26.09.2022, 08:43 Uhr
Die Ölpreise haben am Freitag im Laufe des Tages kräftige Verluste hinnehmen müssen und starten auch heute schwach. Da der Euro ebenfalls deutlich nachgegeben hat, werden die Heizöl-Notierungen heute nur wenig verändert in den Tag gehen. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben am Freitag im Laufe des Tages kräftige Verluste hinnehmen müssen und starten auch heute morgen schwach in die neue Handelswoche. Da der Euro gleichzeitig aber ebenfalls deutlich nachgegeben hat, werden die Heizöl-Notierungen nur wenig verändert bis leicht höher in den Tag gehen.

Aktuell stehen die November-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei nur noch knapp 85 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 77,50 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum US-Dollar deutlich zurück und wird heute Morgen nur noch zu Kursen um 96,40 Dollar-Cent gehandelt.

Bereits mit der Veröffentlichung schwacher Konjunkturdaten aus der EU gerieten die Rohölpreise am Freitagvormittag unter Duck. Die Einkaufsmanagerindizes aus der Industrie und dem Dienstleistungssektor fielen per September mit 48,5 bzw. 48,9 Punkten schlechter aus als erwartet und signalisierten den Börsianern eine schrumpfende Wirtschaftsentwicklung.
Zwar fielen die am Nachmittag veröffentlichten Vergleichszahlen aus den USA wesentlich besser aus, trotzdem ging es mit den Futures weiter nach unten, da der starke US-Dollar das Öl für Käufer ausserhalb des Dollarraums verteuert.
Die zuletzt deutlich gefallenen Ölpreise werden sicherlich das Hauptthema des in der nächsten Woche stattfindenden Treffens der OPEC+ Staaten sein, die diese Entwicklung mit Sorge betrachten und bereits Anfang September mit einer Förderkürzung von 0,1 Millionen Barrel pro Tag einen Richtungswechsel signalisiert haben. Die Frage ist hier aber sicherlich, in wieweit die offizielle Quote noch eine Marktwirkung hat, wenn die tatsächliche Fördermenge derzeit gut drei Millionen Barrel darunter liegt.
Auch die US-Ölförderung scheint mittlerweile ihren Höhepunkt überschritten zu haben. Die Fördermenge liegt hier seit Wochen mehr oder weniger konstant bei gut 12 Millionen Barrel pro Tag, die Zahl der aktiven US-Bohranlagen pendelte seit Mitte des Jahres um den Wert 600. In der vergangenen Woche gab es nach den neuesten Zahlen des Öldienstleisters Baker Hughes hier einen leichten Zuwachs von 3 auf nun 602 Einheiten.

Am Devisenmarkt ist der Euro im Vergleich zum US-Dollar auf den niedrigsten Stand seit mehr als 20 Jahren zurückgefallen und ein neues Allzeittief ist wohl nicht mehr auszuschließen. Die auch aufgrund der Energiekrise sich schwach entwickelnde Konjunktur in Europa, die zudem stärkere Verflechtung mit den Kriegsparteien, sowie die stärker und schneller steigenden US-Zinsen lasten auf unserer Gemeinschaftswährung. Zudem könnte Italien zu einem EU-Wackelkandiaten werden, sollte es hier zu einer neuen Rechtsregierung um die Wahlsiegerin Georgia Meloni kommen.

Gemischte Vorgaben für die Heizölpreise hierzulande, die in Folge nur wenig verändert in die neue Handelswoche starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht im Schnitt leichte Aufschläge in einer Größenordnung von einem halben bis einem Cent pro Liter erwarten. Die Tatsache, dass die Nachfrage zuletzt deutlich zurückgegangen ist, dürfte sich in nächster Zeit aber durchaus positiv auf die Notierungen auswirkten. Denn trotz des starken Verfalles unserer Währung, ist das Preisniveau angesichts der schwachen Entwicklung der Rohölpreise immer noch deutlich zu hoch.
23.09.2022, 08:55 Uhr
Die Ölpreise haben gestern den zuletzt eingeschlagenen Seitwärtstrend fortgeführt und sind wenig verändert aus dem Handel gegangen. In Folge werden sich auch die Heizöl-Notierungen hierzulande zum Start in den letzten Tag der Woche wenig bewegen. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern den zuletzt eingeschlagenen Seitwärtstrend fortgeführt und sind wenig verändert aus dem Handel gegangen. In Folge zeigen sich auch die Heizöl-Notierungen hierzulande zum Start in den letzten Handelstag der Woche nur wenig bewegt.

Aktuell stehen die November-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 90,10 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 83,30 Dollar. Auch der Euro zeigt sich im Vergleich zum US-Dollar kaum verändert und wird heute Morgen zu Kursen um 98,40 Dollar-Cent gehandelt.

