Marktindizes* im Vergleich zum Vortag
Rohölpreis (Brent):
86,33 $ -1,56 %
Dollarkurs
0,9204 € +0,23 %
Gasölpreis
930,50 $ -3,95 %
* Stand: 29.01.2023, 06:30 Uhr
27.01.2023, 08:01 Uhr
Die Ölpreise haben gestern über alle Bereiche zugelegt und sind auf Tageshoch aus dem Handel gegangen. In Folge starten die Heizöl-Notierungen hierzulande heute leider ebenfalls mit deutlichen Aufschlägen in den letzten Handelstag der Woche. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern über alle Bereiche zugelegt und sind auf Tageshoch aus dem Handel gegangen. In Folge starten die Heizöl-Notierungen hierzulande heute leider ebenfalls mit deuitlichen Aufschlägen in den letzten Handelstag der Woche.

Aktuell stehen die März-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei rund 87,80 US-Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung Februar kostet zur Stunde 974 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum US-Dollar zurück und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0870 Dollar gehandelt.

Am Ölmarkt haben die Bullen, also die Händler die steigende Rohölpreise erwarten, wieder die Führung übernommen. Dies wohl aus gutem Grund, denn nachdem die Bestandszuwächse in den USA in dieser Woche recht moderat ausgefallen sind, widmet man sich nun wieder der globalen Situation.
Hier sieht es so aus, als könnte die Versorgungslage in den nächsten Wochen und Monaten wieder deutlich angespannter werden. Nachdem die Corona-Beschränkungen in China gelockert wurden und hier das Infektionsgeschehen langsam abnimmt, wird mit einer starken Erholung der Ölnachfrage gerechnet.
Gleichzeitig hat Russland aufgrund der Sanktionen immer mehr damit zu kämpfen, sein Öl auf den Markt zu bringen. Zudem könnte es auch schon bald Sanktion gegen Belarus geben, das Russland im Krieg gegen die Ukraine unterstützt. Das hätte auch eine weitere Reduzierung des Ölangebotes zur Folge.
Die OPEC+ trifft sich am nächsten Mittwoch, wird die Fördermengen mit hoher Wahrscheinlichkeit aber zumindest vorerst nicht erhöhen. Zu allem Überfluss sorgen neue Streiks in Frankreich dafür, dass sich das Angebot von Ölprodukten in West- und Mitteleuropa wieder deutlich verringern könnte.

Am Devisenmarkt fiel der Euro im Vergleich zum US-Dollar gestern etwas zurück. Dieser konnte von überraschend guten US-Konjunkturdaten profitieren. So ist das Bruttoinlandsprodukt im vierten Quartal um 2,9 statt wie erwartet um 2,6 Prozent gestiegen. Die Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftsgüter haben per Dezember sogar um 5,6 Prozent zugelegt. Hier lag die Prognose lediglich bei einem Zuwachs von 2,5 Prozent.

Keine guten Vorgaben also für den deutschen Inlandsmarkt, wo die Heizölpreise heute mit moderaten bis deutlichen Aufschlägen in den letzten Handelstag der Woche starten werden. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen zumindest aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von ein bis zwei Cent pro Liter erwarten. Dennoch stehen die Notierungen derzeit auf dem tiefsten Stand seit Ende Februar letzten Jahres und es bietet sich gerade für sicherheitsorientierte Ölheizer weiterhin eine gute Kaufgelegenheit. Im Schnitt der letzten zwanzig Jahre waren Januar und Februar stets die günstigsten Kaufmonate.
26.01.2023, 07:50 Uhr
Die Ölpreise haben sich gestern uneinheitlich entwickelt. Während Rohöl weitgehend stabil geblieben ist, wurde Gasöl deutlich nach unten gehandelt. In Folge werden auch die Heizöl-Notierungen hierzulande heute mit weiteren Abschlägen starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich gestern uneinheitlich entwickelt. Während Rohöl weitgehend stabil geblieben ist, wurde Gasöl deutlich nach unten gehandelt. In Folge werden erfreulicherweise auch die Heizöl-Notierungen hierzulande heute mit weiteren Abschlägen starten.

Aktuell stehen die März-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei rund 86,20 US-Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung Februar kostet zur Stunde 953 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar gut behaupten und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0920 Dollar gehandelt.

