22.10.2019, 08:49 Uhr
Die Ölpreise blieben gestern auch zu Beginn der neuen Handelswoche leicht unter Druck, konnten die Verluste bis Handelsschluss aber zum Großteil wieder wettmachen. Die Heizölpreise hierzulande werden wohl auch heute keine großen Sprünge machen. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten blieben gestern auch zu Beginn der neuen Handelswoche leicht unter Druck, konnten die Verluste bis Handelsschluss aber zum Großteil wieder wettmachen. Auf sehr attraktivem Niveau, werden die Heizölpreise hierzulande aller Voraussicht nach auch heute keine großen Sprünge machen.

Aktuell stehen die Dezember-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 58,90 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 53,20 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar gut behaupten und wird derzeit zu Kursen um 1,1155 Dollar gehandelt.

Die Grundstimmung am Ölmarkt bleibt leicht bearish, also preisdrückend und die Rohölpreise latent unter Druck. Trotzdem gibt es bislang keinen Einbruch, was sicherlich an der nach wie vor angespannten politischen Situation im Nahen Osten und auch in Syrien liegt.
Ansonsten würde Vieles für einen Rückgang der Öl-Futures sprechen. Die schwache Entwicklung der Weltwirtschaft, maßgeblich beeinflusst durch den Handelskonflikt zwischen den USA und China, die allgemein sehr gute Versorgungslage und die Entwarnung der US-Wetterämter sorgten auch gestern wieder dafür, dass die Ölpreise zumindest kurzzeitig deutliche Verluste hinnehmen mussten.
Neu hinzu gekommen ist, dass die Ölproduktion in der neutralen Zone von Kuwait und Saudi-Arabien schon in gut einem Monat wieder aufgenommen werden kann, was zusätzlich ein Volumen von 500.000 Barrel pro Tag auf den Markt bringt.
Ob es vielleicht schon in dieser Woche zu einem Durchbruch nach unten kommt, könnte in einem nicht unwesentlichem Maße von der Entwicklung der US-Ölbestände abhängig sein.
Bereits heute Abend nach Börsenschluss veröffentlicht das American Petroleum Institute (API) ihre Version, bevor morgen am Nachmittag das staatliche Department of Energy (DOE) meldet.  

Am Devisenmarkt warteten die Marktteilnehmer gestern auf die Abstimmung des britischen Parlaments zum Brexit-Abkommen, die dann aber kurzerhand nicht stattfand. Somit wird es erst wohl heute wieder neue Erkenntnisse aus London geben, die das Wechselkursverhältnis zwischen US-Dollar und Euro beeinflussen könnten. Derzeit zeigt sich die Gemeinschaftswährung recht robust gegenüber dem "Greenback".

Hierzulande scheint es wohl auch heute mit den Heizöl-Notierungen leicht nach unten zu gehen. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen zumindest aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von bis zu 0,3 Cent pro Liter erwarten. Somit bleiben die Kurse auf einem sehr attraktiven Niveau, das deutlich unter Vorjahr liegt. Vor Jahresfrist mussten für einen Liter Heizöl im Schnitt 85 bis 90 Cent pro Liter bezahlt werden, heute sind es dagegen lediglich 65 bis 70 Cent. Die Aussichten, dass der Heizölkauf auch in nächster Zeit günstig bleiben wird, sind relativ gut. Allerdings sollten unbedingt die nach wie vor sehr langen Lieferzeiten einkalkuliert werden.
21.10.2019, 08:33 Uhr
Die Ölpreise haben am Freitag nur zwischenzeitlich Gewinne verbuchen können und sind in der zweiten Tageshälfte wieder deutlich zurückgefallen. Gleichzeitig konnte sich der Euro verteuern, sodass die Heizöl-Notierungen heute niederiger starten werden. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben am Freitag nur zwischenzeitlich Gewinne verbuchen können und sind in der zweiten Tageshälfte wieder deutlich zurückgefallen. Gleichzeitig konnte sich der Euro im Vergleich zum US-Dollar weiter verteuern, sodass die Heizöl-Notierungen auch heute mit Abschlägen in die neue Handelswoche starten werden.

Aktuell stehen die Dezember-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 59,15 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 53,50 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar weiter verbessern und wird derzeit zu Kursen um 1,1150 Dollar gehandelt.

Am Ölmarkt überwiegen derzeit wieder die bearishen, also preisdrückenden Nachrichten. Der Sturm im Golf von Mexiko hat sich bereits wieder abgeschwächt und wird die dortige Ölindustrie nicht beeinträchtigen. Auch der Schneesturm in Kanada und im Norden der USA wird wohl keine weitreichenden Auswirkungen auf die Ölversorgung haben.
Somit sind wieder die Sorgen vor einer weiter zurückgehenden Ölnachfrage in den Fokus der Börsianer gerückt. Entsprechend schwach entwickelten sich die Rohölpreise am Freitag in der zweiten Tageshälfte, in der vor allem das sich deutlich abschwächende Wirtschaftswachstum in China und die zu erwartende Überversorgung der Ölmärkte thematisiert wurden. So ging die Öl-Futures nahe der Tagestiefstände aus dem Handel und auch heute morgen zeigen die Kurspfeile schon wieder leicht nach unten.
Mitverantwortlich hierfür könnte auch der neue Baker-Hughes-Bericht sein, der einen erneuten Zuwachs bei den aktiven US-Ölanlagen vermeldet hat. Zwar geht es hier nur um eine Anlage, allerdings scheint der zuvor monatelange Abwärtstrend vorerst gebrochen zu sein.
Spannend wird in den nächsten Wochen zu beobachten sein, welche Stimmungen und Tendenzen sich im Vorfeld des Anfang Dezember angesetzten OPEC-Treffens auftun. Auch wenn Generalsekretär Barkindo bereits eine "starke Entscheidung" angekündigt hat, müsste nach Expertenmeinungen eine weitere Kürzung um rund eine Million Barrel pro Tag beschlossen werden. Gleichzeitig soll um diese Zeit aber die Rohölförderung in der neutralen Zone von Saudi-Arabien und Kuwait wieder aufgenommen werden, die zusätzlich rund eine halbe Million Fass pro Tag auf den Markt bringen wird. Man darf gespannt sein, wie hier eine Einigung erzielt werden soll.  

