20.08.2019, 08:07 Uhr
Die Ölpreise haben gestern keine größeren Kursbewegungen vollzogen, da es derzeit an neuen Markt beeinflussenden Impulsen mangelt. Auch am Devisenmarkt bliebt die Lage ruhig, sodass die Heizöl-Notierungen hierzulande in Folge kaum verändert starten werden Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern keine größeren Kursbewegungen vollzogen, da es derzeit einfach an neuen Markt beeinflussenden Impulsen mangelt. Auch am Devisenmarkt bliebt die Lage sehr ruhig, sodass die Heizöl-Notierungen hierzulande in logischer Folge kaum verändert in den heutigen Handelstag starten werden.

Aktuell stehen die Oktober-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" 59,85 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 56,30 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar erneut nur knapp behaupten und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1085 US-Dollar gehandelt.

Am Ölmarkt ist in den letzten Tagen wieder etwas mehr Ruhe eingekehrt, nachdem es in den vergangenen Wochen doch teilweise sehr hektisch zu ging.
Die Monatsreports von EIA, IEA und der OPEC brachten in etwa das Ergebnis, das von den Analysten im Vorfeld auch erwartet worden war und im Nahen Osten stehen die Zeichen mit der Freigabe der Öltanker auch wieder eher auf Entspannung.
Lediglich der Handelsstreit zwischen den USA und China ist ein Dauerbrenner und sicherlich auch maßgeblich für die weitere Entwicklung der Rohölpreise. Nachdem die neue Zollrunde der USA zum ersten September nun doch erheblich geringer ausfällt und auch die Genehmigung für die Geschäfte mit den chinesischen Handy-Riesen Huawei verlängert wurde, hoffen die Marktteilnehmer, dass es in den nächsten Wochen doch wieder eine Annäherung geben und es schließlich zu einem "Deal" kommen könnte.
Dieser wäre auch dringend nötig, denn die in letzter Zeit veröffentlichten Konjunkturdaten aus allen wichtigen Wirtschaftsregionen der Welt geben Grund zur Sorge, dass es zu einer globalen Rezession oder gar Wirtschaftskrise kommen könnte.
Heute stehen unter tags zunächst keine wichtigen Zahlen zur Veröffentlichung an. Erst nach Börsenschluss vermeldet das American Petroleum Institute (API) ihre Version der wöchentlichen US-Ölbestandsdaten, bevor am Mittwochnachmittag die etwas höher gewichteten DOE-Daten folgen werden.

Auch am Devisenmarkt gab es gestern wieder einen recht ruhigen Handel, bei dem sich der Euro im Vergleich zum US-Dollar im Tagesverlauf leicht verbilligte. In der mittel- und längerfristigen Betrachtung befindet sich unsere Gemeinschaftswährung im Vergleich zum Greenback in einem leichten Abwärtstrend. Hauptverantwortlich dafür ist natürlich der Brexit und die extrem lockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). Morgen Abend wird das Sitzungsprotokoll von der letzten Sitzung der US-Notenbank veröffentlicht, von dem sich die Händler neue Hinweise auf die künftige Zinsentwicklung in den USA erwarten.

Die Vorgaben für den deutschen Inlandsmarkt sind also sehr stabil, sodass auch die Heizölpreise nur wenig verändert in den heutigen Handelstag starten werden. Mittlerweile stehen die Notierungen deutlich unter Vorjahr und befinden sich nach wie vor auf einem sehr attraktiven Niveau. Die Nachfrage hat sich in den letzten Tagen etwas beruhigt, von einer Flaute oder gar einem Sommerloch kann aber keine Rede sein. Entsprechend gehen die Lieferzeiten nur allmählich zurück und vielerorts muss immer noch mit Wartezeiten von mehreren Wochen gerechnet werden. Wer "knapp bei Tank" ist sollte also möglichst frühzeitig bestellen, damit es an den ersten kalten Tagen zu keiner bösen bzw. kalten Überraschung kommt.
19.08.2019, 08:44 Uhr
Die Ölpreise haben sich am Freitag in einer relativ engen Handelsspanne seitwärts bewegt, tendieren heute Morgen im asiatisch geprägten Handel aber etwas nach oben. In Folge werden heute auch die Heizöl-Notierungen mit leichten Aufschlägen starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich am Freitag in einer relativ engen Handelsspanne seitwärts bewegt, tendieren heute Morgen im asiatisch geprägten Handel aber etwas nach oben. In Folge werden auch die Heizöl-Notierungen mit leichten Aufschlägen in die neue Handelswoche starten.

Aktuell stehen die Oktober-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" 59,25 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 55,35 Dollar. Der Euro zeigt sich im Vergleich zum US-Dollar weiterhin kaum verändert und pendelt auch heute Morgen noch um die 1,11-Dollar-Marke.