Der Ölmarkt ist wieder im Spannungsfeld zwischen der Erwartung einer anziehenden Ölnachfrage aus China bzw. Asien und der Sorge, dass die globale Wirtschaft doch noch in eine Rezession abrutschen könnte. Auf der Angebotsseite scheint die Lage etwas klarer zu sein. Russland hat zunehmend Probleme, die Exporte hoch zu halten, gleichzeitig macht die OPEC+ wohl keine Anstalten, die Fördermengen anzuheben. Dies lässt erwarten, dass die Rohölpreise in nächster Zeit keinen größeren Spielraum nach unten haben werden.
Etwas Druck auf die Futures brachten in letzter Zeit die gestiegenen Ölbestände in den USA. Auch in dieser Woche vermeldete das American Petroleum Institute (API) einen stärker als erwarteten Zuwachs, was von den gestrigen Zahlen des Department of Energy (DOE) im Großen und Ganzen auch bestätigt wurde. Zwar gab es hier nur einen leichten Anstieg bei Rohöl, dafür aber ein etwas stärkeres Plus bei Benzin und nur einen ganz leichten Rückgang bei den Destillaten. Zudem ist die Gesamtnachfrage von 20,3 auf 19,4 Millionen  Barrel pro Tag zurückgegangen, bei einer gleichzeitig unveränderten Ölproduktion von 12,15 Millionen Fass pro Tag.
Alles in allem wurden die Zahlen leicht bearish, also preisdrückend gewertet. Den größten Druck auf die Ölpreise und hier vor allem auf die Gasöl-Notierungen gab es aber schon vor der Veröffentlichung, aufgrund eines erneut recht schwachen Starts der Aktienkurse an der Wallstreet.

Am Devisenmarkt kann sich der Euro im Vergleich zur Ölwährung US-Dollar weiterhin oberhalb der 1,09-Dollar-Marke halten, wenngleich es gestern in den Mittagsstunden einen kurzen Rücksetzer gab. Der viel beachtete deutsche Ifo-Geschäftsklimaindex fiel mit 90,2 Punkten im Rahmen der Erwartungen aus. Ansonsten gab es gestern keine nennenswerten Konjunkturdaten..

Dank der deutlich gefallenen Gasöl-Notierungen werden die Heizölpreise hierzulande heute aller Voraussicht nach mit weiteren schönen Abschlägen in den Handel starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen zumindest aus morgendlicher Sicht ein Minus von ein bis zwei Cent pro Liter erwarten. Ein neues Langzeittief ist also in unmittelbarer Reichweite. Wer auf der sicheren Seite stehen will, sollte bereits jetzt seinen Vorrat aufstocken, zumal in der langfristigen Betrachtung die Monate Januar und Februar stets der günstigste Bestellzeitraum war.
25.01.2023, 08:33 Uhr
Die Ölpreise haben gestern im Laufe des Tages eine Kehrtwende vollzogen und sind mit deutlichen Abschlägen aus den Handel gegangen. In Folge drehten auch die Heizöl-Notierungen ins Minus und hier könnte es heute noch weitere Abschläge geben. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern im Laufe  des Tages eine Kehrtwende vollzogen und sind mit deutlichen Abschlägen aus den Handel gegangen. In Folge drehten auch die Heizöl-Notierungen ins Minus und hier könnte es heute durchaus noch weitere Abschläge geben.

Aktuell stehen die März-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 86,40 US-Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung Februar kostet zur Stunde 986 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar erneut positiv entwickeln und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0910 Dollar gehandelt.

Sah es am Ölmarkt gestern am Morgen noch so aus, als würden die Rohölpreise weiter anziehen, was sie zunächst auch taten, drehte die Stimmung am Nachmittag plötzlich und es kam mit dem Start des US-Handels zu deutlichen Gewinnmitnahmen, wohl ausgelöst durch einen schwachen Start an der Wallstreet.
Zuvor gab es durchaus nochmals bullishe, also preistreibende Meldungen. So kam aus OPEC+ Kreisen die Botschaft, dass eine Veränderung der Förderquoten beim Treffen des Joint Ministerial Monitoring Committee (JMMC) Anfang nächster Woche wohl nicht geplant ist. Die Erwartung der Marktteilnehmer in Richtung Förderanhebung, die ja durch den erwarteten Nachfrageanstieg aus China und dem Mengenrückgang in Russland durchaus eine Thema hätte sein können, war aber wohl nicht sehr hoch, denn eine stärkere Reaktion auf diese Meldung blieb aus.
Die am Abend nach Börsenschluss vermeldeten US-Ölbestandsdaten des American Petroleum Institute (API) fielen dann eindeutig preisdrückend aus. Wie schon in der Vorwoche gab es hier einen deutlichen und unerwarteten Zuwachs bei Rohöl und auch etwas höhere Benzin-Vorräte. Dafür gingen die Bestände bei den Destillaten etwas zurück. Wie üblich warten die Marktteilnehmer aber auf die wesentlich umfang- und einflussreicheren Zahlen des Department of Energy (DOE), die heute Nachmittag veröffentlicht werden.

