Marktindizes* im Vergleich zum Vortag
Rohölpreis (Brent):
73,21 $ +1,48 %
Dollarkurs
0,8965 € +0,04 %
Gasölpreis
658,00 $ +1,04 %
* Stand: 20.05.2019, 06:57 Uhr
17.05.2019, 09:03 Uhr
Die Ölpreise haben auch gestern wieder zugelegt und setzten den Aufwärtstrend der letzten Tage fort. Gleichzeitig hat der Euro an Wert verloren, sodass die Heizöl-Notierungen auf den höchsten Stand seit Anfang Dezember letzten Jahres geklettert sind. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben auch gestern wieder zugelegt und setzten den Aufwärtstrend der letzten Tage fort. Gleichzeitig hat der Euro im Vergleich zum US-Dollar an Wert verloren, sodass die Heizöl-Notierungen hierzulande auf den höchsten Stand seit Anfang Dezember letzten Jahres geklettert sind.

Aktuell stehen die Juli-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 72,50 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 62,80 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum US-Dollar deutlich unter die 1,12-Dollar-Marke zurück und wird derzeit nur noch zu Kursen um 1,1175 US-Dollar gehandelt.

Nachdem die Ölbestandsdaten des Department of Energy (DOE) nicht ganz so preisdrückend ausgefallen sind, wie die API-Zahlen vom Vortag, die Angst vor einem Krieg am Persischen Golf gleichzeitig aber weiter zugenommen hat, starteten die Rohölpreise auch gestern wieder mit fester Tendenz in den europäisch geprägten Handel. Am Nachmittag nahmen die Futures dann richtig Fahrt auf, als gleich mehrere technische Widerstände durchbrochen wurden. Erst gegen Handelsschluss gab es wieder erste Gewinnmitnahmen und auch heute Morgen geben die Kurse weiter leicht nach.
Aus rein fundamentaler Sicht gab es gestern gemischte Nachrichten. Während der saudische Ölkonzern Saudi Aramco die durch einen Drohnenangriff beschädigte Pipeline wieder in Betrieb nehmen konnte, gibt es offenbar immer noch größere Probleme mit der Qualität bei russischen Ölexporten nach Europa. Ein Öltanker hatte gestern am Ust-Luga Hafen nähe Sankt Petersburg wohl erneut verunreinigtes Öl geladen und heute Morgen gibt es Berichte, wonach die ostdeutsche Raffinerie Leuna, die von der französischen Ölgesellschaft Total betrieben wird, aufgrund von Lieferproblemen über die Druzhba Pipeline Force Majeure ausgerufen haben soll.
Dies dürfte aber ebensowenig einen nachhaltigen Einfluss auf die Entwicklung der Ölpreise haben, wie die gestern veröffentlichten Konjunkturdaten aus den USA, die durchweg positiv ausgefallen sind.
Die Richtung wird sicherlich auch in den nächsten Tagen und Wochen von der Entwicklung der Lage im Nahen Osten und vom Ausgang des Handelskonfliktes zwischen China und den USA vorgegeben werden. Außerdem ist der Bürgerkrieg in Libyen weiter im Auge zu behalten. Derzeit liegt die Ölförderung des Landes bei 1,2 Millionen Barrel pro Tag, die aber aufgrund von Kampfhandlungen jederzeit reduziert werden oder sogar ganz weg brechen könnte.
Die Versorgungslage am Ölmarkt bleibt also weiterhin angespannt und lässt kaum Potenzial für deutlich fallende Notierungen.
 
Am Devisenmarkt konnte der US-Dollar bereits vor Bekanntgabe neuer Konjunkturdaten im Vergleich zum Euro anziehen und nahm dann am Nachmittag weiter Fahrt auf. Kein Wunder, denn die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung ist in dieser Woche von 228.000 auf 212.000 zurückgegangen, während die Wohnbaubeginne und - genehmigungen per April gestiegen sind. Zudem übertraf der Philadelphia Fed Herstellungsindex per Mai mit 16,6 Punkten die Erwartung von 10 Zählern deutlich.

Erneut also keine guten Vorgaben für den deutschen Inlandsmarkt, wo die Heizölpreise auch heute wieder mit Aufschlägen starten, nachdem bereits gestern ein neues Jahreshoch erreicht wurde. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von einem halben bis einem ganzen Cent pro Liter erwarten. Allerdings ist die Volatilität an den internationalen Ölmärkten weiterhin sehr hoch, sodass es auch kurzfristig zu größeren Kursausschlägen in die eine oder andere Richtung kommen kann.
16.05.2019, 08:40 Uhr
Die Ölpreise haben gestern nach Bekanntgabe der DOE-Ölbestandsdaten wieder angezogen, obwohl auch hier ein Anstieg der Vorräte vermeldet wurde. In Folge werden leider auch die Heizöl-Notierungen mit deutlichen Aufschlägen in den heutigen Tag starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern nach Bekanntgabe der wöchentlichen US-Ölbestandsdaten durch das Department of Energy (DOE) wieder angezogen, obwohl auch hier, wie schon tags zuvor bei den API-Zahlen, ein Anstieg der Vorräte vermeldet wurde. In Folge werden leider auch die Heizöl-Notierungen mit deutlichen Aufschlägen in den heutigen Handelstag starten.

Aktuell stehen die Juli-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 72,15 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 62,40 Dollar. Der Euro zeigt sich im Vergleich zum US-Dollar weiter stabil und wird auch heute Morgen zu Kursen um 1,1210 US-Dollar gehandelt.

