Marktindizes* im Vergleich zum Vortag
Rohölpreis (Brent):
65,30 $ +0,96 %
Dollarkurs
0,9019 € +0,44 %
Gasölpreis
574,25 $ +0,39 %
* Stand: 19.01.2020, 02:47 Uhr
17.01.2020, 08:40 Uhr
Die Ölpreise scheinen sich nach einem turbulenten Jahresstart weiter einzupendeln, denn die Preisaufschläge waren auch gestern eher gering. Bei ebenfalls stabilen Wechselkursen werden die Heizöl-Notierungen hierzulande ebenfalls wenig verändert starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten scheinen sich nach einem turbulenten Jahresstart weiter einzupendeln, denn die Preisaufschläge waren auch gestern eher gering. Bei ebenfalls stabilen Wechselkursen werden die Heizöl-Notierungen hierzulande ebenfalls wenig verändert in den letzten Handelstag der Woche starten.

Aktuell stehen die März-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 64,70 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 58,50 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar nur knapp behaupten und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1140 Dollar gehandelt.

Die in letzter Zeit überwiegend bearish, also preisdrückend zu wertenden Meldungen scheinen nun ausreichend in die Rohölpreise eingearbeitet zu sein. Dies zeigt sich daran, dass auch der Monatsbericht der Internationalen Energieagentur (EIA), in dem explizit erwähnt wurde, dass es aufgrund der sehr hohen Lagerbestände und der steigenden Produktion außerhalb der OPEC eine "solide Basis" gäbe, die eine Reaktion auf eventuelle Eskalationen aufgrund politischer Spannungen möglich mache.
Die Händler reagierten nur kurzzeitig auf den Report und bereits am frühen Nachmittag waren die anfänglichen Verluste wieder ausgeglichen.
Die gestern veröffentlichten Konjunkturdaten aus den USA konnten ingesamt überzeugen und sorgten dann für weiteren Auftrieb. Vor allem der Philadelphia Fed Herstellungsindex konnte per Januar mit 17 statt wie erwartet 3,8 Punkten überzeugen, aber auch die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung ging in dieser Woche um 10.000 auf 204.000 zurück.
Auch aus China kamen heute Morgen überraschend gute Wirtschaftsindikationen. Die Industrieproduktion ist per Dezember auf Jahressicht um 6,9 Prozent gestiegen, während die Prognose bei 5,9 Prozent lag. Die Einzelhandelsumsätze verzeichneten ein Plus von 8 Prozent. Erwartet wurde lediglich ein Zuwachs von 7,8 Prozent.

Am Devisenmarkt konnte der US-Dollar ebenfalls von den guten Konjunkturdaten profitieren und im Vergleich zum Euro etwas zulegen. Insgesamt bleiben die Ausschläge aber auch hier weiterhin in einer recht engen Spanne, sodass die Auswirkungen auf die europäischen Importpreise von dieser Seite eher gering bleiben.

So ist es nicht verwunderlich, dass die Heizölpreise in Deutschland heute ebenfalls recht stabil in den heutigen Handelstag starten werden. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen ein weiteres leichtes Minus in einer Größenordnung von 0,2 bis 0,3 Cent pro Liter erwarten. Mittlerweile stehen die Notierungen auf dem günstigsten Niveau seit April 2018 und können daher als äußerst attraktiv bezeichnet werden. Wer noch ein wenig Platz in Heizöl-Tank findet, sollte auf jeden Fall eine Aufstockung des Vorrates in Erwägung ziehen, denn allgemein bleibt die geopolitische Lage im Nahen Osten unsicher und die weitere Entwicklung ungewiss.
16.01.2020, 08:05 Uhr
Die Ölpreise bleiben in diesen Tagen auf einem sehr günstigen Niveau und auch heute Morgen geht es bislang nur leicht nach oben. Die Heizöl-Notierungen können als sehr attraktiv beschrieben werden und starten heute ebenfalls ohne große Veränderung. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten bleiben in diesen Tagen auf einem sehr günstigen und verbraucherfreundlichen Niveau und auch heute Morgen geht es bislang nur geringfügig nach oben. Die Heizöl-Notierungen können derzeit als sehr attraktiv beschrieben werden und starten heute ebenfalls ohne große Veränderung in den Handel.

Aktuell stehen die März-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 64,40 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 58,25 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar wieder einmal etwa verbessern und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1150 Dollar gehandelt.