Am Devisenmarkt bewegt sich der Euro im Vergleich zum US-Dollar erstmals seit April letzten Jahres wieder nachhaltig über der 1,09-Dollar-Marke. Gestern gab es gute Konjunkturdaten aus der EU, wo die Einkaufsmanagerindizes aus der Industrie und dem Dienstleistungssektor mit 48,8 bzw. 50,7 Punkten per Januar besser ausgefallen sind, als das im Vorfeld von den Analysten erwartet wurde.

Insgesamt also recht gute Vorgaben für den deutschen Inlandsmarkt, wo die Heizölpreise heute, nach der Kehrtwende von gestern, mit weiteren Abschlägen in den Handel starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von rund einem Cent pro Liter erwarten. Im Großen und Ganzen setzt sich somit der Seitwärtstrend der letzten acht Wochen fort. Weiter nach unten geht es erfreulicherweise mit den Lieferzeiten, was die Folge der in letzter Zeit eher moderaten Nachfrage ist.


24.01.2023, 08:09 Uhr
Die Ölpreise haben sich leider auch zum Start in die neue Handelwoche weiter verteuert und stehen derzeit auf dem höchsten Niveau seit Mitte November. In Folge geht es auch mit den Heizöl-Notierungen hierzulande weiter nach oben. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich leider auch zum Start in die neue Handelwoche weiter verteuert und stehen derzeit auf dem höchsten Niveau seit Mitte November. In Folge geht es leider auch mit den Heizöl-Notierungen hierzulande weiter nach oben.

Aktuell stehen die März-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei rund 88 US-Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung Februar kostet zur Stunde 1.012 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar im Großen und Ganzen gut behaupten und wird heute Morgen weiterhin zu Kursen um 1,0890 Dollar gehandelt.

Auch zu Beginn der neuen Handelswoche setzten die Rohölpreise ihren Aufwärtstrend der letzten Tage leider fort. Die Futures der für Europa maßgebenden Ölsorte "Brent" kletterten kurzzeitig sogar über 89 Dollar pro Barrel und waren damit so teuer wie seit Mitte November nicht mehr.
Hauptgrund ist und bleibt der neue Optimismus, dass China das Thema Corona bald hinter sich lassen kann und hier die Wirtschaft und somit auch der Ölverbrauch wieder an Fahrt aufnimmt. Zu Beginn der Hauptreisezeit zum chinesischen Neujahrsfest deuten erste Damen bereits auf eine starke Belebung des Verkehrs hin. Auch die Rohölimporte Indiens sind im Dezember weiter auf ein 5-Monatshoch angestiegen.
Auf der anderen Seite hat Russland immer mehr Probleme, nicht nur sein Rohöl, sondern auch seine Endprodukte an den Mann zu bringen, sodass das global zur Verfügung stehende Angebot in nächster Zeit voraussichtlich immer geringer werden wird. Von Seiten der OPEC+ ist in nächster Zeit nicht mit einer Anhebung der Fördermengen zu rechnen.
Auch die neuen Streiks in Frankreich bleiben ein wichtiges Thema, wenn es um die Ölversorgung hierzulande geht. Diese kommen angesichts der neuen Russland-Sanktionen zu einem äußerst ungünstigen Zeitpunkt.

Am Devisenmarkt bewegt sich der Euro im Vergleich zur Ölwährung US-Dollar weiterhin auf dem höchsten Niveau seit Frühjahr letzten Jahres. Zeitweise konnte unsere Gemeinschaftswährung sogar die 1,09-Dollar-Marke überqueren, fiel dann aber wieder etwas zurück. Neue Impulse erwarten sich die Händler von den neuen Einkaufsmangerindizes, die heute im Laufe des Tages zur Veröffentlichung anstehen.

Die Heizölpreise hierzulande sind gestern leider noch etwas stärker angestiegen, als dies am Morgen zu erwarten war und auch heute wird es voraussichtlich weiter nach oben gehen. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen Aufschläge in einer Größenordnung von rund einem Cent pro Liter erwarten. Da sich die Stimmung an den internationalen Warenterminmärkten in den letzten Tagen leider deutlich gedreht hat, muss in nächster Zeit wohl leider auch mit weiter steigenden Notierungen gerechnet werden.
23.01.2023, 08:23 Uhr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich nach den Aufschlägen vom Donnerstag am Freitag weiter verteuert. In Folge starten die Heizöl-Notierungen aller Voraussicht nach ebenfalls etwas höher in die neue Handelswoche. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich nach den Aufschlägen vom Donnerstag am Freitag weiter verteuert. In Folge starten die Heizöl-Notierungen hierzulande aller Voraussicht nach ebenfalls etwas höher in die neue Handelswoche.

Aktuell stehen die März-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 87,50 US-Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung Februar kostet zur Stunde 986 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum US-Dollar weitere schöne Gewinne erzielen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0890 Dollar gehandelt.

