll mit der für den Iran wohl lebenswichtigen Insel Kharg passieren, die übers Wochenende von den USA angegriffen wurde? Trump lässt verlauten, dass die Ölanlagen "aus Anstand" nicht zerstört worden sind. Fakt ist, dass dies die Ölpreise kurz- und wohl auch mittelfristig weiter nach oben getrieben hätte, da dadurch am Markt dauerhaft rund zwei Millionen Barrel pro Tag fehlen würden.
Eine weitere wichtige Frage ist zudem, ob der Iran Ausnahmen für den Öltransport durch die Straße von Hormus zulassen wird. Angeblich verhandelt die indische Regierung derzeit mit dem iranischen Regime über dieses Thema. Unabhängig davon ist es wohl so, dass es bereits jetzt immer wieder Durchfahrten gibt. Entscheidend dabei ist, unter welcher Flagge die Schiffe unterwegs sind und welches Ziel diese ansteuern.
Am Devisenmarkt ist der Euro im Vergleich zum US-Dollar auf den niedrigsten Stand seit August letzten Jahres gefallen. Die stark gestiegenen Öl- und Gaspreise haben die Dollar-Nachfrage erhöht, ebenso die Tatsache, dass die US-Währung immer noch als "sicherer Hafen" in Krisenzeiten gesucht ist.
Die Heizölpreise hierzulande nehmen zum Wochenstart leider wieder Fahrt auf. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen Aufschläge in einer Größenordnung von drei bis fünf Cent pro Liter erwarten, was aber wieder nur eine Momentaufnahme ist. Je nach Nachrichtenlage kann sich die Tendenz jederzeit verstärken oder es aber einen schnellen Richtungswechsel geben. Die Ölheizer halten sich mit Bestellungen weiter stark zurück und leisten so einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung der Versorgungslage im Inland.
13.03.2026, 08:25 Uhr
Die Ölpreise haben gestern wieder eine regelrechte Zick-Zack-Bewegung hingelegt und sind mit deutlichen Aufschlägen aus den Handel gegangen. Heute Morgen fallen die Futures im asiatisch geprägten Handel bislang aber leicht zurück.
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Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern wieder eine regelrechte Zick-Zack-Bewegung hingelegt und sind mit deutlichen Aufschlägen aus den Handel gegangen. Heute Morgen fallen die Futures im asiatisch geprägten Handel bislang aber leicht zurück, sodass die Heizöl-Notierungen weitgehend stabil bis leicht höher in den Tag starten.
Aktuell stehen die Mai-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei gut 101Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung April kostet zur Stunde 1136 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum Dollar erneut zurück und wird heute Morgen nur noch zu Kursen um 1,15 Dollar gehandelt.
Die Freigabe von rund 400 Millionen Barrel Öl aus strategischen Ölreserven, die ohnehin nur kurzfristige Wirkung haben kann, hat am Ölmarkt bislang nicht die erhoffte Reaktion gebracht. Die Rohölpreise sind gestern sogar wieder deutlich angestiegen und bleiben angesichts der unveränderten Kriegslage wohl auch in nächster Zeit extrem schwankungsanfällig.
Die Aussage von US-Präsident Trump, dass der Krieg "so gut wie beendet" ist, war wohl eher ein Wunschdenken und wird am Markt kaum mehr ernst genommen. Beobachter und Experten rechnen eher nicht mit einem schnellen Ende und in Folge auch mit einer noch längeren Sperrung der Meerenge von Hormus.
Um Engpässe bei der Ölversorgung zu vermeiden, ist mittlerweile jedes Mittel recht. So hat die US-Regierung die Sanktionen gegen Russland weiter gelockert und erlaubt nun für die Zeitdauer von 30 Tagen russisches Öl zu kaufen, das sich bereits auf dem Transportweg befindet. Man muss kein Prophet sein um vorherzusagen, dass es hier weitere Lockerungen geben wird, sollten Öl-Lieferungen aus den Golf-Staaten noch längere Zeit nicht möglich sein.
In den USA steigt der Unmut über den Angriff auf den Iran und Trump gerät dadurch immer stärker in die Kritik.