Nachdem die Marktteilnehmer die preisdrückend zu wertenden US-Ölbestandsdaten des American Petroleum Institute (API) am Dienstagabend quasi schon vorweggenommen hatten, blieben weitere größere Reaktion auf den deutlichen Aufbau der Ölvorräte gestern aus. Nur zu Beginn des europäisch geprägten Handels gingen die Futures nochmals leicht in die Knie, was sicherlich auch durch den Monatsreport der Energy Information Administration (EIA) begünstigt wurde.
Vor der Veröffentlichung des OPEC-Monatsberichtes und der DOE-Bestandszahlen blieben die Händler aber eher vorsichtig und so blieben größere Kursbewegungen aus.
Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) sieht für das aktuelle Jahr im Vergleich zum letzten Bericht zwar eine um 100.000 Barrel pro Tag höhere globale Nachfrage, gleichzeitig aber auch eine um 220.000 Fass steigende Ölproduktion aus Nicht-OPEC-Ländern. Unterm Strich gab es jedoch keine spürbare Reaktion des Marktes.
Dafür aber auf die US-Ölbestandsdaten des Department of Energy (DOE), die knapp zwei Stunden später veröffentlicht wurden. In erster Reaktion gab es heftige Verkäufe und die Rohölpreise rutschen um gut einen halben Dollar pro Barrel ab. Unterm Strich gab es hier nämlich einen Aufbau von gut zwölf Millionen Barrel, womit die API-Zahlen vom Vortag in etwa bestätigt wurden. Zwar vermeldete das DOE einen Rückgang bei den Rohölvorräten von 2,5 Millionen Barrel, dafür aber einen umso kräftigeren Anstieg bei den Produktbeständen. Auch die auf ein neues Rekordniveau von 13 Million Barrel pro Tag gestiegene US-Ölproduktion, sowie die weiter zurückgegangene Gesamtnachfrage drücken auch die Notierungen.
Diese konnten sich zum Abend hin aber wieder erholen, was wohl mit der Unterzeichnung des ersten Teilabkommens zwischen den USA und China in Verbindung zubringen ist.

Am Devisenmarkt konnte der Euro im Vergleich zur Ölwährung US-Dollar wieder etwas zulegen, obwohl die EU Industrieproduktion per November um 1,5 Prozent rückläufig war. Analysten hatten im Vorfeld lediglich mit einem Minus von 1,1 Prozent gerechnet.

Insgesamt also wieder recht stabile Vorgaben für den deutschen Inlandsmarkt, wo die Heizölpreise derzeit auf dem günstigsten Niveau seit April 2018 stehen! Erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht einen leichten Anstieg in einer Größenordnung von 0,2 bis 0,3 Cent pro Liter erwarten, insgesamt dürften die Ausschläge bzw. Veränderungen aber sehr gering bleiben. Die Nachfrage hat in den letzten Tagen spürbar angezogen, was angesichts des sehr attraktiven Preisniveaus auch nicht verwunderlich ist. Viele Verbraucher stocken Ihre Bestände auf und gehen angesichts der nach wie vor sehr unsicheren Lage im Nahen Osten auf Nummer sicher.
15.01.2020, 08:44 Uhr
Die Ölpreise sind im gestrigen Handelsverlauf zunächst angestiegen, nach Bekanntgabe der API-Ölbestandsdaten wurden die Gewinne aber wieder abgegeben. In Folge werden die Heizöl-Notierungen hierzulande nur wenig verändert in den Tag starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten sind im gestrigen Handelsverlauf zunächst angestiegen, nach Bekanntgabe der API-Ölbestandsdaten wurden die Gewinne aber wieder nahezu vollständig abgegeben. In Folge werden die Heizöl-Notierungen hierzulande nur wenig verändert in den Tag starten.

Aktuell stehen die März-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 64,35 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 58,10 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar nur knapp behaupten und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1135 Dollar gehandelt.

Aus technischer Sicht war der Ölmarkt nach den massiven Verlusten der Vortage deutlich überverkauft und somit anfällig für eine Gegenbewegung. Nach anfänglichen leichten Verlusten, legten die Rohölpreise dann am Vormittag auch tatsächlich etwas zu und die Gewinne konnten bis zum späten Abend auch noch etwas ausgebaut werden. Doch bereits vor Bekanntgabe der neuen US-Ölbestandsdaten durch das American Petroleum Institute (API) gab es wieder einen kleinen Rücksetzer, als wenn die Marktteilnehmer es geahnt hätten, dass diese erneut bearish, also preisdrückend ausfallen würden.
Tatsächlich stiegen die Vorräten im Vergleich zur Vorwoche überraschend deutlich um in Summe über elf Millionen Barrel an, während die Analysten im Vorfeld lediglich mit einem Aufbau von gut drei Millionen Barrel gerechnet hatten.
Auch der Monatsreport der Energy Information Administration (EIA) wurde zumindest in der kurzfristigen Sicht drückend gewertet, denn für das laufende Jahr rechnet man hier mit einer noch stärkeren Überversorgung als zuletzt. Die Prognose zur globalen Ölnachfrage wurde leicht nach unten korrigiert, während man mit einem etwas stärkeren Angebot rechnet. Erst im nächsten Jahr soll der Markt wieder knapper versorgt sein. Die gleichzeitige Anhebung der Preisprognosen für die ersten drei Quartal 2020 ist mit den aktuellen Spannungen im Nahen Osten zu begründen.
Diese werden sicherlich den Ölmarkt auch noch eine Weile beschäftigen, denn sowohl im Konflikt der westlichen Welt mit Teheran, noch beim sich anbahnenden Streit zwischen den USA und dem Irak deutet sich eine Lösung an.
Heute warten die Marktbeobachter mit Spannung auf die Ölbestandsdaten des Department of Energy (DOE), die gegen 16.30 Uhr über die Ticker rollen werden.

