Marktindizes* im Vergleich zum Vortag
Rohölpreis (Brent):
67,09 $ +0,58 %
Dollarkurs
0,8758 € -0,83 %
Gasölpreis
635,25 $ +0,04 %
* Stand: 18.11.2018, 17:44 Uhr
16.11.2018, 08:28 Uhr
Die Ölpreise befinden sich heute Morgen auf dem Weg nach oben, obwohl das Department of Energy (DOE) gestern einen deutlichen Aufbau der US-Ölbestände vermeldet hatte. Die Heizöl-Notierungen hierzulande starten heute Morgen aber weitgehend stabil. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten befinden sich heute Morgen auf dem Weg nach oben, obwohl auch das Department of Energy (DOE) gestern am späten Nachmittag einen deutlichen Aufbau der US-Ölbestände vermeldet hatte. Die Heizöl-Notierungen hierzulande starten heute Morgen aber weitgehend stabil in den letzten Handelstag der Woche.

Aktuell stehen die Januar-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 67,30 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 57 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar gut behaupten und wird derzeit zu Kursen um 1,1345 US-Dollar gehandelt.

Die Rohölpreise befinden sich weiter auf Konsolidierungskurs. Nach dem Abverkauf zum Wochenstart, haben sich die Futures nun scheinbar wieder etwas gefangen und suchen nun einen neue Richtung.
Trotz der eindeutig bearish zu wertenden Bestandszahlen des American Petroleum Institute (API), zogen die Futures gestern zunächst vom Start weg an und konnten bis zum Abend hin um rund 1,5 Dollar pro Barrel zulegen.
Die am späten Nachmittag veröffentlichten DOE-Ölbestandsdaten brachten einen Aufbau von 10,3 Millionen Barrel bei den Rohölvorräten, aber auch einen Rückgang von fünf Millionen Fass bei Heizöl bzw. Diesel und Benzin. Zudem stieg die Nachfrage deutlich an.
Ingesamt fiel die Reaktion uneinheitlich aus, denn die Börsianer hatten nach den API-Zahlen vom Vortag wohl schon mit einem ähnlichen Ergebnis gerechnet. Dennoch gaben die Notierungen bis Handelsschluss wieder etwas nach.
Heute Morgen zeigt sich der gesamt Ölkomplex sehr fest, was wohl mit der ingesamt recht hohen Volatilität zu erklären ist. Entsprechende Meldungen gibt es dazu zumindest nicht.
Insgesamt bleibt das Marktumfeld aber wohl leicht bearish gestimmt, zumal Russland einer Kürzung der Ölförderung nicht unbedingt positiv gegenüber steht. Energieminister Alexander Nowak zeigt sich zufrieden mit dem aktuellen Preisniveau und sieht keinen Sinn, die Abwärtsbewegung aufzuhalten.
Gut läuft es derzeit bei den beiden großen afrikanischen Ölförderländern. Während Nigeria die Produktion im nächsten Jahr von derzeit 1,6 auf 1,8 Millionen Barrel pro Tag anheben will, meldet Libyen einen Fördermenge von derzeit 1,28 Mio. Barrel pro Tag. Im Juni, als die Produktion noch durch Rebellenangriffe massiv beeinträchtigt war, lag der Ausstoß bei nicht einmal der Hälfte.
Es läuft also auf der Angebotsseite derzeit alles rund und solang dies der Fall ist und sich die OPEC nicht auf eine Mengenreduzierung verständigen kann, werden die Ölpreise nun wenig Spielraum nach oben haben.

Dies gilt allerdings auch für den Euro am Devisenmarkt, auch wenn sich die Gemeinschaftswährung im Vergleich zum US-Dollar gestern weiter stabilisieren und sogar leicht zulegen konnte. In Großbritannien sind gleich sechs Minister aus Protest gegen den Brexit-Vertrag zurückgetreten und bringen so Premierministerin May stark in Bedrängnis. Außerdem ist nach wie vor ungewiß, wie sich der Haushaltsstreit zwischen der EU und Italien weiterentwickeln wird.
 
Am heimischen Heizöl-Markt geht eine gute Woche zu Ende und die Heizöl-Notierungen sind erfreulicherweise auf den niedrigsten Stand seit vier Wochen gefallen. Auch heute sollte es nach aktuellen Berechnungen und ersten Preistendenzen wieder leichte Abschläge geben. Auch wenn man, vor allem im Süden, Westen und in großen Teilen Ostdeutschlands, angesichts der sehr hohen Frachtkosten mit dem Preisniveau noch nicht zufrieden sein kann, zeigen die Kurspfeile der letzten Tage doch in die richtige Richtung. Da sich die Versorgungslage aber leider nicht verbessert und die Nachfrage in den letzten Tagen wieder deutlich angezogen hat, kann aber keine Entwarnung gegeben werden. Die Lieferzeiten bleiben außerordentlich lang und es dringend anzuraten, vorausschauend zu planen und rechtzeitig zu bestellen. Die Liefertermine vor Weihnachten werden immer knapper und die Temperaturen gehen derweil in den Keller!
15.11.2018, 08:50 Uhr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich nach den massiven Abschlägen zu Wochenbeginn gestern fangen können und sind mit Aufschlägen aus dem Handel gegangen. Die Heizöl-Notierungen starten mit leichten Aufschlägen in den Tag. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich, nach den massiven Abschlägen zu Wochenbeginn, gestern fangen können und sind mit einem Plus aus dem Handel gegangen. Bei insgesamt relativ konstanten Wechselkursen werden daher in Folge auch die Heizöl-Notierungen mit leichten bis moderaten Aufschlägen in den heutigen Tag starten.

Aktuell stehen die Januar-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 66,30 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 56,20 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar weiter leicht erholen und wird derzeit zu Kursen um 1,1335 US-Dollar gehandelt.