Eine globale Rezession scheint angesichts der rasant steigenden Zinsen und der nach wie vor gestörten Lieferketten unvermeidbar zu sein und so gibt es am Ölmarkt derzeit kaum größeres Potenzial nach oben.
Dies, obwohl die Angebotslage nach wie vor angespannt ist. Gerade wir Europäer müssen aufgrund der Russland-Sanktionen neue Versorgungswege finden, die die vorhandenen Kapazitäten stark belasten. Außerdem bleibt die OPEC+ weiterhin deutlich hinter den eigenen Förderzielen zurück, sodass die Ölbestände global weiterhin auf einem recht niedrigen Niveau bleiben.
Dies gilt auch für die USA.  Wenngleich die Vorräte hier zuletzt etwas angestiegen sind, liegen vor allem die Destillat-Bestände in der langfristigen Betrachtung am unteren Ende der Bandbreite.
Ein weiterer bullisher, also preistreibender Faktor ist sicherlich auch die Tatsache, dass die Atomverhandlungen mit dem Iran wohl erneut gescheitert sind und es aus heutiger Sicht eher unwahrscheinlich ist, dass diese wieder aufgenommen werden. Die vom Markt erhofften zusätzlichen Mengen aus dem persischen Golf werden somit bis auf Weiteres nicht zur Verfügung stehen.
Fraglich ist, wie sich die seit längerem schon diskutierte Preisobergrenze für russisches Öl auf die Märkte auswirken wird. Die Teilmobilmachung russischer Streitkräfte könnte das Thema bald zur Umsetzung bringen. Ob dies den gewünschten Erfolg bringen wird, ist angesichts der Aussicht, dass sich China und Indien nicht an der Aktion beteiligen wollen, allerdings fraglich. Im schlimmsten Fall könnten die Rohölpreise dadurch sogar ansteigen.

Am Devisenmarkt bleibt der Euro im Vergleich zum US-Dollar auf dem niedrigsten Niveau der letzten 20 Jahre. Die schnell und stark steigenden Zinsen in den USA, sowie die drohende Zuspitzung des Krieges in der Ukraine, lasten auf unserer Gemeinschaftswährung. Heute stehen einige wichtige Konjunkturdaten zur Veröffentlichung an, die auf die weitere künftige Wirtschaftsentwicklung in der EU schließen lassen könnten.

Die Heizölpreise hierzulande haben nach dem schönen Rückgang in der ersten Septemberhälfte in dieser Woche leider wieder angezogen und stehen derzeit etwas über dem Durchschnittspreis der letzten drei Monate. Heute könnte es, wie auch schon gestern, aber wieder leicht nach unten gehen. Zumindest deuten erste Preistendenzen aus morgendlicher Sicht auf Abschläge in einer Größenordnung von einem halben bis einem Cent pro Liter hin. Die extrem hohe Nachfrage der letzten Tage lässt derzeit leider wenig Spielraum für größere Preisrückgänge, da die Kapazitäten im Handel auf Wochen hin ausgelastet sind.
22.09.2022, 08:17 Uhr
Die Ölpreise haben gestern nach der Mobilisierung weiterer Streitkräfte durch den russischen Präsidenten Putin zunächst zugelegt, im weitern Verlauf die Gewinne aber wieder abgegeben. Die Heizöl-Notierungen hierzulande starten heute kaum verändert. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern nach der Ankündigung einer Mobilisierung weiterer Streitkräfte durch den russischen Präsidenten Putin zunächst deutlich zugelegt, im weitern Verlauf die Gewinne aber schnell wieder abgegeben. Trotz dieses Rückfalls werden die Heizöl-Notierungen hierzulande heute nur wenig verändert in den Handel starten.

Aktuell stehen die November-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 90,60 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 83,50 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum US-Dollar immer weiter zurück und wird heute Morgen nur noch zu Kursen um 98,30 Dollar-Cent gehandelt.

Gestern gab es einen recht ereignisreichen Tagen an den Finanzmärkten, der die Rohöl- und Produktpreise entsprechend stark schwanken ließ.
Zunächst sorgte die Meldung, dass der russische Präsident Wladimir Putin eine Teilmobilmachung per Dekret angeordnet hat und somit rund 300.000 Reservisten zum Kriegsdienst hinzugerufen werden sollen, zu starken Käufen und steigenden Notierungen. Durchaus nachvollziehbar, steigt damit doch das Risiko, dass der Konflikt weiter eskalieren könnte.
Nach einem schnellen Anstieg um rund drei Dollar pro Barrel beruhigte sich das Marktgeschehen aber schnell wieder und die Futures fielen bis zur Veröffentlichung der US-Ölbestandsdaten durch das Department of Energy (DOE) wieder deutlich zurück.
Die Zahlen selbst fielen dann eher bearish, also preisdrückend aus. Über alle Produktbereiche gab es Zuwächse, wenngleich diese nicht besonders stark ausgeprägt waren. Jedoch ist auch die Gesamtnachfrage zum dritten Mal in Folge auf nun nur noch 18,9 Millionen Barrel pro Tag zurückgegangen, während die Ölförderung unverändert bei 12,1 Millionen Fass pro Tag konstant geblieben ist.
Trotzdem zogen der Ölkomplex nach Bekanntgabe der Zahlen wieder etwas an und die Brent-Futures gingen knapp oberhalb der 90-Dollar-Marke aus dem Handel.
Die am Abend mit Spannung erwartete Zinsentscheidung der US-Notenbank brachte keine Überraschung und wirkte sich nicht mehr auf die Preisfindung am Ölmarkt aus.

