14.06.2019, 08:02 Uhr
Die Ölpreise haben gestern deutlich angezogen, nachdem es schon am Morgen die Meldung gab, dass zwei Öltanker im Golf von Oman angegriffen wurden. Auch die Heizöl-Notierungen verteuerten sich schlagartig und die Nachfrage sprang sofort wieder deutlich an! Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern deutlich angezogen, nachdem es schon am Morgen die Meldung gab, dass zwei Öltanker im Golf von Oman angegriffen wurden. Es wird befürchtet, dass es zu einem Krieg im Nahen Osten kommen könnte. Auch die Heizöl-Notierungen verteuerten sich schlagartig und die Nachfrage sprang sofort wieder deutlich an!

Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 61,70 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 52,40 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar erneut nur knapp behaupten und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1270 US-Dollar gehandelt.

Nachdem die Ölbestände in den USA in dieser Woche erneut gestiegen sind und auch der Monatsreport des US-Energieministeriums eher bearish, also preisdrückend ausgefallen war, machten sich die Rohölpreise gestern am frühen Morgen zunächst weiter auf den Weg nach unten.
Dann aber ging es plötzlich schlagartig nach oben und es war klar, dass es hierzu ein entsprechendes Ereignis gegeben haben muss. Wenig später wurde dann bekannt, dass zwei Öltanker im Golf von Oman angegriffen wurden und in Flammen stehen. Erfreulicherweise kam dabei wohl niemand ums Leben.
Jetzt geht es aber natürlich darum, wer die Angriffe verübt hat und zumindest für die Amerikaner gibt es hier keine Zweifel. Es muss der Iran gewesen sein! Dies erhöht natürlich die Spannungen beider Länder und auch Saudi-Arabien gießt hier weiter fleißig Öl ins Feuer. Es bleibt zu hoffen, dass es zu keinem Krieg im Nahen Osten kommen wird. Ausschließen will das derzeit aber kaum jemand.
Der gestern in den Mittagsstunden veröffentlichte Monatsbericht der OPEC geriet bei den ganzen Turbulenzen in den Hintergrund. Das Kartell hat dabei die Prognose zum globalen Ölnachfragewachstum leicht nach unten korrigiert und sieht somit auch die Versorgungslage etwas entspannter als noch vor rund vier Wochen. Somit wurde auch der OPEC-Monatsbericht, wie schon der EIA-Report, preisdrückend gewertet, was aber im Trubel um die Tankerangriffe an den Ölbörsen kaum Beachtung fand.
Währenddessen sieht es in Libyen weiterhin nicht nach Frieden aus. Seit Anfang April tobt hier ein Bürgerkrieg, der laut UN bereits 653 Opfer gefordert haben soll. Knapp 100.000 Menschen sind auf der Flucht. Auch die Ölförderung des Landes, die derzeit ein Volumen von rund 1,2 Millionen Barrel pro Tag hat, ist in Gefahr.
 
Am Devisenmarkt blieben die Kursausschläge weiter recht gering und der Euro verlor dabei im Vergleich zum US-Dollar erneut etwas an Wert. Der "Greenback" war als Krisenwährung wieder etwas stärker gefragt, obwohl die gestern veröffentlichten Arbeitsmarktdaten eher enttäuschend ausgefallen sind. Im Vergleich zur Vorwoche stiegen die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung und auch die weitergeführten Ersuche leicht an.

Die Heizölpreise hierzulande werden heute aller Voraussicht nach weitgehend stabil bis leicht höher in den letzten Handelstag der Woche gehen. Aktuelle Berechnungen lassen zumindest aus morgendlicher Sicht lediglich ein leichtes Plus in einer Größenordnung von 0,2 bis 0,5 Cent pro Liter erwarten. Nicht zu unterschätzen ist jedoch die starke Inlandsnachfrage, die schon in der letzten Woche, aufgrund der derzeit sehr günstigen Preise, sehr hoch war und die gestern aufgrund der Kriegsängste wieder sprunghaft angestiegen ist. Dies könnte bewirken, dass die Notierungen heute nochmals etwas stärker anziehen werden, da die Ausfuhr- und Lagerkapazitäten allmählich knapp werden.
13.06.2019, 09:05 Uhr
Die Ölpreise haben gestern nach Veröffentlichung der DOE-Ölbestandsdaten weiter nachgegeben, ziehen heute morgen aber etwas überraschend wieder deutlich an. Die Heizölpreise liegen derzeit noch auf dem niedrigsten Niveau seit über einem Jahr! Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern nach Bekanntgabe der wöchentlichen DOE-Ölbestandsdaten weiter nachgegeben, ziehen heute morgen aber etwas überraschend wieder deutlich an. Die Heizölpreise liegen nach dem gestrigen Rückgang derzeit noch auf dem niedrigsten Niveau seit weit über einem Jahr!

Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 61,60 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 52,40 Dollar. Der Euro kann fällt im Vergleich zum US-Dollar etwas zurück und wird heute Morgen nur noch zu Kursen um 1,1295 US-Dollar gehandelt.