Am Devisenmarkt geriet der Euro im Vergleich zum US-Dollar gestern nur kurzzeitig etwas unter Druck. Die Klarstellung von US-Finanzminister Steven Mnuchin, dass die USA die bisher verhängten Strafzölle gegen China im Rahmen des Phase-1-Abkommens nicht aufheben werde, belastete am Nachmittag den Greenback. Insgesamt bleiben die Wechselkurse hier aber weiterhin recht stabil.

Die Heizölpreise in Deutschland stehen derzeit auf dem tiefsten Stand seit Anfang August letzten Jahres. Wer hätte dies noch vor gut zwei Wochen für möglich gehalten? Heute wird es nach aktuellen Berechnungen und ersten Preistendenzen keine größeren Veränderungen geben. Hauptverantwortlich für den starken Rückgang der letzten Tage sind natürlich die deutlich gefallenen Rohölpreise, aber auch die relativ schwache Inlandsnachfrage trägt ihren Teil dazu bei. Die Tanks der Verbraucher sind aufgrund des bisher recht milden Winters noch recht gut gefüllt. Es kann aber, angesichts der nach wie vor politisch sehr instabilen Lage im Nahen Osten, durchaus zu einer Aufstockung der Vorrats geraten werden. Derzeit kann man mit einem Kauf auch einer Teilmenge kaum etwas falsch machen!


14.01.2020, 08:57 Uhr
Die Ölpreise haben gestern am Nachmittag erneut deutlich nachgegeben und stehen derzeit auf dem niedrigsten Niveau seit gut einem Monat. In Folge setzen heute auch die Heizöl-Notierungen ihren Abwärtstrend der letzten Tage fort. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern am Nachmittag erneut deutlich nachgegeben und stehen derzeit auf dem niedrigsten Stand seit gut einem Monat. In Folge setzen heute aller Voraussicht nach auch die Heizöl-Notierungen ihren Abwärtstrend der letzten Tage fort.

Aktuell stehen die März-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 64,20 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 58,10 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar erneut leicht verbessern und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1145 Dollar gehandelt.

Obwohl die Lage im Nahen Osten weiterhin sehr angespannt und die Zahl der aktiven US-Bohranlagen in der vergangenen Woche weiter deutlich zurückgegangen ist, gerieten die Rohölpreise auch gestern wieder unter Druck. Die Tatsache, dass es bislang noch zu keinen größeren Produktionsausfällen gekommen ist sorgt dafür, dass immer mehr Marktteilnehmer mit einer deutlichen Überversorgung im ersten Quartal rechnen. Nur so ist die aktuelle Entwicklung am Ölmarkt zu erklären, denn die Risiken sind nach wie vor allgegenwärtig und sicherlich nicht zu verachten.
Nicht nur, dass das Verhältnis zwischen den USA und dem Iran nach wie vor sehr schlecht ist, auch im Irak, dem zweitgrößten Ölproduzenten innerhalb der OPEC, brodelt es gewaltig.
Wer vor rund zehn Tagen prognostiziert hätte, dass die Ölpreise nach den Ereignissen in Bagdad auf das aktuelle Niveau fallen würde, wäre wohl eher als unglaubwürdig eingestuft worden.
Aber es gibt natürlich noch weitere Themen, die auf die Notierungen drücken. So sind die US-Ölbestände zuletzt deutlich angestiegen und die Nachfrage in den Staaten zeigte sich bei einer Rekord-Ölproduktion eher verhalten.
Ob diese Tendenz auch in dieser Woche bestätigt wird, wird sich heute Abend bzw. morgen am Nachmittag zeigen, wenn die Ölbestandsdaten von API und DOE veröffentlicht werden.
Gestern gab es so gut wie keine neuen Markt beeinflussenden Neuigkeiten. Trotzdem waren die Umsätze aber sehr hoch.

Am Devisenmarkt konnte der Euro seinen jüngsten leichten Aufwärtstrend im Vergleich zum US-Dollar fortsetzen. Unsere Gemeinschaftswährung profitierte dabei von Äußerungen von Fed-Mitglied Eric Rosengreen, der es als möglich erachtet, dass die US-Notenbank aufgrund der Präsidentschaftswahlen in diesem Jahr weiter eher eine expansive Geldpolitik verfolgen könnte.

Die Heizölpreise kennen in diesen Tagen weiterhin nur eine Richtung und die geht erfreulicherweise gen Süden. Auch heute sollte es nochmals zur deutlichen Rückgängen in einer Größenordnung von einem halben bis einem Cent pro Liter kommen, je nachdem ob der Rückgang der Rohölpreise gestern schon Berücksichtigung fand oder eben nicht. Mittlerweile stehen die Notierungen auf dem niedrigsten Niveau seit August und ziemlich genau auf dem Durchschnittspreis der letzten drei Jahre. Wer jetzt Heizöl bestellt, kauft auf jeden Fall günstig!
13.01.2020, 09:21 Uhr
Die Ölpreise haben sich am Freitag im Großen und Ganzen seitwärts bewegt und starten heute Morgen mit schwacher Tendenz in die neue Handelswoche. In Folge werden auch die Heizöl-Notierungen hierzulande mit leichten Abschlägen erwartet. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich am Freitag im Großen und Ganzen seitwärts bewegt und starten heute Morgen mit eher schwacher Tendenz in die neue Handelswoche. In Folge werden auch die Heizöl-Notierungen hierzulande mit leichten Abschlägen erwartet.

