21.06.2024, 08:14 Uhr
Die Ölpreise haben sich gestern uneinheitlich entwickelt. Während es bei Rohöl jenseits der 85-Dollar-Marke weiter nach oben ging, sind die Gasöl-Futures im Laufe des Tages zurückgefallen. In Folge starten die Heizöl-Notierungen mit Abschlägen. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich gestern uneinheitlich entwickelt. Während es bei Rohöl (Brent) jenseits der 85-Dollar-Marke weiter nach oben ging, sind die Gasöl-Futures im Laufe des Tages immer weiter zurückgefallen. In Folge starten auch die Heizöl-Notierungen mit Abschlägen in den letzten Handelstag der Woche.

Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 85,70 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung Juli kostet zur Stunde 785 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum US-Dollar zurück und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0715 US-Dollar gehandelt.

Die Unsicherheit bezüglich der globalen Ölversorgung hatte aufgrund der neuen Spannungen im Nahen Osten, den ukrainischen Drohnenangriffe auf russische Ölanlagen und diversen Störungen in Raffinerien und Förderanlagen wieder deutlich zugenommen und es wird gerade im recht nachfragestarke dritten Quartal mit einer Unterversorgung gerechnet.

Bearishe, also preisdrückende Meldungen, wie beispielsweise der überraschende Aufbau bei den Bestandsmeldungen des American Petroleum Institute (API), wurden zuletzt weitgehend ignoriert.

Gestern lief es dann eher umgekehrt, denn das Department of Energy (DOE) veröffentlichte einen klar preistreibend zu wertenden Bericht über die Entwicklung der US-Ölbestände, der Markt reagierte darauf aber eher mit Verkäufen. Im Detail wurde bei Rohöl ein Rückgang von 2,5 Millionen Barrel, bei Destillaten und Benzin ein Minus von 1,7 bzw. 2,3 Millionen Fass vermeldet. Zudem stieg die Gesamtnachfrage deutlich um knapp 1,9 auf 21,1 Millionen Barrel pro Tag an.

Nach dem deutlichen Anstieg der letzten Tage und Wochen war der Markt aber wohl etwas überkauft, sodass vor allem bei Gasöl Gewinnmitnahmen zu beobachten waren. Auslöser könnten auch die gestern eher schwachen US-Konjunkturdaten gewesen sein, die einerseits eine eher geringere Ölnachfrage erwarten lassen, auf der anderen Seite aber doch bald zu einer ersten Zinssenkung in den USA führen könnten, die den Ölbedarf mittelfristig wieder stimmulieren würde.



Am Devisenmarkt konnte die Ölwährung US-Dollar trotz der schwachen Wirtschaftsindikationen im Vergleich zum Euro etwas zulegen. Dies könnte aber auch an der derzeitigen Schwäche unserer Gemeinschaftswährung aufgrund der Unsicherheiten um die anstehenden Neuwahlen in Frankreich liegen. Nachdem gestern die 1,07-Dollar-Marke getestet wurde, geht es heute morgen mit dem Euro wieder leicht nach oben.

Die Heizölpreise hierzulande werden nach diesen Vorgaben heute aller Voraussicht nach mit leichten Abschlägen in den letzten Handelstag der Woche starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von bis zu einem halben Cent pro Liter erwarten. Trotzdem bleiben die Notierungen vorerst auf dem höchsten Niveau seit Ende April, was sich weiterhin auf die Kauflaune der Verbraucher auswirkt. Das Bestellaufkommen ist derzeit sehr gering.
20.06.2024, 09:04 Uhr
Die Ölpreise haben im Verlauf des gestrigen Nachmittags weiter zugelegt und starten heute stabil auf hohem Niveau in den asiatisch geprägten Handel. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben im Verlauf des gestrigen Nachmittags weiter zugelegt und starten heute stabil auf hohem Niveau in den asiatisch geprägten Handel. Infolgedessen geht es heute leider auch mit den Heizöl-Notierungen weiter nach oben.

Aktuell notieren die Juli-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent” bei 85,18 US-Dollar pro Barrel, und eine Tonne Gasöl zur Lieferung im Juni kostet derzeit 790,25 Dollar. Der Euro hat im Vergleich zum US-Dollar erneut nachgegeben und wird heute Morgen zu Kursen von 1,0733 US-Dollar gehandelt.

