19.05.2022, 08:27 Uhr
Die Ölpreise haben sich gestern zunächst recht stabil gezeigt und bis zum frühen Nachmittag sogar weitere Gewinne einfahren können. Mit starken Kursverlusten an den Aktienmärkten ging dann aber auch der Ölkomplex in die Knie. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich gestern zunächst recht stabil gezeigt und bis zum frühen Nachmittag sogar weitere Gewinne einfahren können. Mit starken Kursverlusten an den US-Aktienmärkten ging dann aber auch der Ölkomplex in die Knie. In Folge werden die Heizöl-Notierungen hierzulande erfreulicherweise auch heute wieder mit schönen Abschlägen starten.

Aktuell stehen die Juli-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 110,20 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 109,92 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum US-Dollar wieder zurück und wird heute Morgen nur noch zu Kursen um 1,0490 US-Dollar gehandelt.

Die Meldung, dass aus Kanada schon bald deutlich mehr Öl vor allem in Richtung USA fließen könnte und die US-Regierung ihre Sanktionen gegen das ölreiche Land Venezuela etwas lockern wird, hatte an den Ölmärkten gestern kaum eine nachhaltige Wirkung hervorgerufen. Die Rohölpreise zogen bis zum Start des Börsenhandels in den USA sogar weiter leicht an.
Als dann aber die Aktien an der Wall Street immer stärker unter Druck geraten sind, ging es auch mit den Ölfutures deutlich nach unten.
Daran änderten auch die bullish zu wertenden US-Ölbestandsdaten des Department of Energy (DOE) nicht. Hier gab es wie schon tags zuvor bei den Zahlen des American Petroleum Institute (API) deutliche Abbauten bei Rohöl und Benzin. Lediglich die um diese Jahreszeit nicht so viel beachteten Destillat-Vorräte legten etwas zu. Wieder deutlich angezogen hat auch die Inlandsnachfrage von 19,2 Millionen Barrel pro Tag auf 19,6 Millionen Fass, während die Ölproduktion um genau 100.000 Barrel pro Tag auf 11,95 Million Barrel angestiegen ist. Dieser Wert wurde aber auch schon vor drei Wochen kurzzeitig erreicht.
Erwähnenswert, weil am Ölmarkt in langfristiger Hinsicht durchaus ein wichtiger Faktor, ist die "RePowerEU", die gestern von der EU-Kommission vorgestellt wurde. Insgesamt sollen 300 Milliarden Euro investiert werden, um die Abhängigkeit von russischen Öl und Gas mittels massiven Investitionen in Wind- und Solarenergie deutlich zu reduzieren. Bis 2030 sollen nicht mehr nur 40, sondern nun 45 Prozent des Energiebedarfs durch erneuerbare Energien gedeckt werden.

Auch am Devisenmarkt wirkte sich die schlechte Stimmung an den Aktienmärkten aus und der US-Dollar ist in solcheen Marktphasen bekanntlich als sicherer Hafen besonders gefragt. Der Euro ist wieder deutlich unter die 1,05-Dollar-Marke gefallen, kann sich heute Morgen im asiatisch geprägten Handel aber wieder leicht erholen.

Trotz der Währungsverluste starten die Heizölpreise hierzulande erfreulicherweise auch heute wieder mit Abschlägen in den Tag. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von gut einem Cent pro Liter erwarten. Mittlerweile sind die Notierungen auf den tiefsten Stand seit fünf Wochen gefallen und gerade für sicherheitsorientierte Ölheizer bietet sich derzeit eine gute Gelegenheit, schon jetzt für den nächsten Winter bzw. die nächste Heizperiode einzulagern.
18.05.2022, 08:55 Uhr
Die Ölpreise haben gestern zunächst weiter angezogen und die Brent-Futures kurzzeitig sogar die 115-Dollar-Marke überschritten. Im späten Handel gab es aber Neuigkeiten aus Kanada, was auf die Preise drückte. Die Heizöl-Notierungen starten mit Abschlägen. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern zunächst weiter angezogen und die Brent-Futures kurzzeitig sogar die 115-Dollar-Marke überschritten. Im späten Handel gab es aber Neuigkeiten aus Kanada, was auf die Preise drückte. In Folge starten die Heizöl-Notierungen mit leichten bis moderaten Abschlägen in den heutigen Tag.

Aktuell stehen die Juli-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 112 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 110,20 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum US-Dollar durchaus etwas überraschend zulegen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0530 US-Dollar gehandelt.