Nachdem am Ölmarkt am Dienstag, nach Bekanntgabe der OPEC-Monatsreports, ein regelrechter Ausverkauf zu beobachten war und die Rohölpreise binnen weniger Stunden um rund fünf Prozent eingebrochen sind, starteten die Futures gestern etwas fester in den europäisch geprägten Handel.
Verantwortlich hierfür waren wohl überwiegend technische Faktoren, denn nach dem extrem starken Rückgang innerhalb von nur zwei Tagen, war der Markt stark überverkauft und eine Gegenbewegung überfällig.
Außerdem wurde der aktuellen Marktlage mit dem deutlichen Rückgang seit Anfang Oktober bereits ausreichend Rechnung getragen und der Monatsreport der Internationalen Energieagentur (IEA), der gestern Vormittag zur Veröffentlichung anstand, konnte keine neue preisdrückenden Impulse mehr liefern. Wie erwartet geht man auch in Paris davon aus, dass die Ölproduktion im nächsten Jahr stärker als bisher erwartet zunehmen wird und somit der Ölmarkt in nächster Zeit gut versorgt sein wird.
Stützend wirkten im weiteren Handelsverlauf Spekulationen, wonach OPEC und. Co. die Produktion im nächsten Jahr deutlich drosseln wollen. OPEC-Präsident Suhail Al Mazrouei bestätigt, dass das Kartell ihre Strategie ändern muss, um die globalen Ölbestände auf dem aktuellen Niveau zu stabilisieren. Derzeit wird am Ölmarkt eine Produktionskürzung von 1 bis 1,4 Millionen Barrel pro Tag diskutiert. Eine Entscheidung darüber gibt es aber wohl erst am 6. Dezember auf dem nächsten OPEC-Treffen in Wien.
Gestern Abend nach Börsenschluss wurden die Ölbestandsdaten des American Petroleum Institute (API) feiertagsbedingt mit einem Tag Verspätung bekannt gegeben. Auch diese fielen eindeutig bearish aus, was aber bislang ebenfalls keine stärken Verkäufe mehr auslöste. In Summe gab es im Vergleich zur Vorwoche einen Aufbau von 5,8 Millionen Barrel, wobei vor allem der starke Zuwachs von 8,8 Millionen Fass bei Rohöl ins Auge stach. Die Analysten hatten im Vorfeld mit einem Rückgang von gut einer Million Barrel gerechnet. Heute Nachmittag werden die etwas stärker gerichteten DOE-Zahlen veröffentlicht. Es ist aber kaum davon auszugehen, dass diese den Markt nochmals Impulse nach unten geben können.

Am Devisenmarkt kann der Euro im Vergleich zum US-Dollar heute morgen weiter etwas an Boden gutmachen und dabei vom Fortschritt beim "Brexit" profitieren. Gestern billigte das Kabinett von Theresa May den mit der EU ausgehandelten Vertrag, womit dieser die erste Hürde schon mal nehmen konnte. Entscheidend wird aber sein, ob das britische Parlament dem ebenfalls zustimmen wird, was aber nach natürlich noch offen ist. Bislang gibt es noch keinen Termin für die Abstimmung.
 
Die Heizölpreise hierzulande haben eine gute Wochenbilanz vorzuweisen, denn bislang ging es erfreulicherweise nur nach unten. Heute sieht es aus morgendlicher Sicht aber so aus, als könnte es im Laufe des Tages zu moderaten Aufschlägen kommen. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen ein Plus in einer Größenordnung von rund einem halben Cent pro Liter als realistisch erscheinen. Aufgrund der extremen Verwerfungen zu Wochenbeginn dürfte der Ölmarkt allerdings sehr schwankungsanfällig bleiben und so kann es auch wieder zu einer Überraschung in die ein oder andere Richtung kommen. Sicher ist hingegen, dass die Liefertermine vor Weihnachten immer knapper werden und wohl auch die Temperaturen in den nächsten Tagen deutlich nach unten gehen werden. Daher sollten Verbraucher den Tankvorrat gut im Auge behalten und rechtzeitig eine Teilmenge bestellen. Voll tanken sollte man erst dann, wenn die derzeit extrem hohen Logistikaufschläge auf das Normalmaß reduziert werden können. Dies wird in vielen Teilen Deutschlands aber wohl noch einige Zeit dauern, denn stärkere, länger andauernde Niederschläge sind nach wie vor nicht in Sicht!
14.11.2018, 08:30 Uhr
Die Ölpreise haben gestern weitere massive Verluste hinnehmen müssen. Da auch der Euro im Vergleich zum US-Dollar hinzugewinnen konnte, werden die Heizöl-Notierungen auch heute aller Voraussicht nach mit deutlichen Abschlägen in den Handel starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern weitere massive Verluste hinnehmen müssen, nachdem der Monatsreport der OPEC eindeutig preisdrückend ausgefallen ist. Da auch der Euro im Vergleich zum US-Dollar hinzugewinnen konnte, werden die Heizöl-Notierungen heute aller Voraussicht nach erneut mit deutlichen Abschlägen in den Handel starten.

Aktuell stehen die Januar-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 65,40 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde nur noch 55,40 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar leicht erholen und wird derzeit zu Kursen um 1,13 US-Dollar gehandelt.

Am Ölmarkt scheint es derzeit nur noch bearishe, also preisdrückende Nachrichten zu geben. Nachdem die globale Ölförderung in den letzten Wochen deutlich zugenommen hat und der Markt derzeit wieder leicht überversorgt ist, lassen nahezu alle Prognosen erwarten, dass dies im neuen Jahr zumindest vorerst so weitergehen wird.
Gestern veröffentlicht die OPEC ihren Monatsreport und in diesem wurde die Prognose zur globalen Ölnachfrage für dieses und nächstes Jahr erneut leicht nach unten korrigiert. Gleichzeitig erwartet man aber auch, dass die Produktion der Nicht-OPEC-Länder weiter zunehmen und so der Bedarf an OPEC-Öl zurückgehen wird. Die globalen Ölbestände haben per September um 5,5 Millionen Barrel zugenommen und liegen derzeit nur noch gut 25 Millionen Fass unter dem Fünf-Jahresdurchschnitt.
Alles in allem rechnet die OPEC also damit, dass der globale Ölmarkt auch in den nächsten Monaten mehr als gut versorgt sein wird und entsprechend gaben die Rohölpreise kurz nach Veröffentlichung der Reports weiter massiv nach und fielen auf den niedrigsten Stand seit Mitte März diesen Jahres. Die US-Sorte WTI steht derzeit sogar nur noch knapp über dem bisherigen Jahrestief von Mitte Februar.
Seit Anfang Oktober haben die für Europa maßgebenden Brentöl-Kontrakte rund 20 Dollar pro Fass verloren. Ein Minus von über 23 Prozent! Eine vergleichbaren Rückgang gab es zuletzt vor rund drei Jahren.
Guten Nachrichten kamen gestern zudem aus Nigeria, wo die Ölförderung mittlerweile wieder auf 1,6 Millionen Barrel pro Tag angestiegen ist. Im den nächsten Monaten will man die Produktion, die in den vergangenen Jahren immer wieder durch Rebellenangriffe massiv beeinträchtigt wurde, weiter auf 1,8 Millionen Fass pro Tag anheben.
Neue Konjunkturdaten kamen gestern aus Europa und heute morgen aus China. Hier zeigt sich ein gemischtes Bild, das kaum Einfluss auf die Ölpreise haben dürfte.
Die US-Ölbestandsdaten von API und DOE werden in dieser Woche aufgrund eines Feiertages mit einem Tag Verspätung veröffentlicht.