Die Ölpreise blieben gestern in ihrem kurzfristigen Aufwärtstrend, obwohl das Handelsvolumen wegen des US-Feiertags "Juneteenth” geringer war. Besonders die Produktkontrakte stiegen zur Wochenmitte, unterstützt durch die Erwartung einer steigenden Nachfrage aufgrund warmer Temperaturen und eines hohen Kraftstoffbedarfs während der US-Fahrsaison.

Rohölkontrakte erhielten leichte Unterstützung durch geopolitische Spannungen im Nahen Osten, Waldbrände in New Mexiko und Produktionsunterbrechungen in Nigeria. In Nigeria wurde die Produktion am Ölfeld OML 29 wegen eines Lecks vorübergehend ausgesetzt, um das Problem einzudämmen. Dies könnte es dem Land erschweren, die vereinbarte OPEC-Fördermenge von 1,5 Millionen Barrel pro Tag zu erreichen, da zuletzt über 120.000 Barrel pro Tag von diesem Feld kamen.

Probleme an Europas größter Ölraffinerie stützen Gasöl, nachdem Shell eine Anlage zur Dieselkraftstoffherstellung in der niederländischen Pernis-Raffinerie heruntergefahren hat und eine Rohöldestillationsanlage nicht voll betrieben wurde. Diese Abschaltungen führen zu einem bullischen Effekt auf die Öl-Kontrakte, da die Pernis-Raffinerie eine wichtige Rolle in der europäischen Ölverarbeitung spielt. Die Wiederaufnahme der Produktion am Buzzard-Ölfeld und das Ende eines Streiks in Norwegen hatten hingegen kaum Einfluss auf den Brent-Preis.

Heute werden die offiziellen Ölbestandsdaten des DOE veröffentlicht, die Aufschluss über die US-Nachfrage der letzten Woche geben. Die gestrigen Daten des API zeigten einen Anstieg der US-Rohölvorräte, was ebenfalls belastend wirkte.

US-Wirtschaftsdaten, die heute veröffentlicht werden, könnten ebenfalls Bewegung an den Ölmärkten verursachen. Die Ölfutures an ICE und NYMEX suchen noch eine klare Richtung. Der Gasöl-Kontrakt notiert weiterhin hoch, was Aufwärtspotenzial bei Inlandspreisen andeutet.

Infolgedessen werden die Heizölpreise hierzulande aller Voraussicht nach mit Aufschlägen in den heutigen Handelstag starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von einem halben Cent pro Liter erwarten.
19.06.2024, 09:06 Uhr
Die Ölpreise haben zur Wochenmitte erneut deutliche Aufschläge verzeichnet. Die Heizöl-Notierungen werden voraussichtlich ebenfalls mit einem Plus in den Handel starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben zur Wochenmitte erneut deutliche Aufschläge verzeichnet. Die Heizöl-Notierungen werden in Folge voraussichtlich ebenfalls mit einem deutlichen Plus in den Handel starten.

Aktuell liegen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent” bei 85,21 Dollar pro Barrel, während eine Tonne Gasöl zur Lieferung im Juli 785,25 Dollar kostet. Der Euro gibt im Vergleich zum US-Dollar leicht nach und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0738 US-Dollar gehandelt.

Die Ölpreise an ICE und NYMEX bleiben zur Wochenmitte stabil auf hohem Niveau, obwohl die API-Bestandsdaten einen unerwartet deutlichen Anstieg der Rohölbestände zeigten. Marktteilnehmer konzentrieren sich mehr auf die erwartete Angebotsknappheit im zweiten Halbjahr. Diese Knappheit hängt mit der OPEC+ zusammen, die eine Rückführung der Kürzungen ab Oktober beschlossen, diese aber als optional und marktabhängig bezeichnet hat. Daher werden die Kürzungen wohl vorerst fortgesetzt.

Es gibt Anzeichen für eine Verknappung auf dem physischen Markt im nächsten Quartal, abhängig von der Nachfrage. Schwache Raffineriemargen bleiben jedoch besorgniserregend. Steigende Preise werden auch durch eine risikofreudige Stimmung an den globalen Märkten unterstützt.

Im Nahen Osten verschärft sich der Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah, was Risiken für die Öllieferketten birgt. Potenzielle Unterbrechungsrisiken könnten die Ölpreise weiter stützen.

Insgesamt überwiegen die bullischen Faktoren die bärischen Aspekte, auch wenn das heutige Handelsvolumen aufgrund eines US-Feiertages gering und volatil sein dürfte.