In Erwartung einer in den nächsten Wochen deutlich zunehmenden Benzin-Nachfrage in den USA und in China, haben die Rohölpreise im Schlepptau der Benzin-Kontrakte gestern zunächst weiter angezogen. Außerdem gab es besser als erwartet ausgefallene Konjunkturdaten aus der EU.
Die Meldung, dass die OPEC+ Gruppe im April ihr Mengenziel um 2,6 Millionen Barrel pro Tag verfehlt hat, wirkte ebenfalls stützend, auch wenn dies nicht unbedingt überraschte, denn allein die Lieferungen Russlands gingen um 860.000 Barrel pro Tag zurück.
Ein neuer Hoffnungsschimmer auf der Angebotsseite könnte nun aber Kanada sein. Die dortige Regierung hat angeboten, den USA die fehlenden russischen Öllieferungen von in etwa 670.000 Barrel pro Tag zu ersetzen. Es wäre wohl sogar möglich, die Förderung um 900.000 Barrel pro Tag zu erhöhen und somit eine Überkompensation zu erreichen. Auch Venezuela könnte künftig wieder mehr Öl fördern und exportieren, da die US-Regierung dem Ölmulti Chevron die Zusammenarbeit mit dem dortigen Staatskonzern Petroleum de Venezuela (PDVSA) erleichtert hat.
Die gestern nach Börsenschluss veröffentlichten US-Ölbestandsdaten des American Petroleum Institute (API) fielen eindeutig bullish, also preistreibend aus. Bei Rohöl gab es statt des erwarteten Zuwachses einen deutlichen Abbau, bei Benzin fiel der Rückgang noch deutlicher aus. Man darf gespannt sein, ob die Zahlen heute Nachmittag vom Department of Energy (DOE) bestätigt werden.

Am Devisenmarkt hat der Euro im Vergleich  zum US-Dollar gestern deutlich zulegen können. Zum einen fiel das Bruttoinlandsprodukt in der EU für das erste Quartal etwas besser aus als erwartet, zum anderen ist die Risikofreudigkeit der Anleger aufgrund der in China in Aussicht gestellten Corona-Lockerungen wieder angestiegen, was unsere Gemeinschaftswährung tendenziell stützt, da Anleger den "sicheren Hafen" US-Dollar eher verlassen.

Die Heizölpreise hierzulande starten heute erfreulicherweise mit weiteren Abschlägen in den Handel und markieren somit den niedrigsten Stand seit rund drei Wochen. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von ein bis zwei Cent pro Liter erwarten. Insgesamt ist derzeit von einem recht ruhigen Handel zu berichten, wobei das Interesse am Heizölkauf nach wie vor überdurchschnittlich hoch ist. Von daher ist mit einer starken Nachfrage, spätestens in der zweiten Sommerhälfte, zu rechnen.
17.05.2022, 07:58 Uhr
Die Ölpreise haben im gestrigen Handelsverlauf leider wieder deutlich zugelegt und sind auf den höchsten Stand seit Ende März geklettert. In Folge starten heute auch die Heizöl-Notierungen mit moderaten Aufschlägen in den Tag. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben im gestrigen Handelsverlauf leider wieder deutlich zugelegt und sind auf den höchsten Stand seit Ende März geklettert. In Folge starten heute auch die Heizöl-Notierungen mit moderaten Aufschlägen in den Tag.

Aktuell stehen die Juli-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 113,90 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 111,40 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar auf niedrigem Niveau gut behaupten und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0440 US-Dollar gehandelt.

Trotz enttäuschender Konjunkturdaten aus China und einem dortigen deutlichen Rückgang der Rohölverarbeitung per April von 11 Prozent, konnten die Rohölpreise gestern kräftige Gewinne einfahren.
Denn es gab durchaus auch bullishe, also preistreibende Nachrichten. So plant die chinesische Regierung ein baldiges Ende des Lockdowns in Shanghai und viele Marktteilnehmer erwarten dann aufgrund von Nachholeffekten einen Nachfrageschub. Außerdem beginnt in den USA bald die sog. "Driving Season", in der die Nachfrage nach Benzin besonders hoch ist.
Dies alles fällt in eine Zeit, wo die globalen Ölbestände sehr niedrig sind und weder die OPEC+, noch die USA deutlich mehr Öl auf den Markt bringen kann. Außerdem wurden die strategischen Ölreserven zuletzt stark heruntergefahren, sodass in nächster Zeit auch hier zusätzlicher Bedarf entstehen wird. In den USA ist hier das niedrigste Niveau seit 1987 erreicht.
Zwar soll nach dem monatlichen Produktionsbereiche der Energy Information Administration (EIA) die Schieferölproduktion im Juni weiter um 140.000 Barrel pro Tag zunehmen, gleichzeitig ist aber die Zahl der gebohrten, aber noch nicht fertig erschlossen Ölquellen zurückgegangen.
Deutlich mehr Öl könnte derzeit wohl nur vom Iran kommen. Doch hier stocken die Verhandlungen bezüglich des Atomabkommen seit Wochen, sodass von dieser Seite zumindest in nächster Zeit nicht mit einer Entlastung zu rechnen ist.

Am Devisenmarkt konnte der Euro im Vergleich zur Ölwährung US-Dollar leicht zulegen. Insgesamt bleiben die Rahmenbedingungen für unsere Gemeinschaftswährung aber alles andere als gut. Deutlich steigende Zinsen in den USA, eine gleichzeitig zögerliche Haltung der Europäische Zentralbank, sowie die massiven Auswirkungen des Ukraine-Krieges auf die Wirtschaft in der EU, lassen kaum Spielraum nach oben.

