25.04.2019, 08:43 Uhr
Die Ölpreise haben gestern ihre hohes Niveau weiter verteidigen können, obwohl die Ölbestände in den USA im Vergleich zur Vorwoche angestiegen sind. In Folge werden auch die Heizöl-Notierungen hierzulande erneut kaum verändert in den heutigen Tag starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern ihre hohes Niveau weiter verteidigen können, obwohl die Ölbestände in den USA im Vergleich zur Vorwoche angestiegen sind. In Folge werden die Heizöl-Notierungen hierzulande erneut kaum verändert in den heutigen Tag starten.

Aktuell stehen die Juni-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 74,80 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 65,90 Dollar. Der Euro ist im Vergleich zum US-Dollar weiter auf ein neues Langzeittief zurückgefallen und wird heute Morgen nur noch zu Kursen um 1,1160 US-Dollar gehandelt.

Nach der Ankündigung der USA, die Anfang Mai auslaufenden Ausnahmegenehmigungen für den Import iranischen Öls nicht zu verlängern, sind die Rohölpreise auf den höchsten Stand seit Ende Oktober letzten Jahres geklettert und haben sich auf diesem Niveau gefestigt.
Daran haben auch die US-Ölbestandsdaten nichts geändert, die in dieser Woche eindeutig bearish, also preisdrückend ausgefallen sind. Wie schon das American Petroleum Institute (API) am Dienstagabend nach Börsenschluss, vermeldete auch das Department of Energy (DOE) gestern Nachmittag einen Zuwachs von in Summe 2,7 Millionen Barrel. Dieser lag aber doch deutlich unter den API-Werten und so ging es mit den Brent-Öl-Futures nur in erster Reaktion kurz nach unten. Zum Abend hin waren die Verluste beinahe wieder vollständig ausgeglichen und heute Morgen stehen die Notierungen sogar auf einem neuen Jahreshoch.
Die US-Sorte "WTI" gab gestern jedoch deutlich stärker nach, da die Versorgungsprobleme tendenziell eher Europa und Asien betreffen. Die USA kann sich hingegen durch die stark steigenden Mengen aus der Schieferöl-Industrie sehr gut selbst versorgen.
Währenddessen wird am Markt fleißig darüber spekuliert, wie die nun fehlenden Mengen aus dem Iran ausgeglichen werden sollen. Insgesamt geht es schätzungsweise um 0,8 Millionen Barrel pro Tag, von denen allein Saudi-Arabien 0,5 Millionen kompensieren könnte, ohne dabei gegen das Förderabkommen zu verstoßen.
Auch deshalb sieht die Internationale Energieagentur (IEA) derzeit kein Problem für die Versorgungssicherheit. Die Reserven einiger OPEC-Länder seien aufgrund des Förderabkommens in letzter Zeit deutlich angestiegen und außerdem sind noch gewaltige Mengen iranischen Öls auf Tankern unterwegs, sodass die Mengen erst Zug um Zug wegfallen würden, so die Experten aus Paris.

Am Devisenmarkt ist der Euro im Vergleich zum US-Dollar weiter zurückgefallen und steht derzeit deutlich unter der 1,12-Dollar-Marke und somit auf dem tiefsten Stand seit rund zwei Jahren. Die hohen Ölpreise, der Brexit und die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank drücken auf die Gemeinschaftswährung. Zudem enttäuschte der gestern veröffentlichte Ifo-Geschäftsklimaindex, der per April mit 99,2 Punkten unter dem Vormonatswert und unterhalb der Prognose von 99,9 Zählern lag.
 
Trotz der weiter gestiegenen Rohölpreise und des schwachen Euro, werden die Heizöl-Notierungen hierzulande heute wenig verändert in den Handel starten. Zumindest lassen dies aktuelle Berechnungen und erste Preisentwicklungen aus morgendlicher Sicht erwarten. Das ist allerdings nur ein schwacher Trost für die alles andere als verbraucherfreundliche Entwicklung im bisherigen Verlauf des Aprils. Leider bleiben die Aussichten auf deutlich nachgebende Heizölpreise auch in den nächsten Tagen und Wochen weiterhin schlecht.
24.04.2019, 08:18 Uhr
Die Ölpreise haben gestern ihre hohes Niveau halten können und sind auf dem höchsten Stand seit Ende Oktober letzten Jahres aus dem Handel gegangen. Preisdrückend zu wertende API-Ölbestandsdaten sorgen heute morgen aber für leichte Preisabschläge. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern ihre hohes Niveau halten können und sind auf dem höchsten Stand seit Ende Oktober letzten Jahres aus dem Handel gegangen. Preisdrückend zu wertende API-Ölbestandsdaten sorgen heute morgen aber für leichte Preisabschläge, die sich eventuell auch auf die Heizöl-Notierungen niederschlagen.

Aktuell stehen die Juni-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 74,25 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 65,95 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum US-Dollar weiter zurück und wird heute Morgen nur noch zu Kursen um 1,1215 US-Dollar gehandelt.