Der neue Machthaber des Iran hat sich gestern mit einer Botschaft an das Volk gerichtet und zeigte sich dabei weiter kampfbereit. Verhandlungen sind weiter nicht in Sicht.
Am Devisenmarkt bleibt der Euro im Vergleich zum US-Dollar unter Druck, der nicht nur als Ölwährung profitiert, sondern auch als "sicherer Hafen" gesucht ist. Unsere Gemeinschaftswährung ist im Gegenzug erstmals seit November letzten Jahres wieder unter die 1,15-Dollar-Marke gefallen.
Die Heizölpreise haben sich in dieser Woche stabilisiert, wozu auch das sehr besonnene Verhalten der Ölheizer einen nicht unwesentlichen Beitrag geleistet hat. Die Nachfrage ist gegen Null zurückgegangen und es wird meist nur dann bestellt, wenn unmittelbar ein Leerstand droht. Der Heizöl-Markt hat das große Glück, dass der Krieg Nahe dem Ende der Heizperiode begonnen wurde und somit ein starker Beitrag zur Stabilisierung des gesamten Ölmarktes geleistet werden kann. Heute werden die Notierungen weiter schwankungsanfällig bleiben, erste Preistendenzen deuten auf einen Anstieg hin.
12.03.2026, 08:25 Uhr
Die Ölpreise haben wieder an Fahrt aufgenommen, obwohl gestern eine Freigabe strategischer Ölreserven beschlossen wurde. In Folge werden leider auch bei den Heizöl-Notierungen wieder massive Aufschläge erwartet.
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Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben wieder an Fahrt aufgenommen, obwohl gestern eine Freigabe von strategischen Ölreserven beschlossen wurde. In Folge sind heute leider auch bei den Heizöl-Notierungen wieder massive Aufschläge zu erwarten.
Aktuell stehen die Mai-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 97,30 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung März kostet zur Stunde 1170 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum Dollar wieder deutlich zurück und wird heute Morgen nur noch zu Kursen um 1,1550 Dollar gehandelt.
Die Internationale Energieagentur (IEA) hat sich gestern darauf verständigt, insgesamt bis zu 400 Millionen Barrel Rohöl aus der strategischen Notreserve freizugeben. Ein Großteil davon kommt mit 172 Millionen Fass aus den USA.
Für eine Beruhigung der Märkte sorgte dies aber nicht und schon gar nicht für einen Preisrückgang.
Geht man davon aus, dass dem Markt rund 20 Millionen Fass pro Tag durch die Blockade der Straße von Hormus fehlen, reicht dies gerade einmal für 20 Tage, um dieses Delta auszugleichen. Umso verständlicher ist es, dass die erwartete Reaktion des Handels bislang ausgeblieben ist.
Denn gleichzeitig deutet sich weiterhin kein Ende des Krieges ab und angesichts immer neuer Beschüsse und Drohnenangriffe auf Tanker und Ölanlagen scheinen die Sorgenfalten der Kriegsgegner des Iran immer größer zu werden. Die Mullahs haben den wunden Punkt der Weltwirtschaft getroffen und dies anscheinend auch schon länger vorbereitet.
An der weiterhin extrem angespannten Situation konnten gestern auch die im Großen und Ganzen eher neutral ausgefallenen DOE-Ölbestandsdaten wenig ändern. Auch der Monatsbericht der OPEC wurde von den Ölhändlern mehr oder weniger ignoriert.
Die alles in den Hintergrund drängende Frage ist und bleibt, wie lange die Durchfahrt durch die Meerenge von Hormus gesperrt bleibt.
Am Devisenmarkt erhielt der US-Dollar auch aufgrund der gestiegenen Ölpreise wieder Aufwind und der Euro fiel im Gegenzug deutlich auf Werte um 1,1550 Dollar zurück. Die US-Währung ist zudem als "sicherer Hafen" in Krisenzeiten scheinbar immer noch gesucht. Außerdem wird erwartet, dass die hohen Ölpreise der US-Wirtschaft weniger schaden könnten, als der Konjunktur in Europa.