Der Ölmarkt zeigte sich gegen Ende der letzten Woche relativ resistent gegenüber bearishen, also preisdrückenden Meldungen. Der relativ starke Aufbau der US-Ölbestände wurde mehr oder weniger ignoriert, ebenso wie der Monatsbericht der Energy Information Administration (EIA).
Dafür überwog der Optimismus, dass die Ölnachfrage in China und somit wohl auch global wieder zulegen könnte. Nach dem Wegfall der Corona-Beschränkungen wird in Asien mit einer regen Reisetätigkeiten während der gerade stattfindenden Neujahrsfeierlichkeiten gerechnet.
Neue Streiks in Frankreich, könnten dafür sorgen, dass sich das Angebot, vor allem bei den Endprodukten zumindest vorübergehend wieder verringert. Das globale Angebot bleibt unterdessen aufgrund der Sanktionen gegen Russland und der Förderkürzungen der OPEC+ ohnehin begrenzt.
Die Zahl der aktiven US-Bohranlagen ist nach dem neuesten Bericht von Baker Hughes in der vergangenen Woche deutlich um 10 auf nun 613 Einheiten zurückgegangen. Auch dies ist natürlich ein bullisher Faktor.

Am Devisenmarkt befindet sich der Euro im Vergleich zur Ölwährung US-Dollar weiter im Aufwind und ist mittlerweile auf den höchsten Stand seit April letzten Jahres angestiegen. Wieder etwas optimistischere Konjunkturaussichten in der EU, die sich entschärfende Energiekrise und eine wohl weiterhin eher straffe Zinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB), stützen unsere Gemeinschaftswährung. In der letzten Woche gab es Äußerungen aus Kreisen der Zentralbank, dass es bei der nächsten Zinssitzung wohl zu einer weiteren deutlichen Erhöhung um 0,5 Prozent kommen könnte.

Trotz der weiteren Währungsgewinne werden die Heizölpreise aller Voraussicht nach mit Aufschlägen in die neue Handelswoche starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von einem halben bis einem Cent pro Liter erwarten. Die Preisentwicklung der letzten Tage und Wochen verfestigt die Einschätzung, dass der Markt einen Boden gefunden hat und es in nächster Zeit zu keinen größeren Abschlägen mehr kommen wird. Dies sehen mittlerweile anscheinend auch viele Ölheizer so, denn das Bestellaufkommen ist im Vergleich zu den Preisanfragen deutlich angestiegen.
20.01.2023, 07:56 Uhr
Die Ölpreise haben sich gestern nach den deutlichen Verlusten vom Vortag vor allem im späten Handel kräftig erholen können. In Folge vollzogen auch die Heizöl-Notierungen eine Kehrtwende und schlussendlich gab es auch hier überwiegend Pluszeichen. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich gestern nach den deutlichen Verlusten vom Vortag vor allem im späten Handel kräftig erholen können. In Folge vollzogen leider auch die Heizöl-Notierungen eine Kehrtwende und so standen am Abend auch hier überwiegend Pluszeichen angeschrieben. Heute geht es aller Voraussicht nach weiter aufwärts.

Aktuell stehen die März-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 86,50 US-Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung Februar kostet zur Stunde 961 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum US-Dollar weiter etwas zulegen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0830 Dollar gehandelt.

Am Ölmarkt geht die Richtungssuche weiter. Knickten die Rohölpreise am Mittwoch aufgrund neu aufkommender Rezessionsängste noch ein, waren diese gestern wie weggeblasen. Die Futures konnten sich stabilisieren und am Vormittag leicht zulegen, obwohl die am Vorabend veröffentlichten US-Ölbestandsdaten des American Petroleum Institute (API) eindeutig bearish, also preisdrückend ausgefallen waren.
Als zum Start in den amerikanisch geprägten Handel durchweg gute Konjunkturdaten vermeldet wurden, ging es mit dem Ölkomplex dann nochmals wesentlich deutlicher nach oben. Sowohl die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung, die in dieser Woche von 205.000 auf 190.000 zurückgegangen sind, als auch der Philadelphia Fed Herstellungsindex, der mit einem minus von 8,9 statt minus 11 Punkten veröffentlicht wurde, konnten positiv überraschen.
Die gegen 17 Uhr veröffentlichten DOE-Ölbestandsdaten bestätigten die API-Zahlen vom Vortag, wurden am Markt aber erstaunlicherweise weitgehend ignoriert, bzw. sorgten nur kurzzeitig für einen leichten Rücksetzer.
Auch hier wurde ein deutlicher Aufbau bei den Rohölvorräten von 8,4 Millionen Barrel vermeldet, bei Benzin ein Zuwachs von 3,5 Millionen Fass. Lediglich die Destillatbestände gingen um 1,9 Millionen Barrel zurück. Ein stark bullisher Faktor war aber sicherlich die wieder deutlich gestiegene Inlandsnachfrage von 20,3 Millionen Barrel pro Tag. In der Vorwoche wurden täglich nur 17,6 Millionen Fass verbraucht. Außerdem ist die US-Ölproduktion leicht um rund 100.000 Barrel pro Tag zurückgegangen.