Über Ostern gab es am Ölmarkt weitere, stark bullish zu wertende Nachrichten, die die Rohölpreise nicht nur auf ein neues Jahreshoch, sondern auf den höchsten Stand seit knapp sechs Monaten getrieben haben.
Vor allem die Ankündigung der USA, die Ausnahmeregelungen für Ölimporte aus dem Iran, die bisher in etwa ein Volumen von rund einer Million Barrel pro Tag ausmachten, ab dem 2. Mai nicht verlängern zu wollen, sorgte am Markt für Beunruhigung, zumal ja die Versorgungslage aufgrund der niedrigen Ölförderung von OPEC und Co. und der fehlenden Mengen aus Venezuela ohnehin vorher schon sehr angespannt war.
In den nächsten Wochen wird es interessant zu beobachten sein, ob Saudi-Arabien und andere OPEC-Länder ihre Förderung erhöhen, so wie dies von den USA am Montag angekündigt wurde.
Ein weiterer großer Unsicherheitsfaktor bleibt in diesen Tagen auch Libyen. Hier ist nach wie vor zu befürchten, dass die Ölexporte des Landes aufgrund des Bürgerkrieges ebenfalls bald deutlich zurückgehen könnten.
Gestern nach Börsenschluss vermeldete das American Petroleum Institute (API), wie üblich am Dienstagabend, ihre Version der wöchentlichen US-Ölbestandsdaten, die erfreulicherweise bearish, also preisdrückend ausgefallen sind und somit heute Morgen zumindest vorübergehend für eine leichte Entspannung der Lage sorgen. In Summe gab es hier einen kräftigen Zuwachs von über acht Millionen Barrel, während die Analysten im Vorfeld mit einem Rückgang von knapp zwei Millionen Fass gerechnet hatten.
Heute Nachmittag werden die etwas einflussreicheren Zahlen des Department of Energy (DOE) veröffentlicht.

Am Devisenmarkt bleibt der Euro im Vergleich zum US-Dollar in diesen Tagen unter Druck und steht aktuell wieder in etwa auf dem niedrigsten Niveau seit knapp zwei Jahren. Die gestiegenen Ölpreise wirken sich hier negativ auf die Gemeinschaftswährung aus, da diese die Wirtschaftsentwicklung hemmen und dabei der Konjunktur in Europa mehr schaden als der in den USA, wo ja zahlreiche Unternehmen  von einem hohen Ölpreis profitieren. Zudem ist gestern das EU-Verbrauchervertrauen per April weiter auf einen Wert von minus 7,9 Punkte zurückgegangen.
 
Die Heizölpreise hierzulande werden nach diesen Vorgaben heute stabil bis tendenziell leicht nachgebend in den Tag starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein leichtes Miniminus von 0,1 bis 0,2 Cent pro Liter erwarten. Die Notierungen stehen derzeit auf dem höchsten Stand seit gut vier Monaten und es ist leider zu erwarten, dass es auch in den nächsten Tagen und Wochen noch weiter nach oben gehen könnte.
23.04.2019, 08:16 Uhr
Die Ölpreise haben gestern am Ostermontag kräftige Gewinne erzielen können, da die USA überraschend das Ende aller Ausnahmegenehmigungen für Ölimporte aus dem Iran angekündigt hat. In Folge ziehen auch die Heizöl-Notierungen hierzulande heute deutlich an. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern am Ostermontag, an dem es in den USA einen gewöhnlichen Börsenhandel gab, kräftige Gewinne erzielen können, da die US-Regierung überraschend das Ende aller Ausnahmegenehmigungen für Ölimporte aus dem Iran angekündigt hat. In Folge ziehen auch die Heizöl-Notierungen hierzulande heute deutlich an.

Aktuell stehen die Juni-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei  74,40 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde  genau 66 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum US-Dollar zurück und wird derzeit nur noch zu Kursen um 1,1250 US-Dollar gehandelt.

Am Ölmarkt reißen die schlechten Nachrichten einfach nicht ab. Nachdem die Versorgungslage aufgrund des Förderabkommens der OPEC mit anderen Nicht-OPEC-Staaten, der sanktionsbedingten Ausfälle in Venezuela und des Bürgerkriegs in Libyen mittlerweile äußerst knapp ist, hat gestern die US-Regierung nun auch noch die Ausnahmeregelungen im Bezug auf die Ölimporte aus dem Iran gekippt und somit für einen weiteren Preisschub gesorgt. Die Rohölpreise sind gestern in kurzer Zeit um rund zwei Dollar pro Barrel auf ein neues Fünf-Monatshoch gesprungen und halten sich auch zum Start in den europäisch geprägten Handel auf diesem erhöhten Niveau.
Ziel von US-Präsident Trump ist es nach wie vor, die Ölexporte des Iran auf null zu drücken. Bisher lagen diese noch bei ca. einer Million Barrel pro Tag. Abnehmer waren China, Indien, die Türkei, Griechenland, Italien, Taiwan, Südkorea und Japan, die dafür eben eine Ausnahmegenehmigung erhalten haben und sich nun anderweitig mit zusätzlichem Öl versorgen müssen.
Zwar hat die US-Regierung auch angekündigt, dass Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAR) die Fördermengen erhöhen werden um die fehlenden Mengen auszugleichen, bisher gab es aus diesen Ländern aber noch keine Bestätigung. 
Gerade die Saudis haben die Ölpreise in den letzten Monaten ja mit nach oben getrieben, indem sie deutlich mehr Öl vom Markt genommen haben, als die im Förderabkommen eigentlich vereinbart war. Aufrufe von US-Präsident Trump, die Produktion wieder anzuheben, wurden bisher ignoriert!
Mittlerweile hat auch der Iran reagiert und wieder einmal mit der Schließung der Straße bzw. Meerenge von Hormuz gedroht, über die ein Großteil des Öles aus dem Nahen Osten transportiert wird. Auch dies trägt natürlich nicht zu einer Beruhigung des Ölmarktes bei.
Zu allem Überfluss ist es am Sonntag in Nigeria zu einem Brand gekommen, aufgrund dessen die Ölpipeline Nembe Creek Trunk Line (NCTL) mit einer Kapazität von 150.000 Barrel pro Tag abgeschaltet werden musste.
Es ist also zu befürchten, dass die Öl-Futures heute weiter anziehen könnten, wenn der Handel in Europa nach den Osterfeiertagen wieder aufgenommen wird.