Aktuell stehen die März-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei knapp 65 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 59,10 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar etwas verbessern und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1125 Dollar gehandelt.

Auch wenn es am gestrigen Sonntag einen erneute Angriff auf eine irakische Militärbasis gegeben hat, bei dem wohl vier Soldaten verletzt worden sind, hat sich die generelle Lage im Nahen Osten übers Wochenende weiter entspannt. Nicht allerdings im Iran selbst, wo es nach dem versehentlichen Abschuss des ukrainischen Passagierflugzeuges zu massiven Protesten und Massendemonstrationen gegen den geistigen Führer Ali Khamenei und die Regierung gibt.
Immer mehr zum Brennpunkt der Region wird der Irak, der als zweitgrößter Ölproduzent der OPEC extrem wichtig für die globale Energieversorgung ist. Die Regierung in Bagdad hat die USA zum Truppenrückzug aufgefordert und das Parlament die Freigabe zum Kauf eines Luftabwehrsystems genehmigt, das eventuell auch von Russland bezogen werden könnte. Washington droht mit Sanktionen und dem Einfrieren von Konten, über die unter anderem Ölgeschäfte abgewickelt werden.  
Bullish, also preistreibend ist weiterhin die Entwicklung der aktiven US-Bohranlagen zu werten. In der vergangenen Woche ist deren Zahl um weitere 11 auf nunmehr nur noch 659 Einheiten zurückgegangen. Bereits im letzten Jahr gab es hier eine Schwund von deutlich über 20 Prozent und dieser Tend scheint sich im neuen Jahr fortzusetzen.
Eher preisdrückend fielen die am Freitag veröffentlichten Konjunkturdaten aus. Vor allem die Zahl der neu geschaffenen Stellen ausserhalb der Landwirtschaft lag in den USA per Dezember nur bei 145.000. Erwartet wurden hingegen 164.000 neue Jobs.

Dies wirkte sich auch am Devisenmarkt aus, wo der Euro im Vergleich zum US-Dollar wieder etwas an Boden gut machen konnte. Auch die leichte Entspannung der politischen Lage im Nahen Osten hilft unserer Gemeinschaftswährung, die sich in Krisenzeiten in der Regel im Vergleich zum "Greenback" schlechter entwickelt.

Die Heizölpreise hierzulande werden nach diesen Vorgaben auch heute wieder mit leichten Abschlägen in den Tag starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von bis zu einem halben Cent pro Liter erwarten. Mittlerweile kann das Preisniveau durchaus wieder als attraktiv bezeichnet werden, denn die Notierungen stehen aktuell deutlich unter dem Durchschnittswert der letzten 12 Monate und auch unter dem Wert der letzten drei Monate. Auch im Vergleich zum Vorjahr kann derzeit deutlich günstiger bestellt werden!
10.01.2020, 08:02 Uhr
Die Ölpreise haben gestern erneut leicht nachgegeben, nachdem die Angst vor einem Krieg zwischen den USA und dem Iran weiter abgenommen hat. In Folge werden heute auch die Heizöl-Notierungen mit weiteren leichten Verlusten in den Tag starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern erneut leicht nachgegeben, nachdem die Angst vor einem Krieg zwischen den USA und dem Iran weiter abgenommen hat. In Folge werden heute auch die Heizöl-Notierungen hierzulande aller Voraussicht nach mit weiteren leichten Verlusten in den letzten Handelstag der Woche starten.

Aktuell stehen die März-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 65,30 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 59,50 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar knapp behaupten und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1105 Dollar gehandelt.

Es scheint wieder etwas Ruhe in den Konflikt zwischen den USA und dem Iran einzukehren, nachdem dem iranischen Vergeltungsschlag wohl nicht mit weiterer Gewalt begegnet werden soll. Obwohl die Angst vor einem Krieg in den letzten Tagen deutlich zurückgegangen ist, bleibt die Situation aber angespannt und es muss nach wie vor jederzeit mit einem weiteren Ereignis gerechnet werden, das die Lage im Nahen Osten eskalieren lassen könnte.
Um so erstaunlicher ist es, dass am Markt die Risikoprämie nun wieder vollständig ausgepreist ist und die Rohölpreise auf dem niedrigsten Stand seit rund vier Wochen stehen.
Entscheidend mit dazu beigetragen haben sicherlich die US-Ölbestände, die in dieser Woche enorme Zuwächse verzeichnet haben und so Druck auf die Notierungen gebracht haben. Außerdem ist der Ölmarkt zu Beginn des neuen Jahres weiterhin sehr gut versorgt, da es bislang keine größeren Förderausfälle gegeben hat und die Nachfrage gerade im ersten Quartal traditionell eher schwach ausfällt.
Sollte die Lage in der Golf-Region auch in nächster Zeit ruhig bleiben, werden die Händler sicherlich die Entwicklung der Nachfrage verstärkt im Auge behalten müssen. Die Frage wird nämlich sein, ob die im Rahmen des OPEC-Förderabkommens beschlossen Produktionskürzungen ausreichen werden, um eine Überversorgung zu verhindern. Mit entscheidend dabei ist sicherlich auch, ob sich die einzelnen Länder auch tatsächlich an die Vorgaben halten.
Die gestern veröffentlichten Konjunkturdaten fielen gemischt aus und hatten keinen größeren Einfluss auf den Ölhandel.