Mit den eindeutig bearish ausgefallenen Ölbestandsdaten des American Petroleum Institute (API) vom Vorabend und schwachen Konjunkturdaten aus China, starteten die Rohölpreise gestern mit leicht schwächerer Tendenz in den europäisch geprägten Handel.
Die nach wie vor äußerst angespannte Lage im Nahen Osten ließ aber keinen Spielraum für größere Abschläge, zumal im Laufe des Tages ja noch die etwas höher gewichteten DOE-Vorratsdaten auf der Agenda standen.
Zuvor veröffentlichte aber die Internationale Energieagentur (IEA) noch ihren Monatsreport aus dem hervorging, dass die Ölbestände in den OECD-Ländern im März deutlich um 25,8 Millionen Barrel zurückgegangen sind. Insgesamt hat sich die Versorgungslage weiter verschlechtert.
Die Angst vor einem Krieg am Persischen Golf ist derweil weiterhin sehr groß. Immer wieder gibt es verbale Sticheleien und die USA haben mittlerweile Personal aus der Botschaft des Nachbarlandes Irak abgezogen, sowie die Sicherheitswarnungen für US-Bürger in der Region verschärft. Zudem gibt es Berichte, wonach es große Uneinigkeit innerhalb der Regierung über einen möglichen Krieg mit dem Iran geben soll, was ebenfalls nicht zur Beruhigung beiträgt.
Die am Nachmittag veröffentlichten Ölbestandsdaten des Department of Energy (DOE) brachten dann zwar einen beachtlichen Aufbau von in Summe 4,4 Millionen Barrel, dieser fiel aber deutlich geringer aus als der vom API vermeldete Zuwachs.
Von diesem Zeitpunkt an ging es mit den Öl-Futures deutlich nach oben und auch heute Morgen ziehen die Ölpreise auf hohem Niveau weiter leicht an.
Die gestern veröffentlichten Konjunkturdaten fielen gemischt aus. Während das Bruttoinlandsprodukt in der EU im ersten Quartal um 1,3 Prozent statt wie erwartet 1,2 Prozent zulegen konnte, gingen in den USA die Einzelhandelsumsätze und die Industrieproduktion per April überraschend zurück.

Am Devisenmarkt wurde dies aber nur am Rande zur Kenntnis genommen und die Veränderungen im Wechselkursverhältnis zwischen dem Euro und dem US-Dollar blieben auch gestern recht gering. Für den Euro sprachen die relativ guten Konjunkturdaten, für den US-Dollar als "sicheren Hafen" die unsichere geopolitische und -wirtschaftliche Lage.

Die gestern deutlich gestiegenen internationalen Ölpreise, werden heute also leider voll auf unsere Heizöl-Notierungen durchschlagen und es muss mit empfindlichen Aufschlägen gerechnet werden. Nach aktuellen Berechnungen und ersten Preistendenzen dürften sich diese im Laufe des Tages auf rund einen Cent pro Liter aufsummieren. Kurzfristig bleibt es dabei, dass es leider kaum Spielraum für größere Preisnachlässe gibt, während das Risiko weiter steigender Heizölpreise hoch ist wie lange nicht mehr. Wer also sicher gehen will, füllt den Tank für den nächsten Winter bereits jetzt - zumindest mit einer Teilmenge!
15.05.2019, 08:07 Uhr
Die Ölpreise haben gestern im Laufe des Tages vorübergehend wieder deutlich angezogen, als von einem Drohnen-Angriff auf saudische Ölanlagen berichtet wurde. Die Heizöl-Notierungen hierzulande starten mit leichten bis moderaten Aufschlägen. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern im Laufe des Tages vorübergehend wieder deutlich angezogen, als von einem Drohnen-Angriff auf saudische Ölanlagen berichtet wurde. Bei einem etwas schwächeren Eurokurs, werden die Heizöl-Notierungen hierzulande mit leichten bis moderaten Aufschlägen in den heutigen Handelstag starten.

Aktuell stehen die Juli-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 71,05 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 61,40 Dollar. Der Euro verliert im Vergleich zum US-Dollar etwas an Wert und wird heute Morgen nur noch zu Kursen um 1,1210 US-Dollar gehandelt.

Am Ölmarkt regiert die Angst vor einem Krieg im Persischen Golf und die Händler reagieren sehr sensibel auf Meldungen aus der Region.
Gestern starteten die Rohölpreise stabil bis leicht schwächer in den europäisch geprägten Handel. Dann aber gab es die Nachrich über einen Drohnen-Angriff auf Ölanlagen in Saudi-Arabien, wofür die USA schon bald den Iran verantwortlich machte, ohne allerdings Beweise dafür vorzulegen. Der Iran wies die Vorwürfe zurück. Die US-Regierung hat derweil ihre Truppen im Irak in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt.
Zwar wollen nach aktuellen Bekundungen beide Seiten keinen Krieg, es ist aber bei der derzeit äußert angespannten Situation nicht auszuschließen, dass ein ungewolltes Ereignis oder eine Sabotage einen militärischen Konflikt mehr oder weniger ungewollt auslösen könnte.
Ansonsten gab es gestern eher bearishe, also preisdrückende Meldungen. Der ZEW-Konjunkturerwartungsindex in der EU ging per Mai von 4,5 auf minus 1,6 Punkte zurück, während die Analysten einen Wert von 5 erwartet hatten. Die Industrieproduktion per März fiel hingegen mit einem Minus von 0,6 Prozent nicht ganz so schwach aus wie prognostiziert. Heute Morgen wurden aus China Zahlen zur Industrieproduktion und Einzelhandelsumsätze per April veröffentlicht. Beide Werte lagen mit plus 5,4 bzw. 7,2 Prozent deutlich unter den Erwartungen.
Gestern Abend nach Börsenschluss vermeldete das American Petroleum Institute (AP) einen überraschend kräftigen Aufbau bei den US-Ölvorräten. Bei Rohöl gab es ein Plus von 8,6 Millionen Barrel, bei Heizöl bzw. Diesel und Benzin  legten die Bestände um 2,8 Millionen Fass zu. Die Analysten hatten im Vorfeld mit einem Rückgang von gut zwei Millionen Barrel gerechnet.
Dies sorgt dafür, dass die Ölpreise heute weitgehend stabil in den Handel gehen. Es ist aber auch heute wieder mit einer stark erhöhten Volatilität zu rechen.
 