Am Devisenmarkt konnte der Euro im Vergleich zur Ölwährung US-Dollar auch gestern wieder etwas zulegen. Es verdichten sich die Anzeichen, dass die Europäische Zentralbank (EZB) bis auf Weiteres an ihrer straffen Zinspolitik festhalten will. Am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos sprach sich auch der niederländische Notenbankchef Klass Knut für eine weitere deutliche Zinsanhebung, vermutlich um 0,5 Prozent, aus. Gestern äußerte sich schon sein französischer Kollege in diese Richtung.

Trotz der leichten Währungsgewinne werden die Heizölpreise heute leider mit Aufschlägen in den letzten Handelstag der Woche starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von ein bis zwei Cent pro Liter erwarten. Im Großen und Ganzen bleiben die Notierungen vorerst aber auf dem niedrigsten Niveau seit dem letzten Winter und gerade sicherheitsorientierte Verbraucher sollten die aktuellen Kurse zur Bevorratung nutzten. In Auswertung der letzten 20 Jahre war Heizöl stets in den Monaten Januar und Februar am günstigen zu bestellen.
19.01.2023, 08:15 Uhr
Die Ölpreise haben sich gestern zunächst weiter verteuert. Am Abend setzten dann aber Gewinnmitnahmen ein. In Folge werden die Heizöl-Notierungen hierzulande erfreulicherweise mit weiteren leichten Abschlägen in den Handel starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich gestern zunächst weiter verteuert und sind zwischenzeitlich auf den höchsten Stand seit November letzten Jahres angestiegen. Am Abend setzten dann aber Gewinnmitnahmen ein und die Futures fielen deutlich zurück. In Folge werden die Heizöl-Notierungen hierzulande erfreulicherweise mit weiteren leichten Abschlägen in den Handel starten.

Aktuell stehen die März-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 84,30 US-Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung Februar kostet zur Stunde 924 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum US-Dollar wieder leichte Gewinne verbuchen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,08 Dollar gehandelt.

Am Ölmarkt gibt es weiterhin viele große Fragezeichen, die gestern die Händler verunsichert, zumindest aber zu Gewinnmitnahmen animiert haben. Einen leicht bearishen, also preisdrückenden Einfluss auf die Rohölpreise hatte der monatliche Bericht der Energy Information Administration (EIA), in dem die Anzahl der gebohrten, aber noch nicht vollständig erschlossenen Ölquellen in den USA, per Dezember einen Anstieg um 40 auf 4.577 Einheiten verzeichnet haben. Auch die November-Zahlen wurden rückwirkend nach oben korrigiert. Somit ist davon auszugehen, dass die US-Schieferölproduktion in den nächsten Wochen und Monaten weiter zulegen wird.
Der Monatsreport der Internationalen Energieagentur (EIA) fiel eher gemischt aus. Zwar wurde die Prognose zur globalen Ölnachfrage im Vergleich zum Vormonat leicht angehoben, noch stärker aber die Erwartung des weltweiten Ölangebotes.
Erst als am Nachmittag insgesamt eher schwache Konjunkturdaten aus den USA veröffentlicht wurden, kamen die Börsianer wohl ins Grübeln und die Angst vor einer Rezession kehrte zurück. Nach einem Anstieg der Brent-Futures auf knapp 88 Dollar folgte der Absturz auf gut 84 Dollar pro Fass. Bei Gasöl fiel der Rückgang nicht ganz so deutlich aus.
Nach Börsenschluss wurden die wöchentlichen US-Ölbestandsdaten des American Petroleum Institute (API) veröffentlicht, die ebenfalls eher preisdrückend ausgefallen sind. Bei Rohöl und Benzin gab es einen deutlichen Zuwachs, bei den Destillaten hingegen einen moderaten Rückgang. Heute Nachmittag werden die wesentlich umfang- und einflussreicheren Zahlen des Department of Energy (DOE) veröffentlicht.

Am Devisenmarkt ist der Euro im Vergleich zum US-Dollar gestern zunächst auf den höchsten Stand seit neun Monaten gestiegen, nachdem EZB-Ratsmitglied Villeroy de Galhau Spekulation über eine mögliche Verlangsamung der Zinsanhebungen vorerst eine Absage erteilt hat. Am Abend kam es aber auch hier zu Gewinnmitnahmen.