Nachdem die US-Ölbestandsdaten des American Petroleum Institute (API) vom Dienstagabend erneut bearish, also preisdrückend ausgefallen waren, starteten die Rohölpreise gestern mit leicht schwächerer Tendenz in den europäisch geprägten Handel.
Auch der Monatsreport des US-Energieministeriums lässt erwarten, dass der Ölmarkt zumindest in mittel- und längerfristiger Betrachtung wieder gut versorgt sein wird und löste somit tendenziell Verkäufe aus.
Als am Nachmittag die Vorratszahlen des Department of Energy (DOE) über die Ticker rollten, ging es mit dem Ölkomplex nochmals deutlich nach unten und die Brentöl-Futures fielen zeitweise sogar unter die 60-Dollar-Marke zurück. In Summe wurde auch hier ein Aufbau von zwei Millionen Barrel vermeldet, während die Analysten ja im Vorfeld lediglich mit einem Plus von knapp einer Million Fass gerechnet hatten. In den letzten zwölf Wochen sind hier die Bestände um gut 90 Millionen Barrel angestiegen!
Insgesamt ist die Versorgungslage in den USA also weiterhin ausgesprochen gut und allgemein wird erwartet, dass sich diese in der zweiten Jahreshälfte noch weiter verbessern wird.
Dies sicherlich auch, weil sich die Nachfrage nach Öl- und Ölproduktion allgemein schwächer entwickelt als erwartet, was nicht zuletzt auf den Handelsstreit zwischen den USA und China zurückzuführen ist.
Es gibt aber weiterhin auch Risiken auf der Angebotsseite, die in den letzten Tagen und Wochen wohl fast schon in Vergessenheit geraten sind. Neben der politisch unsicheren Lage im Nahen Osten, ist hier vor allem der Bürgerkrieg in Libyen zu beachten. Sollte sich dieser auf die Ölexporte des Landes auswirken, könnten dem Markt im schlimmsten Fall rund eine Million Barrel pro Tag entzogen werden.
Heute Morgen ziehen die Ölpreise teilweise kräftig an, wobei hierzu aber (noch) keine fundamental relevanten Meldungen auszumachen sind. Eventuell handelt es sich hier um eine technisch bedingte Gegenbewegung.
 
Am Devisenmarkt musste der Euro im Vergleich zum US-Dollar gestern Verluste hinnehmen, nachdem sich die Gemeinschaftswährung in den letzten Tagen sehr gut entwickeln konnte. Dies lag im Wesentlichen daran, dass die Händler mittlerweile eine Zinssenkung in den USA erwarten, was noch vor wenigen Wochen kaum für möglich erachtet wurde. Die gestern veröffentlichten US-Inflationsdaten lagen per Mail mit plus 1,8 Prozent leicht unter den Erwartungen der Analysten.

Die Vorgaben für den deutschen Inlandsmarkt bleiben also recht gut und die Heizölpreise stehen derzeit auf dem niedrigsten Niveau seit April 2018. Wie eingangs bereits erwähnt, ziehen die Notierungen in diesen Minuten aber deutlich an, sodass aktuell Aufschläge von einem halben bis einem Cent pro Liter zu beobachten sind. Wer sich also die aktuell günstigen Kurse sichern will, sollte keine Zeit verlieren und jetzt noch schnell ordern.
12.06.2019, 08:24 Uhr
Die Ölpreise gehen heute Morgen etwas leichter in den asiatisch geprägten Handel, nachdem die Ölbestände in den USA laut API weiter angestiegen sind. In Folge werden auch die Heizöl-Notierungen hierzulande mit weiteren Abschlägen in den Tag starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten gehen heute Morgen etwas leichter in den asiatisch geprägten Handel, nachdem die Ölbestände in den USA laut dem American Petroleum Institute (API) weiter angestiegen sind. Bei stabilen Wechselkursen werden in Folge auch die Heizöl-Notierungen hierzulande aller Voraussicht nach mit weiteren Abschlägen in den Tag starten.

Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 61,20 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 52,30 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar weiterhin gut behaupten und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1330 US-Dollar gehandelt.

Gestern gab es an den internationalen Ölmärkten einen recht ruhigen Handelstag bei eher geringen Umsätzen. Die Rohölpreise tendierten in einer sehr engen Handelsspanne seitwärts.
Vom saudischen Ölminister al-Falih wurde bestätigt, was sich in den letzten Tagen schon angedeutet hatte. Die OPEC+ Gruppe ist sich weitgehend einig, das aktuelle Förderabkommen über die erste Jahreshälfte hinaus beizubehalten und wartet wohl lediglich noch auf die Zusage Russlands, die aber sehr wahrscheinlich auch noch kommen dürfte.
Nach den neuesten Erkenntnissen dürfte dies auch absolut notwenig sein, denn trotz der Sanktionen gegen den Iran und Venezuela geht man am Markt davon aus, dass es mittel- und langfristig, aufgrund einer wohl eher schwachen Nachfrageentwicklung und der boomenden US-Schieferölindustrie, wieder zu einer Überversorgung kommen könnte. Kurzfristig ist die Versorgungslage immer noch sehr knapp, was auch von der Statistikabteilung des US-Energieministriums (EIA) so gesehen wird, die vor wenigen Stunden ihren Monatsreport veröffentlicht hat. Hier sieht man aufgrund der höheren Sommernachfrage vor allem in den kommenden Monaten ein Mengendefizit.
Nach Börsenschluss wurden die wöchentlichen US-Ölbestandsdaten des American Petroleum Institute (API) bekanntgegeben, die aber zumindest für die USA eine recht entspannte Situation aufzeigen. Im Vergleich zur Vorwoche gab es nämlich einen weiteren Aufbau von in Summe 2,2 Millionen Barrel, wobei vor allem der Zuwachs von knapp fünf Millionen Fass bei den Rohöl-Vorräten ins Auge sticht. Die Analysten hatten hier im Vorfeld sogar mit einem leichten Rückgang gerechnet, sodass das Zahlenwerk heute Morgen eine eindeutig preisdrückende Wirkung entfacht, bevor am Nachmittag die Vergleichswerte des Department of Energy (DOE) veröffentlicht werden.
 