Am Devisenmarkt musste der Euro am Donnerstagnachmittag im Vergleich zum Dollar deutliche Verluste hinnehmen, nachdem aus der EU schwache Konjunkturdaten veröffentlicht wurden und aus den USA eher positive Signale aus der Wirtschaft kamen. Gestern konnte sich die Gemeinschaftswährung zwar stabilisieren und wieder leicht zulegen, teilweise kräftige Verluste an den asiatischen Börsen könnten heute aber für neuen Verkaufsdruck sorgen.

Alles andere als gute Vorgaben also für den deutschen Inlandsmarkt, wo die Heizölpreise heute mit empfindlichen Aufschlägen in die neue Handelswoche starten werden. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von gut einem bis eineinhalb Cent pro Liter erwarten. Leider müssen wir also auch hier von einem neuen Jahreshoch berichten und die Aussichten auf deutlich fallende Preise sind schlecht wie lange nicht!


18.04.2019, 08:51 Uhr
Die Ölpreise haben gestern im Laufe des Handels etwas nachgegeben, nachdem zuvor ein neues Jahreshoch markiert worden war. Bei stabilen Wechselkursen werden die Heizöl-Notierungen hierzulande mit leichten Abschlägen in den letzten Tag der Woche starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern im Laufe des Handels etwas nachgegeben, nachdem zuvor ein neues Jahreshoch markiert worden war. Bei weiterhin stabilen Wechselkursen, werden die Heizöl-Notierungen hierzulande mit leichten Abschlägen in den letzten Tag der Woche starten.

Aktuell stehen die Juni-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 71,60 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 63,75 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar weiterhin behaupten und wird heute Morgen nahezu unverändert zu Kursen um 1,13 US-Dollar gehandelt.

Nachdem die am Dienstagabend nach Börsenschluss vermeldeten US-Ölbestandsdaten des American Petroleum Institute (API) mit einem überraschend starken Rückgang preistreibend ausgefallen sind und zudem auch noch recht positive Konjunkturdaten aus der EU und China vermeldet wurden, starteten die Rohölpreise gestern zunächst mit weiteren Gewinnen in den europäisch geprägten Handel.
Die Brentöl-Futures kletterten in den Mittagsstunden sogar deutlich über die 72-Dollar-Marke, bevor am frühen Nachmittag erste Gewinnmitnahmen einsetzten. Die Händler agierten im Vorfeld der zur Veröffentlichung anstehenden Vorratsdaten des Department of Energy (DOE) dabei aber recht vorsichtig.
Tatsächlich fielen die Zahlen dann in Summe eher bearish, also preisdrückend aus. Zwar gab es sowohl bei Rohöl, als auch bei den Produkten einen Rückgang, dieser fielen aber teilweise deutlich geringer aus, also dies die API-Daten hätten vermuten lassen.
Die Marktteilnehmer reagierten zunächst recht unentschlossen. In erster Reaktion zogen die Öl-Futures an, gaben dann im späten Handel aber wieder nach und gingen schlussendlich dann auch in Nähe der Tagestiefstände aus dem Handel.
Ein größerer Preisrückgang ist aber angesichts der ingesamt weiterhin bullish einzuschätzenden Marktlage nach wie vor kaum wahrscheinlich.
Vor die Lage in Libyen spitzt sich immer mehr zu und es gibt mittlerweile knapp 180 Tote und über 800 Verletzte. Die Ölexporte des Landes sollen bislang von den Kampfhandlungen aber noch nicht beeinträchtigt sein.

Am Devisenmarkt scheint der Euro nun fast schon seit einer Woche an der 1,13-Dollar-Marke festgenagelt zu sein. Auch gestern blieben die Kursausschläge im Vergleich zum US-Dollar weiterhin sehr gering. Heute werden im Laufe des Tages gleich eine ganze Reihe neuer Konjunkturdaten, darunter die Einkaufsmanagerindizes aus der EU und den USA, sowie hier auch noch die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung veröffentlicht. Vielleicht bringen diese dann wieder etwas Bewegung in den Handel.
 
Wenig verändert werden heute auch die Heizölpreise hierzulande in den letzten Handelstag vor den Osterfeiertagen starten. Erste Preistendenzen und aktuelle Berechnungen lassen aus morgendlicher Sicht ein leichtes Minus in einer Größenordnung von bis zu 0,3 Cent pro Liter erwarten. Trotzdem stehen die Notierungen in diesen Tagen weiterhin auf dem höchsten Niveau des bisherigen Jahres und es ist durchaus möglich, dass es nach den Feiertagen wieder mit Aufschlägen weitergeht. Wer also auf der sicheren Seite stehen will, sollte liebe früher als später bestellen.
17.04.2019, 08:30 Uhr
Die Ölpreise haben gestern im Laufe des späten Handels wieder deutliche Gewinne erzielen können und die Brentöl-Futures dabei ein neues Jahreshoch erreicht. In Folge tendieren hierzulande leider auch die Heizöl-Notierungen wieder nach oben. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern im Laufe des späten Handels wieder deutliche Gewinne erzielen können und die Brentöl-Futures dabei ein neues Jahreshoch erreicht. In Folge tendieren leider auch die Heizöl-Notierungen hierzulande wieder nach oben.