Am Devisenmarkt gab es auch gestern wieder einen recht ruhigen Handel mit nur sehr geringen Kursschwankungen im Verhältnis zwischen dem Euro und dem US-Dollar. Dies könnte sich eventuell heute ändern, denn im Laufe des Tages stehen wichtige Konjunkturdaten aus den USA zur Veröffentlichung an.

Auch die Heizölpreise haben in den letzten Tagen erfreulicherweise einen deutlichen Rückgang verzeichnet und stehen mittlerweile nicht nur auf dem niedrigsten Stand seit knapp vier Wochen, sondern auch wieder deutlich unter dem Durchschnittspreis der letzten zwölf Monate. Auch im Vergleich zum Vorjahr stehen die Notierungen derzeit günstiger! Geht es nach morgendlichen Berechnungen und ersten Preistendenzen wird es wohl auch heute wieder zu leichten Abschlägen kommen. Diese dürften in etwa bei knapp einen halben Cent pro Liter liegen. Zweifelsohne bietet sich derzeit eine gute Kaufgelegenheit.
09.01.2020, 08:43 Uhr
Die Ölpreise haben gestern am späten Nachmittag nach Bekanntgabe der wöchentlichen US-Ölbestandsdaten massive Verluste erlitten. In Folge werden die Heizöl-Notierungen erfreulicherweise mit deutlichen Abschlägen in den heutigen Handelstag starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern am späten Nachmittag nach Bekanntgabe der wöchentlichen US-Ölbestandsdaten durch das Department of Energy (DOE) massive Verluste erlitten. In Folge werden die Heizöl-Notierungen erfreulicherweise mit deutlichen Abschlägen in den heutigen Handelstag starten.

Aktuell stehen die März-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 65,50 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 59,80 Dollar. Der Euro muss im Vergleich zum US-Dollar weitere Verluste hinnehmen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1110 Dollar gehandelt.

Der Vergeltungsangriff des Iran auf US-Militärstützpunkte im Irak sorgte gestern am frühen Morgen nur für einen kurzzeitigen Anstieg der Rohölpreise. Als bekannt wurde, dass es keine größeren Schäden und wohl acuh keine Todesopfer geben hat, gingen die Notierungen wieder deutlich zurück.
Es schien so, als mache sich Erleuchtung breit, dass der angekündigte Racheakt nun endlich vollzogen ist und die USA und der Iran nun quasi wieder quitt sind. Vor allem die gemäßigten Kommentare des iranischen Außenministers, wonach Teheran keine Eskalation oder gar einen Krieg wolle, wirkten beruhigend.
Am Nachmittag gerieten die Öl-Futures im Vorfeld der zur Veröffentlichung anstehenden DOE-Ölbestandsdaten weiter unter Druck. Die bearish, also preisdrückend zu wertenden API-Zahlen vom Vortag ließen wohl so manchen Händler vorsichtig werden und tatsächlich vermeldete auch das Department of Energy (DOE) einen enormen Zuwachs von in Summe über 15 Millionen Barrel. Zudem ging die Gesamtnachfrage weiter zurück und die US-Ölproduktion blieb auf dem Rekordniveau von 12,9 Mio. Barrel pro Tag.
Spontan ging es mit den Futures nach unten und der Abwärtstrend verstärkte sich dann auch noch, als US-Präsident Trump verkündete, weitere Sanktionen gegen das iranische Regime verhängen zu wollen, was gleichzeitig vermuten lässt, dass es zumindest vorerst keinen neuen Militärschlag der USA geben wird.
Von der Preisspitze, die bei Brent-Öl um ca. 2 Uhr bei knapp 72 Dollar pro Barrel lag, gingen die Futures bis Handelsschluss auf rund 66 Dollar pro Fass zurück. Hektische Zeiten am Ölmarkt!

Deutlich weniger spektakulär ging es am Devisenmarkt zu, wo der Euro im Vergleich zum US-Dollar weiter leicht an Boden verlor. Die Arbeitsaufträge der deutschen Industrie gingen per November um 1,3 Prozent zurück. Aus den USA kamen hingegen gute Zahlen vom Arbeitsmarkt, wo die Zahl der neue geschaffenen Stellen per Dezember um 202.000 zunahm. Erwartet wurden lediglich 160.000 neue Jobs.