Am Devisenmarkt bleibt das Brexit-Drama das entscheidende Thema. Obwohl die Abstimmung des britischen Parlaments über die Annahme des neue ausgehandelten Deals mit der EU am Samstag verschoben wurde, kann die Gemeinschaftswährung die am Freitag gegenüber dem US-Dollar erzielten Gewinne heute Morgen relativ gut verteidigen. Es bleiben jetzt noch genau zehn Tage, bis der Deal unter Dach und Fach gebracht werden muss. Aber auch eine erneute Verlängerung der Austrittsfrist ist weiterhin nicht ausgeschlossen.

Die Heizölpreise hierzulande starten nach diesen Vorgaben mit einem weiteren Rückgang in die neue Handelswoche. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von 0,2 bis 0,4 Cent pro Liter erwarten. Somit bewegen sich die Notierungen weiterhin auf dem niedrigsten Niveau seit Anfang September. Das Bestellaufkommen ist dabei überschaubar, was aber angesichts der sehr hohen Nachfrage im Sommer bzw. September nicht verwunderlich ist. Außerdem erinnern und die derzeit recht milden Temperaturen nicht unbedingt daran, dass der Winter unmittelbar vor der Tür steht.
18.10.2019, 08:21 Uhr
Die Ölpreise haben sich auch gestern wieder stabil gezeigt, obwohl es gleich eine ganze Reihe neuer Markt beeinflussender Meldungen gegeben hat. In Folge werden auch die Heizöl-Notierungen mit wenig Veränderung in den Tag starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich auch gestern wieder im Großen und Ganzen recht stabil gezeigt, obwohl es gleich eine ganze Reihe neuer Markt beeinflussender Meldungen gegeben hat. In Folge werden auch die Heizöl-Notierungen hierzulande mit wenig Veränderung in den letzten Handelstag der Woche starten.

Aktuell stehen die Dezember-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 59,60 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 53,75 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar deutlich verbessern und wird derzeit zu Kursen um 1,1125 Dollar gehandelt.

Nachdem das American Petroleum Institute (API) am Mittwochabend einen überraschenden und deutlichen Aufbau der US-Ölbestände vermeldtet hatte, starteten die Rohölpreise gestern zunächst wenig verändert in den europäisch geprägten Handel. Wie erwartet kam erst gegen 16.30 Uhr etwas Bewegung in den Markt, als die Zahlen den Department of Energy (DOE) über die Ticker rollten.
Auch hier gab es einen kräftigen Zuwachs bei den Rohöl-Vorräten von 9,3 Millionen Barrel, dafür aber einen etwas deutlicheren Rückgang bei den Produkten Heizöl, Diesel und Benzin von in Summe 6,4 Millionen Barrel.
In erste Reaktion gaben die Futures dann auch etwas nach, doch wenig später trieben schlechte Wetteraussichten die Notierungen schon wieder nach oben. Während sich im Golf von Mexiko ein neuer Tropensturm zusammenbraut, wurde von den Wetterämtern für Kanada und dem Norden der USA ein heftiger Schneesturm vorhergesagt. Für die wichtige Keystone Pipeline, die täglich rund 590.000 Barrel Rohöl von Kanada in die USA befördert, wurde Force Majeure ausgerufen.
Zudem stützten die Aussichten auf einen Brexit-Vertrag, sowie die Meldung über eine angebliche Cyberattacke der USA auf den Iran.
Preisdrückend wirkte sicherlich der zwischen den USA und der Türkei gestern überraschend schnell ausgehandelte Waffenstillstand im Norden Syriens und insgesamt eher schlechte Konjunkturdaten. Vor allem die per September um 0,4 Prozent zurückgegangene US-Industrieproduktion und der schwache Philadelphia Fed Herstellungsindex enttäuschten die Analysten, während neue Zahlen vom US-Arbeit- und Immobilienmarkt eher gemischt ausgefallen sind.
Heute Morgen gab es allerdings überraschend gute Wirtschaftsindikationen aus China. Hier konnte die Industrieproduktion per September um 5,8 Prozent zulegen, während die Prognose bei 5 Prozent lag. Das Bruttoinlandsprodukt legte im dritten Quartal um 6 Prozent zu.

Am Devisenmarkt konnte der Euro im Vergleich zum US-Dollar gestern am Vormittag deutlich zulegen, nachdem die EU-Staaten dem neuen Brexit-Abkommen zugestimmt haben. Nun wird es entscheidend sein, ob das britische Unterhaus dieses morgen Samstag ebenfalls absegnet. Sollte dies der Fall sein, würde Großbritannien die Europäische Union tatsächlich zum 31. Oktober verlassen.  