Die Heizölpreise hierzulande werden nach diesen Vorgaben heute aller Voraussicht nach mit weiteren Aufschlägen in den Tag starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus von etwa einem Cent pro Liter erwarten.
18.06.2024, 08:58 Uhr
Die Ölpreise haben gestern zunächst weiter deutlich zugelegt und starten heute Morgen mit leichten Aufschlägen in den asiatischen Handel. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern zunächst weiter deutlich zugelegt und starten heute Morgen mit leichten Aufschlägen in den asiatischen Handel. Infolgedessen ist auch bei den Heizölpreisen mit einem leichten Anstieg zu rechnen.

Der aktuelle Preis der August-Kontrakte für die europäische Nordsee-Ölsorte "Brent” liegt bei 84,09 Dollar pro Barrel, während eine Tonne Gasöl zur Lieferung im Juli momentan 769 Dollar kostet. Der Euro hat gegenüber dem US-Dollar nachgegeben und wird heute Morgen zu einem Kurs von 1,0728 US-Dollar gehandelt.

Am Montag verzeichneten die Ölpreise den stärksten Anstieg seit einer Woche, getragen von der allgemeinen Risikobereitschaft der Marktteilnehmer.

Trotz gemischter Nachfrageaussichten unterstützen die Erwartungen einer knapper werdenden Angebotslage die Ölfutures, da die OPEC+ ihren Beschluss zur Förderanhebung ab Oktober relativiert hat.

Marktteilnehmer rechnen deshalb nun mit einem knappen Angebot in der zweiten Jahreshälfte, während Nachfragesorgen etwas in den Hintergrund treten. Dennoch bleibt die Nachfrageentwicklung in China unsicher. Anzeichen deuten auf einen rückläufigen Benzinverbrauch in Indien und eine langsamere Raffinerieaktivität in China hin. Zudem zeigt die chinesische Industrieproduktion nur langsames Wachstum.

Die US-Nachfrage wird stark von der Zinspolitik der US-Notenbank beeinflusst. Trader hoffen auf eine schnelle Zinssenkung, da höhere Zinsen die Ölnachfrage belasten. Anleger achten heute besonders auf US-Konjunkturdaten aus dem Einzelhandel und der Industrie. Die Bestandsdaten des API werden heute Abend erwartet, während die DOE-Daten aufgrund eines Feiertags erst am Donnerstag veröffentlicht werden.

Anleger schenken in dieser Woche den bullischen Angebotsprognosen mehr Beachtung als den bärischen Nachfrageaussichten. Insgesamt halten sich beide Seiten die Waage, sodass eine neutrale Einschätzung beibehalten werden kann.

Die Heizölpreise hierzulande werden nach diesen Vorgaben heute wohl mit leichten Aufschlägen in den Tag starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus von bis zu einem halben Cent pro Liter erwarten. Somit bleibt das Preisniveau aktuell weiter relativ hoch.
17.06.2024, 09:09 Uhr
Die Ölpreise haben am Freitag zunächst weitere deutliche Aufschläge erzielen können, sind in der zweiten Tageshälfte aber wieder zurückgefallen. Heute Morgen starten die Futures ebenfalls schwach, sodass auch die Heizöl-Notierungen nachgeben. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben am Freitag zunächst weitere deutliche Aufschläge erzielen können, sind in der zweiten Tageshälfte aber wieder zurückgefallen. Auch heute Morgen starten die Futures im asiatisch geprägten Handel schwach, sodass auch die Heizöl-Notierungen in der Eröffnung nachgeben.

Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 82,20 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung Juli kostet zur Stunde 759 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum US-Dollar weiter zurück und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0690 US-Dollar gehandelt.