Kommt es zu einer globalen Rezession? Das ist die Frage, die derzeit die Börsianer weltweit beschäftigt und auch den Ölmarkt fest im Griff hat.
Dass die Nachfrage nach Öl und Ölproduktion langsamer wachsen wird, als dies noch vor einigen Wochen und Monaten erwartet worden war, bestätigte nun auch die OPEC in ihrem Monatsbericht, der am Freitag in den Mittagsstunden herauskam. Das Kartell ermittelte zudem einen deutlichen Anstieg der Ölbestände in den OECD-Ländern, was zeigt, dass der Ölmarkt in letzter Zeit eindeutig überversorgt war. Es wurde in dem Report außerdem nochmals explizit auf die Risiken des Brexit und des Handelskonfliktes zwischen den USA und China hingewiesen.
Hier soll es nach neuesten Informationen aus US-Regierungskreisen innerhalb der nächsten zehn Tage neue Gespräche geben. Man darf gespannt sein.
Ansonsten gab es am Freitag ingesamt recht gemischte Konjunkturdaten. Die EU-Handelsbilanz lag per Juni bei einem Plus von 20,6 Milliarden Euro, während die Analysten lediglich mit 16,3 Mrd. gerechnet hatten. Die US-Wohnbaugenehmigungen sind per Juni besser ausgefallen als erwartet, die Baubeginne hingegen schlechter. Der Konjunkturerwartungsindex der Universität Michigan lag per August nur bei 82,3 Punkten, während im Vorfeld mit einem Wert von 89 gerechnet wurde.
Erstmals seit sieben Wochen ist die Zahl der aktiven US-Bohranlagen ist in der vergangen Woche wieder um 7 auf nunmehr 770 Einheiten angestiegen. Ob es hier eine Trendwende gibt, muss allerdings abgewartet werden.
Warum es heute Morgen am Ölmarkt etwas nach oben geht, ist einem Bericht über einen Anschlag auf ein saudisches Ölfeld zuzuschreiben, der mittels einer Drohne von Houthi-Rebellen aus dem Jemen verübt worden sein soll. Die Ölproduktion wurde davon aber wohl nicht betroffen.

Weiterhin recht wenig Bewegung gibt es derzeit am Devisenmarkt, wo der Euro an der 1,11-Dollar-Marke festgenagelt zu sein scheint. Neue Impulse erwarten sich die Marktteilnehmer gegen Mitte der Woche, wenn das Sitzungsprotokoll der letzten US-Notenbank-Treffens veröffentlicht wird. Allgemein geht die Erwartungshaltung, aufgrund der schwachen Konjunkturaussichten aber dahin, dass es sowohl in den USA, als auch in Europa in den kommenden Wochen zu einer weiteren Lockerung der Geldpolitik kommen wird.

Wie eingangs bereits erwähnt, starten die Heizölpreise in Deutschland mit leichten Aufschlägen in die neue Handelswoche. Erste Preistendenzen und aktuelle Berechnungen lassen zumindest aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von bis zu knapp einem halben Cent pro Liter erwarten. Ingesamt setzt sich der Seitwärtstrend der letzten Wochen und Monate fort, wobei die Notierungen derzeit unter dem Durchschnittspreis der letzten drei Monate liegen. Ein Kauf zu derzeit attraktiven Konditionen bietet sich also weiterhin an.
16.08.2019, 08:13 Uhr
Die Ölpreise bleiben in diesen Tagen angeschlagen und auf relativ niedrigem Niveau. Da gleichzeitig aber der Euro im Vergleich zum US-Dollar weiter an Wert verloren hat, werden die Heizöl-Notierungen hierzulande nur wenig verändert in den Tag starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten bleiben in diesen Tagen angeschlagen und auf relativ niedrigem Niveau. Da gleichzeitig aber der Euro im Vergleich zum US-Dollar weiter an Wert verloren hat, werden die Heizöl-Notierungen hierzulande nur wenig verändert bis leicht steigend in den letzten Handelstag der Woche starten.

Aktuell stehen die Oktober-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" weiterhin bei rund 59 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 55,30 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum US-Dollar weiter zurück und wird heute Morgen nur noch zu Kursen knapp oberhalb der 1,11-Dollar-Marke gehandelt.

Auch wenn die gestern im Laufe des Tages veröffentlichten Konjunkturdaten aus den USA nicht per se schlecht ausgefallen sind, geht an den Finanzmärkten weiterhin die Rezessionsangst um. Entsprechend schwach bleiben in diesen Tagen auch die Rohölpreise.
Die US-Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung und auch die weitergeführten Anträge sind zwar in dieser Woche angestiegen, jedoch konnte der Philadelphia Fed Herstellungsindex und der Empire State Index positiv überraschen. Enttäuschend fiel allerdings die wichtige US-Industrieproduktion aus, die per Juli um 0,2 Prozent zurückging, während die Erwartung der Analysten bei einem leichten Plus lag.
Gerade den Konjunkturdaten wird am Ölmarkt in den nächsten Wochen und Monaten besondere Aufmerksamkeit zukommen, denn nach den zuletzt sehr schwachen Indikationen aus China und Europa, sowie den Warnsignalen durch die US-Zinsentwicklung, sind die Börsianer natürlich stark sensibilisiert.
Ob eine Rezession überhaupt noch vermieden werden kann, wird sicherlich in nicht unerheblichem Maße vom weiteren Verlauf der Gespräche zwischen den USA und China abhängig sein. Während China erneut mit Vergeltungsmaßnahmen auf die neuen US-Zölle gedroht hat, geht US-Präsident Donald Trump "von einem ziemlich kurzen Handelskrieg" aus und glaubt an ein baldiges Abkommen.
Am Ölmarkt wird darüber spekuliert, dass China nun verstärkt iranisches Öl kaufen könnte, dass aufgrund der US-Sanktionen sicherlich sehr günstig zu haben sein sollte. Dies könnte aber nicht nur die wirtschaftlichen, sondern auch die politischen Beziehungen weiter belasten.
Währenddessen stehen die Zeichen am Persischen Golf auf leichte Entspannung. Nachdem der iranische Öltanker, der von Großbritannien in Gibraltar festgehalten wurde, gesternwieder freigelassen wurde, sollte es nun auch möglich sein, dass das vom Iran festgehaltene britische Schiff den Weg in die Heimat antreten kann.