Aktuell stehen die Juni-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei genau 72 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 64,50 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar erneut behaupten und wird auch heute Morgen wieder zu Kursen um 1,1310 US-Dollar gehandelt.

Die Kurspfeile am Ölmarkt zeigen leider weiterhin nach oben. Gestern konnten die Rohölpreise zum Abend hin deutlich zulegen, obwohl am Nachmittag erneut Äußerungen aus Russland kamen, die nicht erwarten lassen, dass das Förderabkommen der OPEC mit anderen Förderländern über das erste Halbjahr hinaus verlängert werden könnte. Dies ist aber bislang noch reine Spekulation und Zukunftsmusik.
Derweil ist und bleibt die Versorgungslage wohl auch in den nächsten Wochen angespannt. Vor allem die relativ neue Erkenntnis, dass die US-Schieferölindustrie mit ihrem Wachstum bald an Grenzen stoßen könnte, lässt derzeit kaum Spielraum nach unten. Das US-Energieministerium hatte zu Wochenbeginn die Produktionszahlen für den April überraschend nach unten korrigiert und auch die Zahl der angebohrten Ölquellen stagniert derzeit.
Gestern gab es dann auch noch relativ gute Konjunkturdaten aus der EU, wo der ZEW-Konjunkturerwartungsindex für April mit einem Wert von 4,5 Punkten veröffentlicht wurde. Die Analysten hatten im Vorfeld lediglich mit 1,2 Punkten gerechnet. Dies mildert die Sorgen vor einem starken Rückgang der globalen Wirtschaftsentwicklung.
Nach Börsenschluss vermeldete dann das American Petroleum Institute (API) ihre wöchentlichen US-Ölbestandsdaten, die ebenfalls bullish, also preistreibend ausgefallen sind. In Summe gab es hier einen Rückgang der Ölvorräte von 4,4 Millionen Barrel, während die Experten im Vorfeld lediglich mit einem Minus von 1,3 Millionen Fass gerechnet hatten. Vor allem die Tatsache, dass gerade die Rohöl- und Benzinbestände deutlich schwächer ausgefallen sind, wiegt bei den Marktteilnehmern um diese Jahreszeit schwer, da wir ja am Anfang der US-Fahrsaison stehen.
Heute Morgen gab es dann noch überraschend starke Wirtschaftszahlen aus China, wo das Bruttoinlandsprodukt für das erste Quartal mit plus 6,4 Prozent etwas stärker ausfiel als erwartet und auch die Industrieproduktion per März deutlich um 8,5 Prozent angestiegen ist.
Kein Wunder, dass sich die Ölpreise auch heute Morgen von der festen Seite zeigen und derzeit wieder auf dem höchsten Stand seit gut fünf Monaten stehen.

Am Devisenmarkt fiel der Euro gestern im Laufe des Tages wieder unter die 1,13-Dollar-Marke zurück, obwohl der ZEW-Index ja eigentlich überraschend gut ausgefallen war. Heute Morgen kann die Gemeinschaftswährung aber von den guten Konjunkturdaten aus China profitieren und im Vergleich zum US-Dollar zulegen und die Verluste von gestern wieder wettmachen.
 
Die Heizölpreise in Deutschland werden nach diesen Vorgaben heute mit deutlichen Aufschlägen in den Tag starten und im Laufe des Tages wohl ein neues Jahreshoch erreichen. Erste Preistendenzen und aktuelle Berechnungen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus von gut einem halben Cent pro Liter erwarten. Die Verbraucher zeigen sich von der Preisentwicklung enttäuscht und halten sich mit Bestellungen vorerst zurück. Leider bleiben die Aussichten auf deutlich fallenden Notierungen auch in den nächsten Tagen und Wochen eher trübe.
16.04.2019, 08:15 Uhr
Die Ölpreise haben sich gestern im Laufe des Tages in einer sehr engen Bandbreite seitwärts bewegt und ihre hohes Niveau relativ gut halten können. In Folge werden die Heizöl-Notierungen hierzulande wohl ebenfalls keine großen Sprünge machen. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich gestern im Laufe des Tages in einer sehr engen Bandbreite seitwärts bewegt und ihre hohes Niveau relativ gut halten können. In Folge werden die Heizöl-Notierungen hierzulande wohl ebenfalls keine großen Sprünge machen und kaum verändert in den heutigen Handelstag starten.

Aktuell stehen die Juni-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei genau 71 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 63,40 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar weiter behaupten und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1310 US-Dollar gehandelt.