Nachdem die Rohölpreise seit Anfang Juni deutliche Aufschläge erzielen konnten, war am Ölmarkt in den letzten Tagen schon erkennbar, dass das weitere Aufwärtspotenzial eher gering ist. Am Freitag kam es dann im späten Handel folgerichtig zu Gewinnmitnahmen.
Schwache US-Konjunkturdaten und die Meldung, dass Russland die Sanktionen bezüglich der Ölexporte immer erfolgreicher umgehen kann, waren für diese Entwicklung sicherlich nicht ganz ohne Bedeutung. Auch die heute Morgen aus China veröffentlichten Wirtschaftsindikationen fielen nicht unbedingt überzeugend aus. Zwar stiegen die Einzelhandelsumsätze per Mai um 3,7 Prozent, was die Erwartung von 3 Prozent übertroffen hat, aber die wesentlich wichtigere Industrieproduktion legte "nur" um 5,6 statt der prognostizierten 6,2 Prozent zu. Auch die Rohölverarbeitung ging im Reich der Mitte im Vergleich zum Vorjahr um 1,8 Prozent zurück.
Zu einem immer mehr bullish, also preistreibend zu wertenden Thema wird die in den letzten Wochen permanent fallende Zahl an aktiven US-Bohranlagen. Der Öldienstleister Baker Hughes meldete auch für die vergangene Woche wieder einen Rückgang um 4 auf nun nur noch 488 Einheiten. Anfang des Jahres lag die Zahl noch deutlich über 600. Somit muss mit einer zeitlichen Verzögerung von 6 bis 9 Monaten auch mit einem Rückgang der US-Ölproduktion gerechnet werden.



Am Devisenmarkt drücken die anstehenden Neuwahlen in Frankreich weiter auf den Kurs des Euro, der am Freitag im Vergleich zur Ölwährung US-Dollar weiter an Wert eingebüßt hat. In dieser Wochen richtet sich die Aufmerksamkeit der Händler auf neue Konjunktur- und vor allem Inflationsdaten. Morgen wird unter anderem der neue Verbraucherpreisindex aus der EU veröffentlicht.

Die Heizölpreise hierzulande starten wie eingangs bereits erwähnt mit leichten bis moderaten Abschlägen in die neue Handelswoche. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von bis zu knapp einem Cent pro Liter erwarten. Die zuletzt wieder angestiegenen Notierungen haben empfindlich auf die Kauflaune der Verbraucher gedrückt. Die Nachfrage bzw das Kaufinteresse ist deutlich zurückgegangen und liegt auf dem schwächsten Niveau seit Monaten.
14.06.2024, 08:34 Uhr
Die Ölpreise haben sich gestern uneinheitlich entwickelt. Während Rohöl eher seitwärts tendiert hat, gab es bei Gasöl leider deutliche Aufschläge, sodass auch die Heizöl-Notierungen einen Richtungswechsel vollzogen haben. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich gestern uneinheitlich entwickelt. Während Rohöl eher seitwärts tendiert hat, gab es bei Gasöl leider deutliche Aufschläge, sodass auch die Heizöl-Notierungen einen Richtungswechsel vollzogen haben und im Laufe des Tages ins Plus drehten.

Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 82,40 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung Juni kostet zur Stunde 765 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum US-Dollar wieder zurück und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0735 US-Dollar gehandelt.

Aus dem sich gestern am Morgen andeutenden Rückgang der Ölpreise wurde leider nichts. Nachdem sich die technischen Unterstützungslinien als stabil erwiesen haben drehten die Futures wieder nach oben und Gasöl ging mit deutlichen Gewinnen auf Tageshoch aus dem Handel.

Dies obwohl die US-Ölbestände in dieser Woche in Summe kräftig angestiegen sind und sich gleichzeitig die Nachfrage sehr schwach gezeigt hat. Auch die gestrige Einschätzung der Citibank, dass der Brentöl-Preis bis Jahresende unter 60 Dollar fallen könnte, hätte eigentlich auf die Kurse drücken können. 

Die Marktteilnehmer entschieden sich dann aber für die andere Richtung und folgten damit eher den Einschätzungen von EIA, OPEC und den Experten von Goldman Sachs, die in den nächsten Wochen und Monaten mit einem deutlich unterversorgten Markt rechnen. 

Neue Angriffe von Houthi-Rebellen auf Handelsschiffe im Roten Meer und die wieder schlechteren Aussichten auf eine Waffenruhe in Gaza haben gestern zu weiteren Käufen geführt und die Risikoprämie am Ölmarkt wieder nach oben geschraubt.

Am Devisenmarkt gab es gestern wohl noch eine verspätete Reaktion auf die sich weiter eindrückenden Aussichten auf merkliche Zinssenkungen in den USA, was ja eher den Dollar stützt. Entsprechend fiel der Euro wieder deutlich zurück, sicherlich auch, weil die Zustimmung für den französischen Präsidenten Macron auf den niedrigsten Stand seit Ende 2018 gefallen ist und die anstehenden Neuwahlen in Frankreich die Geschlossenheit nicht nur innerhalb der EU gefährden könnte.