Dank der Währungsgewinne werden die Heizölpreise hierzulande aller Voraussicht nach mit leichten Abschlägen in den letzten Handelstag der Woche starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von bis zu 0,3 Cent pro Liter erwarten. Insgesamt zeigen sich die Notierungen weiter recht stabil und stehen derzeit nicht nur auf dem niedrigsten Niveau seit Mitte September, sondern auch deutlich unter Vorjahresniveau. Damals gab es massive Versorgungsproblem aufgrund des Raffineriebrandes im bayerischen Vohburg und aufgrund von extremen Niedrigwasser.


17.10.2019, 08:44 Uhr
Die Ölpreise haben auch gestern im Laufe des Tages keine neue Richtung gefunden und starten heute Morgen seitwärts gerichtet in den Handel. In Folge sind auch bei den Heizöl-Notierungen keine großen Veränderungen zu erwarten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben auch gestern im Laufe des Tages erneut keine neue Richtung gefunden und starten heute Morgen seitwärts gerichtet in den asiatisch und europäisch geprägten Handel. In Folge sind heute auch bei den Heizöl-Notierungen hierzulande keine großen Veränderungen zu erwarten.

Aktuell stehen die Dezember-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent", wie schon in den letzten beiden Tagen, exakt bei 58,90 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 52,90 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum US-Dollar etwas zulegen und wird derzeit zu Kursen um 1,1070 Dollar gehandelt.

Gestern starteten die Rohölpreise zunächst etwas weicher in den Handel, was unter anderem am monatlichen Produktionsbericht der Energy Information Administration (EIA) gelegen haben könnte. Demnach nahm die Produktion der US-Schieferölindustrie per Oktober im Vergleich zum Vormonat um 144.000 Barrel pro Tag zu. Schätzungen hatten zuvor lediglich einen Anstieg von gut 70.000 Barrel erwarten lassen.
Am Nachmittag ging es mit den Futures dann aber wieder nach oben. Die Hoffnung auf eine Einigung im Bexit-Streit zwischen der EU und Großbritannien trieb nicht nur die Ölpreise, sondern auch die Aktienmärkte an.
Dass die Bäume derzeit nicht in den Himmel wachsen, liegt aber aufgrund der schlechten Konjunkturaussichten und der dadurch verbundenen schwachen Ölnachfrage auf der Hand. Vor allem der Handelskonflikt zwischen den USA und China lastet schwer und dürfte dafür sorgen, dass die Prognosen zum globalen Ölverbrauch auch in nächster Zeit weiter nach unten korrigiert werden müssen.
Zwar hat der OPEC-Generalsekretär Mohammed Barkindo in den vergangenen Tagen bereits mehrmals eine "starke Entscheidung" beim nächsten OPEC-Meeting Anfang Dezember angekündigt, ob es aber tatsächlich zu weiteren Kürzungen kommen wird und ob diese dann auch ausreichen werden, ist aber noch ungewiß.
So konzentrieren sich die Marktteilnehmer derzeit auf die neuesten Konjunktur- und Ölbestandsdaten. Hier gab es gestern Abend nach Börsenschluss das Zahlenmaterial des American Petroleum Institute (API), das eindeutig bearish, also preisdrückend ausfiel. Die Rohöl-Vorräte verzeichneten nämlich ein dickes Plus von 10,5 Millionen Barrel, während die Produktbestände gleichzeitig um 3,8 Millionen Fass zurückgingen. Insgesamt bleibt aber ein unerwartet deutlicher Aufbau von 6,7 Millionen Barrel.
Bislang reagierte der Markt noch nicht spürbar auf den Bestandszuwachs. Anscheinend warten die Händler auf die Bestätigung durch die DOE-Zahlen, die heute Nachmittag gegen 16.30 Uhr veröffentlicht werden.

Am Devisenmarkt konnte der Euro gestern im Vergleich zum US-Dollar weiter zulegen und auf den höchsten Stand seit vier Wochen klettern. Treiber ist hier die Hoffnung, dass es doch noch zu einem Austrittsvertrag zwischen der EU und Großbritannien kommen wird. Derzeit wird weiter verhandelt und es ist nicht auszuschließen, dass der Termin doch nochmals verschoben werden muss.  

Trotz der leichten Währungsgewinne und der stabilen Rohölpreise, werden die Heizöl-Notierungen hierzulande heute stabil bis leicht höher in den Tag starten. Insgesamt werden sich die Kursveränderungen aber wohl weiter stark in Grenzen halten und der seit Monatsbeginn sehr enge Seitwärtstrend seine Fortsetzung finden. Auch seit Beginn des Jahres sind die Preisausschläge im Vergleich zu den letzten Jahren bemerkenswert gering. Die größte Differenz vom bisherigen Jahrestief zum Höchststand liegt gerade einmal bei gut 10 Cent pro Liter.
16.10.2019, 08:26 Uhr
Die Ölpreise sind gestern kaum verändert aus dem Handel gegangen, obwohl es im Laufe des Tages durchaus größere Kursbewegungen gegeben hat. In Folge werden auch die Heizöl-Notierungen ihren Seitwärtstrend auf attraktivem Niveau fortsetzen können. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten sind gestern kaum verändert aus dem Handel gegangen, obwohl es im Laufe des Tages durchaus größere Kursbewegungen gegeben hat. In Folge werden heute auch die Heizöl-Notierungen ihren Seitwärtstrend auf attraktivem Niveau fortsetzen können.