Am Devisenmarkt konnte der Euro im Vergleich zum US-Dollar gestern weitere leichte Gewinne erzielen und auch heute Morgen zieht unsere Gemeinschaftswährung weiter an. Die Ursache ist aber eher eine Schwäche des Greenback, der seit Tagen unter den Spekulationen über eine mögliche Zinssenkung in den USA leidet.

Gute Vorgaben also wieder für den deutschen Inlandsmarkt, wo die Heizölpreise auch heute mit Abschlägen in den Tag starten. Aktuelle Berechnungen lassen aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von 0,2 bis 0,4 Cent pro Liter erwarten, erste Preistendenzen zeigen derzeit regional aber auch schon einen Rückgang von bis zu einem halben Cent. Insgesamt bewegen sich die Notierungen weiterhin auf dem niedrigsten Stand seit gut einem Jahr und bieten nach wie vor eine hervorragende Gelegenheit zur Bevorratung.


11.06.2019, 09:09 Uhr
Die Ölpreise haben am Freitag und gestrigen Pfingstmontag den Konsolidierungskurs von Ende letzter Woche fortgesetzt. Bei wenig veränderten Wechselkursen, werden in Folge auch die Heizöl-Notierungen weitgehend stabil in die neue Handelswoche starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben am Freitag und gestrigen Pfingstmontag den Konsolidierungskurs von Ende letzter Woche fortgesetzt. Bei wenig veränderten Wechselkursen, werden in Folge auch die Heizöl-Notierungen hierzulande weitgehend stabil bis etwas leichter in die neue Handelswoche starten.

Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 62,60 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 53,85 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar weiterhin recht gut behaupten und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1315 US-Dollar gehandelt.

Nach dem kräftigen Einbruch der Rohölpreise zum Monatswechsel, scheint nun wieder etwas Stabilität in den Ölmarkt einzukehren, wenngleich die Volatilität nach wie vor sehr hoch ist.
Am Freitag zogen die Notierungen im Laufe des Tages technisch bedingt weiter an und gingen auf Tageshöchstand in das lange Pfingstwochenende. Gestern wurde aber in den USA schon wieder gehandelt und hier gerieten die Futures wieder unter Druck,  sodass die Vorgaben für den heimischen Heizöl-Markt heute unterm Strich relativ stabil bleiben.
Ein bestimmendes Thema am Ölmarkt ist natürlich weiterhin das nächste OPEC-Treffen, das ursprünglich Ende diesen Monats in Wien stattfinden sollte, aber wohl nun auf Anfang Juli verschoben wird. Allgemein scheint es hier weitgehend Übereinstimmung zu geben, dass man an den aktuellen Fördermengen bzw. -quoten festhalten will, auch wenn aus Russland in letzter Zeit immer wieder Stimmen zu vernehmen waren, die sich dagegen ausgesprochen haben.
Laut Alexander Nowak, dem russische Energieminister, riskiere man aber einen Preiseinbruch bis auf 40 Dollar pro Barrel, würde man die Kooperation mit der OPEC beenden, was indirekt dahingehend gewertet wird, dass man einer Fortführung des Förderabkommens nicht im Wege stehen will.
Ansonsten gab es eher schwache Konjunkturdaten aus den USA und aus Deutschland, die am Ölmarkt die Befürchtung vor einem Konjunktureinbruch verstärkten, auch wenn die von US-Präsident Trump angekündigten US-Zölle auf mexikanische Importe in letzter Minute doch noch abgewendet werden konnten. Am Wochenende einigte man sich im Migrationsstreit, wobei hier das mexikanische Parlament noch zustimmen muss.
Die Zahl der aktiven US-Bohranlagen ist in der vergangenen Woche wieder deutlich um 11 auf nunmehr 789 Einheiten zurückgegangen, was ebenfalls ein bullisher, also preistreibende Faktor ist.
 
Am Devisenmarkt kann der Euro seinen positiven Trend im Vergleich zum US-Dollar festigen und sich gut über der 1,13-Dollar-Marke halten. Die Aussichten, dass in den USA die Zinsen bald wieder fallen könnten, stützen unsere Gemeinschaftswährung, während die hohe Verschuldung Italiens weiterhin ein Belastungsfaktor ist.

Wie eingangs bereits erwähnt, bleiben die Vorgaben für den Inlandsmarkt recht stabil, sodass die Heizölpreise heute ohne große Veränderung in die neue Handelswoche starten werden. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen zumindest aus morgendlicher Sicht ein leichtes Minus in einer Größenordnung von 0,2 bis 0,4 Cent pro Liter erwarten. Die Nachfrage blieb auch über das lange Pfingstwochenende recht hoch und auch heute deutet sich wieder ein recht hoher Bestelleingang an.
07.06.2019, 08:45 Uhr
Die Ölpreise haben gestern am späten Abend plötzlich ins Plus gedreht und sind mit deutlichen Aufschlägen aus dem Handel gegangen. Da auch der Euro hinzugewinnen konnte, werden sich die Heizöl-Notierungen aber heute aber nur leicht verteuern. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern am späten Abend plötzlich ins Plus gedreht und sind mit deutlichen Aufschlägen aus dem Handel gegangen. Da auch der Euro im Vergleich zum US-Dollar hinzugewinnen konnte, werden sich die Heizöl-Notierungen hierzulande heute aber aller Voraussicht nach nur geringfügig verteuern.

Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 62,45 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 53,25 Dollar. Der Euro konnte nach der gestrigen EZB-Sitzung vorübergehend deutlich zulegen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1265 US-Dollar gehandelt.

Nachdem auch die US-Ölbestandsdaten des Department of Energy (DOE) am Mittwochnachmittag extrem bearish, also preisdrückend ausgefallen waren, schien es so, als könnten die Rohölpreise auch gestern keine Reaktion auf die erdrutschartigen Verluste der letzten Tage zeigen. Im Gegenteil, gestern Nachmittag ging es zunächst weiter nach unten, bevor dann aber in den letzten beiden Handelsstunden in New York plötzlich doch noch technische Käufe einsetzten, die uns schlussendlich ein kräfitges Plus von knapp zwei Dollar pro Barrel beschert haben.
Auslöser war wohl die Meldung, dass es Fortschritte im Einwanderungsstreit zwischen den USA und Mexiko gibt. Zwar konnte man noch noch keinen Durchbruch erzielen, US-Vize-Präsident Pence zeigte sich aber ermutigt und bekräftigte gleichzeitig, dass das Nachbarland noch deutlich mehr tun müsse. Die mexikanische Regierung will in einer ersten Maßnahme zur Verhinderung illegaler Auswanderung, rund 6.000 Beamte der Nationalgarde an die südliche Grenze zu Guatemala beordern.
Die Finanzwelt hofft, dass damit die angedrohten Zölle seitens der USA noch verhindert werden können. Auch im Handelsstreit zwischen China und den USA scheint es wieder etwas Bewegung zu geben.
Beim Thema OPEC-Förderabkommen gab es gestern Aussagen vom russischen Präsidenten Vladimir Putin, der zu Protokoll gab, dass Saudi-Arabien und Russland im Bezug auf einen fairen Ölpreis unterschiedliche Auffassungen haben. Moskau komme auch mit einem Preisniveau von 60 bis 65 Dollar pro Barrel gut zurecht. Dies ist aber grundsätzlich nichts Neues und auch schon vor der letzten Vereinbarung war man sich nicht immer einig, schlussendlich wurde dann aber doch eine Einigung erzielt.
Ansonsten gab es gestern solide Konjunkturdaten aus der EU, während die am Nachmittag veröffentlichten Wirtschaftsindikationen aus den UA eher enttäuschten. Die deutsche Handelsbilanz ist per April deutlich zurückgegangen und auch die Industrieproduktion verzeichnete einen Rückgang von 1,9 Prozent.

Entsprechend muss auch der Euro im Vergleich zum US-Dollar heute Morgen einen Teil seiner Vortagsgewinne wieder abgeben. Nach der gestrigen Sitzung der EZB war die Zurückhaltung von Mario Draghi im Bezug auf ein weitere Lockerung der Geldpolitik positiv für die Gemeinschaftswährung gewertet und mit entsprechenden Kursgewinnen honoriert worden.

Die Heizölpreise in Deutschland werden nach diesen Vorgaben heute mit leichten bis moderaten Aufschlägen in den letzten Handelstag der Woche starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von rund einem halben Cent pro Liter erwarten. Nach den kräftigen Rückgang der letzten Tage und Wochen ist dies aber nicht ungewöhnlich und durchaus verschmerzbar. Die aktuellen Notierungen befinden sich auch weiterhin auf dem niedrigsten Niveau seit mehr als einem Jahr und bieten eine hervorragende Gelegenheit zur Bevorratung!
06.06.2019, 08:44 Uhr
Die Ölpreise haben gestern weiter nachgegeben, nachdem die Ölbestände in den USA auf den höchsten Stand seit zwei Jahren angestiegen sind. Trotz leichter Währungsverluste, werden die Heizöl-Notierungen mit weiteren Abschlägen in den heutigen Tag starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern wieder Verluste eingefahren, nachdem die Ölbestände in den USA auf den höchsten Stand seit fast zwei Jahren angestiegen sind. Trotz leichter Währungsverluste, werden die Heizöl-Notierungen in Folge mit weiteren Abschlägen in den heutigen Handelstag starten.

Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 60,90 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 51,80 Dollar. Der Euro verliert im Vergleich zum US-Dollar leicht an Wert und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1230 US-Dollar gehandelt.