Die von vielen Marktteilnehmern und -beobachtern erhoffte bzw. durchaus auch erwartete Korrektur am Ölmarkt bleibt weiterhin aus. Auch gestern setzten die Rohölpreise ihren Konsolidierungskurs der letzten Tage fort und wurden dabei von durchaus überraschenden Zahlen aus der US-Schieferölindustrie gestützt.
Hier lag die Ölproduktion im bisherigen April laut dem neuesten Bericht der Energy Information Administration (EIA) im Vergleich zur letzten Schätzung um gut 200.000 Barrel pro Tag niedriger, nämlich bei knapp 8,4 Millionen Fass. Im Vergleich zum März ging die Förderung um 127.000 Barrel pro Tag zurück. Für den Mai erwarten die Statistiker dann aber wieder eine leichte Zunahme um 80.000 auf dann 8,46 Millionen bpd (Barrel per day).
Auch bei den sogenannten DUC`s, den angebohrten aber noch nicht vollständig erschlossenen Ölquellen, ging die Zahl per März um 4 auf 8.500 zurück. Für Februar wurde rückwirkend eine Korrektur um 72 Einheiten vorgenommen. Da die Zahl der DUC`s in den letzten Monaten und Jahren kontinuierlich angestiegen ist, wird die aktuelle Stagnation als Zeichen dafür gewertet, dass der Ausbau der US-Schieferölindustrie ins Stocken geraten ist. Ein Problem scheint dabei auch zu sein, dass durch die vielen Bohrlöcher der unterirdische Druck zu gering geworden ist und somit nicht mehr soviel Öl aus den Gesteinsschichten gepresst werden kann, wie dies ursprünglich erwartet wurde.
Dies passt in die derzeit ohnehin bullish einzuschätzende Stimmung an den Ölmärkten. Kurzfristig sieht es weiterhin nicht danach aus, als ob der Ölkomplex deutlich nachgeben könnte. Sollten sich die Unruhen in Libyen ausweiten und es dort zu einem neuen Bürgerkrieg kommen, könnte es sogar durchaus noch weiter nach oben gehen.

Am Devisenmarkt gab es gestern kaum neue Markt bewegende Meldungen und so dümpelte der Euro im Vergleich zum US-Dollar den ganzen Tag in einer sehr engen Handelsspanne vor sich hin. Dabei bewegte sich die Gemeinschaftswährung aber stets leicht oberhalb der 1,13-Dollar-Marke. Heute steht der viel beachtete ZEW Konjunkturerwartungsindex aus der EU zur Veröffentlichung an, der wieder etwas Schwung in den Handel bringen könnte.
 
Kein Wunder, dass sich die Heizöl-Notierungen hierzulande nach diesen Vorgaben wohl kaum von der Stelle rühren und den Seitwärtstrend der letzten Tage aller Voraussicht nach fortführen werden. Aktuell Berechnungen lassen aus morgendlicher Sicht kaum eine Veränderung erwarten, erste Preistendenzen deuten hingegen leichte Abschläge an. Insgesamt geht es am Heizöl-Markt in diesen Tagen recht ruhig zu, wobei die Nachfrage weiterhin deutlich über dem Vorjahr liegt. Dies ist durchaus nachzuvollziehen und auch zu begrüßen, denn die Aussichten auf deutlich fallende Notierungen bleiben weiterhin trübe.
15.04.2019, 08:19 Uhr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten sind am Freitag kaum verändert aus dem Handel gegangen. Da der Euro im Vergleich zum US-Dollar aber zulegen konnte, starten die Heizöl-Notierungen mit leichten Abschlägen in die neue Woche. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten sind am Freitag kaum verändert aus dem Handel gegangen. Da der Euro im Vergleich zum US-Dollar gleichzeitig aber etwas zulegen konnte, starten die Heizöl-Notierungen heute mit leichten Abschlägen in die neue Woche.

Aktuell stehen die Juni-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 71,40 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 63,60 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum US-Dollar weiter zulegen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1340 US-Dollar gehandelt.

Die Rohölpreise befinden sich weiter auf Konsolidierungskurs, wobei das fundamentale Umfeld weiterhin eher bullish, also preistreibend einzustufen ist. Vor allem die Situation in Libyen ist ein Problem, das die Öl-Futures durchaus noch weiter nach oben treiben könnte. Insgesamt fördert das Land derzeit rund 1,1 Millionen Barrel pro Tag. Sollten aber die wichtigen Exporthäfen in Zawiya und Melita künftig von den Kampfhandlungen betroffen sein, dürften die Exporte bald wieder deutlich zurückgehen.
Dies träfe den Ölmarkt in einer äußerst ungünstigen Phase, denn die Versorgungslage ist aufgrund der deutlichen Förderkürzungen von OPEC und Co., sowie den Sanktionen gegen den Iran und Venezuela ohnehin schon sehr knapp. Erst Ende Juni wollen sich die Beteiligten des Förderabkommens wieder treffen, um zu beraten, ob die Vereinbarung in der jetzigen Form fortgeführt wird, oder es aber wieder eine Lockerung geben könnte.
In Russland gab es am Samstag Medienberichte, wonach es durchaus die Überlegung gibt, die Fördermengen wieder anzuheben, um die Marktanteile der USA zu begrenzen.
Diese legen seit Jahren permanent zu und mittlerweile sind die "Staaten" dank des Schieferölboom zum größten Ölexporteur der Welt aufgestiegen. Am Freitagabend vermeldete das Dienstleistungsunternehmen Baker und Hughes wieder eine leichte Zunahme der aktiven US-Bohranlagen um 2 auf nunmehr 833 Einheiten. Dies ist der zweite Anstieg in Folge und wohl eine logische Reaktion auf die in den letzten Monaten deutlich gestiegenen Ölpreise.
Es gibt aber auch noch weitere Faktoren die dafür sprechen, dass der Ölkomplex in nächster Zeit durchaus auch wieder leicht unter Druck geraten könnten. Vor allem die Unsicherheiten über die Entwicklung der globalen Wirtschaft drückt auf die Stimmung der Investoren. Beim Internationalen Währungsfonds (IWF) sorgt man sich bereits seit Wochen über den Zustand der Weltkonjunktur, die sich laut ihrer Chefin Lagarde in einem synchronen Abschwung befindet. Hier hofft man, dass sich die USA und China nun endlich auf ein Handelsabkommen einigen und US-Präsident Trump nicht auch noch einen Konflikt mit der Europäischen Union anzettelt.
Die am Freitag veröffentlichten Konjunkturdaten fielen wieder einmal gemischt aus. Während aus China positive Signale vom Export kamen und die Industrieproduktion in der EU im Februar nur um 0,3 statt wie befürchtet um ein Prozent zurückging, enttäuschte der Konjunkturerwartungsindex der Universität Michigan mit nur 96,9 statt wie erwartet 98,1 Punkten.