Auch am Devisenmarkt gab es gestern neue Markt beeinflussende Nachrichten, wobei die Kursausschläge hier aber relativ gering blieben. Bis Handelsschluss konnte der Euro im Vergleich zum US-Dollar wieder etwas an Boden gutmachen, nachdem die Gemeinschaftswährung in den letzten Tagen deutliche Verluste hinnehmen musste. Ein Hauptthema ist nach wie vor der Brexit, zu dem es nun einen ersten Vertragsentwurf gibt, der aber wohl nur geringe Chancen hat, durch das britische Parlament zu kommen. Das andere Problem ist der Haushaltsstreit zwischen der EU und Italien. Hier gab es seitens der italienischen Regierung keine Nachbesserung, jedoch das Angebot, staatliche Vermögenswerte zu verkaufen und somit die Gesamtverschuldung bis zum Jahr 2021 vom derzeit über 130 auf 126 Prozent zu senken. Auch hier ist fraglich, ob sich die EU-Kommission darauf einlassen wird.
 
Die Heizölpreise hierzulande setzen nach diesen Vorgaben ihren Abwärtstrend der letzten Tage erfreulicherweise fort, wenngleich ein Großteil des Rückganges der Rohölpreise bereits gestern vollzogen wurde. Heute werden nach aktuellen Berechnungen und ersten Preistendenzen aber weitere Abschläge in einer Größenordnung von gut einem Cent pro Liter folgen. Bei den Frachtaufschlägen scheint mittlerweile eine gewisse Stabilisierung eingetreten zu sein, sodass die Rückgänge an den internationalen Ölmärkten nun endlich auch bei den Heizöl-Verbrauchern und Tankstellen ankommen. Entwarnung kann aber leider immer noch nicht gegeben werden, denn bei einer steigenden Nachfrage, können die Mengen schnell wieder knapp werden. Es gilt daher nach wie vor der Rat, rechtzeitig eine Teilmenge zu bestellen. Die Temperaturen sollen in den nächsten Tagen deutlich zurückgehen und werden sicherlich die Auftragseingänge entsprechend nach oben treiben!


13.11.2018, 08:20 Uhr
Die Ölpreise haben gestern nur kurzzeitig Gewinne einfahren können. Am späten Abend gab es einen erneuten Einbruch und die WTI-Futures fielen zwischenzeitlich sogar auf ein neues Jahrestief. In Folge werden auch die Heizöl-Notierungen deutlich nachgeben. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern nur kurzzeitig Gewinne einfahren können. Am späten Abend gab es einen erneuten Einbruch und die WTI-Futures fielen zwischenzeitlich sogar auf ein neues Jahrestief zurück. In Folge werden hierzulande wohl endlich auch die Heizöl-Notierungen etwas deutlicher nachgeben.

Aktuell stehen die Januar-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 69,40 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 59,20 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum US-Dollar erneut zurück und wird derzeit nur noch zu Kursen um 1,1250 US-Dollar gehandelt.

Die überraschende Ankündigung des saudischen Ölministers Khalid Al-Falih, die Förderung im Dezember um eine halbe Million Barrel pro Tag kürzen zu wollen, konnte die Rohölpreise gestern nur kurzzeitig stabilisieren. Bereits am Vormittag begannen die Kurse wieder zu bröckeln.
Zum einen wollten sich die Marktteilnehmer im Vorfeld der zur Veröffentlichung anstehenden Monatsreports von OPEC und IEA (Internationale Energieagentur) wohl nicht vorzeitig auf eine Richtung festlegen, zum anderen gab es auch bearishe, also preisdrückende Meldungen vom dem am vergangenen Sonntag abgehalten Treffens des Komitees, das die Einhaltung der Fördervereinbarung von OPEC und Co. überwachen soll. Hier hat sich auch der venezolanische Ölminister Manuel Quevedo zur aktuellen Situation der Ölproduktion geäußert und überraschend einen Trendwechsel angekündigt.
Mit Hilfe chinesischer Finanzspritzen soll die Ölförderung Venezuelas bereits im nächsten Monat um 100.000 Barrel pro Tag steigen. In der ersten Hälfte des nächsten Jahres könntel die Produktion dann sogar um eine Million Barrel pro Tag erhöht werden. Sollte dem tatsächlich so sein, würde ein weiterer Faktor wegfallen, der den Ölmarkt über Monate hinweg preistreibend beeinflusst hat.
Al-Falih meldete sich gestern dann erneut zu Wort und ließ verlauten, dass das Ölangebot Analysen zufolge im kommenden Jahr sogar um eine Million Barrel pro Tag zurückgefahren werden müsste, um ein Überangebot und in Folge steigende Bestände zu verhindern.
Auch das drückte natürlich auf die Futures, die am Nachmittag dann wieder in etwa auf Ausgangsniveau zurückfielen.
Am späten Abend meldete sich dann US-Präsident Donald Trump via Twitter zu Wort. Er hoffe, dass Saudi-Arabien und die OPEC die Ölproduktion nicht kürzen werden und sei der Meinung, dass die Ölpreise aufgrund der aktuellen Situation derzeit deutlich niedriger sein müssten.
Spontan brachen die Futures kräftig ein und gingen schlussendlich mit deutlichen Abschlägen auf Tagestiefstand aus dem Handel.

Am Devisenmarkt ist der Euro im Vergleich zum US-Dollar gestern weiter auf den tiefsten Stand seit Juni 2017 zurückgefallen. Nach wie vor belasten die Unsicherheiten zum Brexit die Gemeinschaftswährung und auch der Haushaltsstreit zwischen Italien und der EU gibt Grund zur Sorge. Heute läuft eine Frist der EU-Kommission zur Nachbesserung aus Haushaltes aus und bislang gibt es dazu keine positiven Signale.
 