Am Devisenmarkt konnte sich der Euro am Vormittag, trotz der eher schwachen Konjunkturdaten aus der EU, noch recht gut halten. Erst mit der Meldung vom Drohnen-Angriff auf saudische Ölanlagen und der damit einhergehenden steigenden Kriegsangst, konnte der US-Dollar als Krisenwährung zulegen und diese Gewinne bislang auch halten.

Die Heizölpreise in Deutschland haben gestern nach einem relativ schwachen Start eine Wende vollzogen und sind den internationalen Ölpreisen nach oben gefolgt. Auch heute dürfte es ersten Preistendenzen und aktuellen Berechnungen zufolge wieder leicht nach oben gehen. Je nach Nachrichtenlage ist aber auch wieder ein plötzliche Ausbruch möglich, der die Notierungen weiter nach oben katapultieren könnte. Die Luft nach unten ist hingegen weiterhin recht dünn. Dies sehen auch viele Verbraucher so und decken sich zu Kursen ein, die relativ exakt auf Vorjahresniveau liegen. Die Nachfrage zeigt sich sehr belebt!


14.05.2019, 08:42 Uhr
Die Ölpreise haben gestern im Laufe des Tages zunächst deutlich angezogen, sind dann aber binnen kurzer Zeit wieder zurückgefallen und mit einem Minus aus dem Handel gegangen. In Folge werden die Heizöl-Notierungen hierzulande heute mit Abschlägen starten Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern im Laufe des Tages zunächst deutlich angezogen, sind dann aber binnen kurzer Zeit wieder zurückgefallen und mit einem leichten Minus aus dem Handel gegangen. In Folge werden die Heizöl-Notierungen hierzulande in vielen Regionen mit Abschlägen in den Tag starten.

Aktuell stehen die Juli-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 70,60 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 61,25 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar weiterhin recht gut behaupten und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1240 US-Dollar gehandelt.

Am Ölmarkt sind die Händler nach wie vor hin- und hergerissen. Dabei werden die Kursausschläge in den letzten Tagen immer größer, was von einer erhöhten Nervosität zeugt.
Auf der einen Seite bleibt die Versorgungslage aufgrund der Förderkürzungen und der US-Sanktionen gegenüber dem Iran und Venezuela knapp, auf der anderen Seite sieht es derzeit eher nach einer weiteren Eskalation im Handelsstreit zwischen den USA und China aus, der die Öl-Nachfrage vor allem mittelfristig stark belasten könnte.
Gestern kündigte China an, ab Juni Zölle auf Einfuhren aus den USA im Wert von 60 Milliarden US-Dollar zu erheben. Erst am Freitag waren die neue US-Zölle in Kraft getreten, die auf ein Import-Volumen von 200 Milliarden US-Dollar erhoben werden. Dies lässt nicht unbedingt darauf schließen, dass sich die beiden wirtschaftlichen Supermächte bald auf ein Handelsabkommen einigen werden.
Gestern bestimmte aber zunächst die Angst vor einer Eskalation der Lage im persischen Golf den Handel und die Notierungen zogen bis zum Nachmittag kräftig an. Wenig später setzten dann Gewinnmitnahmen ein und die Rohölpreise fielen innerhalb von zwei Stunden um über zwei Dollar pro Barrel zurück und gingen schließlich auch auf Tagestiefstand aus dem Handel.
Nur wenn der Friede in der Region bewahrt werden kann und auch die Lage in Libyen nicht weiter eskaliert, werden die Ölpreise in nächster Zeit stabil, bestenfalls sogar leicht nachgeben können. Sollte dies jedoch nicht der Fall sein, wird es wohl weiter deutlich nach oben gehen.
Neue Fundamentaldaten gab es gestern nicht. Dafür stehen aber heute eine ganze Reihe neuer Wirtschaftsindikationen auf der Agenda. Am Ölmarkt sind die Augen natürlich auf die US-Ölbestandsdaten des American Petroleum Institute (API) gerichtet, die heute Abend nach Börsenschluss vermeldet werden.
 
Am Devisenmarkt geriet der US-Dollar, nach der Ankündigung der neuen Zölle durch die chinesische Regierung, kurzzeitig unter Druck, konnte sich weniger später aber wieder erholen, sodass es im Vergleich zum Euro im Tagesvergleich keine größere Veränderung gegeben hat. Heute gibt es neue Zahlen zur EU Industrieproduktion und zur Konjunkturerwartung, die neue Impulse für unsere Gemeinschaftswährung bringen könnten.