Die Heizölpreise hierzulande tendieren unter relativ großen Schwankungen nunmehr seit mehr als sechs Wochen seitwärts. Auch heute wird dieser Trend aller Voraussicht nach nicht gebrochen, denn aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht nur Aufschläge in einer Größenordnung von rund einem Cent pro Liter erwarten. Auch wenn das Interesse am Heizölkauf in den letzten Tagen etwas zurückgegangen ist, so bleiben die Preisanfragen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum doch außerordentlich hoch. Viele Ölheizer befinden sich noch in Wartestellung und hoffen auf einen Preisrückgang in den Sommermonaten. Ob dieser allerdings auch kommen wird, ist aufgrund der beschriebenen globalen Nachfrageerwartung eher unwahrscheinlich. Wer auf der sicheren Seite stehen will, bestellt bereits jetzt für die in rund drei Monaten wieder beginnende Heizsaison.


16.05.2022, 08:42 Uhr
Die Ölpreise haben am Freitag im Laufe des Tages zugelegt und sind auf Tageshoch aus dem Handel gegangen. Allerdings gab es bei den Produkten bereits Abschläge, die heute Morgen auf breiter Front zu beobachten sind. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben am Freitag im Laufe des Tages zugelegt und sind auf Tageshoch aus dem Handel gegangen. Allerdings gab es bei den Produkten bereits erste Abschläge, die heute Morgen auf breiter Front zu beobachten sind. In Folge starten die Heizöl-Notierungen hierzulande mit leichten bis moderaten Abschlägen in die neue Handelswoche.

Aktuell stehen die Juli-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 109,85 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde gut 109 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar leicht erholen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,04 US-Dollar gehandelt.

Nachdem sich die Rohölpreise am Freitag recht robust entwickelt hatten, gab es heute auch zum Start in den asiatisch geprägten Handel zunächst weitere Aufschläge. Dann allerdings wurden enttäuschende Konjunkturdaten aus China veröffentlicht, die sofort Druck auf den Ölkomplex brachten.
Per April ist die Industrieproduktion im Reich der Mitte um 2,9 Prozent zurückgegangen, die Einzelhandelsumsätze sogar um 11,1 Prozent. Beide Werte liegen deutlich unterhalb der Analystenschätzung und den Zahlen des Vormonats.
Auch in den USA fiel das am Freitag veröffentlichte Verbrauchervertrauen der Uni Michigan deutlich schlchte aus als erwarete. Per Mai lag dieses bei 59,1, statt wie erwartet 64 Punkten.
Die Zahlen sind Ausdruck der Konjunktursorgen, die derzeit bei immer mehr Börsianern aufkommen. Hohe Energie- und Lebensmittelpreise feuern die Inflation weiter an, während die Lieferketten unter anderem aufgrund der Corona-Situation in China weiterhin unterbrochen sind.
Während also die schwache Konjunkturentwicklung den Ölverbrauch reduziert, bleibt das globale Angebot weiterhin begrenzt. Öl aus Russland wird generell gemieden, doch es gibt auch immer wieder interessante Entwicklungen. Tankertrackingdaten haben gezeigt, dass die Lieferungen von russischem Heizöl zu einem wichtigen Umschlagplatz in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) in letzer Zeit sprunghaft zugenommen haben.
Die Zahl der aktiven US-Bohranlagen ist in der vergangenen Woche hingegen weiterhin nur moderat um 6 auf nun 563 Einheiten angestiegen.

Am Devisenmarkt bleibt der Euro im Vergleich zum US-Dollar auf einem sehr schwachen Niveau, auch wenn sich unsere Gemeinschaftswährung am Freitag stabilisieren und wieder leicht zulegen konnte. Die deutlich steigenden Zinsen in den USA, sowie die Belastungen durch den Krieg in der Ukraine, werden wohl auch in naher Zukunft keine Trendwende zulassen.

Die Heizölpreise hierzulande starten nach diesen Vorgaben mit leichten Abschlägen in die neue Handelswoche. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von im Schnitt einem halben bis einem Cent pro Liter erwarten. Somit könnten die Notierungen den niedrigsten Stand der letzten drei Wochen erreichen. Die Spekulation auf weiter fallende Kurse hat die Nachfrage in den letzten Tagen zwar deutlich gedrückt, die Zahl der Marktbeobachter ist aber weiterhin sehr hoch, sodass davon auszugehen ist, dass das Bestellaufkommen bald wieder deutlich zunehmen wird.
13.05.2022, 08:41 Uhr
Die Ölpreise haben gestern zum Start zunächst weiter deutlich nachgegeben, sich im weiteren Verlauf aber stabilisiert und den Tag letztendlich mit kräftigen Aufschlägen beendet. In Folge geht es auch mit den Heizöl-Notierungen wieder nach oben. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern zum Start in den europäisch geprägten Handel zunächst weiter deutlich nachgegeben, sich im weiteren Verlauf dann aber stabilisiert und den Tag letztendlich mit kräftigen Aufschlägen beendet. In Folge geht es auch mit den Heizöl-Notierungen hierzulande wieder entsprechend nach oben.

Aktuell stehen die Juli-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 108,80 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 105,50 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum US-Dollar immer weiter auf ein neues Langzeittief zurück und wird heute Morgen nur noch zu Kursen um 1,0390 US-Dollar gehandelt.