Am Devisenmarkt bleibt der Euro im Vergleich zum US-Dollar weiterhin unter Druck. Der "Greenback" ist und bleibt in schwierigen Zeiten als "sicherer Hafen" gesucht, während unsere Gemeinschaftswährung durch den Brexit, der Regierungskrise in Italien und den zuletzt sehr schwachen Konjunkturdaten belastet wird. Auch wenn die Zeichen in den USA auf weitere Zinssenkungen stehen, muss dass nicht zwangsläufig dazu führen, dass der Euro aufwertet. Zu groß ist die Exportabhängigkeit unserer Wirtschaft, gerade in Länder wie die USA und China.

Aufgrund der Währungsverluste werden die Heizöl-Notierungen in Deutschland heute tendenziell mit einem leichten Plus in den Handel starten. Zumindest signalisieren dies erste morgendliche Tendenzen, während aktuelle Berechnungen eher unveränderte Heizölpreise erwarten lassen würden. Insgesamt dürften die Kursausschläge aber eher gering bleiben. Die Nachfrage war auch in der ersten August-Hälfte sehr hoch. Es wurden in etwa so viele Bestellungen getätigt, wie im gesamten Vorjahresmonat.


15.08.2019, 08:12 Uhr
Die Ölpreise haben im Laufe des gestrigen Tages wieder nachgeben, nachdem erneut sehr schwache Konjunkturdaten neue Rezessionsängste schüren. In Folge werden die Heizöl-Notierungen hierzulande mit schönen Abschlägen in den Handel starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben im Laufe des gestrigen Tages wieder nachgeben, nachdem erneut sehr schwache Konjunkturdaten neue Rezessionsängste schüren. In Folge werden die Heizöl-Notierungen hierzulande, trotz eines schwächeren Eurokurses, mit schönen Abschlägen in den Handel starten.

Aktuell stehen die Oktober-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei gut 59 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde knapp 55 Dollar. Der Euro muss im Vergleich zum US-Dollar nochmals leichte Verluste hinnehmen und wird heute Morgen nur noch zu Kursen um 1,1150 US-Dollar gehandelt.

Die Euphorie, die an den internationalen Finanz- und Rohstoffmärkten aufgrund der Verschiebung bzw. Aussetzung von US-Zöllen auf einige chinesische Waren die Kurse am Dienstagabend deutlich nach oben getrieben hatte, war gestern schnell wieder verfolgen.
Nachdem bereits am frühen Morgen aus China eine deutlich unter den Erwartungen liegende Industrieproduktion und schwache Einzelhandelsumsätze vermeldet worden waren, deutet auch die deutsche Konjunkturentwicklung mehr und mehr auf eine Rezession hin. Im Vergleich zum Vorjahr schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt hier im zweiten Quartal um 0,1 Prozent. Zudem ging die EU Industrieproduktion per Juni auf Jahressicht um 2,6 Prozent zurück, sodass sich ingesamt ein recht düsteres Bild zeichnete und in Folge an den Märkten Aktien und Rohstoffe verkauft wurden.
Die Rohölpreise fielen am Nachmittag um rund zwei US-Dollar pro Barrel zurück, bis gegen 16.30 Uhr die Ölbestandsdaten des Department of Energy (DOE) vermeldet wurden. Diese brachten in Summe im Vergleich zur Vorwoche einen überraschenden Rückgang von 1,7 Millionen Barrel hervor, was den Abwärtstrend stoppte, denn die Börsianer hatten nach den API-Zahlen vom Vortag doch eher mit einem deutlichen Aufbau gerechnet.
Am späten Abend konnten die Ölpreise dann wieder etwas zulegen und heute morgen starten die Futures seitwärts in den asiatisch und europäisch geprägten Handel.

Am Devisenmarkt fiel der Euro im Vergleich zum US-Dollar weiter zurück. Der "Greenback" gilt nach wie vor als Krisenwährung und profitiert in unsicheren Zeiten wie diesen. Zudem wird unsere Gemeinschaftswährung nach wie vor von der Regierungskrise in Italien und dem anstehenden Brexit belastet.

Trotz der Währungsverluste werden die Heizölpreise in Deutschland heute, dort wo gehandelt wird, mit schönen Abschlägen in den Tag starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von gut einem halben Cent pro Liter erwarten. Selten war es so schwer, den weiteren Verlauf der Ölpreise zu prognostizieren, denn die Unsicherheit an den Märkten ist groß wie lange nicht und neue Nachrichten werden sofort mit großen Preisbewegungen quittiert. Das Thema Iran sollte dabei auch nicht ganz vergessen werden, auch wenn sich die Lage im Nahen Osten in letzter Zeit scheinbar beruhigt hat.
14.08.2019, 09:18 Uhr
Die Ölpreise haben gestern Nachmittag einen kräftigen Satz nach oben gemacht als bekannt wurde, dass die US-Regierung bestimmte chinesische Produkte nun doch nicht mit Strafzöllen belegen will. In Folge zogen auch die Heizöl-Notierungen deutlich an. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern Nachmittag einen kräftigen Satz nach oben gemacht als bekannt wurde, dass die US-Regierung bestimmte chinesische Produkte nun doch nicht mit Strafzöllen belegen will. In Folge zogen auch die Heizöl-Notierungen deutlich an und starten auch heute Morgen mit fester Tendenz in den Handel.