Aktuell stehen die Dezember-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" wie auch gestern Morgen bei 58,90 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 52,90 Dollar. Der Euro bewegt sich weiterhin kaum und wird im Vergleich zum US-Dollar wie schon in den letzten beiden Tagen zu Kursen um 1,1030 Dollar gehandelt.

Nachdem die Rohölpreise, aufgrund des enttäuschenden Ergebnisses bei den Verhandlungen im Handelsstreit zwischen den USA und China, zum Wochenstart unter Druck geraten sind, konnten sich die Futures gestern wieder stabilisieren, wenngleich die Volatilität recht hoch war und die Umsätze deutlich über dem Durchschnitt lagen.
Langsam richtet sich der Fokus der Marktteilnehmer wieder auf die OPEC, die sich Anfang Dezember auch mit den am Förderabkommen beteiligten Nicht-OPEC-Ländern treffen will, um über die künftige Produktionsmenge zu beraten und wohl auch zu entscheiden. Gestern hatte Generalsekretär Mohammed Barkindo erneut betont, dass man alles tun werde, um den Ölmarkt stabil zu halten.
Zuvor gerieten die Ölpreise vorübergehend unter Druck, als der saudische Energieminister bin Salman eine leichte Anhebung der Ölproduktion für Oktober und November angekündigt hatte.
Bearish wirkte auch die neueste Konjunkturprognose des Internationalen Währungsfonds (IWF). Für dieses Jahr wurde das globale Wachstum um 0,3 auf nun nur noch 3 Prozent korrigiert, was der niedrigste Wert seit der Finanzkrise 2009 ist. Im nächsten Jahr rechnet man aber wieder mit einem Plus von 3,4 Prozent.
Immer mehr zum Problem werden die stark steigenden Frachtkosten für Tankertransporte, die vor allem durch die Sanktionen der USA gegen einen der größten Transportunternehmen COSCO verursacht werden. Dadurch sind die Tankerkapazitäten sehr knapp, sodass sich die Frachten teilweise vervielfacht haben. Dies betrifft natürlich vor allem Raffinerien, die auf Importe von weit entfernten Lieferanten angewiesen sind.
Die US-Ölbestandsdaten werden aufgrund eines Feiertages in dieser Woche mit einem Tag Verspätung veröffentlicht. So kommen die API-Zahlen erst heute Abend nach Börsenschluss, die DOE-Daten morgen Nachmittag gegen 16.30 Uhr.

Auch am Devisenmarkt stieg gestern die Volatilität, der Euro ging im Vergleich zum US-Dollar aber kaum verändert aus dem Handel. Bestimmendes Thema ist und bleibt natürlich der Brexit, der nun auf die Zielgerade geht. Derzeit wird ein neuer Vertragsentwurf vorbereitet, der morgen Donnerstag beim EU-Gipfel ratifiziert werden könnte. Danach müsste aber auch noch das britische Parlament zustimmen. Der Ausgang bleibt also weiter offen, auch wenn sich die Chancen auf einen Brexit-Deal wohl weiter verbessert haben.  

Die Heizölpreise hierzulande werden nach diesen wieder recht stabilen Vorgaben heute wenig verändert bis leicht höher in den Tag starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein leichtes Plus in einer Größenordnung von 0,2 bis 0,3 Cent pro Liter erwarten. Notierungen, die sich nicht nur auf dem niedrigsten Stand der letzten vier Wochen, sondern auch deutlich unter dem Durchschnittspreis der letzten zwölf Monate bewegen, haben die Nachfrage gestern wieder etwas belebt. Insgesamt kann aber von einem ruhigem Herbstgeschäft berichtet werden, bei dem nach wie vor die langen Lieferzeiten berücksichtigt werden sollten.
15.10.2019, 08:00 Uhr
Die Ölpreise sind gestern im Laufe des Tages wieder deutlich unter Druck geraten und starten auch heute Morgen mit leichten Abschlägen in den asiatisch geprägten Handel. In Folge werden auch die Heizöl-Notierungen weiter nachgebend erwartet. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten sind gestern im Laufe des Tages wieder deutlich unter Druck geraten und starten auch heute Morgen mit leichten Abschlägen in den asiatisch geprägten Handel. In Folge werden auch die Heizöl-Notierungen hierzulande weiter nachgebend erwartet.

Aktuell stehen die Dezember-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 58,90 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 53,20 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar weiterhin behaupten und wird auch heute Morgen zu Kursen um 1,1030 Dollar gehandelt.

Das zwischen den USA und China verhandelte Teilabkommen ist sicherlich die minimalste Lösung, die man hatte erwarten können und ist obendrein auch noch nicht in trockenen Tüchern. Die bereits beschlossenen Strafzölle bleiben unvermindert bestehen und auch die bis Dezember verschobenen Einfuhrauflagen wurden nicht aufgehoben. Obendrein sieht China noch weiteren Verhandlungsbedarf, bis der "kleine Deal" abgeschlossen ist. Bereits in der Vergangenheit sah es immer wieder mal nach einer Annäherung der beiden wirtschaftlichen Supermächte aus, die sich dann jedoch wieder zerschlagen hat.
Entsprechend kritisch wird der "Deal" und folglich auch die weitere Entwicklung der globalen Konjunkturentwicklung gesehen. Allgemein ist damit zu rechnen, dass der Internationale Währungsfonds (IWF) heute Nachmittag seine Prognose zum Wachstum der Weltwirtschaft für dieses und nächstes Jahr weiter nach unten korrigieren wird. Die Frage ist nur wie stark.
Bei den gestern veröffentlichten Außenhandelszahlen aus China hinterließ der Handelskonflikt bereits deutliche Spuren. Sowohl die Importe, als auch die Exporte gingen um 8,5 bzw. 3,2 Prozent zurück. Auch die EU-Industrieproduktion sackte per August um 2,8 Prozent ab. Im Vormonat lag der Rückgang noch bei 2 Prozent.
Auch heute werden einige wichtige Konjunkturdaten aus Europa und den USA erwartet, bevor nach Handelsschluss auch die neuen US-Ölbestandsdaten des American Petroleum Institute (API) über die Ticker rollen werden.