Die Heizölpreise in Deutschland sind gestern stabil in die neue Handelswoche gestartet und werden erfreulicherwiese heute aller Voraussicht nach etwas deutlicher nachgeben. Zumindest lassen aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen aus morgendlicher Sicht einen Rückgang in einer Größenordnung von rund einem Cent pro Liter erwarten. Zwar könnte es regional aufgrund der schwierigen Versorgungslage wieder Abweichungen geben, generell scheint aber nun doch eine gewisse Stabilisierung einzutreten. Die Transporte bleiben zwar nach wie vor teuer, aber die derzeitige Nachfrage kann unter hohen Anstrengungen wohl bedient werden. Erst wenn die Flusspegel wieder deutlich ansteigen, werden sich die Logistik-Aufschläge wieder langsam auflösen. Bis dahin sollten Verbraucher am besten nur eine Teilmenge ordern und dabei die langen Lieferzeiten nicht außer Acht lassen.
12.11.2018, 08:52 Uhr
Die Ölpreise haben am Freitag zunächst weitere deutliche Abschläge hinnehmen müssen. Heute Morgen ziehen die Futures aber deutlich an, nachdem Saudi-Arabien verkündet hat, die Exporte zu drosseln. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben am Freitag zunächst weitere deutliche Abschläge hinnehmen müssen und sind zwischenzeitlich auf den tiefsten Stand seit April diesen Jahres gefallen. Heute Morgen ziehen die Futures aber wieder deutlich an, nachdem Saudi-Arabiengestern  verkündet hat, die Exporte drosseln zu wollen. In Folge werden auch die Heizöl-Notierungen leider mit deutlichen Aufschlägen in die neue Handelswoche starten.

Aktuell stehen die Januar-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 71,65 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde gut 61 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum US-Dollar weiter deutlich zurück und wird derzeit zu Kursen um 1,1280 US-Dollar gehandelt. Dies ist der niedrigste Stand seit Juni 2017!

Der steile Abwärtstrend der Rohölpreise scheint vorerst gestoppt zu sein.
Gestern verkündete der saudische Ölminister Khalid al-Falih im Rahmen des Treffens des Kommitees, das die Einhaltung der von OPEC und Co. beschlossen Fördervereinbarung überwachen soll, dass das Königreich die Förderung im Dezember um 0,5 Millionen Barrel pro Tag zurückfahren will.
Auch generell stehen die Zeichen wieder auf Förderkürzungen. OPEC-Präsident Mohammed Barkindo betonte gestern in Abu Dhabi, dass "man den Markt nicht überversorgen werde" und schloss damit natürlich nicht aus, dass es beim nächsten offiziellen OPEC treffen am 6. Dezember in Wien, wieder einen entsprechenden Kürzungsbeschluss geben könnte.
Das Komitee stellte fest, dass die aktuell vereinbarte Förderbeschränkung im Oktober zu 104 Prozent eingehalten und somit nur geringfügig weniger Öl gefördert wurde, als dies vereinbart war.
Derweil gibt die Schieferöl-Industrie in Nordamerika weiterhin Vollgas. Die Zahl der aktiven US-Bohranlagen ist in der vergangenen Woche wieder kräftig angestiegen. Wie das Marktforschungsunternehmen Baker Hughes am Freitagabend vermeldete, sind derzeit 886 Produktionsstätten in Betrieb, was im Vergleich zur Vorwoche ein Plus von satten 12 Anlagen ist. Somit ist auszugehen, dass die Ölfördermengen aus den USA auch in den nächsten Monaten weiter zunehmen werden, denn die Förderung kann in der Regel mit einer Zeitverzögerung von rund einem halben Jahr aufgenommen werden.
Ansonsten gab es am Freitag einen recht ruhigen Handelstag mit sehr geringen Umsätzen. Die Brent-Ölpreise fielen unter die 70-Dollar-Marke und somit zwischenzeitlich auf den niedrigsten Stand seit April diesen Jahres zurück.

Am Devisenmarkt bläst dem Euro weiterhin ein scharfer Wind ins Gesicht und die Gemeinschaftswährung steht im Vergleich zum US-Dollar derzeit auf dem niedrigsten Stand seit Juni 2014. Waren es in der letzten Woche die Aussichten, dass die US-Zinsen weiter steigen könnten, belastet zum Wochenstart der Rücktritt des britischen Verkehrsministers Johnson. Dieser zog Konsequenzen als Protest gegen den Kurs bei den Brexit-Verhandlungen und es ist nicht auszuschließen, dass noch weitere Minister folgen werden.
 
Die Heizölpreise in Deutschland werden nach diesen Vorgaben heute leider wieder den Weg nach oben antreten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen, zumindest aus morgendlicher Sicht, Aufschläge in einer Größenordnung von bis zu einem Cent pro Liter erwarten. An der prekären Versorgungslage aufgrund von Niedrigwasser und Raffinerieausfällen hat sich leider nichts geändert und es ist vorerst auch keine Besserung in Sicht, sodass die Transportaufschläge von teilweise 15 Cent und mehr, bis auf Weiteres bestehen bleiben werden. Wer in diesem Jahr noch Heizöl nachtanken muss, sollte mit der Bestellung nicht zögern, denn die Lieferzeiten bleiben aufgrund der überlasteten Logistik sehr lang.
09.11.2018, 08:07 Uhr
Die Ölpreise haben gestern wieder deutliche Verluste hinnehmen müssen und stehen derzeit auf dem niedrigsten Stand seit Mitte April. Den Verbrauchern hilft dies aber leider wenig, denn die Kraftstoff- und Heizölpreise auf sehr hohem Niveau. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern wieder deutliche Verluste hinnehmen müssen und stehen derzeit auf dem niedrigsten Stand seit Mitte April. Den Verbrauchern hierzulande hilft dies aber leider wenig, denn die Kraftstoff- und Heizölpreise bleiben aufgrund der schlechten Versorgungslage weiterhin auf sehr hohem Niveau, auch wenn es heute mit den Notierungen eventuell leicht nach unten gehen könnte.

Aktuell stehen die Januar-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei nur noch 70,80 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 60,70 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum US-Dollar leider deutlich zurück und wird derzeit zu Kursen um 1,1345 US-Dollar gehandelt.