Am Devisenmarkt führte die erneute Anhebung der US-Zinsen um 0,75 Prozent dazu, dass der Euro im Vergleich zum US-Dollar weiter zurückgefallen ist und dabei ein neues Langzeittief markiert hat. Die Aussicht, dass die US-Notenbank auch künftig die Inflation resolut bekämpfen und dabei auch eine Rezession in Kauf nehmen wird, sowie die Angst vor einer weiteren Eskalation des Ukraine-Krieges, stützten die US-Währung, die ja bekanntlich in Krisenzeiten besonders gesucht ist.

Insgesamt also eher gemischt Vorgaben für den deutschen Inlandsmarkt. Rein rechnerisch müssten die Heizölpreise hier eigentlich nachgeben, jedoch lassen erste Preistendenzen eher stagnierende Notierungen erwarten. Der Grund hierfür ist die seit Tagen extrem starke Nachfrage, die gebietsweise extrem lange Lieferzeiten verursacht hat. Die Kapazitäten des Handels sind weitgehend erschöpft, sodass die Preise nicht in dem Maß zurückgenommen werden, wie dies in Normalzeiten der Fall wäre. Mit signifikanten Abschlägen ist erst wieder zu rechnen, wenn das Bestellaufkommen merklich zurückgeht.


21.09.2022, 08:28 Uhr
Die Ölpreise haben sich gestern zunächst verteuert, sind aber mit fallenden Aktienmärkten wieder unter Druck geraten. Aufgrund gestiegener Gasölpreise und eines festen Dollar, werden die Heizöl-Notierungen aber mit Aufschlägen starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich gestern zunächst verteuert, sind zum Start in den US-Handel aber mit weiter fallenden Aktienmärkten wieder unter Druck geraten. Aufgrund gestiegener Gasölpreise und eines festen Dollar, werden die Heizöl-Notierungen hierzulande aber aller Voraussicht nach leider mit weiteren Aufschlägen starten.

Aktuell stehen die November-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 91,15 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 84,40 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum US-Dollar deutlich zurück und wird heute Morgen nur noch zu Kursen um 99,46 Dollar-Cent gehandelt.

Die auch gestern wieder recht trübe Stimmung an den Aktienmärkten hat auch die Rohölpreise mit nach unten gezogen und die Kontrakte der Ölsorte "Brent" wieder bis an die 90-Dollar-Marke gedrückt. Da sich diese Widerstandsmarke aber als stabil erwiesen hat, konnten sich die Futures im späten Handel wieder etwas erholen.
Verantwortlich für die Kursverluste an den Börsen waren natürlich wieder einmal die Sorgen vor einer globalen Rezession, die nicht zuletzt durch stark steigende Zinsen hervor gerufen werden. Heute Abend wird die US-Notenbank ihre Entscheidung verkünden, ob die Zinsen um weitere 0,75 oder sogar um ein Prozent angehoben werden. Auch die Europäische Zentralbank dürfte bald mit einem weiteren deutlichen Schritt nach oben folgen.
Auf der anderen Seite ist der Ölmarkt nach wie vor nicht gerade üppig versorgt. Die OPEC+ hinkt derzeit um rund 3,5 Millionen Barrel pro Tag hinter den eigenen Förderzielen hinterher und könnte die offiziellen Quote Anfang Oktober weiter senken. Zudem sind die Ölexporte Russlands über den Seeweg im der ersten Septemberwoche, vor allem in Richtung Europa, deutlich zurückgegangen.
Die gestern nach Börsenschluss veröffentlichten US-Ölbestandsdaten des American Petroleum Institute (API) wirkten sich bislang kaum auf die Preisfindung am Ölmarkt aus. Dies, obwohl die Zahlen unterm Strich eher preisdrückend ausgefallen sind. Vor allem die Benzin- und Destillatvorräte unerwartet deutlich angestiegen.
Wie üblich warten die Marktteilnehmer aber auf die wesentlich umfang- und auch einflussreicheren Zahlen des Department of Energy (DOE), die heute am Nachmittag über die Ticker laufen sollten.


Am Devisenmarkt haben Spekulationen über eine mögliche Zinserhöhung von einem Prozent durch die US-Notenbank dem US-Dollar Auftrieb verliehen, sodass der Euro wieder deutlich unter die Parität gefallen ist. Die Mehrheit der Marktteilnehmer rechnet aber weiterhin mit einer Anhebung des Leitzinses um 75 Basispunkte. Heute Abend um 20 Uhr wissen wir mehr.