Am Devisenmarkt gab es gestern im Wechselkursverhältnis zwischen dem US-Dollar und dem Euro keine größere Veränderungen. Der anstehende Brexit gleicht schon fast einem Hitchcock-Krimi. Es wird nach aktuellem Stand wohl beim Austrittstermin 31. Oktober bleiben. Fraglich ist aber immer noch, ob es doch noch ein Abkommen mit der Europäischen Union geben wird, oder ob es tatsächlich ein "harter" Ausstieg wird.

Insgesamt bleiben die Vorgaben für den deutschen Inlandsmarkt also gut. Aktuellen Berechnungen und ersten Preistendenzen zufolge werden die Heizölpreise auch heute wieder mit Abschlägen in einer Größenordnung von mindestens einem halben Cent pro Liter in den Tag starten. Mittlerweile stehen die Notierungen auf dem günstigsten Niveau seit gut vier Wochen und auch unterhalb des Durchschnittspreises der letzten drei Monate. Trotzdem bleibt die Nachfrage in diesen Tagen schwach, was dem Handel weiter Gelegenheit bietet, den Auftragsboom vom September abzuarbeiten.
14.10.2019, 08:28 Uhr
Die Ölpreise haben am Freitag zwischenzeitlich deutliche Gewinne erzielt, starten heute Morgen aber mit schwacher Tendenz in den europäisch geprägten Handel. In Folge werden die Heizöl-Notierungen mit leichten Abschlägen in die neue Woche gehen. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben am Freitag zwischenzeitlich deutliche Gewinne verbucht, starten heute Morgen aber eher mit schwacher Tendenz in den asiatisch und europäisch geprägten Handel. In Folge werden die Heizöl-Notierungen mit leichten Abschlägen in die neue Woche gehen.

Aktuell stehen die Dezember-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei genau 60 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 54,20 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar erneut gut behaupten und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1030 Dollar gehandelt.

Am Ölmarkt haben die bullish, also preistreibend zu wertenden Meldungen zuletzt wieder zugenommen.
Die OPEC hatte in ihrem Monatsreport die erwartete Produktion der Nicht-OPEC-Länder nach unten korrigiert und hält sich in Summe weiter sehr diszipliniert an das Förderabkommen. Dieses soll nach Ankündigung von Generalsekretär Mohammed Barkindo bereits im Dezember überarbeitet werden und dabei soll es eine "starke Entscheidung" geben. Es ist also weiterhin davon auszugehen, dass das Kartell auf das zurückgehende Nachfragewachstum geschlossen reagieren wird.
Zudem wurde den Börsianern am Freitagvormittag die nach wie vor instabile Lage im Nahen Osten wieder ins Bewusstsein gerufen, als es eine Explosion an einem iranischen Öltanker gab. Die Lage hat sich dann aber schnell wieder beruhigt und die Rohölpreise bröckelten, nach einem in erste Reaktion spontanen Anstieg, im Laufe des Nachmittags wieder ab.
Im späten Handel setzten dann aber erneute wieder verstärkt Käufe ein, als US-Präsident Trump am Abend im Rahmen der Handelsgespräche mit China ein Teilabkommen verkündet hatte. Tatsächlich handelt es sich aber wohl nur um einen Minideal, bei dem sich China verpflichtet hat, binnen zwei Jahren Agrar-Produkte mit einem Volumen von 40 bis 50 Milliarden US-Dollar aus den USA zu beziehen. Im Gegenzug wird auf die angedrohte Erhöhung der Strafzölle verzichtet. Ein Durchbruch ist dies sicherlich nicht, aber zumindest haben beide Parteien den Willen und die Fähigkeit zu einer Einigung demonstriert.
An den Börsen wurde diese Erkenntnis am Freitag noch gefeiert, heute morgen ist die Euphorie aber schon wieder verfolgen und zumindest am Ölmarkt zeigen die Kurspfeile tendenziell nach unten.
Vielleicht auch deshalb, weil die Zahl der aktiven US-Bohranlagen in der vergangenen Woche erstmals seit Mitte August wieder leicht angestiegen ist.

Am Devisenmarkt konnte der Euro im Vergleich zum US-Dollar am Freitag vorübergehend deutliche Gewinne verbuchen, nachdem im Brexit-Streit zwischen der EU und Großbritannien nun doch nochmal Bewegung zu kommen scheint und eine Einigung kurz vor dem Austrittstermin am 31. Oktober zumindest nicht auszuschließen ist. Heute Morgen fällt die Gemeinschaftswährung aber ebenfalls wieder etwas zurück.