Die Heizölpreise hierzulande werden nach diesen Vorgaben heute aller Voraussicht nach deutlich schwächer in den Handel starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen ein sattes Minus in einer Größenordnung von eineinhalb Cent pro Liter erwarten. So ruhig das letzte Jahr am Heizölmarkt verlaufen ist, so volatil startet das neue Jahr. Eine seriöse Prognose über den weiteren Verlauf ist angesichts der nach wie vor sehr angespannten Lage im Nahen Osten leider nahezu unmöglich.
08.01.2020, 07:58 Uhr
Die Ölpreise haben in der Nacht einen Satz nach oben gemacht als bekannt wurde, dass der Iran Raketenangriffe durchgeführt hat. Wenig später gaben die Kurse aber wieder nach, sodass die Heizöl-Notierungen heute nur mit moderaten Aufschlägen starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben in der Nacht einen kräftigen Satz nach oben gemacht als bekannt wurde, dass der Iran Raketenangriffe auf US-Stützpunkte im Irak durchgeführt hat. Wenig später gaben die Kurse aber schon wieder nach, sodass die Heizöl-Notierungen heute nur mit moderaten Aufschlägen in den Tag starten.

Aktuell stehen die März-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 69 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 63,25 Dollar. Der Euro muss im Vergleich zum US-Dollar leichte Verluste hinnehmen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1150 Dollar gehandelt.

Der Iran hat seine Drohung wahrgemacht und einen Raketenangriff auf Militärbasen im Irak gestartet. Insgesamt sollen 15 Raketen abgefeuert worden sein, die das Ziel hatten US-Streitkräfte zu treffen. Die Meldungen über den Erfolg des Angriffes gehen derweil weit auseinander. Während das iranische Fernsehen von 80 toten "amerikanischen Terroristen" berichtete, gibt es laut US-Regierung keine Hinweise auf Opfer unter den US-Soldaten.
Der iranische Außenminister Zarif bezeichnete die Aktion als "angemessene Schritte der Selbstverteidigung" betonte aber gleichzeitig, dass Teheran keine Eskalation oder gar einen Krieg wolle.
Dies war wohl auch der Grund, warum sich die Rohölpreise nach einem kurzen Anstieg schnell wieder setzten und heute Morgen nur ein recht moderaten Anstieg von nicht einmal einen Dollar pro Barrel zu Buche steht. Vielleicht war dies der für den Iran unbedingt notwendige Schritt als Reaktion auf die Tötung des hochrangigen Generals Soleimani, der aber gleichzeitig wieder Ruhe in die Region bringen könnte, vorausgesetzt es gibt keine weitere gewaltsame Reaktion von US-Seite. Heute will das Weiße Haus nach einer Analyse der Vorfälle ein offizielles Statement abgeben.
Vor der Nachricht des iranischen Angriffes wurden die wöchentlichen US-Ölbestandsdaten des American Petroleum Institute (API) bekanntgegeben. Hier gab es in Summe einen Aufbau von über sieben Millionen Barrel. Zwar gingen die Rohöl-Vorräte deutlich um knapp sechs Millionen Fass zurück, dafür gab es aber gewaltige Aufbauten bei den Produkten.
Ansonsten gab es insgesamt recht gute Konjunkturdaten, vor allem aus den USA.

Dies sorgte am Devisenmarkt dafür, dass der Euro im Vergleich zum US-Dollar etwas ins Hintertreffen geriet. Zwar konnten auch die EU-Einzelhandelszahlen per November mit einem Plus von 2,2 Prozent überzeugen, die am Nachmittag dann veröffentlichten Wirtschaftsindikationen aus den USA sorgten dann aber vermehrt zu Dollar-Käufen.

Trotz der vorübergehenden Turbulenzen am Ölmarkt, starten die Heizölpreise hierzulande nur mit moderaten Aufschlägen in den heutigen Handelstag. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht lediglich ein Plus in einer Größenordnung von rund einem halben Cent pro Liter erwarten. Trotzdem sollte man weiter auf der Hut sein, denn es kann natürlich jederzeit zu neuen Gewaltakten in der Golf-Region kommen, die sich entsprechend auf die globale Ölversorgung auswirken könnten.
07.01.2020, 08:42 Uhr
Die Ölpreise haben gestern im Laufe des Tages deutlich an Wert verloren, nachdem die Lage im Nahen Osten bislang ruhig geblieben ist. In Folge werden auch die Heizöl-Notierungen hierzulande mit kräftigen Abschlägen in den heutigen Handelstag starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern im Laufe des Tages deutlich an Wert verloren, nachdem die Lage im Nahen Osten bislang ruhig geblieben ist. In Folge werden auch die Heizöl-Notierungen hierzulande mit kräftigen Abschlägen in den heutigen Handelstag starten.

Aktuell stehen die März-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 68,20 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 62,70 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar leicht verbessern und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1180 Dollar gehandelt.