Die Heizölpreise haben gestern, wie eingangs bereits erwähnt, im Laufe des Tages eine Kehrtwende vollzogen und sind statt mit Abschlägen mit einem Plus aus dem Handel gegangen. Geht es nach aktuellen Berechnungen und ersten Preistendenzen werden sich die Notierungen heute aber nur noch leicht bis moderat verteuern. Seit 10 Tagen kennen die Heizölpreise nur noch eine Richtung, sodass mittlerweile der höchste Stand seit sechs Wochen erreicht ist. Die Ölheizer sind in Folge wieder in den Käuferstreik getreten.
13.06.2024, 09:04 Uhr
Die Ölpreise haben gestern zunächst weitere deutliche Gewinne erzielen können, fielen nach Bekanntgabe der DOE-Ölbestandsdaten dann aber abrupt zurück und starten auch heute Morgen mit schwacher Tendenz. In Folge fallen die Heizöl-Notierungen zurück. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern zunächst weitere deutliche Gewinne erzielen können, fielen nach Bekanntgabe der DOE-Ölbestandsdaten dann aber abrupt zurück und starten auch heute Morgen mit schwacher Tendenz. In Folge fallen die Heizöl-Notierungen erfreulicherweise etwas zurück.

Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 82,35 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung Juni kostet zur Stunde 749 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum US-Dollar deutlich zulegen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0805 US-Dollar gehandelt.

Nachdem in den letzten Tagen am Ölmarkt eindeutig die bullishen, also preistreibenden Faktoren dominiert und die Rohölpreise immer weiter nach oben getrieben haben, lieferte der Monatsbericht der Internationalen Energieagentur (IEA) gestern eher bearishe, also preisdrückende Signale. Für dieses und nächstes Jahr wurde die Prognose zum weltweiten Ölnachfragewachstum um 0,1 bis 0,2 Millionen Barrel pro Tag nach unten korrigiert.
Die Öl-Futures zeigten sich davon zunächst kaum beeindruckt und klettern bis zur Veröffentlichung der DOE-Ölbestandsdaten weiter nach oben. Als mit diesen jedoch ein deutlicher und überraschender Bestandsaufbau vermeldet wurde, sackte der Ölkomplex wieder ab. Bei Rohöl gab es einen Zuwachs von 3,7 Millionen Barrel und auch bei den Produkten durchweg Aufbauten, sodass über alle Bereiche ein Plus von 11,5 Millionen Fass zu verzeichnen war. In Summe ist somit der höchste Vorrat seit ziemlich genau drei Jahren erreicht. Zugleich fiel die Inlandsnachfrage um knapp 1,3 auf nur noch 19,2 Millionen Barrel pro Tag zurück und die Ölproduktion konnte um 0,1 auf 13,2 Millionen Barrel täglich gesteigert werden.
Nach einer kurzen Erholung fielen die Ölpreise nach dem Ende der Sitzung der US-Notenbank erneut zurück.

In dieser wurden die Zinsen erneut unverändert belassen und zudem für dieses Jahr nur noch eine Zinssenkung in Aussicht gestellt, nachdem der Markt bislang von mindestens zwei Schritten ausgegangen war. Am Nachmittag hatten besser als erwartet ausgefallene US-Inflationsdaten die Hoffnung auf stärkere Zinssenkungen noch bestärkt, was den Euro im Vergleich zum Dollar nach oben getrieben hat.

Gute Vorgaben also für den deutschen Inlandsmarkt, wo die Heizölpreise heute erstmals seit sieben Handelstagen und einem Plus von rund 5 Cent pro Liter wieder mit Abschlägen starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen für den weiteren Verlauf ein Minus in einer Größenordnung von bis zu einem Cent pro Liter erwarten. Insgesamt bewegen sich die Notierungen weiterhin auf einem durchaus attraktiven Niveau, deutlich unter dem Durchschnittswert der letzten drei Jahre!
12.06.2024, 08:13 Uhr
Die Ölpreise haben leider auch gestern wieder deutliche Gewinne erzielen können, sind auf Tageshoch aus dem Handel gegangen. In Folge geht es wohl leider auch mit den Heizöl-Notierungen weiter nach oben. Mehr

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben leider auch gestern wieder deutliche Gewinne erzielen können, sind auf Tageshoch aus dem Handel gegangen und starten auch heute Morgen mit fester Tendenz in den asiatisch geprägten Handel. In Folge geht es leider mit den Heizöl-Notierungen ebenfalls weiter nach oben.

Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 82,40 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung Juni kostet zur Stunde 755 Dollar. Der Euro verliert im Vergleich zum US-Dollar etwas an Wert und wird heute Morgen zu Kursen um 1,0740 US-Dollar gehandelt.

Am Ölmarkt haben die "Bullen" wieder das Zepter übernommen, was angesichts der zuletzt eher preistreibend zu wertenden Meldungen nicht verwunderlich ist. Neben der Unsicherheit über die weitere Förderpolitik der OPEC+ ab Oktober, hat auch die jüngste Markteinschätzung des Investmenthauses Goldman Sachs die Rohölpreise gestützt. Hier erwartet man für das dritte Quartal ein Angebotsdefizit von 1,3 Millionen Barrel pro Tag. Passend dazu rechnet der Analysten Adam Rich von der Investmentgesellschaft Vaughan Nelson mit einer sinkenden US-Ölproduktion und bezieht sich dabei auf die zuletzt permanent zurückgehende Zahl der aktiven Bohranlagen.

Gestern wurde zunächst der Monatsreport der OPEC veröffentlicht, der wenig Neues zu bieten hatte. Der am Abend folgende Report der Energy Information Administration (EIA) war hingegen preistreibend zu werten, wurde doch die Prognose zur weltweiten Ölnachfrage für dieses und nächstes Jahr leicht angehoben.

Die nach Börsenschluss vermeldeten US-Ölbestandsdaten des American Petroleum Institute (API) brachten einen stärker als erwarteten Rückgang bei Rohöl und Benzin. Man darf gespannt sein, ob die Zahlen durch das Department of Energy (DOE) heute Nachmittag bestätigt werden.

Am Devisenmarkt bleibt der Euro im Vergleich zur Ölwährung US-Dollar in diesen Tagen auf der Verliererseite. Der Grund hierfür dürfte vor allem im Ausgang der Europawahlen zu suchen sein und natürlich bringen die dadurch ausgelösten Neuwahlen in Frankreich weitere Verunsicherung. Heute warten die Marktteilnehmer mit Spannung auf die Sitzung der US-Notenbank, von der Hinweise auf eine eventuelle Leitzinssenkung kommen dürften.

Erneute also schlechte Vorgaben für den deutschen Inlandsmarkt, wo die Heizölpreise ihren Aufwärtstrend der letzten Tage leider fortsetzen werden. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von einem halben bis einem Cent pro Liter erwarten. Somit ist der höchste Stand seit rund einem Monat erreicht, was aber nicht heißt, dass die Notierungen nicht attraktiv wären. Diese liegen aktuell immer noch deutlich unter dem Durchschnittswert der letzten drei Jahre!

11.06.2024, 07:59 Uhr
Die Ölpreise haben zum Wochenstart leider weitere deutliche Aufschläge erzielen können. Auch wenn es heute morgen in Asien wieder etwas nach unten geht, werden die Heizöl-Notierungen aller Voraussicht nach mit einem leichten bis moderaten Plus starten. Mehr

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben zum Wochenstart leider weitere deutliche Aufschläge erzielen können. Auch wenn es heute morgen in Asien wieder etwas nach unten geht, werden die Heizöl-Notierungen aller Voraussicht nach ebenfalls mit einem leichten bis moderaten Plus in den Handel gehen.

Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 81,40 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung Juni kostet zur Stunde 739 Dollar. Der Euro tritt im Vergleich zum US-Dollar auf der Stelle und wird auch heute Morgen zu Kursen um 1,0770 US-Dollar gehandelt.

Obwohl die Kirkuk-Ceyhan-Pipeline, die seit über einem Jahr außer Betrieb ist und über die täglich rund 400.000 Barrel Rohöl aus dem Norden des Iraks an den türkischen Mittelmeerhafen Ceyhan geleitet werden können, eventuell bald wieder zur Ölversorgung beitragen kann, starteten die Rohölpreise gestern mit fester Tendenz in die neue Handelswoche.