Die Heizölpreise hierzulande springen in Reaktion auf den erneuten Anstieg der internationalen Ölpreise heute wieder deutlich nach oben. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von 7 bis 10 Cent pro Liter erwarten. Natürlich kann sich das, je nach Nachrichtenlage aus dem Kriegsgebiet, jederzeit schnell wieder ändern. Die Nachfrage ist verständlicherweise nahezu zum Erliegen gekommen und die Ölheizer tragen durch dieses Verhalten und die eigene Lagerhaltung einen sicherlich nicht unwesentlichen Teil dazu bei, dass die aktuelle Lage nicht noch schlimmer ist.
11.03.2026, 08:15 Uhr
Die Ölpreise haben sich gestern auf deutlich gedrücktem Niveau stabilisiert und die Händler warten die weitere Entwicklung im Iran-Krieg ab. Bei den Heizöl-Notierungen sind vorerst weiteren leichten bis moderaten Abschlägen zu erwarten.
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Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich gestern auf deutlich gedrücktem Niveau stabilisiert und die Händler warten die weitere Entwicklung im Iran-Krieg ab. Bei den Heizöl-Notierungen sind vorerst weiteren leichten bis moderaten Abschlägen zu erwarten.
Aktuell stehen die Mai-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 87,50 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung März kostet zur Stunde 1044 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum Dollar gut behaupten und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1640 Dollar gehandelt.
Nachdem sich der Markt aufgrund der Äußerungen von US-Präsidenten Trump zu einem baldigen möglichen Ende des Iran-Krieges merklich beruhigt hat und die Rohölpreise sogar wieder deutlich unter die 90-Dollar-Marke gefallen sind, stellen sich die Händler nun die Frage, ob die Aussagen auch tatsächlich belastbar sind, bzw. der Realistät entsprechen. Zuletzt gab es hier ja auch widersprüchliche Meinungen, so unter anderem von Israels Ministerpräsidenten Nentanjahu.
Neben den aktuellen Entwicklungen zum Kriegsverlauf steht auch eine mögliche Freigabe strategischer Ölreserven im Fokus der Börsianer. Nach einem Bericht des Wall Street Journal erwägt die Internationale Energieagentur (IEA) die größte Freigabe in der Geschichte, also eine noch höhere Menge als nach Kriegsausbruch in der Ukraine. Eine Entscheidung könnte noch heute im Laufe des Tages getroffen werden.
Der gestern veröffentlichte Monatsreport der Energy Information Administration (EIA) fiel wie zu erwarten war preistreibend aus. Die erwartete globale Ölversorgung wurde deutlich nach unten korrigiert, wobei man hier derzeit sicherlich ebenso im Nebel stochert wie alle anderen Ölmarkt-Experten.
Auch der wöchentliche Bestandsbericht des American Petroleum Institute (API) fiel bullish aus, da es über alle Bereiche Abbauten gegeben hat, die dabei aber durchaus im üblichen Rahmen ausgefallen sind. Eine mögliche Verknappung der US-Bestände ist also noch nicht zu spüren bzw. zu messen.
Am Devisenmarkt gab es gestern kaum größere Kursschwankungen zwischen dem Euro und der Öl-Währung US-Dollar. Unsere Gemeinschaftswährung konnte sich aufgrund der Hoffnung auf ein baldiges Ende des Krieges zuletzt von den Kursverlusten der letzten Zeit erholen.
Die Heizölpreise sind gestern erstmals seit Kriegsbeginn wieder deutlich spürbar zurückgegangen, bewegen sich aber natürlich immer noch auf einem sehr hohen Niveau, das sich für Ölheizer bei Knappheit höchstens zur Bestandsaufstockung eignet, aber kaum zur Bevorratung. Entsprechend ist die durchschnittliche Bestellmenge in den letzten sieben Tagen um rund 1.000 Liter auf 1.350 Liter zurückgegangen. Geht es nach aktuellen Berechnungen und ersten Preistendenzen sind heute weitere Abschläge in einer Größenordnung von ein bis zwei Cent pro Liter möglich.