Das Abwärtspotenzial der Rohölpreise bleibt begrenzt. Dies zeigte sich wieder sehr schön am gestrigen Handelstag, als die Futures nach den Verlusten der Vortage ins Plus drehten, ohne dass es hierzu entsprechende neue Markt beeinflussende Nachrichten gegeben hätte.
Im Gegenteil, der Monatsbericht der Internationalen Energieagentur (IEA) hätte sogar wieder etwas Druck auf die Futures bringen können, denn die Prognose zum weltweiten Ölnachfragewachstum wurde im Vergleich zum letzten Report um 0,2 Millionen Barrel pro Tag nach unten korrigiert. Gleichzeichtig rechnet man beim globalen Ölangebot nur mit einem Minus von 0,1 Millionen Fass pro Tag. Zudem gehen die Fachleuten in Paris nicht von einer massiven Unterversorgung aus, wenngleich natürlich auf die bestehenden Risiken hingewiesen wurde.
Ähnlich sieht die OPEC die derzeitige Lage. Auch hier rechnet man aktuell für dieses Jahr mit einem stärkeren Rückgang der Nachfrage als noch vor vier Wochen.
Die Gründe für diese Einschätzungen sind bekannt, denn die seit Wochen sehr hohen Ölpreise drücken auf den Konsum und die Wirtschaft, der Krieg in der Ukraine führt zu massiven Einschränkungen und auch die Corona-Lage in China trägt einen großen Teil dazu bei, dass der Ölverbrauch nicht so stark steigt wie erwartet.
Die Tatsache, dass es bereits zu ersten Beeinträchtigungen bei der Gasversorgung kommt, ist sicherlich ein Faktor, warum die Notierungen gestern aber trotzdem wieder nach oben geklettert sind.

Am Devisenmarkt ist der Euro im Vergleich zum US-Dollar wieder kräftig unter Druck geraten und zeitweise auf den tiefsten Stand seit mehr als fünf Jahren gefallen. Der Inflationsdruck bleibt auch in den USA sehr hoch und die dortige Notenbank hat bereits weitere Zinsschritte in Aussicht gestellt, während die Europäische Zentralbank wohl erst in den kommenden Wochen aktiv werden will.

Keine guten Vorgaben für den deutschen Inlandsmarkt, wo die Heizölpreise heute mit deutlichen Aufschlägen in den letzten Handelstag der Woche starten werden. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von einem bis eineinhalb Cent pro Liter erwarten. Insgesamt setzt sich der seit Wochen existente Seitwärtstrend somit fort. Die Nachfrage bleibt auf einem für die Jahreszeit durchaus hohem Niveau, da viele Ölheizer bereits jetzt für die kommende Heizperiode einlagern. Dies macht angesichts der extrem unsicheren Lage auch durchaus Sinn.
12.05.2022, 08:36 Uhr
Die Ölpreise geben heute Morgen im frühen asiatischen Handel deutlich nach und machen so den Anstieg von gestern wieder wett. Erfreulicherweise werden in Folge auch die Heizöl-Notierungen hierzulande mit schönen Abschlägen in den Tag starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten geben heute Morgen im frühen asiatisch geprägten Handel deutlich nach und machen so den Anstieg von gestern wieder wett. Erfreulicherweise werden in Folge auch die Heizöl-Notierungen hierzulande mit schönen Abschlägen in den Tag starten.

Aktuell stehen die Juli-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 106,30 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 102,50 Dollar. Der Euro bleibt im Vergleich zum US-Dollar weiter unter Druck und wird heute Morgen nur noch zu Kursen um 1,0510 US-Dollar gehandelt.

Während sich die Rohölpreise gestern den ganzen Tag über recht fest gezeigt haben und in etwa auf Tageshoch aus dem Handel gegangen sind, waren bei den Produkten bereits im späten US-Handel erste Schwächetendenzen zu erkennen.
Über die Gründe hierfür kann nur spekuliert werden. An den gestern Nachmittag veröffentlichten DOE-Ölbestandsdaten kann es eigentlich nicht gelegen haben, denn hier gab es vor allem bei Rohöl einen deutlichen Aufbau von 8,5 Millionen Barrel, während bei den Produkten Abbauten von in Summe 4,5 Millionen Fass zu verzeichnen waren. Die Gesamtnachfrage ging im Vergleich zur Vorwoche um gut 0,2 Millionen Barrel auf 19,2 Millionen Barrel pro Tag zurück, die Ölproduktion blieb in etwa konstant bei 11,85 Millionen Barrel pro Tag.
Preisdrückend wirken sicherlich die Sorgen vor einer möglichen globalen Rezession. Eine hohe Inflation, der Ukraine-Krieg und die Lockdowns in China sorgen nicht gerade für Optimismus unter den Analysten. Das Investmenthaus Morgan Stranley hat seine Wachstumsprognosen für dieses Jahr deutlich nach unten korrigiert und steht damit nicht alleine da.
Beunruhigung löst nach wie vor die Versorgungslage am Gasmarkt aus. Nachdem die Ukraine in Luhansk kein russisches Gas mehr durchleiten will oder kann, hat die russische Regierung einige Unternehmen auf eine Sanktionsliste gesetzt, die unter anderem bei den Speicherkapazitäten eine Rolle spielen. Inwieweit dies Auswirkungen auf die Vorratslage in Europa hat, wird derzeit noch geprüft.
Heute warten die Marktteilnehmer auf die neuen Monatsberichte der OPEC und der Internationalen Energieagentur (IEA).