Im Laufe des Tages legten die Futures dann weiter zu, gestützt von der neuen Einschätzung des Investmenthauses Goldman Sachs, das für das dritte Quartal ein Angebotsdefizit von 1,3 Millionen Barrel pro Tag erwartet. Zwar wurde die Prognose zum globalen Ölnachfragewachstum  dabei leicht um 0,2 auf 1,25 Millionen gesenkt, trotzdem wird weiterhin mit einer robusten Nachfrage in den Sommermonaten gerechnet. Goldman Sachs erwartet mit Ende des Jahres Ölpreise (Brent) von 75 bis 90 Dollar pro Barrel.

Neue Impulse erwarten sich die Marktteilnehmer in dieser Wochen von den Monatsberichten. Heute werden die Reports von der Energy Information Administration (EIA) und der OPEC erwartet, morgen veröffentlicht die Internationale Energieagentur (IEA). Außerdem gibt es heute Abend nach Börsenschluss die neuen API-Ölbestandsdaten, morgen die DOE-Zahlen.

Am Devisenmarkt konnte sich der Euro im Vergleich zur Ölwährung US-Dollar gestern wieder etwas stabilisieren, nachdem der Ausgang der Europawahl unsere Gemeinschaftswährung unter Druck gebracht hatte. Allgemein sorgen sich die Börsianer aufgrund des Erfolgs der rechten Parteien um die Stabilität der Europäischen Union. Der per Juni besser als erwartet ausgefallene EU Sentix Konjunkturindex könnte hier stützend gewirkt haben.

Die Heizölpreise hierzulande werden nach diesen Vorgaben heute wohl leider mit weiteren leichten bis moderaten Aufschlägen in den Tag starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von bis zu einem halben bis einem Cent pro Liter erwarten. Somit ist der Rückgang von letzter Woche, der für eine deutliche Belebung der Nachfrage gesorgt hatte, leider schon wieder ausgeglichen. Das Abwärtspotenzial bleibt also eher gering, sodass weiter ein rechtzeitiger Kauf zu empfehlen ist.

10.06.2024, 09:09 Uhr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben zum Wochenstart erneut etwas zugelegt. Der Aufwärtstrend der Futures lässt auch die Heizölpreise steigen. Mehr

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben zum Wochenstart erneut etwas zugelegt. In Folge setzt sich auch der Aufwärtstrend bei den Heizöl-Notierungen hierzulande weiter fort.

 Derzeit stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 79,83 US-Dollar pro Barrel, während eine Tonne Gasöl zur Lieferung im Juni 728,00 Dollar kostet. Der Euro schwächelt im Vergleich zum US-Dollar und wird heute Morgen zu Kursen von etwa 1,0754 US-Dollar gehandelt.

Der Devisenhandel dominierte letzte Woche die Finanzmärkte. Die Fed könnte ihre geplante Zinssenkung weiter verschieben, da die Arbeitsmarktdaten am Freitag besser als erwartet ausfielen. Ökonomen erwarten von einer Zinssenkung positive Effekte auf das Wirtschaftswachstum und die Ölnachfrage. Allerdings bleiben die DOE-Daten enttäuschend: Die Benzinnachfrage fiel letzte Woche auf 8,95 Mio. Barrel pro Tag, weit unter den Vorjahreswerten von 9,2 Mio. Barrel pro Tag.
Die OPEC+ steht unter Druck, nachdem sie die Rückführung der Produktionskürzungen ab Oktober angekündigt hatte. Die Gruppe schließt nicht aus, den Beschluss rückgängig zu machen, falls der Markt dies erfordert. Innerhalb der OPEC+ wächst die Skepsis. Der russische Vizepremier Alexander Nowak rechnet 2024 mit einem Nachfragewachstum von 1,5 bis 2,0 Mio. Barrel pro Tag und 2025 mit 1,5 Mio. Barrel pro Tag. Er sieht den Ölpreis bis Jahresende bei 80 bis 85 Dollar, was wenig Aufwärtsspielraum bietet. Der Markt wird wahrscheinlich mittlere 80-Dollar-Preise im dritten Quartal erreichen, falls überzeugende Signale einer Verknappung der Ölbestände vorliegen. Die OECD-Ölbestände stiegen im Mai um 48 Mio. Barrel, deutlich mehr als vor der Corona-Pandemie.
Ein weiterer Faktor, der die Ölpreise beeinflussen könnte, ist die mögliche Wiederinbetriebnahme der Exporte über die Kirkuk-Ceyhan-Pipeline, die seit letztem Jahr stillgelegt ist. Vertreter des irakischen und kurdischen Ölministeriums sowie internationale Konzerne trafen sich in Bagdad, um die Bedingungen zu besprechen. Es scheint, dass eine Einigung nahe ist, was das Ölangebot um bis zu 450.000 Barrel pro Tag erhöhen könnte.
Die OPEC+ hat den bärischen Effekt ihrer Ankündigung größtenteils abgefangen. Die Botschaft ist klar: Fallen die Preise weiter, bleiben die Kürzungen bestehen. Entscheidend wird sein, ob die Nachfrage wie erwartet ansteigt.