Insgesamt also wieder recht gute Vorgaben für den deutschen Inlandsmarkt, wo die Heizölpreise heute mit schönen Abschlägen in den Tag starten. Aktuelle Berechnungen lassen zwar aus morgendlicher Sicht nur ein Minus von rund einem halben Cent pro Liter erwarten, erste Preistendenzen aber auf etwas mehr hoffen. Mittlerweile haben die Notierungen ein neues Langzeittief markiert und somit bietet sich gerade sicherheitsorientierten Ölheizern derzeit eine recht gute Kaufgelegenheit, die auch recht rege wahrgenommen wird.
18.01.2023, 08:20 Uhr
Die Ölpreise haben sich gestern uneinheitlich entwickelt. Während bei Rohöl deutliche Aufschläge zu beobachten waren, entwickelten sich die Gasölpreise relativ stabil. In Folge werden die Heizöl-Notierungen ihren Seitwärtstrend der letzten Tage fortsetzen Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich gestern recht uneinheitlich entwickelt. Während bei Rohöl deutliche Aufschläge zu beobachten waren, entwickelten sich die Gasölpreise relativ stabil. In Folge werden die Heizöl-Notierungen ihren Seitwärtstrend der letzten Tage wohl auch heute fortsetzen.

Aktuell stehen die März-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 86,70 US-Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung Februar kostet zur Stunde 933 Dollar. Der Euro verliert im Vergleich zum US-Dollar erneut etwas an Wert und wird heute Morgen nur noch zu Kursen um 1,0785 Dollar gehandelt.

Zuletzt recht gut ausgefallene Konjunkturdaten, die nach meiner vieler Ökonomen Anlass zur Hoffnung geben, dass eine globale Rezession doch noch abgewendet werden könnte, sowie der in nächster Zeit erwartete Nachfrageschub aus China, haben die Rohölpreise gestern weiter nach oben getrieben.
Außerdem dürfte das ab dem fünften Februar geltende Embargo auf russische Ölprodukte Moskau wohl noch härter treffen, als die bisherigen Maßnahmen, die vorrangig auf die Rohölexporte abzielten. Grund ist die wesentlich höhere Komplexität bei der Ausfuhr von Raffinerieprodukten wie Heizöl, Diesel oder Benzin. Außerdem wird in diesen Märkten mit kleineren Tankern über geringe Strecken geliefert. Europa dürfte aber als Absatzmarkt hier komplett wegbrechen.
Insgesamt deutet also alles darauf hin, dass sich das globale Angebot durch den Wegfall von russischen Lieferungen künftig eher verringern wird, während die globale Ölnachfrage wohl weiter steigt.
Dies erwartet auch die OPEC in ihrem gestern veröffentlichten Monatsreport. Hier wurde die Prognose zum globalen Ölnachfragewachstum für dieses Jahr deutlich angehoben. Heute folgt der Report der Internationalen Energieagentur (IEA), am späten Abend nach US-Börsenschuss werden die API-Ölbestandsdaten vermeldet.

Am Devisenmarkt ist der Euro im Vergleich zum US-Dollar gestern am Nachmittag weiter zurückgefallen, nachdem Gerüchte die Runde machten, wonach die Europäische Zentralbank (EZB) das Tempo der Zinsanhebungen künftig verringern will. Im Februar soll eine Erhöhung um 0,5 Prozent vorgesehen sein, für März nur noch ein Zinsschritt von 0,25 Prozent. Am Vormittag wurde ein per Januar überraschend deutlich gestiegener ZEW Konjunkturerwartungsindex für die EU veröffentlicht. Statt dem erwarteten Minus von 14,3 Punkten, gab es ein Plus von 16,7 Zählern. Der Euro konnte aber nur vorübergehend davon profitieren.

Die Heizölpreise hierzulande scheinen derzeit förmlich festgenagelt zu sein. Seit Tagen gibt es kaum größere Ausschläge und auch heute werden die Veränderungen wohl eher gering bleiben. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht nur ein kleines Plus von maximal einen halben Cent pro Liter erwarten. Die wieder kälteren Temperaturen, sowie das insgesamt relativ günstige Preisniveau hat die Nachfrage in den letzten Tagen wieder etwas nach oben getrieben. Die Lieferzeiten sind vielerorts immer noch recht lang, gehen aber erfreulicherweise langsam weiter zurück.
17.01.2023, 08:40 Uhr
Die Ölpreise haben sich zum Start in die neue Handelswoche für keine klare Richtung entscheiden können und sind mehr oder weniger unverändert aus dem Handel gegangen. In Folge bleiben die Heizöl-Notierungen auf dem niedrigsten Niveau seit Monaten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich gestern zum Start in die neue Handelswoche für keine klare Richtung entscheiden können und sind mehr oder weniger unverändert aus dem Handel gegangen. In Folge bleiben die Heizöl-Notierungen hierzulande auf dem niedrigsten Niveau seit Monaten.