Am Devisenmarkt hat der Euro im Vergleich zum US-Dollar gestern weiter an Wert verloren und notiert nun wieder in Nähe der bekannten Langzeittiefstände. Die Verbraucherpreise in den USA sind im April um 8,3 Prozent und somit etwas stärker als erwartet angestiegen, was den "Greenback" entsprechend stützte. Die US-Notenbank wird sicherlich weiter an der Zinsschraube drehen, aber auch aus Kreisen der EZB kommen immer konkretere Hinweise, dass es schon bald zu einer ersten Anhebung des Leitzinses kommen wird.

Die Heizölpreise hierzulande werden heute erfreulicherweise mit schönen Abschlägen in den Handel starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von zwei bis drei Cent pro Liter erwarten. Der nunmehr seit Ende März existente Seitwärtstrend findet also unter starken Schwankungen seinen Fortgang. Ein deutlicher Preisrückgang ist weiterhin sehr unwahrscheinlich, weshalb gerade sicherheitsorientierten Verbrauchern anzuraten ist, den Heizöltank rechtzeitig zu befüllen.
11.05.2022, 08:33 Uhr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben ihren Abwärtstrend der letzten Tage leider beendet und starten heute morgen mit deutlichen Aufschlägen. In Folge geht es auch mit den Heizöl-Notierungen hierzulande deutlich nach oben. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben ihren Abwärtstrend der letzten Tage leider beendet und starten heute morgen  mit deutlichen Aufschlägen in den Handel. In Folge geht es auch mit den Heizöl-Notierungen hierzulande deutlich nach oben.

Aktuell stehen die Juli-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei knapp 105 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 102 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum US-Dollar wieder etwas zurück und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0545 US-Dollar gehandelt.

Die Uneinigkeit innerhalb der EU über eine Öl-Embargo gegen Russland, sowie die schwache globale Konjunkturverfassung haben gestern zunächst dafür gesorgt, dass sich die Rohölpreise weiter schwach entwickelt haben. Allerdings entwickeltn sich die Gasölpreise, die ja für die Preisentwicklung bei Heizöl und Diesel maßgebend sind, dabei schon gegenläufig.
Heute Morgen geht es nun auch mit den Rohöl-Kontrakten deutlich nach oben, was zum einen mit einer technischen Gegenbewegung begründet werden kann, zum anderen wohl auch mit der Meldung, dass die Ukraine kein Gas mehr durch Luhansk leiten kann oder will. Auch wenn dies den Ölmarkt nicht unmittelbar betrifft, so macht es den Börsianern doch wieder deutlich, wie fragil die Energieversorgung Europas derzeit ist.
Der gestern veröffentlichte Monatsreport der Energy Information Administration (EIA) wirkte ebenfalls preistreibend, denn für dieses Jahr wurde die Prognose zum globalen Ölverbrauch im Vergleich zum letzten Bericht zwar um 190.000 Barrel pro Tag nach unten korrigiert, gleichzeitig sieht man aber eine um 320.000 Barrel pro Tag geringer Ölproduktion. Die Preisprognosen wurden ab dem vierten Quartal teilweise deutlich nach oben korrigiert.
Nach Börsenschluss vermeldete dann das American Petroleum Institute (AP) ihre wöchentlichen US-Ölbestandsdaten. Hier gab es überraschend geringe Aufbauten über alle Produktbereiche. Die Analysten hatten im Vorfeld hingegen leichte Rückgänge erwartet. Die Marktteilnehmer warten aber hier sicherlich auf die heute Nachmittag zur Veröffentlichung anstehenden Vergleichszahlen des Department of Energy (DOE).

Am Devisenmarkt bleibt der Euro im Vergleich zum US-Dollar weiter auf einem sehr niedrigen Niveau. Auch wenn sich die Stimmen mehren, die auch für einen baldigen Zinsschritt der Eurpoäischen Zentralbank (EZB) plädieren, so dürfte das Tempo in den USA hier deutlich höher bleiben. Heute werden neue Verbraucherpreis-Daten aus Deutschland und den USA bekanntgegeben, außerdem meldet sich EZB-Chefin Christine Lagarde zu Wort.