Nachdem die Heizölpreise hierzulande am Freitag deutlich stärker angezogen haben, als dies noch am frühen Morgen absehbar war, dürfte diese Aufschläge heute wieder zumindest zum Teil wieder korrigiert werden. Erste Preistendenzen und aktuelle Berechnungen lassen einen Rückgang in einer Größenordnung von bis zu einem halben Cent pro Liter erwarten. Insgesamt dürfte sich wohl auch in dieser Woche der allgemeine Seitwärtstrend fortsetzen. Die Nachfrage hat sich in den letzten Tagen deutlich abgeschwächt, was darauf hoffen lässt, dass sich auch die Lieferzeiten bald wieder wesentlich verkürzen werden.
11.10.2019, 08:08 Uhr
Die Ölpreise haben gestern deutliche Gewinne erzielen können und starten auch heute Morgen mit fester Tendenz in den europäisch geprägten Handel. In Folge wird es heute auch am heimischen Heizöl-Markt zu spürbaren Aufschlägen kommen. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern deutliche Gewinne erzielen können und starten auch heute Morgen mit fester Tendenz in den europäisch geprägten Handel. In Folge wird es heute auch am heimischen Heizöl-Markt zu spürbaren Aufschlägen kommen.

Aktuell stehen die Dezember-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 59,80 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 54,15 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar weiter verteuern und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1020 Dollar gehandelt.

Nachdem die US-Ölbestandsdaten von API und DOE, sowie der Monatsreport der Energy Information Administration (EIA) die Rohölpreise kaum spürbar beeinflussen konnte, rückten gestern die beginnenden Verhandlungen zwischen den USA und China, sowie der Monatsreport der OPEC in den Fokus der Börsianer.
Letzterer brachte durchaus eine Überraschung und sorgte für spontan steigende Ölpreise. Zwar wurde auch hier die Prognose zur globalen Ölnachfrage leicht nach unten korrigiert, noch deutlicher aber auch die erwartete Ölproduktion der Nicht-OPEC-Länder. So sieht man für dieses und nächstes Jahr eine höhere Nachfrage nach OPEC-Öl. Gleichzeitig zeigten die neuesten Zahlen, dass die Ölproduktion der OPEC im September im Vergleich zum Vormonat deutlich zurückgegangen ist.
OPEC-Generalsekretär Mohammed Barkindo hatte bereits vor Veröffentlichung des Berichtes eine "starke Entscheidung" des Kartells beim nächsten Treffen im Dezember in Aussicht gestellt und dabei explizit auch die Möglichkeit einer stärkeren Produktionskürzung erwähnt. Eigentlich läuft das aktuelle Förderabkommen noch bis März 2020, doch angesichts der schwächelnden globalen Wirtschaft wird es nun wohl bereits früher zu einer Korrektur, sprich Anpassung nach unten kommen.
Wie sich die Nachfrage nach Öl und Ölprodukten künftig entwickeln wird, dürfte maßgeblich vom Ausgang der aktuellen Verhandlungen über ein Abkommen zwischen China und den USA abhängig sein. US-Präsident Donald Trump machte diese kurzfristig zur Chefsache und ließ verlauten, dass die Gespräche "wirklich gut" verlaufen. Ob es tatsächlich so ist, wird sich in den nächsten Tagen zeigen. Sollte erneut keine Einigung erzielt werden, will die USA die Einfuhrzölle auf chinesische Waren weiter von 25 auf 30 Prozent erhöhen.

Am Devisenmarkt konnte der Euro gestern gleich zum Start in den europäischen Handel deutlich zulegen und seit längerem wieder über die 1,10-Dollar-Marke klettern. Auslöser waren wohl neue Hoffnungen auf einen Brexit-Deal in letzter Minute. Auch heute morgen kann sich die Gemeinschaftswährung im Vergleich zum US-Dollar gut behaupten.

Trotzdem werden die Heizölpreise hierzulande heute erstmals seit längerer Zeit wieder mit spürbaren Aufschlägen in den Handel gehen. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von gut einem halben Cent pro Liter erwarten. Wer auf der sicheren Seite stehen will und daran glaubt, dass es eine Einigung im Handelsstreit zwischen den USA und China geben wird, sollte daher mit der Bestellung nicht zögern, vor allem auch, weil derzeit mit Lieferzeiten von mehreren Wochen gerechnet werden muss. Wer über einen komfortablen Heizöl-Vorrat verfügt und zudem mit einem Scheitern der Gespräche rechnet, sollte den Markt weiter beobachten und mit der Ordereingabe ehr noch warten.
10.10.2019, 08:48 Uhr
Die Ölpreise haben auch gestern wieder keine großen Sprünge gemacht und sind auch nach Bekanntgabe der DOE-Ölbestandsdaten wenig verändert aus dem Handel gegangen. Die Heizöl-Notierungen werden ihren Seitwärtstrend also weiter fortsetzen. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben auch gestern wieder keine großen Sprünge gemacht und sind auch nach Bekanntgabe der US-Ölbestandsdaten durch das Department of Energy (DOE) wenig verändert aus dem Handel gegangen. In Folge werden auch die Heizöl-Notierungen hierzulande den Seitwärtstrend der letzten Tage aller Voraussicht nach weiter fortsetzen.

Aktuell stehen die Dezember-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 58,20 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 52,50 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar wieder etwas verbessern und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0980 Dollar gehandelt.