Am Devisenmarkt konnte der Euro von den neuen Wirtschaftsindikationen profitieren und im Vergleich zum US-Dollar auf den höchsten Stand seit knapp vier Wochen klettern. Auch heute Morgen kann sich die Gemeinschaftswährung bislang knapp oberhalb der 1,13-Dollar-Marke behaupten.
 
Dank der Währungsgewinne und der ingesamt recht stabilen Gasölpreise werden die Heizöl-Notierungen hierzulande heute mit leichten Abschlägen in die neue Handelswoche starten. Erste Preistendenzen und aktuelle Berechnungen lassen zumindest aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von bis zu 0,3 Cent pro Liter erwarten. Größere Spielräume nach unten gibt es angesichts der angespannten globalen Versorgungslage derzeit aber eher nicht und so ist es sicherlich nicht falsch, sich bereits jetzt Gedanken über eine rechtzeitige Bevorratung für die nächste Heizperiode zu machen.
12.04.2019, 08:39 Uhr
Die Ölpreise haben gestern im Laufe des Tages leicht nachgegeben und somit den Konsolidierungskurs der letzten Tage fortgesetzt. Bei weiterhin stabilen Wechselkursen werden die Heizöl-Notierungen ohne große Veränderung in den letzten Tag der Woche starten Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern im Laufe des Tages leicht nachgegeben und somit den Konsolidierungskurs der letzten Tage fortgesetzt. Bei weiterhin recht stabilen Wechselkursen, werden in Folge auch die Heizöl-Notierungen ohne große Veränderung in den letzten Handelstag der Woche starten.

Aktuell stehen die Juni-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei gut 71 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 63,80 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar erneut gut behaupten und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1285 US-Dollar gehandelt.

Nachdem die in letzter Zeit preistreibend zu wertenden Meldungen nun wohl alle eingepreist sind, gehen die Rohölpreise in eine Konsolidierungsphase über. Dabei bewegen sich die Notierungen aber weiterhin auf dem höchsten Niveau seit Anfang/Mitte November letzten Jahres.
Kein Wunder, denn die Versorgungslage am Ölmarkt ist aufgrund der Förderkürzungen von OPEC und Co., sowie der Sanktionen gegen den Iran und Venezuela weiterhin knapp, was gestern auch durch den Monatsreport der Internationalen Energieagentur (IEA) bestätigt wurde.
Hinzu kommt derzeit noch die Ungewissheit, wie es in Libyen weitergehen wird. Hier haben die LNA-Truppen von General Haftar nun auch die Hafenstadt Zawiya angegriffen, wo sich ein Exportterminal befindet. Sollten hier keine Verladungen mehr möglich sein, dürfte die Ölexporte des Landes schnell zurückgehen.
Aber auch auf der Nachfrageseite bleibt die Unsicherheit groß, wie es mit der globalen Wirtschaftsentwicklung weitergehen wird. Dies kam ebenfalls im gestern veröffentlichen IEA-Monatsbericht zum Ausdruck und auch der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Wachstumsprognose erst kürzlich bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr nach unten korrigiert.
Gute Konjunkturdaten kamen gestern hingegen wieder einmal aus den USA, wo die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung in dieser Woche von 204.000 auf 196.000 zurückgegangen sind. Erwartet wurden 211.000 neue Jobgesuche.

Am Devisenmarkt konnte der US-Dollar davon gestern profitieren und im Vergleich zum Euro wieder etwas an Boden gewinnen. Heute Morgen konnte die Gemeinschaftswährung im asiatischen Handel aber wieder deutlich zulegen, sodass im Tagesverleich sogar ein leichtes Plus festzuhalten ist. Neue Markt relevante Nachrichten waren dazu aber nicht auszumachen. Marktbeobachter berichten von einer starken Nachfrage japanischer Investoren nach europäischen Anleihen.
 
Insgesamt bleiben die Vorgaben für den deutschen Inlandsmarkt weiterhin recht stabil, sodass die Heizölpreise wohl auch heute keine großen Sprünge machen werden. Erste Preistendenzen und aktuelle Berechnungen lassen aus morgendlicher Sicht ein leichtes Minus in einer Größenordnung von 0,2 bis 0,3 Cent pro Liter erwarten. Die Notierungen befinden sich weiterhin in Nähe der bisherigen Jahreshöchststände, in der langfristigen Betrachtung aber auf einem durchaus akzeptablen Niveau. Es ist nicht davon auszugehen, dass es im ersten Halbjahr zu größeren Abschlägen kommen wird. Wie es danach weitergeht, wird vor allem von der Förderpolitik von OPEC und Co. abhängen. Über diese kann bislang aber nur spekuliert werden.
11.04.2019, 08:36 Uhr
Die Ölpreise haben gestern nach Veröffentlichung der DOE-Ölbestandsdaten wieder angezogen, obwohl diese eigentlich eher preisdrückend ausgefallen sind. In Folge werden heute leider auch die Heizöl-Notierungen wieder mit Aufschlägen in den Handel starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern nach Veröffentlichung der DOE-Ölbestandsdaten wieder angezogen, obwohl diese eigentlich eher preisdrückend ausgefallen sind. In Folge werden heute leider auch die Heizöl-Notierungen wieder mit Aufschlägen in den Handel starten.