Aktuell stehen die Oktober-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 60,80 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 56,50 Dollar. Der Euro muss im Vergleich zum US-Dollar erneut leichte Verluste hinnehmen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1175 US-Dollar gehandelt.

Die Nachricht, dass die US-Regierung eine ganze Reihe von chinesischen Produkten ab September nun doch nicht mit Strafzöllen belegen will, schlug an den Finanzmärkten ein wie eine Bombe. Binnen weniger Minuten zogen die Aktienkurse weltweit kräftig an und auch die Rohölpreise machen einen deutlichen Satz nach oben.
Elektronische Geräte sollen nach den neuen Plänen erst ab Mitte Dezember, andere Produkte, die für die Gesundheit oder die nationale Sicherheit wichtig sind, zumindest vorerst komplett von den geplanten Zöllen ausgenommen werden. Außerdem wurde bekannt, dass im September die Gespräche wieder aufgenommen werden sollen, wenn auch zunächst nur telefonisch.
An den Börsen hofft man nun, dass es doch noch zu einem Handelsabkommen zwischen den beiden wirtschaftlichen Supermächten kommen könnte und der Super-Gau somit in letzter Minute verhindert werden kann.
Zuvor gab es am Ölmarkt einen recht ruhigen Handel, bei dem die Marktteilnehmer auf die neuen, wöchentlichen API-Ölbestandsdaten warteten. Diese wurden dann auch planmäßig nach Börsenschluss vermeldet und fielen eindeutlich bearish, also preisdrückend aus. In Summe gab es nämlich ein Plus von gut sechs Millionen Barrel, während die Analysten im Vorfeld mit einem leichten Minus gerechnet hatten.
In der allgemeinen Euphorie über die Kehrtwende der US-Regierung, konnten sich die Daten bisher aber kaum durchsetzen. Zwar tendieren die Ölpreise heute Morgen im asiatisch geprägten Handel etwas nach unten, im Vergleich zum gestrigen Anstieg ist dies aber kaum spürbar.
Heute Morgen wurden zudem aus China schwache Konjunkturdaten vermeldet. Sowohl die Industrieproduktion, als auch die Einzelhandelsumsätze lagen im Juli mit einem Zuwachs von 4,8 bzw. 7,6 Prozent deutlich unter den Erwartungen. Auch das schlägt sich aber bislang kaum auf das Handelsgeschehen nieder.

Auch aus Europa kamen gestern äußerst schwache Wirtschaftsindikationen. Der ZEW-Konjunkturerwartungsindex brach per August auf minus 43,6 Punkte ein. Erwartet wurde ein Wert von minus 21,7! Erstaunlicherweise blieb der Euro von dieser Meldung aber verschont und zog in Vergleich zum US-Dollar zu diesem Zeitpunkt sogar an. Leicht unter Druck kam unsere Gemeinschaftswährung erst, als die Meldung über die Verschiebung der US-Zölle über die Ticker rollte. Heute Morgen zeigen die Kurspfeile aber wieder leicht nach oben.

Sah es gestern Morgen um diese Zeit noch so aus, als würden die Öl- und somit auch Heizölpreise wieder in ruhigeres Fahrwasser geraten, kam es gestern am Nachmittag zu diesem plötzlichen Preisschock, der die Notierungen binnen kürzester Zeit um mehr als einen Cent pro Liter nach oben katapultierte. Auch heute wird es nach aktuellen Berechnungen und ersten Preistendenzen weiter um einen halben bis einen Cent nach oben gehen. Die spannende Frage ist nun, ob es doch noch zu einer Annäherung und einem Handelsabkommen zwischen den USA und China kommt, oder ob dies wieder nur ein Zwischenspiel auf dem Weg zu einem Handelskrieg war. Es bleibt also spannend.
13.08.2019, 08:46 Uhr
Die Ölpreise haben im gestrigen Tagesverlauf kein klare Richtung gefunden und sind kaum verändert aus dem Handel gegangen. Bei weiterhin recht stabilen Wechselkursen, werden die Heizöl-Notierungen hierzulande ebenfalls wenig verändert erwartet. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben im gestrigen Tagesverlauf kein klare Richtung gefunden und sind in Folge kaum verändert aus dem Handel gegangen. Bei weiterhin recht stabilen Wechselkursen werden auch die Heizöl-Notierungen hierzulande ebenfalls wenig verändert erwartet.

Aktuell stehen die Oktober-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 58,30 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 54,70 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar knapp behaupten und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1190 US-Dollar gehandelt.