Schlechte Vorgaben heute also für den deutschen Inlandsmarkt, wo die Heizölpreise heute nach einigen verlustreichen Tagen wieder mit deutlichen Aufschlägen in den Tag starten werden. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von zwei bis vier Cent pro Liter erwarten. Insgesamt setzt sich somit der seit Anfang April existente Seitwärtstrend fort. Es bleibt dabei, dass die Notierungen nur wenig Potenzial nach unten haben, sodass gerade sicherheitsorientierten Verbrauchern nach wie vor zum rechtzeitigen Vorratskauf geraten werden kann.
10.05.2022, 08:00 Uhr
Die Ölpreise haben gestern im Handelsverlauf massive Verluste hinnehmen müssen. Heute Morgen können sich die Futures im asiatischen Handel zwar stabilisieren, die Heizöl-Notierungen werden aber trotzdem mit weiteren Abschlägen in den Tag starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern im Handelsverlauf massive Verluste hinnehmen müssen. Heute Morgen können sich die Futures im asiatischen Handel zwar stabilisieren, die Heizöl-Notierungen werden aber trotzdem mit weiteren Abschlägen in den Tag starten.

Aktuell stehen die Juli-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 104,70 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 102,20 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar etwas erholen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0580 US-Dollar gehandelt.

So einfach wie sich die EU den Ausstieg aus den Öllieferungen aus Russland vorgestellt hat, ist es wohl leider doch nicht. Es regt sich massiver Widerstand aus Osteuropa. Vor allem Ungarn, aber auch die Slowakei, Bulgarien und Tschechien sind stark von den russischen Ölimporten abhängig und sehen bis auf Weiteres wohl keine Möglichkeiten, komplett auf die Lieferungen über die Druschba-Pipeline zu verzichten. Der innerhalb der EU sicherlich nicht immer beliebte ungarische Staatschef Orban hat bereits angekündigt, ein Veto einzulegen. Um ein Scheitern des Vorhabens zu verhindern, reiste EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen gestern nach Ungarn. Fortschritte seien wohl erzielt worden, weitere Gespräche aber nötig.
Rar mit Gesprächen ist es in letzter Zeit leider bei den Verhandlungen zum Atomabkommen mit dem Iran geworden. Nun will der europäische Chefunterhändler Enrique Mora nach Teheran reisen, um einen letzten Versuch zu unternehmen, ein drohendes Scheitern doch noch zu verhindern.
Drückend auf die Rohölpreise wirkten gestern sicherlich auch noch schwache Konjunkturdaten aus China und die Preissenkungen des saudischen Ölkonzerns Aramco für Juni-Lieferungen nach Asien und Europa.
Ansonsten warten die Marktteilnehmer in dieser Woche mit Spannung auf die Monatsberichte der Energy Information Administration (EIA), der OPEC und der Internationalen Energieagentur (IEA). Der EIA-Bericht wird bereits heute Abend veröffentlicht, danach folgen nach US-Börsenschluss die wöchentlichen Ölbestandsdaten des American Petroleum Institute (API).

Am Devisenmarkt konnte der Euro gestern im Vergleich zum US-Dollar etwas überraschend zulegen. Denn die Stimmung an den internationalen Finanzmärkten blieb schlecht und die Konjunkturprognose für den Euro-Raum eher düster. Der gestern veröffentlichte Sentix-Konjunkturindex wurde per Mai mit minus 22,6 Punkten veröffentlicht. Die Analysten hatten im Vorfeld lediglich mit einem Wert von 20,8 Zählern gerechnet.

Die Heizölpreise habe gestern zum Wochenstart deutlich nachgegeben und auch heute dürfte es nochmals schöne Abschläge geben. Zumindest lassen aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von durchschnittlich rund einem Cent pro Liter erwarten. In einigen Region, wo gestern noch nicht auf die stark gefallenen Börsenpreise reagiert wurde, könnte der Rückgang wohl auch noch etwas deutlicher ausfallen. Alles in allem bleibt das weitere Abwärtspotenzial in den nächsten Wochen und Monaten aber eher gering, da Öl das nicht aus Russland kommt, sehr begehrt bleiben wird.
09.05.2022, 08:19 Uhr
Die Ölpreise haben sich am Freitag nur wenig verändert gezeigt und sich weiter stabilisiert. Auch heute Morgen sind bislang keine größeren Kurssprünge zu beobachten, sodass die Heizöl-Notierungen mit weiteren Abschlägen in die neue Woche starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich auch am Freitag nur wenig verändert gezeigt und sich im Großen und Ganzen weiter stabilisiert. Auch heute Morgen sind bislang keine größeren Kurssprünge zu beobachten, sodass die Heizöl-Notierungen hierzulande mit weiteren Abschlägen in die neue Handelswoche starten können.

Aktuell stehen die Juli-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 112,60 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 109,80 Dollar. Der Euro bleibt im Vergleich zum US-Dollar unter Druck und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0505 US-Dollar gehandelt.