Die Heizölpreise hierzulande haben gestern im Laufe des Tages unerwartet deutlich nach oben gedreht, als die Rohölpreise angesprungen sind. Da diese am späten Nachmittag aber wieder zurückgefallen sind, musste hier eine Korrektur erfolgen, die in manchen Regionen aber noch nicht erfolgt ist. So werden die Notierungen mancherorts mit Abschlägen in einer Größenordnung von gut einem halben Cent pro Liter in Tag starten, in anderen Gegenden werden die Veränderungen eher gering ausfallen. Insgesamt setzt sich der seit Wochen und Monaten existente Seitwärtstrend aber weiter fort.
13.05.2019, 08:24 Uhr
Die Ölpreise haben sich auch am Freitag nur wenig bewegt und sind im Großen und Ganzen auf Vortagesniveau aus dem Handel gegangen. Bei ebenfalls stabilen Wechselkursen, werden auch die Heizöl-Notierungen heute zum Wochenstart keine großen Sprünge machen. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich auch am Freitag nur wenig bewegt und sind im Großen und Ganzen auf Vortagesniveau aus dem Handel gegangen. Bei ebenfalls stabilen Wechselkursen, werden auch die Heizöl-Notierungen heute zum Wochenstart aller Voraussicht nach keine großen Sprünge machen.

Aktuell stehen die Juli-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 70,85 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 61,65 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar erneut behaupten und wird heute Morgen weiterhin zu Kursen um 1,1230 US-Dollar gehandelt.

Die Themen an den Ölbörsen haben sich nicht verändert und es gibt zu diesen kaum neue Erkenntnisse.
Während die Handelsgespräche zwischen den USA und China ohne wesentliche Fortschritte zu Ende gegangen sind und ein weiterer Fahrplan hier noch nicht bekannt ist, hat die US-Regierung die Zölle auf chinesische Warenimporte mit einem Volumen von rund 200 Milliarden US-Dollar von 10 auf 25 Prozent angehoben, was der globalen Konjunkturentwicklung sicherlich nicht sehr dienlich sein wird.
Dies ist auch der einzige Grund, warum die Rohölpreise derzeit nicht stärker nach oben tendieren und es zuletzt eher eine stabile Entwicklung gegeben hat.
Denn auf der Angebotsseite bliebt die Lage weiterhin sehr angespannt. Hier ist weiter zu hoffen, dass der Bürgerkrieg in Libyen möglichst lange keine Auswirkungen auf die Ölförderung des Landes hat, denn diese liegt aktuell bei gut einer Million Barrel pro Tag, was derzeit wohl kaum kompensiert werden könnte.
Zumindest solange nicht, wie das Abkommen zwischen der OPEC und anderen Nicht-OPEC-Ländern keinen Spielraum für eine deutliche Produktionsanhebung lässt. Am kommenden Wochenende findet ein Treffen des Joint Ministerial Monitoring Committee (JMMC), dem Kontrollgremium der am Förderabkommen beteiligten Länder statt, von dem sich die Händler mögliche Tendenzen und Hinweise auf das nächste offizielle OPEC-Treffen Ende Juni in Wien erwarten.
Neue Konjunkturdaten blieben am Freitag Mangelware. Am Abend wurde aber die Zahl der aktiven US-Bohranlagen vermeldet, die im Vergleich zur Vorwoche um 2 auf 805 Einheiten zurückgegangen ist. Mit einem Minus von über 8 Prozent seit Jahresbeginn, ist auch das ein Faktor, der bullish, also preistreibend zu werten ist, denn mit einer Verzögerung von 6 bis 9 Monaten lässt sich daraus auf die künftige Entwicklung der US-Schieferölförderung schließen.

Am Devisenmarkt geht es nach wie vor recht ruhig zu und die Ausschläge im Wechselkursverhältnis zwischen dem Euro und den US-Dollar blieben auch am Freitag und heute Morgen bislang sehr gering. Nach relativ guten Außenhandelszahlen aus Deutschland, konnte die Gemeinschaftswährung etwas zulegen, mit einem US-Verbraucherpreisindex, der per April bei plus 2 Prozent lag, der Greenback die Verluste aber wieder ausgleichen. Die Analysten hatten hier zwar mit 2,1 Prozent gerechnet, im Vormonat lag der Wert aber bei nur bei 1,9 Prozent. Je höher der Index ausfällt, desto höher ist die auch die Erwartung, dass die US-Notenbank die Zinsen weiter anheben könnte, was wiederum den US-Dollar stärkt.

Weiterhin also recht stabile Vorgaben für den deutschen Inlandsmarkt, wo die Heizölpreise heute mit leichten Verlusten in die neue Handelswoche starten sollten. Dies haben zumindest aktuelle Berechnungen ergeben. Erste Preistendenzen deuten aus morgendlicher Sicht eher auf leicht steigende Kurse hin. Insgesamt setzt sich aber der seit Wochen und Monaten existente Seitwärtstrend fort und die Notierungen stehen ziemlich genau auf dem Niveau des Vorjahres. Da die Aufwärtsrisiken nach wie vor eindeutig überwiegen, sollten sich vor allem sicherheitsorientierte Ölkäufer auf aktuellem Niveau bevorraten.
10.05.2019, 08:31 Uhr
Die Ölpreise sind auch gestern ohne große Veränderung aus dem Handel gegangen, wobei die hohe Nervosität der Börsianer zu einer gestiegenen Volatilität geführt hat. Auch die Heizöl-Notierungen werden weitgehend stabil in den heutigen Tag starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten sind auch gestern ohne große Veränderung aus dem Handel gegangen, wobei die erhöhte Nervosität der Börsianer zu einer deutlich gestiegenen Volatilität geführt hat. Die Heizöl-Notierungen hierzulande werden heute in Folge ebenfalls realtiv stabil in den letzten Handelstag der Woche starten.

Aktuell stehen die Juli-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 70,60 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 61,90 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar etwas zulegen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1230 US-Dollar gehandelt.