Nach dem kräftigen Einbruch der Rohölpreise zu Monatsbeginn, ist am Ölmarkt nun wieder etwas Ruhe eingekehrt. Die Erwartung einer schwächeren Nachfrageentwicklung scheint nun weitgehend eingepreist zu sein und Saudi Arabien hat als größter Ölproduzent der OPEC angekündigt, die Ölexporte im September um 0,7 Millionen Barrel kürzen zu wollen, um die Ölpreise zu stabilisieren.
Nun warteten die Marktteilnehmer, wie es im Handelsstreit zwischen den USA und China weitergeht. Bislang ist nicht bekannt, ob die Gespräche weitergeführt werden, nachdem der Streit aufgrund weiterer US-Zölle und angeblicher Währungsmanipulationen Chinas kürzlich eskaliert ist.
Aber auch die politischen Spannungen im Nahen Osten sollten nicht vergessen werden, denn die hohe Militärpräsenz des Westens im Persischen Golf hat sicherlich auch Eskalationspotenzial. Gestern ließ hierzu der irakische Außenminister Mohammed al-Hakim über Twitter verlauten, dass die Golfstaaten den Schiffsverkehr sehr gut selbst sichern können.
Derzeit ist die Lage hier aber erfreulicherweise recht ruhig und so konzentrieren sich die Börsianer in dieser Woche auf wöchentlichen Ölbestandsdaten aus den USA, die heute Abend nach Börsenschluss (API) und morgen Nachmittag (DOE) bekanntgegeben werden. Im Vorfeld rechnen die Analysten laut einer Bloomberg-Umfrage mit einem weiteren Abbau von gut zwei Millionen Barrel.
Trotz der seit geraumer Zeit rückläufigen Zahl aktiver US-Bohranlagen, hat die US-Schieferölproduktion im August bislang weiter zugelegt. Lauf dem monatlichen Produktionsbericht der Energy Information Administration (EIA) stieg die Förderung auf 8,683 Millionen Barrel, was im Vergleich zu Juli ein Plus von 186.000 Barrel pro Tag ist. Für September rechnet man mit einer weiteren Zunahme von 85.000 Fass.

Am Devisenmarkt kam gestern vorübergehend etwas Bewegung in den Handel, nachdem der nationale Sicherheitsberater von US Präsident Trump bei einem Treffen mit dem britischen Premierminister Boris Johnson enthusiastische Unterstützung beim Thema Brexit angekündigt hatte. Insgesamt blieben die Kursausschläge aber auch hier im Rahmen. Heute werden einige wichtige Konjunkturdaten veröffentlicht, die neue Impulse geben könnten.

Insgesamt bleiben die Vorgaben für den deutschen Inlandsmarkt also weiterhin recht stabil, sodass aus morgendlicher Sicht mit wenig Veränderung bei den Heizöl-Notierungen zu rechnen ist. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen ein Miniplus von 0,1 bis 0,2 Cent pro Liter erwarten. Die Nachfrage bleibt auch zu Beginn der neuen Woche außergewöhnlich hoch, was angesichts des sehr attraktiven Preisniveaus auch durchaus nachvollziehbar ist. Verbraucher mit knappem Vorrat sollten die mittlerweile wieder sehr langen Lieferzeiten beachten und unbedingt rechtzeitig bestellen, um unnötige Eilzuschläge zu vermeiden.
12.08.2019, 07:54 Uhr
Die Ölpreise haben sich am Freitag weiter erholen können, nachdem der Monatsreport der Internationalen Energieagentur neutral ausgefallen ist. Die Heizöl-Notierungen werden in Folge mit weiteren Aufschlägen in die neue Handelswoche starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich am Freitag weiter erholen können, nachdem der Monatsreport der Internationalen Energieagentur neutral ausgefallen ist. Die Heizöl-Notierungen werden in Folge mit weiteren Aufschlägen in die neue Handelswoche starten.

Aktuell stehen die Oktober-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 58,30 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 54,30 Dollar. Der Euro zeigt sich im Vergleich zum US-Dollar weiterhin wenig verändert und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1210 US-Dollar gehandelt.

Nachdem der Monatsreport der Energy Information Administration (EIA) eindeutig bearish, also preisdrückend ausgefallen war und dadurch die Rohölpreise, zusammen mit dem Handelskonflikt zwischen den USA und China, zur Wochenmitte unter Druck gehalten hatte, warteten die Marktteilnehmer am Freitag auf den Bericht der Internationalen Energieagentur (IEA) mit Sitz in Paris.
Zwar wurde auch hier die Prognose zur globalen Ölnachfrage für dieses Jahr um 100.000 Barrel pro Tag und für nächstes Jahr um 50.000 Fass nach unten korrigiert, gleichzeitig erwartet man aber auch eine geringere Ölproduktion der Nicht-OPEC-Länder für dieses Jahr, sodass der Report zumindest in der eher kurzfristigen Betrachtung neutral gewertet werden konnte.
Der Markt erwartete hier aber wohl weitere bearishe Impulse, sodass sich die Erholung der Ölpreise von diesem Moment weiter fortsetzte.
Stützend wirkte zudem ein Kommentar des Energieministers der Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), der den jüngsten Kursrutsch am Ölmarkt für eine "vorübergehende Überreaktion" hält. Auch Russlands Energieministerium lieferte ein Statement, dass preistreibend wirkte. In Moskau bekannte man sich, angesichts des zurückgehenden Nachfragewachstums, zur Kooperation mit der OPEC und hält diese für nötig, den Ölmarkt zu stabilisieren.
Zuvor hatte ja bereits Saudi-Arabien bekanntgegeben, dass man die Ölexporte um 0,7 Millionen Barrel pro Tag verringern will, was dazu geführt hat, dass der starke Abwärtstrend gestoppt werden konnte. Dass es dem Königreich mit seinen Absichten durchaus ernst ist, zeigt die Entwicklung der Ölförderung in den letzten Monaten. Im Juli ging die Produktion um weitere 120.000 Barrel auf nur noch 9,65 Millionen Barrel zurück. Insgesamt wurde die Kürzungsvorgaben aus dem OPEC-Abkommen laut der IEA zu 119 Prozent eingehalten.
Die Zahl der aktiven US-Bohranlagen ist unterdessen weiter rückläufig. Auch in der abgelaufenen Woche wurden durch Baker Hughes sechs Einheiten weniger gezählt, was darauf schließen lässt, dass wohl auch die US-Schieferölförderung auf Sicht von einigen Monaten weniger stark wachsen wird.