Die Richtungssuche am Ölmarkt geht weiter. Nachdem sowohl die Ölbestandsdaten des American Petroleum Institute (API) und auch der Monatsreport der Energy Information Administration (EIA) keine klare Reaktion hervorrufen konnten, starten die Rohölpreise gestern nur wenig verändert in den europäisch geprägten Handel.
Produktionsausfälle in Ecuador sorgten dann im Laufe des Vormittags für eine leichten Anstieg der Notierungen, ein klarer Trend nach oben bildete sich aber nicht heraus.
Spontane Käufe gab es jedoch nach der Meldung über türkische Luftangriffe in Syrien. Diese waren nach dem Rückzug der US-Streitkräfte zwar erwartet worden, jedoch dürfte dies das Risiko einer erneuten Destabilisierung des Nahen Ostens weiter erhöhen.
Die gegen 16.30 Uhr veröffentlichten US-Ölbestandsdaten des Department of Energy ergaben ein gemischtes Bild. Während die Rohölvorräte um knapp drei Millionen Barrel zulegen konnten, gab es bei den Produkten einen Rückgang von gut fünf Millionen Fass. Wie schon die API-Daten vom Vortag, wären diese Zahlen ein leicht preistreibendes Signal gewesen. Jedoch ist die US-Ölförderung mit 12,6 Millionen Barrel pro Tag gleichzeitig auf ein neues Allzeithoch geklettert, was den Bestandsrückgang wieder neutralisierte.
In den nächsten Tagen können sich die Börsianer nun voll und ganz auf die Monatsreports von OPEC und IEA, sowie die heutige Wiederaufnahme der Verhandlungen zwischen den USA und China konzentrieren. Da US-Präsident Trump bereits im Vorfeld ein Ultimatum gestellt und bereits für kommenden Dienstag eine weitere Anhebung der Zölle auf chinesische Importe von 25 auf 30 Prozent angedroht hat, stehen die Chancen auf eine Einigung aber eher schlecht.

Am Devisenmarkt konnte sich der Euro im gestrigen Handelsverlauf im Vergleich zum US-Dollar etwas verbessern. Das mit Spannung erwartete Protokoll der letzten US-Notenbanksitzung brachte keine wesentlich neuen Erkenntnisse und wirkte sich auch nicht auf die Kurse aus. Der weitere Kursverlauf der Gemeinschaftswährung wird nun wohl wieder vom anstehenden Brexit und den Handelsgesprächen zwischen den USA und China bestimmt werden.

Die Heizölpreise in Deutschland starten nach diesen Vorgaben auch heute wieder recht stabil in den Handel. Aktuelle Berechnungen lassen aus morgendlicher Sicht leichte Aufschläge erwarten, die aber mit den ersten Preistendenzen noch nicht bestätigt werden. Die Notierungen treten nun seit gut einer Woche auf der Stelle und stehen derzeit exakt auf dem Durchschnittsniveau der letzten drei Monate. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Preisvorteil jedoch enorm. Die Nachfrage war zu Wochenbeginn sehr hoch, lässt nun aber etwas nach. Die Lieferzeiten bleiben vorerst aber ungewöhnlich lang und betragen mancherorts bis zu sechs Wochen.
09.10.2019, 08:30 Uhr
Die Ölpreise haben gestern zwischenzeitlich deutlich nachgegeben, sich bis Handelsschluss aber wieder etwas erholen können. In Folge werden die Heizöl-Notierungen hierzulande mit leichten Abschlägen in den heutigen Tag starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern zwischenzeitlich deutlich nachgegeben, sich bis Handelsschluss aber wieder etwas erholen können. In Folge werden die Heizöl-Notierungen hierzulande, die derzeit deutlich unter dem Niveau des Vorjahres liegen, mit leichten Abschlägen in den heutigen Tag starten.

Aktuell stehen die Dezember-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei gut 58 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 52,40 Dollar. Der Euro musste im Vergleich zum US-Dollar leichte Verluste hinnehmen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0960 Dollar gehandelt.

Zum Start in den asiatisch und europäisch geprägten Handel zogen die Rohölpreise gestern zunächst etwas an. In den Mittagsstunden brachen die Futures dann aber plötzlich ein.
Die USA hatte zu Wochenbeginn weitere chinesische Unternehmen auf eine schwarze Liste gesetzt, die von US-Unternehmen nicht mehr mit Waren oder Dienstleistungen beliefert werden dürfen. Zwar wurde dies offiziell mit Verstöße gegen die Menschenrechte begründet, der ohnehin schon angespannten Stimmung zwischen den USA und China kurz vor Wiederaufnahme der Gespräche zur Beilegung des Handelskonfliktes tat dies aber sicherlich nicht gut und aus Peking wurden auch schon Gegenmaßnahmen angekündigt. Ein Deal zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt scheint derzeit in weiter Ferne zu liegen.
Am frühen Nachmittag konnten sich die Futures dann aber wieder stabilisieren. Die Marktteilnehmer warteten auf den Monatsbericht der Energy Information Administration (EIA) und die US-Ölbestandsdaten des American Petroleum Institute (API). Diese fielen dann eher neutral aus. Zwar gab es bei Rohöl einen deutlichen Aufbau von 4,1 Millionen Barrel, dafür aber nicht zu verachtende Rückgänge bei den Produkten von in Summe knapp zehn Millionen Fass.
Auch der EIA-Monatsreport lieferte den Börsianern gemischte Signale. Zwar wurde die Prognose zur globalen Ölnachfrage für nächstes Jahr weiter um 0,1 Millionen Barrel pro Tag nach unten korrigiert, die globale Fördermenge aber sogar um 0,13 Mio. Fass. Man rechnet damit, dass die OPEC ihre Produktion weiter drosseln wird und sieht daher zurückgehende Bestände in den OECD-Ländern. Trotzdem wurden die Preisprognosen für das erste Halbjahr 2020 deutlich nach unten korrigiert.
Eine stärker Reaktion der Marktteilnehmer blieb bislang aus. Man wartet wohl auf die Ölbestandsdaten des Department of Energy (DOE), die heute Nachmittag gegen 16.30 Uhr veröffentlicht werden.