Nach der nur leichten, weil durch die preisdrückenden API-Ölbestandsdaten stark gebremsten Gegenbewegung auf die erdrutschartigen Verluste der Vortage, war das Aufwärtspotenzial der Rohölpreise auch gestern schnell wieder erschöpft. Bereits am frühen Nachmittag begannen die Kurse wieder zu bröckeln, nachdem aus aus den USA ein enttäuschender Arbeitsbericht vermeldet wurde. Die Zahl der neu geschaffenen Stellen lag per Mai mit 27.000 weit unter der Erwartung von 180.000 und 275.000 neuer Jobs im Vormonat. Die US-Konjunktur verliert anscheinend deutlich an Fahrt!
Als dann das Department of Energy (DOE) um 16.30 Uhr ihre Version der wöchentlichen US-Ölbestandsdaten veröffentlichte, beschleunigte sich der Abwärtstrend. Mit einem Zuwachs von in Summe 14,6 (!) Millionen Barrel, wurden sogar noch die extrem bearish zu wertenden API-Zahlen vom Vortag übertroffen. Zudem stieg die Ölförderung auf ein neues Rekordvolumen von 12,4 Millionen Barrel pro Tag, während die Gesamtnachfrage nach Produkten um zwei Millionen Barrel zurückging.
Kurzzeitig fielen die für Europa maßgebenden Brent-Öl-Futures sogar unter die 60-Dollar-Marke, wenig später konnte sich der Ölkomplex aber dann doch wieder erholen, sodass die Verluste schlussendlich relativ moderat ausgefallen sind.
Recht gute Konjunkturdaten kamen gestern aus der Europäischen Union, wo der Einkaufsmanagerindex aus dem Dienstleistungssektor mit 52,9 statt wie erwartet 52,5 Punkten positiv überraschen konnte. Der Vergleichsindex aus China fiel mit 52,7 Punkten aber sehr schwach aus. Hier hatten die Analysten mit einem Wert von 54,3 Punkten gerechnet.
Die Lage am Ölmarkt hat sich binnen nur einer Woche komplett gedreht. Dominierte bis vor kurzem noch die Angst vor einer Unterversorgung, sieht es jetzt danach aus, als könnten die globalen Ölbestände bald schon wieder ansteigen. Vor allem dann, wenn die Nachfrage aufgrund wirtschaftlicher Probleme eher zurückgehen sollte.

Am Devisenmarkt konnte der Euro vom schwachen Arbeitsbericht aus Übersee profitieren und kurzzeitig sogar über die 1,13-Dollar-Marke klettern. Dann ging es mit der Gemeinschaftswährung aber wieder deutlich nach unten, was sicherlich auch am von der EU eingeleitetem Strafverfahren gegen Italien liegt, da nach Meinung Brüssels hier zu wenig gegen die hohe Staatsverschuldung unternommen wird.

Trotz der leichten Währungsverluste, setzen die Heizölpreise hierzulande aber wohl auch heute Ihren Weg nach unten fort. Zumindest lassen aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen aus morgendlicher Sicht ein weiteres Minus in einer Größenordnung von bis zu einem halben Cent pro Liter erwarten. Mittlerweile sind die Notierungen auf den tiefsten Stand seit April letzten Jahres gefallen, was die Verbraucher mit einem regelrechten Bestellboom honorieren. Die Lieferzeiten haben in vielen Regionen Winter-Niveau erreicht, was um diese Jahreszeit aber wohl eher eine untergeordnete Rolle spielen dürfte. Es zählt immer der Preis zum Zeitpunkt der Bestellung!
05.06.2019, 07:49 Uhr
Die Ölpreise haben gestern in Reaktion auf die kräftigen Verluste der letzten Tage Gewinne erzielen können. Obwohl die US-Ölbestände laut API deutlich angestiegen sind, starten die Futures heute Morgen weitgehend stabil. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern in Reaktion auf die kräftigen Verluste der letzten Tage Gewinne erzielen können. Obwohl die US-Ölbestände laut API deutlich angestiegen sind, starten die Futures auch heute Morgen weitgehend stabil, sodass die Heizöl-Notierungen eventuell mit leichten Aufschlägen in den heutigen Handelstag gehen.

Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 61,70 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 53,15 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar gut behaupten und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1260 US-Dollar gehandelt.

Nach den extremen Verlusten in den letzten Tagen, starteten die Rohölpreise gestern seitwärts gerichtet in den europäisch geprägten Handel. In den Mittagsstunden wurden dann weitere Abwärtsspielräume ausgetestet. Da sich aber technische Widerstände als stabil erwiesen, zogen die Futures zum Abend hin etwas deutlicher an, ohne dass aber eine in diesen Marktphasen durchaus mögliche stärke Gegenreaktion gab.
Die Händler agierten wohl eher verhalten, da nach Börsenschluss die Veröffentlichung der wöchentlichen US-Ölbestandsdaten durch das American Petroleum Institute (API) auf der Agenda stand.
Hier gab es dann einen überraschenden und kräftigen Zuwachs von in Summe gut zwölf Millionen Barrel, während die Analysten im Vorfeld sogar mit einem leichten Minus gerechnet hatten. Bislang wirkten sich die extrem bearish, also preisdrückend zu wertenden Zahlen aber nicht stärker auf die Preisfindung aus.
Ansonsten wurden gestern insgesamt recht gute Konjunkturdaten vermeldet. Die Arbeitslosenquote in der EU fiel per April von 7,7 auf 7,6 Prozent zurück und die Einzelhandelsumsätze (Redbock) in den USA legten sowohl auf Wochen-, als auch auf Jahressicht leicht zu. Hier fiel auch der Rückgang der Werkaufträge nicht so stark aus wie erwartet.
Das aller Voraussicht nach Anfang Juli stattfindende OPEC-Meeting, an dem auch mit den am Förderabkommen beteiligten Nicht-OPEC-Länder über eine Fortführung der aktuellen Produktionskürzungen diskutiert werden soll, wirft langsam seine Schatten voraus. Während der saudische Ölminister al-Falih gestern betonte, man werde alles unternehmen um die Preise zu stützen, sieht dies der Vorstandsvorsitzende des russischen Ölkonzerns Rosneft etwas anders. Dieser ist gegen eine Verlängerung und würde in einem solchen Fall eine Kompensation von der russischen Regierung für die Einnahmeausfälle fordern. Es bleibt also spannend, ob und in welcher Form sich die Gruppe auch künftig über eine gemeinsame Förderpolitik einigen wird.