Am Devisenmarkt bleiben die Kursausschläge weiterhin recht moderat. Der Euro pendelt seit gut einer Woche um die 1,12-Dollar-Marke, nachdem das Zinsthema in den USA wieder etwas in den Hintergrund geraten ist. Belastend auf die Gemeinschaftswährung wirkt sicherlich die neuerliche Regierungskrise in Italien und der im Herbst anstehende Brexit. Auf der anderen Seite wird der US-Dollar vom Handelskonflikt mit China und der Erwartung weiter fallender Zinsen gedrückt.

Die Heizölpreise in Deutschland werden nach diesen Vorgaben mit weiteren Aufschlägen in die neue Handelswoche starten, nachdem es ja bereits in den letzten Tagen leicht nach oben gegangen ist. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von gut einem halben Cent pro Liter erwarten. Trotzdem stehen die Notierungen noch immer auf dem niedrigsten Niveau des Jahres. Wer bereits zu Beginn der Heizperiode Öl braucht, sollte mit der Bestellung nicht zögern, denn die Lieferzeiten betragen in vielen Regionen mittlerweile wieder vier bis fünf Wochen, nachdem die Nachfrage in der letzten Woche sprunghaft angestiegen ist.
09.08.2019, 07:49 Uhr
Die Ölpreise konnten sich im gestrigen Handelsverlauf zwar etwas stabilisieren und einen Teil der Vortagsverluste wieder wettmachen, heute morgen starten die Futures aber schon wieder mit schwacher Tendenz. Da die Nachfrage nach Heizöl ist extrem hoch. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminbörsen konnten sich im gestrigen Handelsverlauf zwar etwas stabilisieren und einen Teil der Vortagsverluste wieder wettmachen, heute morgen starten die Futures aber schon wieder mit schwacher Tendenz. Da die Heizöl-Notierungen hierzulande in Folge auf einem sehr niedrigen Niveau stehen, ist die Nachfrage extrem hoch.

Aktuell stehen die Oktober-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei  knapp 57,30 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde nur noch 52,50 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum US-Dollar etwas zurück und wird derzeit zu Kursen knapp unterhalb der 1,12-Dollar-Marke gehandelt.

Der drohende Handelskrieg zwischen den USA und China hat den Ölmarkt weiter fest im Griff. Innerhalb von nur gut einer Woche, sind die Rohölpreise um deutlich über 10 Prozent zurückgefallen und zaghafte Erholungsversuche ersticken derzeit schon im Keim. Zu groß ist die Angst vor einer weltweiten Rezession, die sich natürlich auch entsprechend auf den Ölmarkt auswirken würde.
Noch gibt es aber geringe Hoffnung, dass die Streitparteien doch wieder an den Verhandlungstisch zurückzukehren könnten und auch die in diesen Tagen veröffentlichten Konjunkturdaten sind teilweise gar nicht so schlecht.
Vor allem die Außenhandelszahlen aus China überraschten zuletzt positiv, auch wenn die Zahlen aus dem Reich der Mitte immer auch mit gewisser Vorsicht zu genießen sind. Auch die gestern veröffentlichten US-Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung fielen mit 209.000 besser aus als erwartet.
Etwas stützend wirken derzeit zudem die Bemühungen Saudi-Arabiens, den Ölmarkt zu stabilisieren. Das Königreich will seine Ölexporte im kommenden Monat um 0,7 Millionen Barrel pro Tag zurückfahren.
Druck auf die Ölpreise gab es dann aber wieder, als aus Libyen die wieder vollständige Aufnahme der Lieferungen aus dem Sharara-Ölfeld vermeldet wurde. Hier waren die Exporte nach Sabotage-Akten vorübergehend deutlich zurückgegangen.

Am Devisenmarkt hat der Euro im Vergleich zum US-Dollar gestern leicht nachgegeben, nachdem sich in Italien wieder einmal eine neue Regierungskrise ankündigt. Ingesamt bleiben die Wechselkurse in diesen Tagen aber relativ stabil, trotz der Turbulenzen an den Aktienmärkten.