Die Nervosität an den weltweiten Finanzmärkten nimmt weiter zu, was zum einen am drohenden Scheitern der Verhandlungen zwischen den USA und China, zum anderen sicherlich auch an der Angst vor einem Krieg im Nahen Osten liegt.
Derzeit gleichen sich beide Faktoren in etwa aus, sodass die Rohölpreise gestern in etwa auf Vortagesniveau aus dem Handel gegangen sind. Dabei nahm die Volatilität, also die Schwankungsbreite jedoch deutlich zu.
Ungeachtet der laufenden Verhandlungen und einem "wundervollen Brief", den US-Präsident Trump von seinem chinesischen Amtskollegen Xi erhalten haben soll, treten heute die neuen erhöhten US-Zölle auf chinesische Warenimporte mit einem Volumen von rund 200 Milliarden US-Dollar pro Jahr in Kraft. Ob es doch noch zu einer Einigung der beiden wirtschaftlichen Supermächte kommen wird, ist nach wie vor ungewiß.
Auch im Konflikt der USA mit dem Iran bleibt die Lage angespannt. Während die am Atomabkommen beteiligten europäischen Länder das Ultimatum aus Teheran zurückgewiesen haben, aber weiter kooperativ bleiben wollen, drohte der US-Außenminister Mike Pompeo gestern erneut indirekt mit einem Angriff.
Weitere preistreibende Faktoren sind der Bürgerkrieg in Libyen, die Krise in Venezuela und die zuletzt wieder gefallenen Ölbestände in den USA.
Das OPEC-Förderabkommen wird erst in rund sechs Wochen neu verhandelt werden, sodass wohl auch von dieser Seite in nächster Zeit keine spürbare Entlastung der angespannten Mengensituation kommen wird.

Am Devisenmarkt konnte der Euro gestern im Vergleich zum US-Dollar weiter etwas zulegen, was zum einen an einem schwächer als erwarteten US-Erzeugerpreisindex lag, der die Wahrscheinlichkeit weitere Zinsanhebungen reduziert, zum anderen wohl auch an der Erkenntnis vieler Börsianer, dass ein eskalierender Handelskrieg mit China auch der US-Wirtschaft großen Schaden zufügen würde.

Trotz der erhöhten Volatilität am Öl- und Devisenmarkt, gibt es auch heute wieder recht stabile Vorgaben für den deutschen Inlandsmarkt, wo die Heizölpreise heute unverändert, bestenfalls mit weiteren leichten Abschlägen in den letzten Handelstag der Woche starten werden. Diese war bislang ingesamt recht gut, denn die Notierungen sind mittlerweile wieder auf das günstigste Niveau der letzten vier Wochen zurückgefallen. Die Nachfrage zeigt sich dabei weiterhin recht belebt, was zum einen an der ungewöhnlich langanhaltenden kühlen Witterung, zum anderen aber auch an der durchaus berechtigten Angst vor einem kräftigen Anstieg der Ölpreise liegt.
09.05.2019, 08:43 Uhr
Die Ölpreise sind gestern weitgehend stabil aus dem Handel gegangen, obwohl das Department of Energy (DOE) einen deutlichen Abbau der US-Ölbestände vermeldet hatte. In Folge werden heute die Heizöl-Notierungen ebenfalls kaum verändert starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten sind gestern weitgehend stabil aus dem Handel gegangen, obwohl das Department of Energy (DOE) einen deutlichen Abbau der US-Ölbestände vermeldet hatte. In Folge werden die Heizöl-Notierungen hierzulande aller Voraussicht nach ebenfalls kaum verändert in den heutigen Tag starten.

Aktuell stehen die Juli-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 69,90 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 61,70 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum US-Dollar leicht zurück und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1195 US-Dollar gehandelt.

Die Unsicherheit am Ölmarkt ist weiterhin sehr hoch und in Anbetracht dieser Tatsache zeigen sich die Rohölpreise in diesen Tagen erstaunlich stabil. Im Spannungsfeld zwischen den Versorgungsängsten auf der einen, und dem möglichen Scheitern des Handelsabkommens zwischen den USA und China auf der anderen Seite, gibt es derzeit wohl eine Art Patt-Situation.
Generell ist die Grundstimmung der Börsianer aber nach wie vor bullish einzuschätzen. Vor allem der Konflikt der USA mit dem Iran könnte sich weiter zuspitzen und womöglich einen neuen Golf-Krieg auslösen. In Reaktion auf die verschärften Sanktionen hat Teheran gestern einen Teilausstieg aus dem Atomabkommen angekündigt und den verbliebenen Vertragspartnern Frankreich, Großbritannien, Deutschland, China und Russland ein Ultimatum gesetzt. Sollte innerhalb der nächsten 60 Tage keine Wege gefunden werden, die Wirtschaftsbeziehungen wieder aufzunehmen, wird der Iran die Uran-Anreicherung fortsetzen bzw. ausweiten. Die US-Regierung konterte dies, indem künftig unter anderem auch die zweitgrößte Einnahmequelle des Iran, der Bergbau- und Stahlsektor sanktioniert werden soll.
Versöhnlichere Töne waren hingegen zum Thema Handelsabkommen zwischen den USA und China zu vernehmen. Sarah Sanders, die Sprecherin des Weißen Hauses hatte gestern verlauten lassen, dass es Anzeichen aus Peking gäbe, dass die dortige Regierung den Deal abschließen wolle. Sollte es tatsächlich dazu kommen, wird dies sicherlich ebenfalls ein preistreibender Faktor sein.
Etwas Druck auf die Ölpreise kam in in letzten Wochen von den US-Ölbeständen, die kontinuierlich angestiegen waren. Gestern vermeldete das Department of Energy (DOE) aber einen Abbau von in Summe knapp fünf Millionen Barrel. Noch dazu eine deutlich gestiegene Benzin-Nachfrage, sowie einen Rückgang der Ölproduktion um 0,1 auf 12,2 Millionen Barrel pro Tag.
In erster Reaktion zogen die Rohölpreise zwar folgerichtig an, als dann aber technische Widerstände nicht durchbrochen werden konnten, gingen die Futures im Großen und Ganzen unverändert aus dem Handel.