Die leider wieder gestiegenen Gasölpreise und der schwache Euro sind verantwortlich dafür, dass die Heizölpreise hierzulande auch heute wieder mit Aufschlägen in den Handel starten werden. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von bis zu einem Cent pro Liter erwarten. Auch die in den letzten Tagen extrem hohe Nachfrage begünstigt diese Entwicklung. Die Lieferzeiten bleiben auf einem sehr hohen Niveau, so dass vorausschauend agiert und rechtzeitig bestellt werden sollte.
20.09.2022, 08:29 Uhr
Die Ölpreise haben gestern zunächst kräftige Verluste hinnehmen müssen, konnten sich am Abend aber wieder erholen und sind kaum verändert aus dem Handel gegangen. In Folge werden auch die Heizöl-Notierungen mit Aufschlägen starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern zunächst kräftige Verluste hinnehmen müssen, konnten sich am Abend dann aber wieder erholen und sind kaum verändert aus dem Handel gegangen. In Folge werden auch die Heizöl-Notierungen hierzulande mit Aufschlägen in den heutigen Tag starten.

Aktuell stehen die November-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 92,20 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 85,70 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar gut behaupten und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0020 Dollar gehandelt.

Zum Start in die neue Handelswoche legten die Rohölpreise gestern zunächst den Rückwärtsgang ein. Binnen weniger Stunden verloren die Brent-Futures rund drei Dollar pro Barrel und fielen dabei deutlich unter die 90-Dollar-Marke. Am Nachmittag machten sie dann aber kehrt und stiegen noch schneller wieder an.
Wendepunkt könnten die neuen Zahlen zur Produktion der OPEC+ Staaten gewesen sein. Im August verfehlte das Bündnis die angestrebte Fördermenge um gut 3,5 Millionen Barrel pro Tag, was gegenüber Juli nochmals ein Delta von gut 600.000 Barrel pro Tag ist. Dies zeigt, dass die Allianz wohl offensichtlich an ihre Fördergrenze angelangt ist und eine weitere Erhöhung zumindest derzeit nicht realistisch wäre. Eine solche wird aber wohl in nächster Zeit auch nicht benötigt, denn die globale Konjunktur steuert auf eine Rezession zu, sodass beim nächsten Treffen Anfang Oktober wohl eher über eine weitere Förderkürzung diskutiert werden wird. Der Einfluss dieser Entscheidung auf die Preisfindung wird aber wohl erst dann wieder stärker werden, wenn die tatsächlich Produktionsmengen mit den offiziellen Quoten übereinstimmen.
Preistreibende Faktoren waren gestern wieder die Förderausfälle in Kasachstan, die wohl noch bis Oktober andauern werden, das Ende der Corona-Beschränkungen in den chinesischen Metropolen Chengdu und Dalian, sowie die offensichtlich erneut gescheiterten Verhandlungen über ein Atomabkommen mit dem Iran.

Am Devisenmarkt tat sich gestern im Vorfeld der morgigen Sitzung der US-Notenbank nicht viel. Der Euro konnte sich nach anfänglichen Verlusten wieder fangen und sich schlussendlich knapp über der Ein-Dollar-Marke festigen. Heute Morgen wurde der deutsche Erzeugerpreisindex per August mit einem enormen und unerwarteten Plus von 45,8 Prozent veröffentlicht. Die Prognosen lagen "nur" bei 37,1 Prozent. Dies könnte etwas Schwung in den Handel bringen.

Die Heizölpreise hierzulande haben ihre Talfahrt zumindest vorerst beendet und ziehen seit gestern Mittag wieder an. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen für heute aus morgendlicher Sicht Aufschläge in einer Größenordnung von einem bis zwei Cent pro Liter erwarten. Die für September ungewöhnlich kalte Witterung, der zuletzt kräftig gefallenen Notierungen und der Preisanstieg zum Wochenstart haben die Nachfrage förmlich explodieren lassen. Die Lieferzeiten steigen in Folge weiter an!
19.09.2022, 08:48 Uhr
Die Ölpreise haben sich am Freitag weiter stabilisieren können und sind mit leichten Gewinnen aus dem Handel gegangen. Heute Morgen geben die Futures wieder nach, sodass die Heizöl-Notierungen kaum verändert in die neue Handelswoche starten werden. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich am Freitag weiter stabilisieren können und sind mit leichten Gewinnen aus dem Handel gegangen. Heute Morgen geben die Futures nach anfänglichen Aufschlägen aber wieder nach, sodass die Heizöl-Notierungen hierzulande kaum verändert bis etwas leichter in die neue Handelswoche starten werden.

Aktuell stehen die November-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei knapp 91 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 84,90 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar weiter erholen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0015 Dollar gehandelt.