Insgesamt also stabile Vorgaben für den deutschen Inlandsmarkt, wo die Heizölpreise heute ebenfalls wenig verändert in den letzten Handelstag der Woche starten werden. Zumindest lassen erste Preistendenzen und aktuelle Berechnungen lediglich ein kleines Minus in einer Größenordnung von bis zu 0,3 Cent pro Liter erwarten. Notierungen auf dem niedrigsten Stand seit April 2018, lassen die Verbraucher in diesen Tagen beherzt zugreifen. Das Bestellaufkommen ist außergewöhnlich hoch und die Lieferzeiten werden immer länger.
08.08.2019, 08:01 Uhr
Die Ölpreise sind auch gestern massiv unter Druck geraten, können sich heute morgen aber wieder etwas erholen. In Folge sind auch die Heizöl-Notierungen auf ein langfristig sehr niedriges Niveau gefallen. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminbörsen sind auch gestern zeitweise massiv unter Druck geraten, können sich heute morgen aber wieder etwas erholen. In Folge sind auch die Heizöl-Notierungen, mittlerweile auch in der längerfristigen Betrachtung, auf ein sehr niedriges und daher attraktives Niveau gefallen.

Aktuell stehen die Oktober Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei  knapp 58 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde nur noch 52,70 Dollar. Der Euro zeigt sich im Vergleich zum US-Dollar wenig verändert und wird weiterhin zu Kursen um 1,12 US-Dollar gehandelt.

Die Sorge vor einer globalen Rezession geht um! Nachdem die USA und China immer mehr in einen Handelskrieg hineinschlittern, sehen viele Marktexperten künftig eine Überversorgung am Ölmarkt. Dies bestätigte auch der kürzlich bekannt gegebene Monatsreport der Statistikabteilung des US-Energieministeriums (EIA).
In Folge gerieten die Rohölpreise im gestrigen Handelsverlauf massiv unter Druck, noch bevor das Departement of Energy (DOE) die wöchentlichen US-Ölbestandsdaten veröffentlicht hatte.
Hier gab es einen ebenso überraschenden wie deutlichen Aufbau von in Summe über acht Millionen Barrel. Das American Petroleum Institute (API) hatte am Vorabend noch einen Rückgang von gut drei Millionen Fass vermeldet, was in etwa im Rahmen der Analystenschätzung lag.
Zu diesem Zeitpunkt waren die Ölpreise aber schon so stark gefallen, dass es in Reaktion auf die zweifelsohne stark bearish zu wertenden Zahlen nur noch zu einem kurzen Rücksetzer kam.
Am späten Abend und heute morgen im asiatisch geprägten Handel konnten sich die Futures wieder etwas erholen, was zum einen an technischen Faktoren, zum anderen an überraschend guten Außenhandelszahlen aus China lag. Hier legten die Exporte im Juli stärker zu als erwartet, während die Importe weniger stark zurückgingen als von Marktbeobachtern prognostiziert.
Außerdem ist die Meldung im Markt, dass die OPEC den Preisverfall stoppen will. Wie, ist bislang aber noch nicht bekannt. Man darf gespannt sein.

Am Devisenmarkt gab es gestern keine größeren Kursbewegungen im Umtauschverhältnis zwischen dem Euro und dem US-Dollar, der unter neuerlichen Angriffen von US-Präsident Trump auf die US-Notenbank leidet. Trump bezeichnet diese als inkompetent und forderte erneut schnelle Zinssenkungen. Der Euro kletterte vorübergehend auf über 1,1240 US-Dollar.

Die Heizölpreise in Deutschland sind gestern stärker gefallen, als es noch am Morgen absehbar war und stehen derzeit auf dem niedrigsten Stand seit Anfang Jänner! Auch heute sieht es danach aus, als könnten die Notierungen regional nochmals leicht nachgeben. Aktuelle Berechnungen lassen aus morgendlicher Sicht Abschläge in einer Größenordnung von gut einem halben Cent pro Liter erwarten, erste Preistendenzen deuten eher auf sich stabilisierende Preise hin. Die Nachfrage hat weiter zugelegt und die Lieferzeiten werden dabei immer länger.
07.08.2019, 07:43 Uhr
Die Ölpreise haben gestern weiter nachgegeben und starten auch heute schwach in den asiatisch geprägten Handel. In Folge werden auch die Heizöl-Notierungen, bei stabilen Wechselkursen, mit weiteren Abschlägen erwartet. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern weiter leicht nachgegeben und starten auch heute morgen schwach in den asiatisch geprägten Handel. In Folge werden auch die Heizöl-Notierungen, die derzeit auf dem tiefsten Stand seit über einem Jahr stehen, mit weiteren Abschlägen erwartet.

Aktuell stehen die Oktober Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei  58,90 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde   53,60 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar weiter gut behaupten und wird derzeit zu Kursen um 1,1210 US-Dollar gehandelt.

Die Weltwirtschaft steht, angesichts des Handelskonfliktes zwischen den USA und China, vor einer großen Herausforderung und möglicherweise auch vor einer Rezession. Dieses Szenario spiegelt sich derzeit auch am Ölmarkt wider, wo die Rohölpreise in den letzten Tagen stark unter Druck geraten sind.
Auch gestern bröckelten die Notierungen bis zum Handelsschluss immer weiter ab, nachdem es zuvor noch eine leicht technische Reaktion auf die heftigen Verluste der Vortage gegeben hatte.
Diese wurde unterstützt durch die Erwartungen der Investmenthäuser Goldman Sachs und Morningstar, dass die US-Schieferölindustrie die größten Wachstumsraten hinter sich haben könnte. Die deutlich zurückgehende Zahl der aktiven US-Bohranlagen bestätigt diese Einschätzung.
Gestern Abend nach Börsenschluss veröffentlichte das American Petroleum Institut (API) ihre Version der wöchentlichen US-Ölbestandsdaten, die unterm Strich neutral gewertet werden kann. In Summe gab es hier einen Rückgang von 3,3 Millionen Barrel, während die Analysten im Vorfeld mit einem Minus von 3,8 Millionen Fass gerechnet hatten.
Weiteren Druck auf die Ölpreise könnte aber der Monatsreport der Energy Informationen Administration (EIA) bringen, der ebenfalls gestern Abend heraus kam. In diesem wurde die Prognose zum globalen Wachstum der Ölnachfrage für dieses und nächstes Jahr erneut zurückgenommen, während man für 2020 nun sogar mit einem etwas höheren Angebot rechnet. Folgerichtig nahm man auch die Preisprognosen teilweise deutlich zurück.