Aktuell stehen die März-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" 84,50 US-Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung Februar kostet zur Stunde 931 Dollar. Der Euro verliert im Vergleich zum US-Dollar etwas an Wert und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0820 Dollar gehandelt.

Auch in dieser Woche bleiben die Rohölpreise im Spannungsfeld zwischen eines zumindest kurzfristig erwarteten Nachfrageanstieges aus China und der Angst vor einer globalen Rezession. Allerdings sind hier die zuletzt veröffentlichten Konjunkturdaten meist deutlich besser ausgefallen als erwartet.
So auch am heutigen Morgen, an dem das chinesische Bruttoinlandsprodukt für das vierte Quartal mit einem Plus von 2,9 Prozent die Erwartung von 1,8 Prozent deutlich übertroffen hat. Gleiches gilt für die Einzelhandelsumsätze und die Industrieproduktion.
Auch die sich zuletzt deutlich abschwächenden Inflationsraten könnten sich in nächster Zeit positiv auswirken und die Stimmung in der Wirtschaft weiter aufhellen lassen, da weitere Zinsanhebungen wohl deutlich moderater ausfallen dürften als zuletzt.
Neue Impulse erwarten sich die Marktteilnehmer in dieser Woche von neuen Zahlen zu den US-Ölbeständen, die aufgrund eines Feiertages mit einem Tag Verspätung veröffentlicht werden. Heute stehen zudem der Monatsbericht der OPEC, morgen dann das Pendant der Internationalen Energieagentur (IEA) auf der Agenda.

Am Devisenmarkt hat der Euro im Vergleich zum US-Dollar gestern etwas nachgegeben. Gerade wurde der neue Verbraucherpreisindex aus Deutschland für den Monat Dezember mit einem Plus von 8,6 Prozent veröffentlicht, was genau der Erwartung der Analysten entspricht. Im Laufe des Tages werden weitere wichtige Konjunkturdaten erwartet, unter anderem der ZEW Konjunkturerwartungsindex für die EU.

Die Heizölpreise hierzulande werden nach diesen Vorgaben auch heute keine größeren Kurssprünge vollziehen. Zumindest ist aus morgendlicher Sicht lediglich mit nur einem kleinen Minus von maximal einen halben Cent pro Liter zu rechnen. Die wieder etwas kühleren Temperaturen und das relativ attraktive Preisniveau hat die Nachfrage zum Wochenstart etwas belebt, ingesamt kann aber weiterhin von einem recht ruhigen Wintergeschäft berichtet werden. Die Lieferzeiten sind vielerorts noch recht lang, befinden sich aber weiter auf dem Rückmarsch.
16.01.2023, 08:35 Uhr
Die Ölpreise haben am Freitag deutliche Gewinne erzielen können und sind auf Tageshoch aus dem Handel gegangen. Heute Morgen gehen die Öl-Futures aber schon wieder zurück, sodass die Heizöl-Notierungen den Seitwärtstrend der letzten Tage wohl fortsetzen. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben am Freitag deutliche Gewinne erzielen können und sind auf Tageshoch aus dem Handel gegangen. Heute Morgen starten die Öl-Futures im asiatisch geprägten Handel aber mit Verlusten, so dass die Heizöl-Notierungen den engen Seitwärtstrend der letzten Tage aller Voraussicht nach fortsetzen werden.

Aktuell stehen die März-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 84,60 US-Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung Februar kostet zur Stunde 932 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar knapp behaupten und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0845 Dollar gehandelt.

Nachdem die Rohölpreise in der letzten Woche den stärksten Anstieg seit Anfang Oktober vollzogen haben, lassen die Börsianer heute zunächst mal wieder etwas Luft raus und nehmen die Gewinne mit.
Angetrieben wurden die Futures zuletzt einerseits von der Erwartung, dass die Ölnachfrage in China zumindest mittelfristig doch wieder deutlich zulegen könnten und der Tatsache, dass das global zur Verfügung stehende Angebot begrenzt bleiben wird bzw. sich wohl eher weiter verringern wird. Die OPEC+ Gruppe hat die Fördermengen ja deutlich reduziert und Russland gleichzeitig immer mehr Probleme, sein Öl gewinnbringend zu vermarkten.
Zuletzt kamen auch noch gute Konjunkturdaten diesseits und jenseits des Atlantiks und die Sorge vor einem neuen Streik an den französischen Raffinerien hinzu.
Preisdrückend wirken nach wie vor die recht milden Temperaturen in weiten Teilen Europas und den USA, sowie die zuletzt deutlich gestiegenen US-Ölbestände. Hier hat auch die Ölproduktion zuletzt immer weiter zugenommen und auch in nächster Zeit sollten hier die Fördermengen leicht ansteigen. Zumindest wenn es nach der Zahl der aktiven US-Bohranlagen geht, die in der vergangenen Woche um 5 auf nun 623 Einheiten angestiegen ist. Zum Ende des Jahres war die Zahl hier eher leicht rückläufig.