Die an den Finanzmärkten seit Wochen umgehende Angst vor einer globalen Rezession bleibt auch das bestimmende Thema am Ölmarkt. Am Freitag haben der Internationale Währungsfond (IWF) und die Weltbank diese Sorgen noch verstärkt. Während die Weltbank eine Stagflation prognostiziert, geht der IWF in vielen Ländern von einer Rezession  aus.
Dies kam vor allem an den Aktienmärkten gar nicht gut an, die noch dazu mit stetig steigenden Zinsen konkurrieren. In dieser Woche trifft sich am Mittwoch die US-Notenbank um sicherlich einen weiteren Zinsschritt zu beschließen. Wie hoch dieser ausfallen wird, ist noch nicht ganz klar, die Mehrheit der Analysten erwartet aber erneut eine kräftige Anhebung um 0,75 Prozent.
Auch in Europa wird es mit dem Zinsniveau weiter nach oben gehen müssen, denn die Inflation bleibt weiterhin hoch. Der EU-Verbraucherpreisindex per August wurde am Freitag mit einem Plus von 9,1 Prozent veröffentlicht, im Vormonat betrug die Teuerungsrate noch 8,9 Prozent.
Thema am Ölmarkt bleibt zum Wochenstart auch die Treuhandverwaltung des Rohöl-Importeurs Rosneft Deutschland, womit die deutsche Bundesnetzagentur die Kontrolle der Rosneft-Anteile an den Raffinerien Schwedt, Karlsruhe und Vohburg übernimmt. Rosneft hat dieses Vorgehen als illegal bezeichnet und angekündigt, rechtlich dagegen vorgehen zu wollen.
Die Zahl der aktiven US-Bohranlagen ist in der vergangenen Woche wieder deutlich um 8 auf nun 599 Einheiten angestiegen.

Am Devisenmarkt pendelt der Euro im Vergleich zum US-Dollar weiter um die Parität. Die Marktteilnehmer warten in dieser Woche mit Spannung auf die nächste Sitzung der Federal Reserve am Mittwochabend. Am Freitag lastete ein schlechter als erwartet ausgefallener Verbrauchervertrauen-Index der Universität Michigan. Dieser konnte per September nur 59,5 statt der prognostizierten 60 Punkte erreichen.

Die Heizölpreise hierzulande werden nach diesen Vorgaben stabil in die neue Woche starten, könnten im Laufe des Tages mit etwas Glück aber auch wieder ins Minus drehen. Aktuelle Berechnungen lassen aus morgendlicher Sicht zwar leichte Aufschläge erwarten, erste Preistendenzen deuten hingegen auf weiter eher schwache Notierungen hin. Der extreme Kälteeinbruch und die starken Preisabschläge der letzten Wochen haben zu einem sprunghaften Anstieg der Nachfrage übers Wochenende gesorgt, der die Liefersituation weiter verschärfen wird. Wer "knapp bei Tank" ist, sollte unbedingt die Lieferzeiten beachten und rechtzeitig bestellen!
16.09.2022, 08:10 Uhr
Die Ölpreise befinden sich seit geraumer Zeit auf dem Rückzug und auch gestern gab es zeitweise wieder massive Verluste, vor allem bei Gasöl. Diese Entwicklung kommt nun endlich auch bei den Heizöl-Notierungen hierzulande an. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten befinden sich seit geraumer Zeit auf dem Rückzug und auch gestern gab es zeitweise wieder massive Verluste, vor allem bei Gasöl. Diese Entwicklung kommt nun endlich auch bei den Heizöl-Notierungen hierzulande an.

Aktuell stehen die November-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 91,20 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 85,40 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar gut behaupten und wird heute Morgen zu Kursen knapp unterhalb einem Dollar gehandelt.

Zinssorgen und gestiegene US-Ölbestände waren am Ölmarkt in dieser Woche die Hauptthemen, die dafür sorgten, dass die Rohölpreise deutlich nachgegeben haben und die Gasöl-Notierungen auf das niedrigste Niveau seit dem Frühjahr gedrückt wurden.
Dies, obwohl die Ölbestände weltweit weiterhin auf einem recht niedrigen Niveau liegen und die OPEC+ Gruppe die Fördermengen schon im November weiter senken könnte.
Aber an den Börsen wird bekanntlich die Zukunft gehandelt und diese lässt, vor allem was die Konjunkturentwicklung anbetrifft, keine rosigen Zeiten erwarten.
Auch wenn es auch immer wieder mal durchaus auch gute Konjunkturdaten zu vermelden gibt. So ist die Industrieproduktion in China per August um 4,2 Prozent gestiegen und die Einzelhandelsumsätze legten um 5,4 Prozent zu. Beide Werte lagen deutlich über den Erwartungen. Auch die gestern veröffentlichten wöchentlichen Arbeitsmarktzahlen aus den USA fielen sehr gut aus, wobei dies in der aktuellen Wirtschaftskonstellation nicht uneingeschränkt positiv zu werten ist, könnte dies die Inflation doch zusätzlich weiter anheizen. Der Philadelphia Fed Herstellungsindex ist per September aber auf einen Wert von minus 9,9 Punkte eingebrochen. Hier hatten die Analysten mit einem positiven Wert von 2,8 gerechnet.
Ein weiterer bearisher, also preisdrückende Faktor war sicherlich die Meldung, dass die Rohölimporte Indiens im August im Vergleich zum Vormonat um 4,1 Prozent gefallen sind.

Am Devisenmarkt gab es gestern keine größeren Kursbewegungen. Der Euro konnte im Vergleich zum US-Dollar leicht zulegen und zeitweise wieder die Parität, also den Gleichstand mit der US-Währung erreichen. Die Händler verarbeiten derzeit eine Reihe neuer Konjunkturdaten, bevor in der nächsten Woche wieder die nächste Sitzung der US-Notenbank in den Fokus rückt. Hier wird mit einer weiteren Zinsanhebung um 0,75 Prozent gerechnet.