Am Devisenmarkt konnte der Euro seine zu Wochenbeginn erzielten Gewinne im Vergleich zum US-Dollar gestern gut verteidigen und sogar weiter leicht ausbauen. Die mögliche Wende in der US-Zinspolitik stützt derzeit unsere Gemeinschaftswährung. Trotzdem dürfte das Potenzial nach oben gering bleiben, denn das Thema Brexit, sowie die Haushaltsprobleme in Italien, sind nach wie vor allgegenwärtig.

Am deutschen Heizöl-Markt geht es in diesen Tagen heiß her und das nicht nur in Bezug auf die hochsommerlichen Temperaturen. Die Nachfrage bewegt sich derzeit auf dem Spitzenniveau der Wintermonate, was angesichts der derzeit sehr attraktiven Heizölpreise durchaus auch verständlich ist. Mittlerweile sind die Notierungen auf den tiefsten Stand seit gut einem Jahr gefallen. Heute wird es aber wohl zunächst leicht nach oben gehen. Zumindest lassen erste Preistendenzen und aktuelle Berechnungen aus morgendlicher Sicht ein Mini-Plus in einer Größenordnung von rund 0,2 Cent pro Liter erwarten.
04.06.2019, 07:51 Uhr
Die Ölpreise konnten sich nach dem massiven Preisverfall der letzten Tage gestern stabilisieren, sind aber in Nähe der Tagestiefstände aus dem Handel gegangen. Da der Euro an Wert gewonnen hat, werden die Heizöl-Notierungen mit leichten Verlusten starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten konnten sich nach dem massiven Preisverfall der letzten Tage gestern stabilisieren, sind aber in Nähe der Tagestiefstände aus dem Handel gegangen. Da der Euro im Vergleich zum US-Dollar gleichzeitig aber an Wert gewonnen hat, werden die Heizöl-Notierungen aller Voraussicht nach auch heute wieder mit leichten Verlusten starten.

Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei genau 61 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde weiterhin gut 53 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum US-Dollar weiter deutlich anziehen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1250 US-Dollar gehandelt.

Dass sich die Stimmung an den internationalen Ölmärkten so schnell drehen könnte, haben wohl die kühnsten Optimisten nicht erwartet. Innerhalb von nur wenigen Handelstagen sind die Rohölpreise um gut zwölf Prozent gefallen und stehen derzeit auf dem niedrigsten Niveau seit Januar.
Auslöser für den plötzlichen Richtungswechsel war die Ankündigung von US-Präsident Trump, nun auch Zölle auf mexikanische Importe zu erheben und ausweiten zu wollen, sollte das Nachbarland seine Bemühungen zur Verhinderung von illegalen Grenzübertritten in die USA nicht erhöhen. Dies brachte das Fass für viele Börsianer wohl zum Überlaufen, das angesichts des sich zuletzt verschärfenden Handelsstreites zwischen den USA und China ohnehin schon gut gefüllt war. Man befürchtet in Folge der Handelsbeschränkung eine globale Rezession, die sich natürlich auch auf die Ölnachfrage auswirken könnte. Die Sorge vor einer Unterversorgung, die noch bis vor wenigen Tagen den Handel bestimmte, scheint wie weggeblasen zu sein.
Gestern meldete sich der saudische Energieminister al-Falih zu Wort, wohl auch um den Preisverfall am Ölmarkt zu stoppen. Er gab zu Protokoll, dass sich immer stärker ein Konsens unter den OPEC-Staaten und ihren Partnern im Bezug auf das Förderabkommen herauskristallisiere und kündigte somit indirekt an, dass die im Dezember beschlossenen Förderkürzungen wohl auch in der zweiten Jahreshälfte beibehalten werden.
An den Ölbörsen wurde dies aber kaum zur Kenntnis genommen. Ebensowenig die Nachricht, dass Russland im Mai wohl erstmals die Produktionsvorgaben des Abkommens erfüllen konnte.

Eine Wende deutet sich auch am Devisenmarkt an, wo der Euro im Vergleich zum US-Dollar weiter hinzugewinnen konnte. Aus Kreisen der US-Notenbank kam gestern die Äußerung, dass es angesichts der Abschwächung der US-Wirtschaft schon bald zu einer Senkung der kurzfristigen Leitzinsen kommen könnte. Davon konnte unsere Gemeinschaftswährung profitieren und auf den höchsten Stand der letzten sechs Wochen klettern.

Die Heizölpreise hierzulande werden nach diesen Vorgaben aller Voraussicht nach auch heute weiter leicht nachgeben. Erste Preistendenzen und aktuelle Berechnungen lassen aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von bis zu einem halben Cent pro Liter erwarten. Die Heizölkäufer waren gestern in Scharen am Markt und gaben reihenweise ihre Bestellungen auf, sodass es das höchste Auftragsaufkommen seit Anfang Januar gegeben hat. Dies ist auch gut nachvollziehbar, den die Notierungen stehen derzeit auf dem niedrigsten Niveau seit gut einem Jahr.
03.06.2019, 08:06 Uhr
Die Ölpreise starten heute Morgen mit einem weiteren kräftigen Abschlag und haben in den letzten beiden Handelstagen rund zwölf Prozent an Wert verloren. In Folge werden auch die Heizöl-Notierungen heute nochmals deutlich zurückfallen. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten starten heute Morgen mit einem weiteren kräftigen Rücksetzer in den asiatisch und europäisch geprägten Handel und haben in den letzten beiden Handelstagen rund zwölf Prozent an Wert verloren, sodass man hier zweifelsohne von einem Crash sprechen kann. In Folge werden auch die Heizöl-Notierungen nochmals deutlich zurückfallen und heute im Laufe des Tages in manchen Regionen auf einen neuen Jahrestiefstand zusteuern!

Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei fast schon unglaublichen 61,40 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde gut 53 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar deutlich verbessern und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1180 US-Dollar gehandelt.

Was sich in diesen Tagen am Ölmarkt abspielt, hätte noch Mitte letzter Woche wohl kaum Jemand für möglich gehalten. Als gäbe es morgen keine Nachfrage bzw. Abnehmer mehr, stürzen die Rohölpreise im freien Fall nach unten. Dabei hat sich an der physisch angespannten Marktlage kaum etwas verändert!
Nach wie vor fällt das globale Angebot, aufgrund des OPEC-Förderabkommens und der Sanktionen gegen den Iran und Venezuela, eher knapp aus und es ist nicht auszuschließen, dass zum Beispiel der Bürgerkrieg in Libyen auch dort die Ölexporte bald deutlich reduzieren könnte.
Das spielt an den Börsen derzeit aber anscheinend keine Rolle mehr, denn seit US-Präsident Trump nun auch neue Strafzölle gegen Mexiko angekündigt hat, geht die Angst vor einer globalen Wirtschaftskrise um und die ist wohl auch nicht ganz unberechtigt. Bereits in der letzten Woche kamen aus China enttäuschende Wirtschaftsindikationen und auch in den USA fielen die am Freitag veröffentlichten Konjunkturdaten eher schwach aus. Der Chicagoer Einkaufsmanagerindex wurde per Mai nur mit 54,2 statt wie erwartet 55,1 Punkten veröffentlicht  und der Konjunkturerwartungsindex der Universität Michigan erreichte lediglich 100 statt 102 Zähler.
Dass sich die Abschottungs- und Sanktionspolitik der US-Regierung irgendwann negativ auf die weltweite Wirtschaftstätigkeit auswirken würde, war absehbar. Aber bis zuletzt haben die Börsianer wohl doch noch auf eine Einigung im Handelsstreit mit China gehofft, die aber wohl nicht kommen wird bzw. zum gegenwärtigen Zeitpunkt zumindest nicht in Sicht ist.
Kaum eine Rolle dürften die am Freitagabend veröffentlichten Wochendaten über die Zahl der aktiven US-Bohranlagen gespielt haben. Diese ist erstmals seit vier Wochen wieder leicht um drei, auf nunmehr genau 800 Einheiten angestiegen.

Am Devisenmarkt kann der Euro im Vergleich zum US-Dollar zulegen, was wohl ebenfalls an den angekündigten Mexiko-Sanktionen liegt. Allgemein wird erwartet, dass diese die US-Wirtschaft durchaus nicht unerheblich negativ beeinflussen werden. Aber auch die Automobilindustrie hierzulande würde davon betroffen sein, denn einige große Hersteller lassen in Mexiko für den amerikanischen Markt produzieren.

Beste Vorgaben also auch heute wieder für den deutschen Inlandsmarkt, wo die Heizölpreise zum Wochenstart mit massiven Abschlägen erwartet werden. Aktuelle Berechnungen gehen von einem Minus in einer Größenordnung von rund eineinhalb bis zwei Cent pro Liter aus. Sollte dies tatsächlich so kommen, würden die Notierungen auf das niedrigste Niveau des bisherigen Jahres zurückfallen. Bei derart großen Kursbewegungen muss aber auch immer mit einer plötzlichen Gegenbewegung gerechnet werden. Bleiben Sie also in den nächsten Stunden und Tagen eng am Markt!
31.05.2019, 09:06 Uhr
Die Ölpreise haben weiter kräftig an Wert verloren und sind auf den tiefsten Stand seit Anfang März zurückgefallen. Obwohl sich auch der Euro weiter auf dem Weg nach unten befindet, werden die Heizöl-Notierungen heute mit Verlusten starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern im Laufe des Tages weiter kräftig an Wert verloren und sind mittlerweile auf den tiefsten Stand seit Anfang März zurückgefallen. Obwohl sich auch der Euro im Vergleich zum US-Dollar weiter auf dem Weg nach unten befindet, werden die Heizöl-Notierungen heute mit deutlichen Verlusten in den letzten Handelstag der Woche starten.

Aktuell stehen die Juli-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei nur noch knapp 66 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 55,90 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum US-Dollar auf den tiefsten Stand seit gut zwei Jahren zurück und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1130 US-Dollar gehandelt.

Bereits am Mittwoch gerieten die Rohölpreise in den Mittagsstunden deutlich unter Druck, konnten sich aber im Laufe des Tages wieder erholen und gingen schussendlich kaum verändert aus dem Handel.
Gestern gab es dann aber kein Halten mehr und die Futures brachen auf breiter Front ein.
Auslöser waren die Sorgen vor einer globalen Wirtschaftskrise, die vor allem durch die Abschottungspolitik der aktuellen US-Regierung ausgelöst werden könnte. Gestern hat Präsident Donald Trump neue Zölle auf mexikanische Importe angekündigt, während sich im Handelsstreit mit China nach wie vor keine Lösung abzeichnet. Die USA legt sich wirtschaftlich mit immer mehr Ländern an, was sich früher oder später sicherlich negativ auf die globale Konjunktur auswirken wird.
Heute Morgen wurde aus China der Einkaufsmanagerindex aus dem verarbeitenden Gewerbe vermeldet, der per Mai von 50,1 auf 49,4 Punkten zurückgefallen ist und somit erwarten lässt, dass die Konjunktur auch hier weiter an Fahrt verliert.
Uneinheitlich fielen in dieser Woche die US-Ölbestandsdaten aus. Während das American Petroleum Institute (API) am Mittwochabend nach Börsenschluss einen überraschend deutlichen Rückgang von in Summe 4,7 Millionen Barrel vermeldete, fielen die Zahlen des Department of Energy (DOE) gestern Nachmittag leicht preisdrückend aus. Hier gab es, wie bei den API-Daten, einen deutlichen Zuwachs bei den Benzinvorräten, während bei Rohöl nur ein kleines Minus errechnet wurde.