Wenig neue Markt bewegende Meldungen gibt es zum Wochenauftakt an den internationalen Ölmärkten. Zwar haben die G7-Staaten gestern bei ihrem virtuellen Gipfeltreffen einen Ausstieg aus russischen Ölimporten vereinbart, wirklich überraschend und neu ist dies allerdings nicht, denn bis auf Japan haben alle anderen Länder bereits ein Embargo verhängt bzw. sich zumindest im Rahmen der geplanten EU-Maßnahmen dazu bereit erklärt. Japan selbst unterstützt dieses Vorhaben, wird zu Umsetzung aber Zeit brauchen, um die Lieferungen aus Russland zu ersetzen.
Währenddessen gehen die Bemühungen innerhalb der EU weiter, einen Importstopp bald unter Dach und Fach zu bringen. Zuletzt hatte Bulgarien mit einem Veto gedroht, falls dem Land keine Ausnahmeregelung eingeräumt werden sollte.
Während die angespannte Angebotssituation weiterhin verhindert, dass die Rohölpreise an den internationalen Warenterminmärkten stärker unter Druck geraten, hat der saudische Ölkonzern Aramco die Preise für Lieferungen für Juni teilweise deutlich gesenkt. Die größten Abschläge gibt es für Abnehmer in Asien, aber auch Europa profitiert.
Die Zahl der aktiven US-Bohranlagen ist in der vergangenen Woche um weitere 5 auf nunmehr 557 Einheiten und somit auf den höchsten Stand seit zwei Jahren angestiegen.

Am Devisenmarkt bleiben die Rahmenbedingungen für den Euro im Vergleich zum US-Dollar schlecht. Auch wenn der französische Notenbankchef de Galhau es für realistisch hält, dass die Leitzinsen im Euroraum bis Ende des Jahres wieder im positiven Bereich liegen werden, treibt die US-Notenbank dieses Thema deutlich schneller voran. Gestärkt wird dieses Vorgehen auch von neuen Daten vom US-Arbeitsmarkt, wo die Zahl der neu geschaffenen Stellen stärker stieg als erwartet. Eine per März deutlich um 3,9 Prozent gefallene deutsche Industrieproduktion drückte zusätzlich auf den Kurs unserer Gemeinschaftswährung.

Trotz der Währungsverluste werden die Heizölpreise hierzulande mit weiteren Verlusten in die neue Handelswoche starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen zumindest aus morgendlicher Sicht Abschläge in einer Größenordnung von bis zu einem Cent pro Liter erwarten. Die zuletzt leicht rückläufigen Notierungen haben die Nachfrage wieder etwas abebben lassen, das Interesse am Heizölkauf ist aber nach wie vor sehr hoch. Ein stärker Preisrückgang ist nach wie vor nicht in Sichtweite, sodass Ölheizer schon jetzt für den nächsten Winter einlagern sollten. Zumindest wenn sie auf der sicheren Seite stehen wollen!
06.05.2022, 08:41 Uhr
Die Ölpreise haben sich gestern auf erhöhtem Niveau seitwärts bewegt und auch heute ist keine neue Richtung erkennbar. Da sich die Gasölpreise von der schwachen Seite zeigen, werden die Heizöl-Notierungen aller Voraussicht nach heute weiter nachgeben. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich gestern auf erhöhtem Niveau seitwärts bewegt und auch heute Morgen im asiatisch geprägten Handel ist bislang keine neue Richtung erkennbar. Da sich die Gasölpreise weiter von der schwachen Seite zeigen, werden die Heizöl-Notierungen aller Voraussicht nach auch heute wieder leicht nachgeben.

Aktuell stehen die Juli-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 111,60 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde weiterhin 108,60 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum Dollar wieder zurück und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0530 US-Dollar gehandelt.

Schwache Aktienmärkte und Konjunktursorgen haben gestern dafür gesorgt, dass die Rohölpreise ihren Anstieg der letzten Tage nicht fortsetzen konnten. Die Corona-Lage in China, die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine, die unterbrochenen Lieferketten und die hohe Inflation drückt auf die Stimmung in der Wirtschaft und auch der Verbraucher. Wirtschaftlich dürften schwierige Monate, wenn nicht sogar Jahre bevorstehen.
Auf der anderen Seite bleibt das Ölangebot knapp, da russisches Öl gemieden und spätestens zum Jahreswechsel wohl auch von den Staaten der Europäischen Union nicht mehr gekauft werden wird.
Eine außerplanmäßige Steigerung der Fördermengen aus Kreisen der OPEC+ Gruppe wäre zwar wünschenswert, ist derzeit aber nicht realistisch. Wenig überraschend wurde gestern beim monatlichen turnusmäßigen Treffen eine Beibehaltung der bisherigen Förerpoltik beschlossen. Somit soll die offizielle Fördermenge für Juni nur um weitere 0,4 Millionen Barrel pro Tag steigen, erreichen wird das Produzentenbündnis die Menge aber ohnehin nicht, das ist bereits jetzt absehbar.
Eine neue Bedrohung auf der Angebotsseite könnten die Tarifverhandlungen mit den Ölarbeitern in Norwegen werden. Eine Einigung konnte bislang nicht erzielt werden, sodass man nun im Juni weiterverhandeln will. Gerade Norwegen übernimmt derzeit eine wichtige Rolle bei der Ölversorgung Europas ein.
Zudem hat die US-Regierung angekündigt, schon im Herbst mit ersten Rückkäufen zur Auffüllung der strategischen Ölreserven zu beginnen.
Auffallend in den letzten Tagen war, dass die Produkt-Futures an den Börsen ein Eigenleben entwickelt haben und sich im Vergleich zu den Rohölpreisen wesentlich verbraucherfreundlicher entwickelt haben.