Die Heizölpreise hierzulande haben in dieser Woche im Schnitt um weitere zehn Cent pro Liter nachgeben und stehen mittlerweile auf dem niedrigsten Niveau der letzten zwei Monate. Geht es nach aktuellen Berechnungen und ersten Preistendenzen, sind auch heute wieder Abschläge in einer Größenordnung von ein bis zwei Cent zu erwarten. Endlich wieder steigende Pegelstände und vor allem die stark gefallenen Gasöl-Notierungen sorgen dafür, dass sich der Heizöl-Markt wieder langsam den internationalen Ölpreisen annähern kann. Einziger Wermutstropfen sind derzeit die sehr langen Lieferzeit von regional bis zu drei Monaten. Dies kann die Spekulation auf niedrigere Preise zu einem gefährlichen Spiel werden lassen.
15.09.2022, 07:57 Uhr
Die Ölpreise haben sich gestern von den Vortagesverlusten erholen können, geben heute im asiatisch geprägten Handel aber wieder etwas nach. Ebenso die Gasöl-Futures, sodass die Heizöl-Notierungen hierzulande wohl weiter nachgeben werden. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich gestern von den Vortagesverlusten erholen können, geben heute im asiatisch geprägten Handel aber wieder etwas nach. Ebenso die Gasöl-Futures, sodass die Heizöl-Notierungen hierzulande aller Voraussicht nach weiter nachgeben und den Abwärtstrend der letzten Tage erfreulicherweise fortsetzen werden.

Aktuell stehen die November-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei gut 94 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 88,40 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar nur knapp behaupten und wird heute Morgen zu Kursen um 99,65 Dollar-Cent gehandelt.

Mit dem schlechter als erwartet ausgefallenen US-Verbraucherpreisindex vom Dienstag gingen nicht nur die Aktienkurse, sondern auch die Rohölpreise auf Talfahrt. Die ebenfalls preisdrückend zu wertenden API-Ölbestandsdaten wirkten sich hingegen kaum auf die Preisfindung aus, sodass sich die Futures zum Start in den europäisch geprägten Handel gestern wieder erholen konnten.
Wenig Beachtung fand der Monatsbericht der Internationalen Energieagentur (IEA), obwohl nach Meinung der Experten in Paris, das verfügbare globale Ölangebot künftig etwas höher ausfallen könnte.
Bullsih, also preistreibend wirkte die Meldung, dass die Corona-Beschränkungen in der chinesischen Metropole Chengdu ab heute gelockert werden und sich der Taifun vor der Küste Shanghais wieder abgeschwächt hat.
Die neuen wöchentlichen US-Ölbestandsdaten des Department of Energy (DOE) bestätigten zumindest von der Tendenz her die API-Zahlen vom Vortag. Die Rohölvorräte stiegen hier aber nur um 2,4 Millionen Barrel, dafür aber die Destillate um 4,2 Millionen Fass. Dies war auch der Grund, warum sich die Gasölpreise in diesen Tagen eher schwach entwickeln. Die US-Gesamtnachfrage ging im Vergleich zur Vorwoche um gut eine halbe Million Barrel pro Tag zurück, bei einer mehr oder weniger unveränderten Ölproduktion, die derzeit bei 12,1 Millionen Fass pro Tag liegt.

Auch am Devisenmarkt bleibt der Euro im Vergleich zum US-Dollar unter der Parität. Gestern wurden die stark gestiegenen US-Verbraucherpreise von einem per August um 8,7 Prozent gestiegenen Erzeugerpreisindex bestätigt, auch wenn die Erwartung hier sogar bei einem Anstieg von 8,8 Prozent lag. Ohne Energie und andere schwankende Faktoren fiel das Plus aber höher als prognostiziert aus, was zeigt, dass die Inflation zunehmend an Breite gewinnt und die US-Notenbank daher bald wieder kräftig an der Zinsschraube drehen wird.

Die Heizölpreise hierzulande kennen erfreulicherweise seit zehn Tagen nur noch eine Richtung. Auch heute dürfte es, geht es nach aktuellen Berechnungen und ersten Preistendenzen, wieder um rund ein bis zwei Cent pro Liter nach unten gehen. Mittlerweile haben die Notierungen den niedrigsten Stand seit mehr als vier Wochen erreicht und mit steigenden Pegelständen könnte sich der Trend auch in nächster Zeit fortsetzen. Ein wichtiger Faktor am Heizöl-Markt sind und bleiben die sehr langen Lieferzeiten, die regional bei mehreren Wochen liegen.
14.09.2022, 08:38 Uhr
Die Ölpreise haben gestern spontan auf den neuen Verbaucherpreiseindex aus den USA reagiert und weiter nachgegeben. Da vor allem die Gasölpreise noch stärker gefallen sind, werden die Heizöl-Notierungen mit weiteren deutlichen Abschlägen starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern spontan auf den neuen Verbaucherpreiseindex aus den USA reagiert und weiter nachgegeben. Da vor allem die Gasölpreise dabei noch stärker gefallen sind, werden die Heizöl-Notierungen hierzulande erfreulicherweise mit weiteren deutlichen Abschlägen in den heutigen Handelstag starten.