Am Devisenmarkt fällt der Euro im Vergleich zum US-Dollar in diesen Tagen immer weiter zurück und notiert derzeit auf dem tiefsten Stand seit Mai 2017. Es gibt neue Sorgen um Italien, wo Matteo Salvini, der Vizepremierminister und Chef der rechte Lega,  mit dem Ende der Regierungskoalition gedroht hat, sollten seine Steuerpläne nicht mitgetragen werden. Währenddessen ist die US-Wirtschaft im ersten Quartal um 3,1 Prozent gewachsen, was den Greenback entsprechend stützt.

Die Heizölpreise in Deutschland befinden sich trotz der Währungsverluste erfreulicherweise weiterhin auf dem Weg nach unten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von einem bis eineinhalb Cent pro Liter erwarten. Mittlerweile stehen die Notierungen auf dem tiefsten Stand seit Anfang April und deutlich unter Vorjahresniveau. Diese sehr erfreuliche Entwicklung kommt durchaus überraschend. Die große Unsicherheit an den internationalen Öl- und Finanzmärkten würden eine weitere Prognose zum Lotteriespiel werden lassen.
29.05.2019, 08:53 Uhr
Die Ölpreise haben die zu Wochenbeginn erzielten Gewinne nicht verteidigen können und sind deutlich leichter aus dem gestrigen Handel gegangen. Trotz eines schwächeren Euro, werden auch die Heizöl-Notierungen mit Abschlägen in den heutigen Tag starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben die zu Wochenbeginn erzielten Gewinne erfreulicherweise nicht verteidigen können und sind deutlich leichter aus dem gestrigen Handel gegangen. Trotz eines schwächeren Euro, werden auch die Heizöl-Notierungen mit deutlichen Abschlägen in den heutigen Tag starten.

Aktuell stehen die Juli-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 69,50 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 58,40 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum US-Dollar nochmals zurück und wird heute Morgen nur noch zu Kursen um 1,1165 US-Dollar gehandelt.

Der am Montag etwas überraschende, aufgrund der Feiertag in den USA und Großbritannien bei geringen Umsätzen zustande gekommene Preisanstieg, wurde am Ölmarkt gestern nicht bestätigt und die Rohölpreise gaben die Gewinne wieder vollständig ab. Insgesamt kann festgehalten werden, dass sich die seit gut einem Monat existente Konsolidierungsphase in diesen Tagen weiter fortsetzt.
Dabei dominieren auf der einen Seite Versorgungsängste, hervorgerufen durch die deutlich reduzierte Förderung der OPEC im Rahmen des Förderabkommens, den US-Sanktionen gegenüber dem Iran und Venezuela und dem Bürgerkrieg in Libyen.
Auf der anderen Seite gibt es große Bedenken, ob der Handelsstreit zwischen den USA und China doch noch beigelegt und somit ein deutlicher Rückgang der globalen Konjunkturentwicklung mit der Folge einer schwächeren Ölnachfrage vermieden werden kann. Auch die in den vergangenen Wochen deutlich gestiegenen Ölbestände in den USA haben dafür gesorgt, dass das Steigerungspotenzial der Ölpreise zuletzt eher gering blieb. Daher halten sich die Händler im Vorfeld der in dieser Woche mit einem Tag Verspätung anstehenden wöchentlichen Vorratsdaten etwas zurück, sodass die Umsätze eher unterdurchschnittlich bleiben.
Die gestern veröffentlichten Konjunkturdaten überraschten weitgehend positiv. In der EU ist die Geschäfts- und Verbraucherstimmung, sowie das Verbrauchervertrauen per Mail besser als erwartet ausgefallen und auch in den USA lag das Verbrauchervertrauen Conference Board mit 134,1 statt 130 Punkten deutlich über den Prognosen der Analysten.

Am Devisenmarkt führte dies dazu, dass der US-Dollar am späten Nachmittag im Vergleich zum Euro deutliche Gewinne erzielen konnte und diese auch heute Morgen halten kann. Seit Anfang des Jahres befindet sich unsere Gemeinschaftswährung in einem Abwärtstrend, der vor allem durch die Zinsdifferenz zu den USA, den Unsicherheiten zum Thema Brexit und der insgesamt unstabilen politischen Lage in vielen EU-Ländern verursacht ist.

Dies ist auch der Grund, warum die Heizölpreise hierzulande derzeit exakt auf Vorjahresniveau liegen, während für Rohöl vor genau einem Jahr weniger bezahlt werden musste. Heute geht es mit den Notierungen aber erfreulicherweise wieder etwas nach unten, nachdem es ja zum Wochenstart deutliche Aufschläge gegeben hat. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von rund einem halben Cent pro Liter erwarten. Die Nachfrage nach Heizöl ist dabei ungebrochen hoch.