Aktuell stehen die Juni-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 71,40 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 64,25 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar erneut etwas verbessern und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1280 US-Dollar gehandelt.

Der leichte Rückgang der Rohölpreise zu Wochenbeginn war wohl leider nur von kurzer Dauer. Obwohl die gestern veröffentlichten Meldungen in Summe nicht unbedingt bullish, also preistreibend zu werten waren, zogen die Futures am Abend wieder deutlich an und die Kontrakte der Ölsorte "Brent" erreichten ein neues Fünf-Monats-Hoch.
Der gestern am frühen Nachmittag vermeldete Monatsbericht der OPEC brachte keine großen Überraschungen. Auffallend war nur, dass die Prognose zur Nachfrage nach OPEC-Öl für dieses Jahr um 160.000 Barrel nach unten korrigiert wurde, was zeigt, dass das Kartell weiter an Marktanteilen verliert. Insgesamt wurden innerhalb der Gemeinschaft im März nur noch knapp über 30 Millionen Barrel pro Tag produziert, während die Nicht-OPEC-Länder und hier allen voran die USA, ihre Förderung weiter ausbauen konnten.
Die US-Ölbestandsdaten des Department of Energy (DOE) enthielten hingegen durchaus unerwartete Zahlen. Vor allem der deutliche Aufbau bei den Rohöl-Vorräten von sieben Millionen Barrel stach ins Auge und war von den Analysten in diesem Ausmaß auch nicht prognostiziert worden. Vor allem, weil die Raffinerieauslastung weiter angestiegen ist. Dafür gab es aber einen ebenso starken Rückgang bei Benzin, sodass die Zahlen unterm Strich eher neutral gewertet wurden.
Umso erstaunlicher war es dann, dass die Ölpreise nach Bekanntgabe deutlich nach oben tendierten und die Gewinne bis Handelsschluss gut gehalten werden konnten. Vor allem Gasöl und die europäische Rohölsorte "Brent" legten kräftig zu und markierten neue Jahreshöchststände, während es bei der US-Rohöl-Sorte "West Texas Intermediate" kaum größere Bewegungen gab.

Am Devisenmarkt ging es mit dem Euro im Vergleich zum US-Dollar gestern kurzzeitig steil nach unten, nachdem sich der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) Mario Draghi bei der Pressekonferenz nach der EZB-Sitzung erneut sehr pessimistisch zur Wirtschaftsentwicklung im Euro-Raum äußerte. Zum Abend hin konnte sich die Gemeinschaftswährung aber wieder erholen, was unter anderem auch daran lag, dass die EU Großbritannien einen einen weiteren Aufschub bis Ende Oktober gewährte, um die Gemeinschaft möglichst mit einem Abkommen zu verlassen. Neue Lösungswege deuten sich bislang aber noch nicht ab.
 
Die Heizölpreise in Deutschland werden heute leider mit Aufschlägen in den Tag starten und nehmen somit wieder Kurs auf die bisherigen Jahreshöchststände von Anfang Januar. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von rund einem halben Cent pro Liter erwarten. Nach wie vor gibt es derzeit wenig Hoffnung, dass die Notierungen in nächster Zeit deutlich zurückgehen werden, sodass gerade sicherheitsorientierten Verbrauchern ein rechtzeitiger Kauf auf aktuellem Niveau empfohlen werden kann.
10.04.2019, 08:46 Uhr
Die Ölpreise haben nach dem Anstieg der letzten Tage gestern im Laufe des Handels leichte Verluste erlitten. Bei weiterhin recht stabilen Wechselkursen, werden die Heizöl-Notierungen ebenfalls mit leichten Abschlägen in den heutigen Tag starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben nach den Anstieg der letzten Tage gestern im Laufe des Handels leichte Verluste hinnehmen müssen. Bei weiterhin recht stabilen Wechselkursen, werden die Heizöl-Notierungen in Folge aller Voraussicht nach ebenfalls mit leichten Abschlägen in den heutigen Tag starten.

Aktuell stehen die Juni-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 70,80 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 64,25 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar gut behaupten und wird heute Morgen leicht höher zu Kursen um 1,1265 US-Dollar gehandelt.

Nachdem die in letzter Zeit zahlreich vermeldeten preistreibenden Meldungen zu Wochenbeginn wohl weitgehend verarbeitet sind und es gestern kaum neue Markt bewegende Nachrichten gab, setzten im Laufe des Nachmittags leichte Gewinnmitnahmen ein, zumal es auch an den Aktienmärkten etwas nach unten ging. Zu größeren Kursbewegungen bzw. Abschlägen kam es dabei aber nicht.
Die Marktteilnehmer agierten im Vorfeld der US-Ölbestandsdaten und der Monatsberichte von EIA, OPEC und IEA eher vorsichtig und hielten sich mit größeren Engagements zurück.
Die gestern nach Börsenschluss vermeldeten Vorratsdaten des American Petroleum Institute (API) fielen dann auch schon wieder eher bullish, also preistreibend aus. In Summe gab es hier nämlich einen Rückgang von 5,4 Millionen Barrel, wobei die Rohölbestände dabei um gut vier Millionen Fass zugelegt haben, während es bei Heizöl bzw. Diesel und Benzin massive Abbauten gab.
Der ebenfalls gestern Abend veröffentlichte Monatsbericht der Energy Information Administration (EIA), also der Statistikabteilung des US-Energieministeriums, bracht hingehen kaum neue Impulse in den Markt. Wie erwartet wurde die Versorgungslage noch etwas knapper beurteilt als vor vier Wochen und auch die Preisprognosen dabei im Rahmen der aktuellen Entwicklung entsprechend angehoben. Größere Überraschungen enthielt der Report aber nicht.
Heute Vormittag wird der monatliche OPEC-Bericht erwartet, bevor am Nachmittag die wichtigen US-Ölbestandsdaten des Department of Energy (DOE) über die Ticker rollen werden. Es könnte durchaus sein, dass sich die Rohölpreise dann wieder etwas stärker bewegen.