Aktuell stehen die November-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 92,80 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 87,05 Dollar. Der Euro musste im Vergleich zum US-Dollar deutliche Verluste hinnehmen und wird heute Morgen nur noch zu Kursen um 99,8 Dollar-Cent gehandelt.

Die Hoffnung, dass sich die US-Verbraucherpreise zum zweiten Mal in Folge deutlich rückläufig entwickeln werden, war groß. Ein Abflauen der Inflation hätte es der US-Notenbank eventuell möglich gemacht, die Zinsen weniger stark und schnell anzuheben. Umso größer war die Enttäuschung, als der Index per August mit einem Plus von 8,3 Prozent veröffentlicht wurde. Zwar ist dies im Vergleich zum Vormonat ein weiterer leichter Rückgang von 0,2 Prozent, die Erwartung der Analysten lag aber bei "nur" 8,1 Prozent.
An den Börsen wirkten sich die Zahlen sofort aus und die Aktienkurse, aber auch die Rohölpreise kamen unter Druck.
Der wenig später veröffentlichte Monatsreport der OPEC fiel relativ unspektakulär aus und machte sich in der Preisfindung kaum bemerkbar.
Dominierend waren gestern wieder die Sorgen vor einer globalen Rezession und einem Rückgang der Ölnachfrage, vor allem in China. Deshalb haben zahlreiche Analysten ihre Preisprognosen für dieses Jahr weiter nach unten korrigiert, unter anderem Morgan Stanley und UBS.
Gestern Abend nach Börsenschluss wurden dann noch die US-Ölbestandsdaten des American Petroleum Institute (API) veröffentlicht. Auch diese fielen bearish, also preisdrückend aus. Vor allem der unerwartet starke Aufbau der Rohölvorräte drückte auf die Notierungen. Heute warten die Marktteilnehmer mit Spannung auf die wesentlich umfang- und einflussreicheren Zahlen des Department of Energy (DOE).

Auch am Devisenmarkt verfehlten die Inflationszahlen aus den USA ihre Wirkung natürlich nicht. In Erwartung, dass die US-Notenbank die Zinsen weiter schnell und deutlich anheben wird, konnte der Dollar im Vergleich zum Euro deutlich hinzugewinnen. Darüber hinaus enttäuschte der ZEW Konjunkturerwartungsindex für die EU per September mit einem Wert von minus 60,7 Punkte. Die Analysten hatten im Vorfeld lediglich mit einem Minus von 58,3 Zählern gerechnet.

Trotz der Währungsverluste werden die Heizölpreise in Deutschland mit weiteren, teils kräftigen Abschlägen in den heutigen Tag starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von drei bis fünf Cent pro Liter erwarten. Deutlich gefallende Gasölpreise, steigende Pegelstände und eine etwas nachlassende Nachfrage sind die Hauptgründe für diese schöne, aber längst überfällige Entwicklung. Wer "knapp bei Tank" ist, sollte neben der Preisentwicklung aber auch die Lieferzeiten verfolgen. In einigen Regionen muss mit Wartezeiten von rund drei Monaten gerechnet werden.
13.09.2022, 08:13 Uhr
Die Ölpreise haben sich im gestrigen Handelsverlauf weiter erholen können und zeigen sich auch heute Morgen relativ robust. Die Heizöl-Notierungen hierzulande werden aller Voraussicht nach erneut mit leichten Abschlägen starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich im gestrigen Handelsverlauf weiter erholen können und zeigen sich auch heute Morgen relativ robust. Da die Produktpreise aber weiter eher zur Schwäche neigen, werden auch die Heizöl-Notierungen hierzulande aller Voraussicht nach erneut mit leichten Abschlägen starten.

Aktuell stehen die November-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 93,75 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 87,60 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar weiter verbessern und wird heute Morgen zu Kursen um einen 1,0130 Dollar gehandelt.

Die leider wieder schwindenden Hoffnungen, dass es doch noch zu einem neuen Atomabkommen mit dem Iran kommen wird, ein fallender US-Dollar und technische Faktoren haben gestern dafür gesorgt, dass sich die Rohölpreise weiter von den Verlusten der Vorwochen erholen konnten.
Einen nicht unwesentlichen Teil dazu trugen sicherlich auch die deutlich steigenden Aktienmärkte bei. Vor allem in Europa konnten sich die Kurse gestern kräftig erholen.
Preisdrückende Meldungen, wie die wieder angestiegene Ölproduktion in Libyen und die nach wie vor starken Corona-Beschränkungen in China, wurden gestern weitgehend ignoriert.
Insgesamt bleiben die Ölpreise also im Spannungsfeld zwischen den Konjunktursorgen einerseits und einer weiterhin eher knappen Versorgungslage.
In den nächsten Tagen konzentrieren die Marktteilnehmer auf neue Ölbestandsdaten aus den USA und auch auf die Monatsberichte der OPEC, der heute im Laufe des Tages erwartet wird und der Internationalen Energieagentur (IEA), der morgen Mittwoch veröffentlicht werden soll.