Am Devisenmarkt fiel der Euro gestern im Vergleich zum US-Dollar wieder zurück. Schwache Konjunkturdaten aus Deutschland, wo die Arbeitsaufträge per März überraschend deutlich um 4,7 Prozent zurückgegangen ist, belasteten unsere Gemeinschaftswährung ebenso, wie die sich in Zukunft weiter vergrößernde Zinsdifferenz zum Dollar-Raum.

Dank der gefallenen Gasöl-Futures werden die Heizölpreise hierzulande mit weiteren Abschlägen in den letzten Handelstag der Woche starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von ein bis zwei Cent pro Liter erwarten. Das Interesse am Heizölkauf ist nach wie vor sehr hoch, wenngleich die Kaufaktivität gestern etwas nachgelassen hat. Die Lieferzeiten haben sich aufgrund des hohen Bestellaufkommens der letzten Tage deutlich verlängert, was angesichts des bevorstehenden Sommers auf den ersten Blick kein Problem ist. Schwierigkeiten könnte es aber bald wieder mit der Absicherung der Mengen und den Preisen geben. Wieder steigende Risikoaufschläge wären die Folge.
05.05.2022, 08:42 Uhr
Die Ölpreise haben gestern im Laufe des Tages deutlich zugelegt, nachdem schon bald ein Öl-Embargo seitens der EU verabschiedet werden soll. Die Heizöl-Notierungen werden heute aller Voraussicht nach ohne größere Veränderungen in den Tag starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern im Laufe des Tages deutlich zugelegt, nachdem schon bald ein Öl-Embargo seitens der EU verabschiedet werden soll. Da die Gasölpreise gleichzeitig aber mehr oder weniger stabil geblieben sind, werden die Heizöl-Notierungen heute aller Voraussicht nach ebenfalls ohne größere Veränderungen in den Tag starten.

Aktuell stehen die Juli-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 111 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 108,60 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum Dollar deutlich zulegen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0610 US-Dollar gehandelt.

Die EU-Kommission hat gestern einen Vorschlag für ein neues Sanktionspaktet vorgelegt, das auch ein Einfuhrverbot russischen Öls vorsieht. Hier soll es aber eine Übergangsfrist von sechs Monaten geben, für Ölprodukte soll diese sogar acht Monate betragen. Für besonders hart betroffene Länder, wie die Slowakei und Ungarn, könnten Ausnahmeregelungen vereinbart werden. Trotzdem ist es nicht sicher, ob gerade die russlandfreunliche ungarische Regierung von Victor Orban dem Vorhaben auch zustimmen wird.
Am Ölmarkt rechnet man aber offenbar schon damit, dass bis etwa Ende des Jahres kaum mehr russisches Öl in die EU fließen wird, denn die Rohölpreise zogen nach dem Vorstoß der EU-Kommission deutlich an. Auch, weil die US-Regierung weitere Restriktionen ihrerseits für möglich hält.
Sollten die Sanktionen umgesetzt und dabei auch andere wichtige Ölabnehmer wie Indien ins Boot geholt werden können, stellt sich natürlich die Frage, woher die dann fehlende Menge von knapp fünf Millionen Barrel pro Tag dann herkommen soll. Die OPEC+ sieht das Ganze nicht so dramatisch und rechnet im diesen Jahr mit einem Angebotsüberschuss von 1,9 Millionen Barrel pro Tag, wobei hier sicherlich die russischen Öllieferungen noch enthalten sind. Die Organisation wird daher ihre Förderpolitik wohl auch weiterhin nicht ändern. Gewissheit hierzu könte es schon heute im Laufe des Tages geben.
Die gestern veröffentlichten US-Ölbestandsdaten des Department of Energy (DOE) fielen eher bearish, also preisdrückend aus. Entgegen den API-Zahlen vom Vortag wurde in Summe eine leichte Zunahme, vor allem bei Rohöl vermeldet. Bei den Produkten gab es geringfügige Abbauten. Die Gesamtnachfrage ging um gut 350.000 Barrel pro Tag zurück, die Ölförderung nur um knapp 100.000 Fass.

Am Devisenmarkt konnte der Euro gestern im Vergleich zum US-Dollar deutlich zulegen. Zwar hat die US-Notenbank die Leitzinsen wie erwartet um 0,5 Prozentpunkte angehoben, gleichzeitig schloss Fed-Chef Jerome Powell künftige größere Zinsschritte von beispielsweise 75 Basispunkten aus, was dann zu Gewinnmitnahmen beim Dollar geführt hat.

Die Heizölpreise hierzulande werden nach diesen Vorgaben heute im bundesweiten Durchschnitt ohne große Veränderungen in den Handel starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen nur geringe Abschläge in einer Größenordnung von bis zu einem halben Cent pro Liter erwarten. Regionale Unterschiede gibt es in diesen volatilen Zeiten aber nach wie vor. Die Diskussion über das wohl kommende Öl-Embargo hält die Nachfrage hoch, denn dadurch erhöht sich natürlich das Risiko, dass die Ölpreise wieder deutlich ansteigen könnten.