Auch am Devisenmarkt gab es im Vorfeld der heutigen Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) und des EU-Sondergipfels nur sehr geringe Kursbewegungen. In Sachen Brexit stehen die Zeichen derzeit auf eine Verschiebung des Austrittstermins, die aber an Bedingungen geknüpft werden soll. Fraglich ist, wie diese genau aussehen werden und wie lange den Briten nun Aufschub gewährt werden soll. Vom EZB-Treffen erwarten sich die Händler kaum neue Impulse, allerdings könnten die Kommentare von EZB-Chef Draghi durchaus Überraschungen beinhalten.
 
Die Heizölpreise in Deutschland werden nach diesen Vorgaben wohl auch heute mit leichten Abschlägen in den Handel starten, nachdem es bislang seit Monatsbeginn ja kräftig nach oben gegangen war. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen ein Minus in einer Größenordnung von 0,2 bis 0,4 Cent pro Liter erwarten. Angesichts der zu erwartenden Impulse könnte es im Laufe des Tages aber durchaus auch noch zu einem Richtungswechsel kommen. Nach wie vor bleibt das Abwärtspotenzial am Ölmarkt eher begrenzt und das Marktumfeld ist eher bullish einzuschätzen
09.04.2019, 08:39 Uhr
Die Ölpreise haben auch gestern zu Wochenbeginn weiter zugelegt und sind auf den höchsten Stand seit Anfang November geklettert. Da der Euro aber etwas an Boden gewinnen konnte, werden die Heizöl-Notierungen hierzulande kaum verändert in den Handel gehen. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben auch gestern zu Wochenbeginn weiter zugelegt und sind auf den höchsten Stand seit Anfang November letzten Jahres  geklettert. Da der Euro im Vergleich zum US-Dollar aber etwas an Boden gewinnen konnte, werden die Heizöl-Notierungen hierzulande kaum verändert bis leicht schwächer in den heutigen Handelstag starten.

Aktuell stehen die Juni-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei genau 71 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 64,40 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum US-Dollar leichte Gewinne erzielen und wird derzeit zu Kursen um 1,1260 US-Dollar gehandelt.

Am Ölmarkt ist und bleibt die Versorgungslage knapp und es gibt kaum Aussicht, dass die Rohölpreise in nächster Zeit spürbar nachgeben könnten. 
Die Förderkürzungen im Rahmen des Abkommens zwischen der OPEC und anderen Nicht-OPEC-Staaten werden in Summe nach wie vor übererfüllt und dürften bis mindestens zur Jahreshälfte das Angebot deutlich einschränken. Hinzu kommen die US-Sanktionen gegen den Iran, die künftig eher noch ausgebaut werden und gegen die venezolanische Ölindustrie, die wirtschaftlich ohnehin schon am Boden liegt.
Mit dem neuen  Machtkampf in Libyen könnte es auch dort bald wieder Lieferausfälle geben, was die Mengenverfügbarkeit weiter einschränken würde, während die globale Nachfrage im zweiten Quartal wieder deutlich anzieht.
Bleibt zu hoffen, dass es beim nächsten OPEC-Treffen Ende Juni zu der Entscheidung kommt, die Förderung wieder nach oben zu fahren. Erste Stimmen in diese Richtung waren bereits gestern aus Russland zu vernehmen, das sich bereits beim letzten Abkommen eher zurückhaltend gezeigt hatte und auch mit einem niedrigeren Ölpreis gut leben kann.
Es bleibt also spannend am Ölmarkt, auch wenn die Nachrichtenlage gestern insgesamt recht dünn blieb. Dafür wird es in den nächsten Tagen aber ein regelrechtes Feuerwerk an neuen Einflüssen geben. Neben den US-Ölbestandsdaten stehen nämlich auch die Monatsberichte vom US-Energieministerium (EIA), der OPEC und der internationalen Energieagentur (IEA) zur Veröffentlichung an.

Am Devisenmarkt konnte der Euro im Vergleich zum Dollar gestern überraschend etwas zulegen, vielleicht auch aufgrund der Tatsache, dass es in Sachen Brexit bis spätestens Freitag eine neue Lösung geben muss, soll Großbritannien nicht ohne Vertrag aus der EU ausscheiden, was ja eigentlich niemand will.

Aufgrund der leichten Währungsgewinne werden die Heizölpreise hierzulande mit leichten Abschlägen in den heutigen Handelstag starten. Erste Preistendenzen und aktuelle Berechnungen lassen aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von 0,2 bis 0,4 Cent pro Liter erwarten. Nichtsdestotrotz stehen die Notierungen mittlerweile in Nähe der bisherigen Jahreshöchststände von Anfang Januar und es ist durchaus denkbar, dass diese in den nächsten Tagen schon erreicht werden.