Im Konflikt zwischen den USA und dem Iran bleibt es vorerst bei Drohungen. Das ist sicherlich eine gute Meldung, die auch am Ölmarkt honoriert wird. Die Rohölpreise gaben gestern erstmals seit dem tödlichen US-Angriff auf den iranischen General Soleimani wieder nach und stehen derzeit sogar wieder in etwa auf dem Niveau vor dem Ereignis, dass die Spannungen zwischen den beiden Ländern extrem erhöht hat.
Die Marktteilnehmer schätzen die Kriegsgefahr also offenbar eher gering ein. Nur so ist zu erklären, dass die Risikoprämie binnen dieser kurzen Zeit nun schon fast wieder annähernd vollständig aus den Kursen entweichen konnte.
Trotzdem haben die Ölfirmen Exxon Mobil und Chevron ihre us-amerikanischen Mitarbeiter aus dem Irak abgezogen und folgen somit der Empfehlung der US-Regierung. Die Ölförderung des Irak scheint davon bislang aber nicht betroffen zu sein, was zweifelsohne für den globalen Ölmarkt sehr wichtig ist, denn der Irak ist nach Saudi-Arabien der zweitgrößte Ölförderer der OPEC.
Trotz des gestrigen Rückgangs der Ölpreise bleibt die Stimmung am Ölmarkt weiterhin sehr nervös und es muss jederzeit damit gerechnet werden, dass ein Anschlag die Notierungen wieder in die Höhe treiben könnte.
Alle anderen Meldungen spielen nach wie vor eine untergeordnete Rolle. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass die Zahl der aktiven US-Bohranlagen in der zurückliegenden Woche erneut um 7 auf nunmehr 670 Einheiten zurückgegangen ist. Zudem gab es gestern recht gute Konjunkturdaten aus dem Dienstleistungsgewerbe, denn die entsprechenden Einkaufsmanagerindizes fielen diesseits und jenseits des Atlantiks besser aus als von den Analysten erwartet.

Am Devisenmarkt gab es gestern wieder einen recht ruhigen Handel, bei dem sich der Euro im Vergleich zur Ölwährung US-Dollar erneut gut behaupten konnte. Heute am Vormittag wird der EU-Verbraucherpreisindex veröffentlicht, der unserer Gemeinschaftswährung eventuell weiteren Auftrieb geben könnte. Experten rechnen nämlich damit, dass die Inflation im Dezember weiter zugenommen hat.

Vorläufiges Aufatmen bei den Händlern und Verbrauchern in Deutschland, denn die Heizölpreise geben nach dem Schock zu Beginn des Jahres heute wieder deutlich nach. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht Abschläge in einer Größenordnung von ein bis eineinhalb Cent pro Liter erwarten, was bedeuten würde, dass die Notierungen wieder das Niveau vor dem US-Anschlag auf den iranischen General fallen. Das könnte durchaus eine Chance sein, sich nochmals günstig einzudecken, denn das die Lage im Nahen Osten ruhig bleibt, ist zwar zu hoffen, wohl aber eher nicht zu erwarten.
06.01.2020, 10:28 Uhr
Die Ölpreise starten leider mit weiteren Aufschlägen in die neue Handelswoche, nachdem eine Eskalation im Nahen Osten nach wie vor stark zu befürchten ist. In Folge ziehen auch die Heizöl-Notierungen hierzulande weiter an. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten starten leider mit weiteren Aufschlägen in die neue Handelswoche, nachdem eine Eskalation im Nahen Osten nach wie vor stark zu befürchten ist. In Folge ziehen auch die Heizöl-Notierungen hierzulande weiter an.

Aktuell stehen die März-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei gut 70 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 64,20 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar gut behaupten und wird heute Morgen weiterhin zu Kursen um 1,1170 Dollar gehandelt.

Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran, der sich jederzeit auf die gesamte Nahost-Region ausweiten könnte, hat den Ölmarkt weiterhin fest im Griff. Nachdem die USA den ranghohen iranischen General Soleimani in Bagdad getötet hat und der Iran mit Vergeltung gedroht hat, stehen die Zeichen auf Krieg. Gestern kündigte Irans Präsident Rohani an, sich nicht weiter an das Atomabkommen halten und künftig unbegrenzt Uran anreichern zu wollen. US-Präsident Trump drohte mit "unverhältnismäßigen" Reaktionen auch auf kulturelle Ziele, sollte der Iran us-amerikanische Ziele angreifen. Eine Eskalation scheint jederzeit möglich zu sein.
Entsprechend reagierte der Ölmarkt auf die neue Situation im Nahen Osten. Die Rohölpreise zogen bereits am Freitagmorgen kräftig an und auch heute sind weitere Aufschläge zu beobachten. Mittlerweile haben die Futures den höchsten Stand seit gut acht Monaten erreicht und im Falle eines weiteren gravierenden Ereignisses könnte es durchaus noch weiter deutlich nach oben gehen. Vor allem eine Blockade der Meerenge von Hormuz hätte für die globale Ölversorgung sicherlich gravierende Auswirkungen.
Alle anderen Nachrichten geraten derweil in den Hintergrund. Die am Freitag Nachmittag veröffentlichten DOE-Ölbestandsdaten brachten unterm Strich einen leichten Aufbau, sodass die bullishen API-Daten hier nicht bestätigt wurden. Die Gesamtnachfrage ging deutlich zurück, während die US-Rohölförderung mit 12,9 Millionen Barrel pro Tag auf Rekordniveau blieb. Insgesamt konnten die Zahlen somit sogar leicht preisdrückend gewertet werden, was angesichts der extremen Spannungen in der Golf-Region aber kaum auf Interesse stieß und keine spürbare Reaktion hervorrief.