Am Devisenmarkt konnte der Euro gestern im Vergleich zum US-Dollar weitere Gewinne erzielen und dabei von der Aussicht profitieren, dass die EZB schnelle weitere Zinsschritte im Kauf gegen die Inflation machen wird. Gleichzeitig erhoffen sich die Anleger, dass die heute zur Veröffentlichung anstehenden Verbraucherpreise in den USA zum zweiten Mal in Folge leicht zurückgehen werden und somit die US-Notenbank diesbezüglich künftig etwas behutsamer vorgehen könnte.

Die Heizölpreise hierzulande befinden sich erfreulicherweise weiter im Abwärtstrend. Auch heute sollte es, geht es zumindest nach aktuellen Berechnungen und ersten Preistendenzen, leicht um nach unten gehen. Eine leichte Entspannung in der Binnenschifffahrt, sowie eine etwas zurückgehende Nachfrage lassen derzeit diese langersehnte Entwicklung zu, die durchaus auch noch anhalten könnte. Hauptproblem ist und bleiben aber die derzeit sehr langen Lieferzeiten, die gerade Ölheizer mit geringem Tankvorrat gut im Auge behalten sollten. Wer noch ausreichend versorgt ist, kann durchaus auf weiter fallende Notierungen spekulieren.
12.09.2022, 08:57 Uhr
Die Ölpreise haben sich am Freitag zwar verteuert, befinden sich mittelfristig aber immer noch im Abwärtstrend. Mit angezogener Handbremse ging es auch beim Heizöl nach unten. Heute zum Wochenstart sind hier keine größeren Veränderungen zu erwarten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich am Freitag im Laufe des Tages zwar verteuert, befinden sich mittelfristig aber immer noch im Abwärtstrend. Mit angezogener Handbremse ging und geht es wohl auch weiterhin bei den Heizöl-Notierungen nach unten. Heute zum Wochenstart sind hier keine größeren Veränderungen zu erwarten.

Aktuell stehen die November-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei gut 92 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 85,30 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar gut behaupten und wird heute Morgen zu Kursen um einen 1,0080 Dollar gehandelt.

Seit Mitte Juni befinden sich die Rohölpreise unter großen Schwankungen im Rückzug und haben mittlerweile wieder das Vorkriegsniveau erreicht.
Hauptgrund für diese Entwicklung ist die Sorge der Börsianer vor einer globalen Rezession, die angesichts des Krieges in der Ukraine, der in Folge extrem hohen Energiekosten und der Corona-Beschränkungen in China sicherlich nicht unberechtigt ist. Auch die Aussicht auf eine baldige Einigung bei den Atomverhandlungen mit dem Iran trugen zu dieser Entwicklung bei, auch wenn es derzeit eher danach aussieht, als dass die Gespräche erneut scheitern könnten.
Auf der anderen Seite bleibt die Ölnachfrage bislang recht robust und die globalen Ölvorräte, vor allem bei den Endprodukten, auf einem besorgniserregend niedrigen Niveau.
Dies ist auch der Grund, warum unter anderem die Diesel- und Heizölpreise derzeit immer noch auf einem sehr hohen Niveau liegen. Auch die Kehrtwende in der Förderpolitik der OPEC+ Gruppe, sowie die Gaskrise in Europa tragen dazu bei, dass die Ölpreise wohl auch auf absehbare Zeit teuer bleiben werden.
Die Zahl der aktiven US-Bohranlagen ist laut dem neuesten Baker-Hughes-Bericht im Vergleich zur Vorwoche erneut um 5 auf nun 591 Einheiten zurückgegangen. Erstmals seit gut zwei Jahren ist hier an zwei aufeinanderfolgenden Wochen ein Rückgang zu verzeichnen. Auch das ist ein Punkt, der bullish, also preistreibend zu werten ist.

Am Devisenmarkt kann der Euro weiterhin von der größten Zinsanhebung in der Geschichte der Europäischen Zentralbank profitieren und im Vergleich zum US-Dollar auf den höchsten Stand seit Mitte August klettern. Die Erwartung, dass die EZB nun ähnlich entschlossen wie die US-Notenbank gegen die hohe Inflation vorgehen wird, hält unsere Gemeinschaftswährung derzeit über der Parität.

Zumindest also keine schlechten Vorgaben für die Heizölpreise hierzulande, die heute aller Voraussicht nach kaum verändert bis leicht nachgebend in die neue Handelswoche starten werden. Aktuelle Berechnungen lassen aus morgendlicher Sicht ein leichtes Plus in einer Größenordnung von einem halben Cent pro Liter erwarten, erste Preistendenzen deuten eher auf weitere Abschläge hin. Ein Grund hierfür ist sicherlich die leichte Verringerung der Frachtsätze bei der Binnenschifffahrt, auch wenn die Pegelstände immer noch sehr niedrig sind. Daher könnte eigentlich uneingeschränkt zum Zuwarten geraten werden, wären nicht Lieferzeiten von regional bis zu drei Monate zu beklagen.