So schnell kann sich der Markt drehen! Waren vor rund vier bis fünf Wochen noch Rohölpreise von 100 Dollar pro Barrel im Gespräch, sieht es jetzt danach aus, als könnten die für Europa maßgebenden Brentöl-Futures bald unter die 70-Dollar-Marke fallen.
Die gemeinsame Anstrengungen der Ölförderländer innerhalb und außerhalb der OPEC haben dazu geführt, dass derzeit genügend Öl auf dem Markt ist und die fehlenden Mengen aus dem Iran mehr als ausgeglichen werden können. In Folge steigen die Bestände wieder an, was in dieser Woche auch wieder die wöchentlichen US-Ölbestandsdaten untermauert haben, die mittlerweile auf dem höchsten Niveau seit fünf Monaten stehen.
Die USA ist aufgrund des massiven Ausbaus der Schieferöl-Industrie mittlerweile zum größten Ölproduzenten der Erde aufgestiegen und nun will auch China, der weltweit größte Ölimporteur, verstärkt auf Fracking setzen und sich somit etwas unabhängiger von den Einfuhren machen. Ein weiterer Aspekt, der Druck auf die Ölpreise bringt.
Zudem sieht es derzeit danach aus, als würde die globale Konjunkturentwicklung stocken und die Nachfrage nach Öl- und Ölprodukten in den nächsten Monaten etwas schwächer ausfallen, als dies noch vor einiger Zeit erwartet wurde.
Für großes Aufsehen und Erstaunen sorgte gestern die Meldung, wonach Saudi-Arabien eine Studie in Auftrag gegeben hat, die untersuchen soll, welche Auswirkungen eine Auflösung der OPEC für den globalen Ölmarkt haben würde. Zweifelsohne würde die Marktmacht des Königreichs in diesem Fall noch größer werden, als dies jetzt bereits der Fall ist, was aber sicherlich zu gefährlichen Abhängigkeitsverhältnissen führen könnte.

Am Devisenmarkt musste der Euro im Vergleich zum US-Dollar gestern deutliche Verluste hinnehmen und fiel wieder unter die 1,14-Dollar-Marke zurück. In den USA werden die Zinsen aller Voraussicht nach in nächster Zeit weiter steigen, was die Marktteilnehmer aus den Kommentaren der gestrigen Sitzung der US-Notenbank ableiten. Somit nimmt die Zinsdifferenz zwischen dem "Greenback" und unserer Gemeinschaftswährung aller Voraussicht nah weiter zu, was den Dollar für Anleger natürlich noch attraktiver macht.
 
Die Rohölpreise fallen und fallen und hierzulande bekommt es keiner mit. Das ist die traurige Tatsache, die Folge der nach wie vor extremen Versorgungsproblematik in weiten Teilen Deutschlands ist. Die extrem niedrigen Pegelstände und einige plan- und umplanmäßige Raffinerieausfälle sorgen dafür, dass einfach nicht genügend Ware in den regionalen Tanklägern ankommt und die Händler teilweise extreme Strecken überwinden müssen, um überhaupt an Ware zu kommen. Heute soll es nach aktuellen Berechnungen zwar rein rechnerisch deutliche Abschläge geben, die Wahrheit bzw. das tatsächliche Ergebnis dürfte aber wohl sein, dass sich die Heizölpreise weiter seitwärts, bestenfalls leicht nach unten bewegen werden. Das Gleiche gilt für die Benzin- und Dieselpreise an den Tankstellen. Wer zu Weihnachten nicht im Kalten sitzen will, sollte unbedingt seinen Tankvorrat überprüfen und rechtzeitig zumindest eine kleine Menge bestellen, denn die Lieferzeiten bleiben auf unabsehbare Zeit sehr lang.
08.11.2018, 08:11 Uhr
Die Ölpreise haben gestern zwar deutliche Gewinne einfahren können, gingen letztendlich aber kaum verändert aus dem Handel. Bei stabilen Wechselkursen werden die Heizöl-Notierungen, aufgrund der schlechten Versorgungslage, mit weiteren Aufschlägen starten Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern im Laufe des Tages zwar deutliche Gewinne einfahren können, gingen letztendlich aber kaum verändert, auf schwachem Vortagsniveau, aus dem Handel. Bei weitgehend stabilen Wechselkursen werden die Heizöl-Notierungen, aufgrund der schlechten Versorgungslage und der gestiegenen Gasölpreise, mit weiteren Aufschlägen starten.

Aktuell stehen die Januar-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 72,10 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 61,80 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar knapp behaupten und wird derzeit zu Kursen um 1,1435 US-Dollar gehandelt.

Nach den eindeutig preisdrückend ausgefallenen Ölbestandsdaten des American Petroleum Institute (API) und dem Monatsreport der Statistikabteilung des US-Energieministeriums (EIA), in dem die Nachfrageprognose und in Folge auch die Preiserwartungen für nächstes Jahr nach unten korrigiert worden sind, konnten sich die Rohölpreise gestern im frühen asiatisch und europäisch geprägten Handel von den Verlusten des Vortages zunächst etwas erholen.
Die Meldung, wonach OPEC und Co. am kommenden Wochenende bei ihrem Treffen in Abu Dhabi die Möglichkeit weiterer Produktionskürzungen im nächsten Jahr diskutieren wollen, führte dann aber zwischenzeitlich verstärkt zu Käufen und die Futures schnellten innerhalb kurzer Zeit um rund eineinhalb Dollar pro Barrel nach oben.
Während die Gewinne bei Gasöl, dem unversteuerten Vorprodukt von Diesel und Heizöl, überraschenderweise stehen blieben, sackten die Rohölpreise bald wieder ab und mit Bekanntgabe der DOE-Ölbestandsdaten ging es dann schnell wieder zurück auf Ausgangsniveau.
Das Department of Energy (DOE) vermeldete einen Aufbau der US-Ölbestände von insgesamt gut vier Millionen Barrel, womit die API-Zahlen vom Vortag sogar noch übertroffen wurden. Die Rohölbestände stiegen um 5,8 Millionen Fass, die Benzinvorräte um 1,9 Mio. Barrel. Lediglich die Destillate reduzierten sich um 3,5 Millionen Fass. Die Nachfrage ging über alle Produktgruppen im Vergleich zur Vorwoche zurück.
Heute Morgen wurden neue Außenhandelszahlen aus China vermeldet. Hier stiegen die Rohölimporte per Oktober im Vergleich zum Vorjahresmonat um 31 Prozent an. Im gesamten Jahr liegt die Steigerung nun bei gut 8 Prozent. Möglicherweise wurde die Bilanz aber, aufgrund von vorgezogenen Käufen im Vorfeld der Iran-Sanktionen, etwas verfälscht.