Am Devisenmarkt befindet sich der Euro heute Vormittag im Vergleich zum US-Dollar etwas im Aufwind, was mit guten Konjunkturdaten aus Deutschland und der EU zusammenhängen könnte. Der Einkaufsmanagerindex aus dem Dienstleistungssektor erreichte per Dezember einen Wert von 52,9 Punkten, was leicht über den Erwartungen und dem Vormonatswert liegt. Die deutschen Einzelhandelsumsätze konnten per November um 2,8 Prozent zulegen. Prognostiziert war lediglich ein Plus von 0,9 Prozent.

Die Heizölpreise in Deutschland starten leider auch heute wieder mit Aufschlägen in die neue Handelswoche. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von 0,5 Cent pro Liter erwarten. Dass sich dies in diesem extrem nervösen Marktumfeld jederzeit auch wieder ändern kann, sollte jedem klar sein. Wir empfehlen gerade sicherheitsorientierten Verbrauchern mit knappen Tankvorrat zumindest den Kauf einer kleinen Menge, um sicher über den Winter zu kommen.
03.01.2020, 08:02 Uhr
Die Ölpreise haben in der Nacht deutlich zugelegt nachdem bekannt wurde, dass die USA einen ranghohen iranischen General getötet hat. Die Heizöl-Notierungen werden heute in Folge mit deutlichen Aufschlägen in den zweiten Handelstag der Woche starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben in der Nacht deutlich zugelegt nachdem bekannt wurde, dass die USA in Bagdad einen ranghohen iranischen General getötet hat. Dies lässt eine Eskalation der Lage im Nahen Osten befürchten. Die Heizöl-Notierungen werden heute mit deutlichen Aufschlägen in den zweiten Handelstag der Woche starten.

Aktuell stehen die März-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 68,20 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 62,90 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum US-Dollar etwas zurück und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1170 Dollar gehandelt.

Zu Beginn des neuen Jahres ziehen die Rohölpreise leider weiter an. Verantwortlich hierfür sind neue Spannungen im Nahen Osten, die mit der gezielten Tötung eines ranghohen iranischen Generals durch die USA ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht hat. Teheran hat bereits mit schwerer Vergeltung gedroht.
Bereits in den letzten Tagen kam es zu Kampfhandlungen im Irak, bei dem ein US-Zivilist getötet worden ist. Die USA reagierte mit dem Beschuss irakischer Milizen, die auch von dem getöteten iranischen General gesteuert worden sein sollen.
Am Ölmarkt reagierten die Markteilnehmer sofort auf die Meldung aus Bagdad und die Futures schossen heute am frühen Morgen binnen weniger Minuten um gut zwei Dollar pro Barrel nach oben. Ob dies als Risikoprämie in den nächsten Tagen Bestand haben wird, wird sich zeigen. Fakt ist, dass die Ölpreise bei einer Eskalation der Lage zwischen Washington und Teheran bzw. im Nahen Osten weiter deutlich anziehen werden.
Ansonsten gab es gestern einen relativ unspektakulären Handel mit nur geringen Preisausschlägen. Preisdrückend wirkte die Meldung, dass Russland seine Ölproduktion im vergangenen Jahr weiter erhöht hat, obwohl die Förderung im Rahmen des OPEC-Abkommens eigentlich gedrosselt hätte werden sollen. Auch Nigeria will seine Ölexporte im Februar angeblich weiter ausbauen.
Spannend wird in nächster Zeit sicherlich auch zu beobachten sein, wie es mit der US-Ölproduktion weitergehen wird. Der starke Rückgang der aktiven US-Bohranlagen im letzten Jahr könnte sich schon bald auf die Fördermengen auswirken. Immer mehr Analysten und Marktbeobachter rechnen damit, dass die US-Schieferölindustrie ihr Zenit bald erreicht haben wird.

Am Devisenmarkt konnte der Euro gestern nicht von einem überraschend gut ausgefallenen EU-Einkaufsmanagerindex aus dem verarbeitenden Gewerbe profitieren und fiel im Vergleich zum US-Dollar deutlich spürbar zurück. Unterstützt wurde der Greenback dann am Nachmittag durch solide Zahlen vom US-Arbeitsarkt.

Denkbar schlechte Vorgaben also für den deutschen Inlandsmarkt, wo die Heizölpreise heute kräftig anziehen werden. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von einem bis eineinhalb Cent pro Liter erwarten. Es ist aber nicht auszuschließen, dass es im Laufe des Tages noch zu größeren Aufschlägen kommen wird. Wer mit dem Vorrat nicht über den Winter kommt und auf der sicheren Seite stehen will, sollte den Bestand aufstocken.