Heute Morgen schätzen wir die Marktlage neutral ein und warten auf neue Impulse durch die Monatsberichte von EIA, OPEC und IEA. Der Euro gab nach der Ankündigung zu Neuwahlen in Frankreich stark nach, und die Ölbörsen haben sich erholt.

Die Heizölpreise hierzulande  werden auch aufgrund von Währungsverlusten folglich mit Aufschlägen in die neue Handelswoche gehen. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht einen Anstieg von etwa einem Cent pro Liter erwarten.

07.06.2024, 09:42 Uhr
Die Ölpreise setzen auch zum Ende der Handelswoche ihren Aufwärtstrend fort. Infolgedessen steigen heute leider auch die Heizöl-Notierungen erneut. Mehr
Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 79,97 US-Dollar pro Barrel, während eine Tonne Gasöl zur Lieferung im Juni 724,00 Dollar kostet. Der Euro hat sich im Vergleich zum US-Dollar wenig verändert und wird heute Morgen zu Kursen von 1,0889 US-Dollar gehandelt.

Am gestrigen Donnerstag war der fundamentale Hintergrund für die Ölfutures neutral. Trotz des gemeldeten Anstiegs der US-Ölvorräte durch das DOE und bärisch eingestufter OPEC+-Beschlüsse wurden diese negativen Faktoren durch Hoffnungen auf eine Fed-Zinssenkung im September, die Aussicht auf beschleunigte Rückkäufe für die strategischen US-Rohölreserven und Produktionsausfälle in der Nordsee ausgeglichen.

Die Ölfutures knüpften am Donnerstagmorgen an die Erholung vom Vortag an. Trotz schwacher US-Konjunkturdaten erreichten Brent und WTI vorläufige Tageshochs. Am Nachmittag legten die Ölfutures erneut zu, beeinflusst durch Aussagen des saudischen Energieministers und des russischen Vize-Premiers zur Flexibilität der OPEC+-Kürzungen und die Zinssenkung der EZB. Dieser späte Preisanstieg führte zu einem Aufwärtspotenzial bei den Inlandspreisen.

Die Zinssenkung der EZB um 25 Basispunkte überraschte nicht, erhöhte jedoch die Wahrscheinlichkeit auf eine baldige Fed-Zinssenkung, was die Märkte stützt. Ein früherer Zinssenkungszyklus könnte die US-Konjunktur und damit die Ölnachfrage kurzfristig stützen, birgt jedoch das Risiko einer wieder anziehenden Inflation.

Die US-Ölnachfrage blieb schwach, wie die wöchentlichen DOE-Daten zeigten. Obwohl sie um 1,1 Mio. Barrel pro Tag anstieg, sank die Nachfrage nach Benzin und Destillaten in der ersten Woche der Fahrsaison, und die Ölbestände erreichten den höchsten Stand seit Oktober.

Marktteilnehmer bleiben skeptisch bezüglich der Nachfrage in China, obwohl bessere Konjunkturindikatoren diese Woche für leichten Optimismus sorgten. Auch die Nachfrage in Indien wird genau beobachtet, da das Land China als wichtigsten Nachfrage-Treiber ablösen könnte. Die jüngsten indischen Nachfragedaten zeigten jedoch im Mai einen Rückgang.

Heute Morgen sind die Hoffnungen auf eine frühere Zinssenkung der Fed stark, was den Ölfutures Aufwind verleiht.

Die Heizölpreise hierzulande werden aller Voraussicht nach leider mit weiteren Aufschlägen in den letzten Handelstag der Woche starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von rund einem Cent pro Liter erwarten. Insgesamt bleibt das Preisniveau aber weiterhin attraktiv. Gerade sicherheitsorientierte Verbraucher können dies zur vorzeitigen Einlagerung nutzen.