Am Devisenmarkt konnte sich der Euro im Vergleich zum US-Dollar gestern weiter stabilisieren und dabei sicherlich auch vom Ausgang der US-Wahlen etwas profitieren. Heute richtet sich die Aufmerksamkeit der Händler auf die Konjunkturprognosen der Eu-Kommission und am Abend auf die Sitzung der US-Notenbank. Hier wird zwar nicht mit einer Veränderung des Leitzinssatzes gerechnet, jedoch erwarten sich die Beobachter neue Hinweise auf die künftige Geldpolitik der Fed.
 
Die Heizölpreise in Deutschland werden sich heute aller Voraussicht nach wieder einmal von den Rohölpreisen abkoppeln und mit steigender Tendenz in den Handel starten. Schuld sind, neben der nach wie vor katastrophalen Versorgungslage, auch die Gasölpreise, die gestern im Gegensatz zu den Rohölpreisen deutlich angestiegen sind. Aktuelle Berechnungen lassen ein Plus in einer Größenordnung von gut einem Cent pro Liter erwarten, erste Preistendenzen lassen erhoffen, dass die Aufschläge nicht ganz so hoch ausfallen werden. Die ganze Wahrheit wird aber wieder erst in den Mittagsstunden zu Tage treten, wenn dem Handel die wenigen verfügbaren Mengen angeboten werden. Nach wie vor ist keine baldige Änderung der derzeitigen Situation zu erwarten und es empfiehlt sich auch weiterhin der rechtzeitige Kauf einer Teilmenge.
07.11.2018, 08:51 Uhr
Die Ölpreise haben gestern wieder deutliche Verluste hinnehmen müssen und sind vorübergehend auf ein Drei-Monats-Tief zurückgefallen. Da die Versorgungslage im Inland aber nach wie vor angespannt ist, werden sich die Heizöl-Notierungen stabil starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern im Laufe des Tages wieder deutliche Verluste hinnehmen müssen und sind vorübergehend auf den tiefsten Stand seit knapp drei Monaten zurückgefallen. Da die Versorgungslage im Inland nach wie vor äußerst angespannt ist, werden sich die Heizöl-Notierungen wohl aber weiter eher seitwärts entwickeln.

Aktuell stehen die Januar-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 71,70 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 61,80 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar weiter verbessern und wird derzeit zu Kursen um 1,1440 US-Dollar gehandelt.

Die Tatsache, dass die USA nun zahlreiche Ausnahmeregelungen im Bezug auf die Sanktionen gegenüber dem Iran erteilt hat, belastet derzeit die Rohölpreise. Es ist nicht auszuschließen, dass die iranischen Ölexporte bis zum Jahresende vom aktuellen Niveau aus sogar wieder leicht ansteigen könnten. Somit würden dem Markt zusätzliche Mengen zur Verfügung stehen.
Doch es gab gestern auch noch weitere bearishe, also preisdrückende Meldungen. Im Monatsreport der Energy Information Administration (EIA) wurde nicht nur die Schätzung zum globalen Ölverbrauch für das Jahr 2019 nach unten korrigiert, gleichzeitig geht man auch davon aus, dass die Förderung in diesem und im nächsten Jahr stärker zunehmen wird, als dies noch vor vier Wochen erwartet worden ist. Entsprechend wurden die Preisprognosen für das aktuelle Quartal und das erste Quartal 2019 stark nach unten genommen. Man erwartet in den nächsten Monaten eine moderate Überversorgung.
Nach Börsenschluss wurden dann die wöchentlichen US-Ölbestandsdaten des American Petroleum Institute (API) veröffentlicht, die in Summe einen Aufbau von drei Millionen Barrel zum Inhalt hatten. Die Analysten hatten im Vorfeld mit einem Rückgang in einer Größenordnung von rund zwei Millionen Barrel gerechnet.
Insgesamt haben sich am Ölmarkt somit die preisdrückenden Einflüsse noch verstärkt und es ist davon auszugehen, dass die Ölpreise derzeit nur wenig Potenzial nach oben haben, wenngleich die gestern veröffentlichten Konjunkturdaten durchweg positiv ausgefallen sind.
Der EU Einkaufsmanagerindex aus dem Dienstleistungssektor konnte die Erwartung von 53,3 per Oktober mit einem Wert von 53,7 Punkten ebenso übertreffen, wie zuvor die Arbeitsaufträge der deutschen Industrie. Am Nachmittag gab es dann auch noch gute Einzelhandelsumsätze aus den USA.

Am Devisenmarkt konnte der Euro von den guten Konjunkturdaten aus Europa profitieren und sich im Vergleich zum US-Dollar im gestrigen Handelsverlauf zunächst weiter stabilisieren. Heute Morgen kann die Gemeinschaftswährung sogar wieder etwas zulegen, was am voraussichtlichen Ausgang der US-Kongresswahlen liegen dürfte, die dem US-Präsidenten Trump das Regieren künftig deutlich erschweren werden.
 
Trotz der mehr als guten Vorgaben vom Öl- und Devisenmarkt, werden die Heizölpreise in Deutschland wohl auch heute keine großen Sprünge nach unten machen können. Bestenfalls setzt sich der leichte Abwärtstrend der letzten Tage fort. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen zumindest aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von 0,1 bis 0,3 Cent pro Liter erwarten. Größere, stärkere und vor allem längere Regenfälle sind weiterhin nicht in Sicht und so bleibt die Versorgungslage über die Binnenschifffahrt weiterhin sehr angespannt. Wer mit dem Heizöl-Vorrat nicht über den Winter kommt, sollte zumindest eine Teilmenge bestellen. Dabei muss auch noch berücksichtigt werden, dass die Lieferzeiten vielerorts nach wie vor außergewöhnlich lang sind. Bitte also rechtzeitig ordern!
06.11.2018, 08:36 Uhr
Die Ölpreise haben gestern im Laufe des Tages etwas angezogen, was mit einer technischen Reaktion auf die starken Verluste der Vortage zu begründen ist. Die Heizöl-Notierungen hierzulande werden rein rechnerisch mit leichten Aufschlägen starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern im Laufe des Tages etwas angezogen, was überwiegend mit einer technischen Reaktion auf die starken Verluste der Vortage zu begründen ist. Die Heizöl-Notierungen hierzulande werden rein rechnerisch heute in Folge im Durchschnitt mit leichten Aufschlägen in den Handel starten.