Am Devisenmarkt konnte der Euro seine jüngsten Gewinne gegenüber dem US-Dollar verteidigen. Am Freitag gab es gute Konjunkturdaten aus der EU, wo die Industrieproduktion per November überraschend deutlich um 2 Prozent zugelegt hat. Am Nachmittag kamen dann aber auch gute Zahlen aus den USA. Hier ist das Verbrauchervertrauen der Universität Michigan per Januar von unter 60 auf 64,6 Punkte angestiegen.

Zum Wochenstart also insgesamt recht stabile Vorgaben für den deutschen Inlandsmarkt, sodass die Heizölpreise heute zumindest in der Eröffnung nur mit geringen Veränderungen in den Handel gehen werden. Insgesamt bewegen sich die Notierungen auf dem niedrigsten Niveau seit Ende Februar letzten Jahres, was gerade sicherheitsorientierten Verbrauchern derzeit eine gute Gelegenheit zur Aufstockung des Vorrates bietet. Erfreulicherweise sind zuletzt auch die Lieferfristen weiter zurückgegangen. Regional muss aber immer noch mit Wartezeiten von mehreren Wochen gerechnet werden.
13.01.2023, 08:50 Uhr
Die Ölpreise haben auch gestern wieder Gewinne verbuchen können. Trotzdem werden die Heizöl-Notierungen heute stabil, eventuell sogar mit Abschlägen starten. Unterstützt wird dieser Trend von weiteren Währungsgewinnen. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben auch gestern wieder Gewinne verbuchen können. Trotzdem werden die Heizöl-Notierungen heute stabil, eventuell sogar mit leichten Abschlägen in den letzten Handelstag der Woche starten. Unterstützt wird dieser Trend von weiteren deutlichen Währungsgewinnen.

Aktuell stehen die März-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 83,90 US-Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung Februar kostet zur Stunde 920 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum US-Dollar deutlich zulegen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0840 Dollar gehandelt.

Die Stimmung am Ölmarkt hat sich in den letzten beiden Handelstagen um nahezu 180 Grad gedreht. Mittlerweile rechnen immer mehr Analysten und Marktbeobachter mit einer doch recht schnellen Erholung der chinesischen Nachfrage. Darauf deuten zum einen die Erhöhung der Importquoten, zum anderen neue Zahlen vom Monat Dezember hin. In diesem haben die Importe im Vergleich zum Vorjahr um 4,2 Prozent zugelegt. Auch aus Indien wurde vor kurzem ein sehr starker Anstieg der Kraftstoffnachfrage vermeldet.
Gleichzeitig scheinen die Sanktionen gegen Russland allmählich immer besser zu wirken, sodass hier die Förderung bereits deutlich gedrosselt werden musste. Da das Öl nicht mehr so leicht gewinnbringend an den Märkten platziert werden kann, sind die durchschnittlichen Einnahmen Russlands aus dem Ölgeschäft um mittlerweile rund ein Drittel zurückgegangen.
Zusätzlich droht in Frankreich schon wieder ein neuer Ölarbeiterstreik. In Reaktion auf Pläne zur Rentenreform haben die acht wichtigsten Gewerkschaften zur Arbeitsniederlegung, unter anderem an Raffinerien und Ölverarbeitungsanlagen aufgerufen. Die Aktionen sollen bereits in der nächsten Woche beginnen.
Ein Stromausfall an einem norwegischen Ölfeld hat gestern vorübergehend zu einer dort eingeschränkten Produktion geführt. Mittlerweile laufen die Anlagen aber wieder.

Am Devisenmarkt ist der Euro im Vergleich zur Ölwährung US-Dollar auf den höchsten Stand seit neuen Monaten gestiegen. Wie erwartet ging der Anstieg der Verbraucherpreise in den USA per Dezember weiter auf nun nur noch 6,5 Prozent und somit das sechste Mal in Folge zurück. Somit rechnen die Händler in Folge damit, dass die US-Notenbank das Tempo der Zinsanhebungen künftig deutlich reduzieren wird.

Auch dank der Währungsgewinne konnten sich die Heizölpreise in den letzten Tagen besser entwickeln als die in Dollar gehandelten Rohöl-Notierungen. Geht es nach aktuellen Berechnungen und ersten Preistendenzen ist heute mit keinen großen Veränderungen, bestenfalls mit leichten Abschlägen zu rechnen. Erfreulicherweise gehen auch die Lieferzeiten immer weiter zurück, was natürlich an der angesichts der milden Witterung eher moderaten Nachfrage liegt. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte das aktuelle Niveau zum Nachtanken nutzen.