Am Devisenmarkt konnte sich der Euro im Vergleich zum US-Dollar gestern weiter gut behaupten und wird auch heute morgen über der Marke von 1,12 Dollar gehandelt. Dabei handelt es sich derzeit aber wohl eher um eine Dollar-Schwäche als um eine Euro-Stärke, denn der "Greenback" wird nicht nur durch den Handelskonflikt belastet, sondern auch durch die Erwartung weiter fallender US-Zinsen.

Die Heizölpreise hierzulande, die derzeit auf dem tiefsten Stand des Jahres stehen, werden nach diesen Vorgaben aller Voraussicht nach auch heute weiter etwas nachgeben. Zumindest lassen erste Preistendenzen und aktuelle Berechnungen aus morgendlicher Sicht Abschläge in einer Größenordnung von bis zu einem halben Cent pro Liter erwarten. Die Verbraucher greifen beherzt zu und ordern für die bevorstehende Heizperiode. Die Lieferzeiten werden dabei wieder länger, sodass vorausschauendes Handeln gefragt ist, um Eilaufschläge zu vermeiden.
06.08.2019, 07:42 Uhr
Die Ölpreise haben im gestrigen Tagesverlauf weitere kräftige Verluste hinnehmen müssen, nachdem der Handelsstreit zwischen den USA und China immer mehr eskaliert. In Folge bleiben auch die Heizölpreise hierzulande unter Druck. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben im gestrigen Tagesverlauf weitere kräftige Verluste hinnehmen müssen, nachdem der Handelsstreit zwischen den USA und China immer mehr eskaliert. In Folge bleiben auch die Heizölpreise hierzulande unter Druck.

Aktuell stehen die Oktober-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei  60,50 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 55,30 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum US-Dollar weitere deutliche Gewinne erzielen und wird derzeit zu Kursen um 1,12 US-Dollar gehandelt.

Die Finanzmärkte blicken mit Sorge auf den sich immer mehr ausweitenden Handelskonflikt zwischen den beiden wirtschaftlichen Supermächten USA und China.
Nachdem in der vergangenen Woche US-Präsident Trump überraschend weitere Zölle auf Warenimporte aus dem Reich der Mitte mit einem Volumen von rund 300 Milliarden Dollar angekündigt hatte, ist der Kurs des chinesischen Yuan auf den niedrigsten Stand seit über 10 Jahren gefallen. Washington wirft Peking dabei ganz offiziell Währungsmanipulation vor und will beim internationalen Währungsfonds (IWF) Beschwerde einlegen, da der Marktwert des Yuan zu einem bestimmten Teil von der chinesischen Notenbank beeinflusst wird.
Die Wahrscheinlichkeit, dass es doch noch zu einem Handelsabkommen kommen kann, wird also immer geringer und mittlerweile wird in vielen Medien auch schon von einem offenen Handelskrieg gesprochen.
In Folge ging es gestern an den Aktienmärkten mit den Kursen kräftig nach unten und auch die Rohölpreise fielen deutlich zurück. Die für Europa maßgeblichen Brentöl-Kontrakte rutschten zeitweise unter die 60-Dollar-Marke.
Unterstützt wurde der Abwärtstrend durch die Meldung, wonach die Ölexporte der USA im Juni auf ein neues Rekordhoch gestiegen sind.
Die Ankündigung Saudi-Arabiens, die Ölpreise für September-Lieferungen teilweise zu erhöhen, wurde am Markt hingegen kaum zur Kenntnis genommen, ebenso der erneute Rückgang der aktiven US-Bohranlagen.

Am Devisenmarkt waren gestern der japanische Yen, aber auch der Schweizer Franken und der Euro gesucht. Dieser konnte im Vergleich zum US-Dollar einen deutlichen Sprung nach oben, über die 1,12-Dollar-Marke machen. In unsicheren Zeiten wie diesen, ist natürlich auch Gold sehr gefragt. Der Kurs des Edelmetalls stieg auf den höchsten Stand seit über sechs Jahren.

Beste Vorgaben also für den deutschen Inlandsmarkt, wo die Heizölpreise gestern massiv zurückgegangen sind und nun wieder Kurs auf das bisherige Jahrestief nehmen. Heute könnte es in Reaktion auf die gestrigen Verluste regional aber wohl zunächst etwas nach oben gehen, da sich auch die Rohölpreise im späten US-Handel erholen konnten. Nach aktuellen Berechnungen sollte es im Tagesverlauf aber zu weiteren Abschläge in einer Größenordnung von rund einem halben Cent pro Liter kommen. Das Bestellaufkommen hat wieder deutlich zugenommen.