Aktuell stehen die Januar-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei nur 72,60 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 62,90 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar gut behaupten und wird derzeit zu Kursen um 1,1410 US-Dollar gehandelt.

Zwar wurde gestern in den Medien sehr viel und ausführlich über die von den USA gegenüber dem Iran erhobenen Sanktionen berichtet, tatsächlich sind diese am Ölmarkt aber natürlich schon lange ein Thema und mittlerweile vollständig in die Notierungen eingepreist. Zuletzt wirkten die eher großzügigen Ausnahmeregelungen für einige wichtige Ölabnahmerländer des Iran tendenziell eher noch bearish, also preisdrückend auf die Rohölpreise.
Warum es gestern im Laufe des Nachmittags zeitweise deutlich nach oben ging, ist zum einen mit technischen Faktoren zu begründen, denn nach den sehr starken Verlusten der letzten Tage war eine Gegenreaktion überfällig.
Zum anderen gab es auch die Meldung, dass das staatliche saudische Ölunternehmen Saudi Aramco die Preise für Dezember-Lieferungen nach Nordwesteuropa und in die USA teilweise deutlich erhöht hat. Dies könnte für den ein oder anderen Börsianer ein Signal gewesen sein, nun wieder auf steigende Ölpreise zu wetten.
Für einen nachhaltigen Anstieg war dann die Nachrichtenlage aber wohl doch zu dünn und schon am Abend gab der Ölkomplex auf breiter Front wieder nach und im Vergleich zu gestern Morgen gibt es aktuell nur noch geringe Aufschläge zu beobachten.
Der gestern veröffentlichte US-Einkaufsmanagerindex aus dem Dienstleistungssektor konnte die Erwartung leicht übertreffen, während der Vergleichswert aus China am frühen Morgen enttäuschte. Endlich wieder mal gute Zahlen aus der deutschen Wirtschaft kommen heute früh in Form der Arbeitsaufträge der Industrie, die per September um 0,3 Prozent angestiegen sind, während ein leichter Rückgang von 0,4 Prozent erwartet wurde.

Dies könnte dem Euro weiteren Auftrieb geben, der bereits gestern im Vergleich zum US-Dollar etwas zulegen und die 1,14-Dollar-Marke wieder überqueren konnte. Der "Greenback" konnte also nicht von der guten Stimmung im US-Dienstleistungssektor profitieren. Heute werden die Vergleichszahlen aus der EU bekannt gegeben, die wohl zumindest am Vormittag die weitere Richtung am Devisenmarkt vorgeben werden. Außerdem könnte natürlich der Ausgang der US-Kongresswahlen im weiteren Verlauf Einfluss auf das Handelsgeschehen nehmen.
 
Am heimischen Öl-Markt bleibt die Versorgungslage angespannt und so wird dieser wohl auch in nächster Zeit sein Eigenleben fortführen. Immerhin sind die Heizöl-Notierungen in den letzten Tagen im Schnitt etwas zurückgekommen und konnten somit zumindest einen Teil des Rückganges bei den Rohölpreisen nachvollziehen. Heute sollte es nach aktuellen Berechnungen wieder etwas nach oben gehen, wobei erste Preistendenzen sogar auf leichte Abschläge hoffen lassen. Die zunehmende Verlagerung der Mengenströme vom Schiff auf die Straße hat dazu geführt, dass sich das Preisniveau in Deutschland zuletzt wieder etwas angeglichen hat. Viele Händler aus dem Süden und Westen fahren Tankläger und Raffinerien im Norden oder Osten an, wo die Preise dadurch in den letzten Tagen eher angestiegen sind, während gerade in Baden-Württemberg zuletzt großer Preisnachlässe zu beobachten waren.
05.11.2018, 07:40 Uhr
Die Ölpreise haben auch am Freitag wieder leichte Verluste hinnehmen müssen und befinden sich mittlerweile auf einem attraktiven Niveau. Leider gilt das nicht für die Heizöl-Notierungen, die nach wie vor in der Nähe der Langzeithöchststände stehen. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben auch am Freitag wieder leichte Verluste hinnehmen müssen und stehen mittlerweile auf einem relativ attraktiven Niveau. Leider gilt das nicht für die Heizöl-Notierungen, die sich aufgrund der schlechten Versorgungslage im Inland, nach wie vor in Nähe der Langzeithöchststände befinden.

Aktuell stehen die Januar-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei nur noch 72,40 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 62,70 Dollar. Der Euro muss im Vergleich zum US-Dollar leichte Verluste hinnehmen und wird derzeit zu Kursen um 1,1390 US-Dollar gehandelt.

Die Sanktionen gegen den Iran sind mit dem gestrigen Tag nun vollständig in Kraft gesetzt und die Rohölpreise stehen im Schnitt auf dem niedrigsten Niveau seit April diesen Jahres. Vor ziemlich genau einen Monat musste für ein Barrel (159 Liter) noch rund 12 Dollar mehr bezahlt werden und die Angst war groß, dass die fehlenden Mengen aus dem Iran nicht ausreichend kompensiert werden können und die Öl-Futures bald die 100-Dollar-Marke erreichen werden.
Doch mittlerweile zeigt sich, dass diese Angst zumindest aktuell nicht begründet ist, denn die OPEC-Länder, Russland und vor allem auch die USA fördern Öl auf Teufel komm raus und die Versorgungslage hat sich in den letzten Wochen deutlich verbessert. Acht Länder sollen nach aktuellem Stand jetzt auch eine Ausnahmeregelung erhalten haben und auch künftig iranisches Öl importieren dürfen:  China, Indien, Südkorea, Japan, Taiwan, der Irak, die Türkei und die Vereinigten Arabischen Emirate. Im Oktober gingen die Ausfuhren Teherans auf ca. 1,5 Millionen Barrel zurück, vor den Sanktionen lagen diese bei ca. 2,3 Millionen Fass. Somit bleibt der Rückgang von rund 0,8 Millionen Barrel bislang überschaubar.
Zudem macht sich nun immer mehr die Sorge breit, dass sich die globale Konjunktur in den nächsten Monaten, auch aufgrund des Handelsstreits zwischen den USA und China, deutlich abschwächen und so die Nachfrage nach Öl negativ beeinflussen könnte.
Die Analysten von Goldman Sachs rechnen zwar damit, dass die Ölpreise kurzfristig wieder bis auf 90 Dollar ansteigen könnten, sehen den Markt aber längerfristig wieder unter Druck geraten und die Notierungen bei rund 60 Dollar.