Sehr stabil zeigt sich nach wie vor auch der Devisenmarkt, wo der Euro im Vergleich zum US-Dollar seit Wochen um die 1,12-Dollar-Marke pendelt. Neue Impulse erhoffen sich die Händler heute von neuen Konjunkturdaten aus den USA und natürlich vom weiteren Verlauf der Verhandlungen zwischen Washington und Peking.

Sehr stabile Vorgaben also für den deutschen Inlandsmarkt, wo die Heizölpreise heute aktuellen Berechnungen zufolge ohne größere Veränderungen in den Handel starten werden. Erste Preistendenzen deuten allerdings auf einen leichten Rückgang hin. Trotz der Abschläge der letzten Tage bleibt das Abwärtspotenzial auch in nächster Zeit wohl weiterhin sehr gering. Auf der anderen Seite besteht ein erhebliches Risiko, dass die Kurse bei einer Eskalation der Lage im Nahen Osten explodieren könnten.
08.05.2019, 08:36 Uhr
Die Ölpreise haben gestern im Laufe des Tages erneut einen überraschenden Richtungswechsel vollzogen und sind mit Verlusten aus dem Handel gegangen. Die Heizöl-Notierungen hierzulande haben sich dieser Entwicklung erfreulicherweise anpassen können. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern im Laufe des Tages erneut einen überraschenden Richtungswechsel vollzogen und sind mit Verlusten aus dem Handel gegangen. Die Heizöl-Notierungen hierzulande haben sich dieser Entwicklung erfreulicherweise anpassen können und starten auch heute Morgen etwas schwächer in den Tag.

Aktuell stehen die Juli-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 70,20 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 61,80 Dollar. Der Euro zeigt sich im Vergleich zum US-Dollar weiterhin recht stabil und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1205 US-Dollar gehandelt.

Die Börsianer sind derzeit hin- und hergerissen. Auf der einen Seite droht das Handelsabkommen zwischen China und den USA mit der Erhebung neuer US-Zölle zum kommenden Freitag zu scheitern und der Konflikt somit völlig unerwartet weiter zu eskalieren, auf der anderen Seite bleibt die Versorgungslage am Ölmarkt weiterhin angespannt wie lange nicht.
Dies bestätigt auch der neueste EIA-Monatsreport, in dem der globale Ölverbrauch für dieses Jahr im Vergleich zur letzten Schätzung zwar leicht zurückgenommen wurde, gleichzeitig aber auch das Ölangebot, und zwar deutlich um 410.000 Barrel pro Tag! In Jahresdurchschnitt wird sogar mit einer Unterversorgung gerechnet und entsprechend wurden auch die Preisprognosen für dieses und nächstes Quartal deutlich nach oben korrigiert.
Eher neutral werten die Trader die gestern nach Börsenschluss vermeldeten US-Ölbestandsdaten des American Petroleum Institute (API). Während bei Rohöl ein deutlicher Aufbau von 2,8 Millionen Barrel zu Buche steht, gingen die Benzinvorräte im gleichen Maße zurück. In Summe fiel der Rückgang aber nicht ganz so hoch aus, wie dies die Analysten im Vorfeld erwartet hatten.
Preisdrückend sind aber eindeutig die neuen Zölle auf US-Importe aus China zu werten. Der US-Handelsbeauftragte Robert Lightheizer bestätigte nochmals, dass diese am Freitag in Kraft treten werden und wirft China Wortbruch bei den laufenden Verhandlungen vor, die aber trotzdem zum Ende dieser Woche fortgesetzt weren sollen. Zunächst wurde die Ankündigung der neuen Zölle von US-Präsident Trump vielfach noch als Verhandlungsstrategie gesehen.
Der Handelskonflikt wirkt sich bereits jetzt auf die chinesischen Exporte aus, die im April überraschend um 2,7 Prozent zurückgegangen sind. Die Importe sind hingegen um 4 Prozent angestiegen.

Relativ gute Zahlen kommen heute Morgen von der deutschen Industrie, wo die Produktion per März um 0,5 Prozent gestiegen ist, während die Erwartung bei einem leichten Minus lag. Dies könnte den Euro weiter stützten, der sich gestern im Vergleich zum US-Dollar nur knapp behaupten, heute Morgen im asiatisch geprägten Handel aber wieder etwas zulegen konnte. Neue Impulse erhoffen sich die Händler vom heutigen Treffen des EZB-Rates in Frankfurt.

Die Heizölpreise in Deutschland werden heute aller Voraussicht nach den fünften Tag in Folge mit einem Minus in den Tag starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht Abschläge in einer Größenordnung von knapp einem halben Cent pro Liter erwarten. Derzeit stehen die Notierungen in etwa auf dem Niveau des Vorjahres und in der langfristigen Betrachtung durchaus auf einem akzeptablen Niveau, dass vor allem sicherheitsorientierte Verbraucher zur Bevorratung nutzen sollten. In diesen Tagen treffen aber auch sehr viele Eilbestellungen ein, da die kühle Witterung die Heizperiode in diesem Jahr ungewöhnlich lange hinauszögert.
07.05.2019, 08:18 Uhr
Die Ölpreise haben gestern im Laufe des Tages bereits wieder eine Trendwende vollzogen und sind mit deutlichen Aufschlägen aus dem Handel gegangen. In Folge werden heute leider auch die Heizöl-Notierungen wieder höher in den Tag starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern im Laufe des Tages bereits wieder eine Trendwende vollzogen und sind mit kräftigen Aufschlägen aus dem Handel gegangen. In Folge werden heute leider auch die Heizöl-Notierungen deutlich fester in den Tag starten und einen Großteil der Vortagesverluste wieder ausgleichen.