Auch am Devisenmarkt war gestern wieder Zurückhaltung angesagt. Die Händler erhoffen sich erst heute Abend mit Veröffentlichung des Sitzungsprotokolls der letzten US-Notenbanksitzung neue Hinweise auf die weitere Zinspolitik der Fed. In Sachen Brexit läuft die Zeit und derzeit sieht es nicht nach einer Verlängerung der Austrittsfrist aus. Ein "harter" Brexit wird immer wahrscheinlicher, worauf sich die Händler aber nun wohl lang genug einstellen konnten.

Dank der leicht gefallenen Rohölpreise sollte es auch am heimischen Heizöl-Markt heute zu leichten Abschlägen kommen. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen zumindest aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von 0,3 bis 0,5 Cent pro Liter erwarten. Das Preisniveau bleibt also im Großen und Ganzen recht stabil, die Notierungen liegen genau auf dem Durchschnittspreis der letzten drei Monate. Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich derzeit ein Preisvorteil von gut fünf Cent pro Liter. Entsprechend bleibt die Nachfrage recht robust.
08.10.2019, 08:32 Uhr
Die Ölpreise haben im gestrigen Handelsverlauf zunächst etwas angezogen, schlossen dann aber nur wenig verändert. Bei weiterhin recht stabilen Wechselkursen werden auch die Heizöl-Notierungen hierzulande wieder keine größeren Sprünge machen. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben im gestrigen Handelsverlauf zunächst etwas angezogen, schlossen dann aber nur wenig verändert. Bei weiterhin recht stabilen Wechselkursen werden in Folge auch die Heizöl-Notierungen hierzulande wohl wieder keine größeren Sprünge machen.

Aktuell stehen die Dezember-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 58,80 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 53,20 Dollar. Der Euro zeigt sich im Vergleich zum US-Dollar weiterhin recht stabil und wird auch heute Morgen zu Kursen um 1,0975 Dollar gehandelt.

Nachdem der Risikoaufschlag, nach dem Anschlag auf die saudischen Ölanlagen und den politischen Spannungen im Nahen Osten, mittlerweile weitgehend aus den Kursen entwichen ist, suchen die Rohölpreise eine neue Richtung.
Dabei spielen die am kommenden Donnerstag wieder beginnenden Gespräche zwischen den USA und China eine entscheidende Rolle. Sollte es hier erneut keine Annäherung geben und somit ein Handelsabkommen unwahrscheinlich werden, dürfte dies die globale Konjunktur noch stärker belasten und entsprechend auf die weltweite Ölnachfrage drücken.
Auch in den Monatsreports von EIA, IEA und OPEC wird sich die schwache wirtschaftliche Entwicklung wahrscheinlich erneut niederschlagen. Allgemein wird damit gerechnet, dass die Prognosen zu Nachfrageentwicklung weiter nach unten korrigiert werden. Heute Abend erwarten die Börsianer den Bericht der Energy Information Administration (EIA), bevor nach Handelsschluss die wöchentlichen US-Ölbestandsdaten des American Petroleum Institute (API) über die Ticker rollen werden.
Bis dahin dürften die Rohölpreise ihren Seitwärtstrend der letzten Tage fortsetzen.
Gestern gab es wieder recht schwache Daten aus der deutschen Industrie, wo die Arbeitsaufträge per August um 0,6 Prozent zurückgegangen sind. Besser sehen heute Morgen die August-Zahlen zur Industrieproduktion aus. Hier gab es ein Plus von 0,3 Prozent, während die Analysten ein Minus von 0,2 Prozent erwartet hatten. Unter den Schätzungen lag der Caixin/Markit Einkaufsmanagerindex aus China mit einem Wert von 51,3 Punkten.

Auch am Devisenmarkt blieben die Kursausschläge gestern wieder recht gering. Die Händler warten auf das Sitzungsprotokoll der letzten US-Notenbanksitzung, das morgen Abend veröffentlicht werden soll. Hieraus erhoffen sich die Marktteilnehmer neue Hinweise auf die künftige Zinsentwicklung in den Staaten. Währenddessen deutet sich eine erneute Aufschiebung des Brexit an. Neuer Termin könnte der 31.01.2020 sein.

Die Heizölpreise hierzulande starten nach diesen Vorgaben wenig verändert bis leicht höher in den heutigen Handelstag. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein leichtes Plus in einer Größenordnung von 0,2 bis 0,3 Cent pro Liter erwarten. Die Nachfrage ist zu Wochenbeginn wieder sprunghaft angestiegen, was zum einen den relativ kühlen Temperaturen, zu anderen aber sicherlich auch den aktuell durchaus attraktiven Konditionen zuzuschreiben ist. In Folge werden die Lieferzeiten bis auf weiteres ungewöhnlich lang blieben.