Am Devisenmarkt konnte der Euro seinen kurzfristigen Aufwärtstrend im Vergleich zum US-Dollar nicht fortsetzen und musste schlussendlich leichte Verluste hinnehmen. Gute Konjunkturdaten aus den USA und Annäherungen zwischen Washington und Peking im Handelsstreit, stützten den Greenback, während ein unter den Erwartungen liegender EU Einkaufsmanagerindex aus der Industrie Druck auf die europäische Gemeinschaftswährung ausübte.
 
Rein rechnerisch könnte es am heimischen Heizöl-Markt heute, trotz der leichten Währungsverluste, wieder nach unten gehen, denn die gefallenen Ölpreise geben dazu ein Potenzial von rund einem halben Cent. Doch entscheidend wird wieder sein, welche Mengen zu welchen Preisen, aufgrund der geringen Mengenverfügbarkeit, überhaupt angeboten werden können und so steht die tatsächliche Preisentwicklung noch in den Sternen. Es ist aber davon auszugehen, dass die Heizölpreise wie schon in den letzten Tagen relativ stabil bleiben werden. Das sehr hohe Preisniveau und die milde Witterung haben die Nachfrage in den letzten Tagen deutlich abschwächen lassen, was dem Markt derzeit zweifelsohne etwas hilft, sich zu stabilsieren. Leider ist aber immer noch kein großer Regen in Sicht, der eine nachhaltige Entspannung der Lage bringen würde.
02.11.2018, 08:23 Uhr
Die Ölpreise haben ihre Talfahrt auch gestern fortgesetzt und sind mit weiteren kräftigen Verlusten aus dem Handel gegangen. Gleichzeitig konnte der Euro deutliche Gewinne erzielen, sodass die Vorgaben für den heimischen Heizöl-Markt eigentlich gut wären Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben ihre Talfahrt auch gestern fortgesetzt und sind mit weiteren kräftigen Verlusten aus dem Handel gegangen. Gleichzeitig konnte der Euro im Vergleich zur "Ölwährung" US-Dollar deutliche Gewinne erzielen, sodass die Vorgaben für den heimischen Heizöl-Markt eigentlich besser nicht sein könnten. Gäbe es da die Versorgungsproblematik nicht!

Aktuell stehen die Januar-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei nur noch 73,25 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 63,75 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum US-Dollar weitere Gewinne erzielen und wird derzeit zu Kursen um 1,1420 US-Dollar gehandelt.

So schnell kann sich die Lage drehen. Wurde vor rund vier Wochen noch darüber spekuliert, wann die Rohölpreise die 100-Dollar-Marke erreichen könnten, so befinden sich die Öl-Futures derzeit im freien Fall nach unten.
Die gemeinsamen Anstrengungen nahezu aller Ölförderländer der Welt, die Produktion nach Möglichkeit anzuheben, tragen nun Früchte und so wird die Versorgungslage immer besser. Die Iran-Sanktionen stellen aktuell keine Bedrohung für mehr die globale Ölversorgung dar!
Vor allem in den USA läuft die Schieferölindustrie auf Hochtouren und per August sind die Staaten mit einem Fördermenge von gut 11,3 Millionen Barrel pro Tag zumindest vorübergehend zum weltgrößten Ölproduzenten der Erde aufgestiegen. Aber auch die OPEC-Länder konnten ihren Ausstoß im Oktober weiter deutlich erhöhen und fördern derzeit auf einem Zwei-Jahreshoch. Die Produktion Russlands soll nach neusten Schätzungen im vergangenen Monat auf rund 11,4 Millionen Barrel pro Tag gestiegen sein.
Einen weiteren Preisrutsch nach unten löste gestern aber die Meldung aus, wonach Indien und Südkorea von den USA eine Ausnahmeregelung im Bezug auf die Iran-Sanktionen erhalten haben. Somit ist davon auszugehen, dass auch nach dem 4. November, dem Tag an dem die Sanktionen vollständig umgesetzt sein und die iranischen Ölexporte eigentlich bei "null" liegen sollten, noch bedeutende Mengen aus Teheran auf den Markt kommen werden.
Die Sorge, dass auf der anderen Seite sich die globale Ölnachfrage bald schwächer entwickeln könnte, wurde gestern durch eher schwach ausgefallene Konjunkturdaten aus den USA bestärkt. Der ISM Einkaufsmanagerindex aus dem verarbeitenden Gewerbe verfehlte per Oktober mit einem Wert von 57,8 die Erwartung von 59 Punkten ebenso, wie die Bauausgaben, die per September stagnierten.

Am Devisenmarkt konnte der Euro auch gestern von den angeblichen Fortschritten bei den Brexit-Verhandlungen profitieren und im Vergleich zum US-Dollar deutlich zulegen. Auf der anderen Seite belasteten den "Greenback" die eher schwach ausgefallenen US-Konjunkturdaten und erneute verbale Angriffe von US-Präsident Trump auf Notenbankchef Jerome Powell. Nach Meinung von Donald Trump steigen die US-Zinsen zu schnell und würden das Wirtschaftswachstum belasten.
 
Erneut beste Vorgaben für den deutschen Inlandsmarkt, wo die Heizölpreise im Durchschnitt wohl auch heute wieder nachgeben werden. Aktuelle Berechnungen lassen zumindest aus morgendlicher Sicht einen Rückgang in einer Größenordnung von gut einem halben Cent pro Liter erwarten. Ob die Notierungen allerdings in allen Regionen nachgeben und wie hoch die Abschläge dann ausfallen werden, hängt weiterhin stark von der Mengenverfügbarkeit ab. Wenn die Versorgung durch Niedrigwasser und Raffinerieausfälle nicht beeinträchtigt wäre, würden die Preise derzeit im Schnitt rund 20 Cent pro Liter niedriger liegen. Die Verbraucher reagieren derzeit darauf mit großer Kaufzurückhaltung und bestellen sinnvollerweise nur Kleinmengen. Die Frage, wann der große Preisrutsch kommen wird, kann leider nach wie vor nicht beantwortet werden.