Aktuell stehen die Juli-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 71,15 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 62,40 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum US-Dollar weiter leicht zulegen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1210 US-Dollar gehandelt.

Nachdem US-Präsident Donald Trump am Wochenende überraschend für diesen Freitag neue Strafzölle auf chinesische Importe angekündigt hatte, starteten die Rohölpreise gestern mit deutlichen Verlusten in die neue Handelswoche. Die Marktteilnehmer befürchteten ein Scheitern des seit Wochen verhandelten Handelsabkommen zwischen den beiden größten Wirtschaftsmächten der Welt. Gestern im Laufe des Tages hieß es aber, dass China vorerst die Gespräche nicht abbrechen werde und wie geplant am Donnerstag eine Delegation nach Washington schicken und die Verhandlungen fortführen möchte.
Somit traten am Ölmarkt wieder die Versorgungsängste in den Mittelpunkt des Geschehens, die durch die Verlegung des US-Flugzeugträgers "Abraham Lincoln" vom Mittelmeer in den Persischen Golf sicherlich nicht geringer geworden sind.
Nach dem die USA die Sanktionen gegen den Iran verschärft hat, sind die Spannungen zwischen den beiden Ländern noch größer geworden und Teheran hat zum wiederholten Male mit der Blockade der Meerenge von Hormuz gedroht, über die ein Großteil der Ölexporte aus dem Nahen Osten verschifft werden.
Dies alles geschieht in einer Phase, wo der Markt aufgrund des Förderabkommens der OPEC, der Regierungskrise in Venezuela und des Bürgerkrieges in Libyen ohnehin schon sehr schlecht versorgt ist und die globalen Bestände zurückgehen.
Kein Wunder, dass die Mehrzahl der Analysten mittlerweile damit rechnet, dass die Ölpreise in den kommenden Wochen auf 75 bis 85 US-Dollar pro Barrel ansteigen werden.

Am Devisenmarkt konnte der Euro im Vergleich zum US-Dollar weitere leichte Gewinne erzielen und dabei von relativ guten Konjunkturdaten aus der EU profitieren. Hier konnte der Einkaufsmanagerindex aus dem Dienstleistungssektor per April die Erwartung von 52,5 Punkten mit 52,8 Zählern übertreffen und auch die Einzelhandelsumsätze stiegen im März mit 1,9 Prozent etwas stärker an als erwartet.

Trotz der leichten Währungsgewinne, werden die Heizölpreise hierzulande aufgrund der deutlich gestiegenen Öl-Futures heute leider mit Aufschlägen in den Handel starten. Erste Preistendenzen und aktuelle Berechnungen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von 0,4 bis 0,7 Cent pro Liter erwarten. Wie erwartet, hat die Nachfrage aufgrund der ungewöhnlich langanhaltenden kühlen Witterung und des Rückganges der Preise deutlich angezogen. Gestern gab es das höchste Bestellaufkommen seit Anfang Februar!
06.05.2019, 08:49 Uhr
Die Ölpreise sind heute Morgen deutlich schwächer in den asiatisch geprägten Handel gestartet. Bei weitgehend unveränderten Wechselkursen werden in Folge auch die Heizöl-Notierungen mit schönen Abschlägen die neue Handelswoche gehen. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten sind heute Morgen deutlich schwächer in den asiatisch geprägten Handel gestartet. Bei weitgehend unveränderten Wechselkursen werden in Folge auch die Heizöl-Notierungen hierzulande erfreulicherweise mit schönen Abschlägen die neue Handelswoche gehen.

Aktuell stehen die Juli-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 69,30 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 60,50 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum US-Dollar wieder etwas an Wert gewinnen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1190 US-Dollar gehandelt.

Auslöser für den schwachen Start der Rohölpreise in den heutigen Handel waren Medienberichte, wonach das Handelsabkommen zwischen den USA und China auf der Kippe stehen soll.
Grund ist ein überraschender Tweet von US-Präsident Trump, in dem er angedroht hat, bereits zum kommenden Freitag die Zollsätze auf chinesische Importe mit einem Volumen von 200 Milliarden US-Dollar, von derzeit zehn auf 25 Prozent anzuheben. Trump zeigte sich unzufrieden mit dem Fortschritt der Verhandlungen und kritisierte, dass China nachverhandeln wolle.
Nun denkt man in Peking offenbar über einen Abbruch der Handelsgespräche nach, die eigentlich schon sehr weit fortgeschritten waren. Ein Abkommen schien nur noch eine Frage der Zeit zu sein.
Sollte der Deal nun tatsächlich platzen, würde dies sicherlich erhebliche Auswirkungen auf die globale Konjunkturentwicklung und natürlich in Folge auch auf die weltweite Ölnachfrage haben. Entsprechend starten die Ölpreise heute morgen mit deutlichen Abschlägen in den asiatisch geprägten Handel.
Meldungen, wonach die USA einen Flugzeugträger und eine Bomberstaffel in den Mittleren Osten verlegt, wirken sich bislang nicht auf den Handel aus. Begründet wird dieser Schritt von Sicherheitsberater Bolton mit "einer Reihe beunruhigender und eskalierender Anhaltspunkte und Warnzeichen".
Am Freitag gab es hingegen einen recht ruhigen Handel mit nur geringen Kursausschlägen. Gute Zahlen kamen am Nachmittag vom US-Arbeitsmarkt, wo die Zahl der neu geschaffenen Stellen außerhalb der Landwirtschaft per April um 263.000 angestiegen ist. Erwartet wurden lediglich 181.000 neue Jobs.

Am Devisenmarkt konnte der US-Dollar von diesen Zahlen aber nur kurzzeitig profitieren. Im weiteren Handelsverlauf konnte der Euro im Vergleich zum "Greenback" sogar leichte Gewinne erzielen, nachdem der ISM-Einkaufsmanagerindex aus dem Dienstleistungssektor per April mit 55,5 Punkten deutlich unter der Erwartung von 57,2 Punkten veröffentlicht wurde.

Gute Vorgaben also für den deutschen Inlandsmarkt, wo die Heizölpreise heute mit deutlichen Abschlägen in die neue Handelswoche starten werden. Erste Preistendenzen und aktuelle Berechnungen lassen aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von einem halben bis knapp einem Cent pro Liter erwarten. Aufgrund der ungewöhnlich langanhaltenden Kältephase, dauert die Heizperiode in diesem Jahr deutlich länger als üblich, sodass nicht wenige Verbraucher leer laufen und Eillieferungen ordern. Ein prüfender Blick in die Tanks ist also äußerst ratsam!
03.05.2019, 08:39 Uhr
Die Ölpreise haben auch gestern, noch unter dem Eindruck der deutlich gestiegenen US-Ölbestände, weitere Verluste hinnehmen müssen. Da aber gleichzeitig der Euro ebenfalls nachgegeben hat, werden die Heizöl-Notierungen heute weitgehend stabil starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben auch gestern, noch unter dem Eindruck der deutlich gestiegenen US-Ölbestände, weitere Verluste hinnehmen müssen. Da aber gleichzeitig der Euro im Vergleich zum US-Dollar ebenfalls nachgegeben hat, werden die Heizöl-Notierungen heute weitgehend stabil in den letzten Handelstag der Woche starten.

Aktuell stehen die Juli-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 70,40 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 61,65 Dollar. Der Euro fäll im Vergleich zum US-Dollar weiter zurück und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1170 US-Dollar gehandelt.

Die in dieser Woche erneut deutlich angestiegenen US-Ölbestände sorgen dafür, dass sich die Rohölpreise auf ihrer Reise nach oben derzeit zumindest eine Pause gönnen. Ob diese schon zu Ende ist, darf jedoch bezweifelt werden, denn die Versorgungslage am Ölmarkt bleibt weiterhin angespannt.
Allerdings nicht in den USA, wo die Schieferölindustrie weiter auf Hochtouren läuft und nach neuesten Zahlen wohl ein weiterer Produktionsrekord zu erwarten ist. Die Ölbestände sind hier mittlerweile auf den höchsten Stand seit September 2017 geklettert.
Probleme könnte es eher in Europa und in Asien geben, denn die Abnehmer der noch verbliebenen Iran-Exporte kommen ausschließlich aus diesen Regionen und müssen sich nun nach einem neuen Lieferanten umsehen. Dieser könnte zweifelsohne Saudi-Arabien sein, denn das Königreich fördert seit Wochen und Monaten weit unterhalb der Kapazitäten und auch unterhalb der im Förderabkommen vereinbarten Mengen. Es ist anzunehmen, dass hier in den nächsten Wochen und Monaten ein entsprechender Ausgleich erfolgen wird.
Was aber passiert, wenn künftig auch die Mengen aus Libyen weg brechen? Hier haben die Kampfhandlungen mittlerweile auch die Ölanlagen erreicht und es dürfte nur noch eine Frage der Zeit sein, bis es zu Beeinträchtigungen der Ölexporte kommen wird. Derzeit werden vor allem über die zwei bedeutendsten Häfen Es-Sider und Ras Lanuf der größte Teil in Richtung Europa und hier vor allem nach Italien verschifft.
Dies würde zu einer neuen Situation und sicherlich auch zu weiter steigenden Ölpreisen führen. Derzeit begrenzt die Lage in Libyen zumindest das Potenzial nach unten.
Die gestern veröffentlichten Konjunkturdaten fielen wieder einmal gemischt aus. Während der EU-Einkaufsmanagerindex aus dem verarbeitenden Gewerbe per April die Erwartung von 47,8 Punkten mit 47,9 Zählern leicht übertreffen konnte, lagen die US-Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung in dieser Woche mit 230.000 deutlich über der Prognose von 199.000.

Trotzdem konnte der US-Dollar im Vergleich zum Euro im gestrigen Handel wieder hinzugewinnen, was von Marktexperten mit technischen Faktoren begründet wurde. Sicherlich wirkten hier aber auch noch die Kommentare von US-Notenbankchef Jerome Powell nach, der sich am Mittwochabend positiv zur Entwicklung der US-Konjunktur geäußert hatte.
 
Aufgrund der Währungsverluste und der relativ festen Gasölpreise, werden die Heizöl-Notierungen hierzulande heute weitgehend stabil in den Tag starten, obwohl in diesen Tagen die Produktion in der Bayernoil- Raffinerie in Vohburg, nach dem verheerenden Brand Anfang September letzten Jahres, endlich wieder aufgenommen werden kann. Aktuelle Berechnungen lassen aus morgendlicher Sicht ein Mini-Minus in einer Größenordnung von 0,1 bis 0,3 Cent pro Liter erwarten, erste Preistendenzen deuten hingegen eher auf ein leichtes Plus hin. Wer auf der sicheren Seite stehen will, bestellt lieber früher als später!