Marktindizes* im Vergleich zum Vortag
Rohölpreis (Brent):
64,81 $ 0,00 %
Dollarkurs
0,9056 € 0,00 %
Gasölpreis
618,50 $ 0,00 %
* Stand: 20.09.2019, 03:52 Uhr
19.09.2019, 08:11 Uhr
Die Ölpreise haben sich nach dem kräftigen Auf und Ab der letzten Tage gestern stabilisieren können und sind mit leichten Verlusten aus dem Handel gegangen. In Folge werden die Heizöl-Notierungen ebenfalls mit Minuszeichen starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben sich nach dem kräftigen Auf und Ab der letzten Tage gestern stabilisieren können und sind mit leichten Verlusten aus dem Handel gegangen. In Folge werden die Heizöl-Notierungen hierzulande aller Voraussicht nach ebenfalls mit Minuszeichen starten.

Aktuell stehen die November-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 63,70 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 58,30 Dollar. Der Euro verliert im Vergleich zum US-Dollar wieder etwas an Wert und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1045 US-Dollar gehandelt.

Nach dem ersten extremen Anstieg der Rohölpreise zu Wochenbeginn und dem kräftigen Rückgang vom Dienstag, kehrte gestern wieder etwas Ruhe ein und die Kurausschläge hielten sich ein einem eher üblichen Rahmen. Dabei gab es aber erneut überdurchschnittlich hohe Umsätze.
Die durch den Anschlag auf die saudischen Ölindustrie bedingten Förderausfälle sind an den Börsen kaum mehr ein Thema, denn bereits in rund zwei Wochen soll das Königreich wieder rund 10 Millionen Barrel pro Tag produzieren können, so wie dies vor dem Angriff der Fall war.
Was bleibt ist natürlich die politische Unsicherheit und damit verbunden die Frage, wie die USA und Saudi-Arabien auf den Beschuss reagierten, der vermeintlich vom Iran ausgegangen ist. Die ohnehin schon in den Kursen enthaltene Risikoprämie hat sich natürlich entsprechend erhöht und wird je nach Nachrichtenlage aus der Golf-Region schwanken. Es ist zu hoffen, dass eine diplomatische Lösung gefunden wird, denn ansonsten stehen dem Ölmarkt sicherlich neue und wohl noch heftigere Turbulenzen bevor.
Die US-Ölbestandsdaten des American Petroleum Institute (API) vom Dienstagabend fielen überraschend bearish, also preisdrückend aus, sodass die Futures auch gestern im Laufe des Tages leicht unter Druck blieben. Am Nachmittag vermeldete dann auch das Department of Energy (DOE) einen Anstieg der US-Ölvorräte von in Summe 2,3 Millionen Barrel und einen Rückgang der Ölnachfrage. Entsprechend zeigten sich die Ölpreise auch am Abend weiter schwach.

Am Devisenmarkt waren die Blicke der Börsianer gestern auf die US-Notenbank gerichtet, die am Abend den Leitzins erwartungsgemäß um 0,25 Basispunkte gesenkt hat. Der US-Dollar konnte daraufhin im Vergleich zum Euro etwas zulegen, da die von einigen Händlern wohl erwartete stärkere Zinssenkung ausblieb. Bereits zuvor gab es gute Konjunkturdaten aus den Staaten, wo die Zahl der Wohnbaugenehmigungen und -baubeginne per August deutlich angestiegen ist.

Die Heizölpreise hierzulande werden nach diesen Vorgaben auch heute wieder mit Abschlägen in den Tag starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von 0,3 bis 0,5 Cent pro Liter erwarten. Mit der Stabilisierung der Notierungen ist auch die Nachfrage wieder deutlich zurückgegangen. Die Zahl der Preisbeobachter ist aber nach wie vor sehr hoch, was erwarten lässt, dass viele Verbraucher noch auf Lauerstellung liegen. Diese sollten bei der Kaufentscheidung auch immer die derzeit sehr langen Lieferzeiten von 6 bis 8 Wochen im Hinterkopf behalten.
18.09.2019, 08:11 Uhr
Die Ölpreise haben gestern einen kräftigen Einbruch erlitten, nachdem bekannt wurde, dass die saudische Ölförderung schon Ende September wieder hergestellt sein soll. In Folge werden auch die Heizöl-Notierungen mit deutlichen Abschlägen starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern einen kräftigen Einbruch erlitten, nachdem bekannt wurde, dass die saudische Ölförderung wohl schon Ende September wieder vollständig hergestellt sein soll. In Folge werden heute auch die Heizöl-Notierungen hierzulande mit deutlichen Abschlägen in den Tag starten.

Aktuell stehen die November-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 64,50 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde gut 59 Dollar. Der Euro kann die Vortagesverluste im Vergleich zum US-Dollar wieder wettmachen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1065 US-Dollar gehandelt.

Noch vor dem offiziellen Statement zur aktuellen Situation, die der saudischen Ölminister Abdelaziz bin Salman am Abend abgab, sickerte bereits gestern Nachmittag durch, dass die Schäden an den Ölanlagen in Abqaiq und Khurais doch nicht so groß sind, wie dies ursprünglich befürchtet worden war.
Bereits Ende September soll Saudi-Arabien wieder eine Fördermenge von rund 10 Millionen Barrel pro Tag erreichen, nach der vollständigen Reparatur der Anlagen könnten dann Ende November sogar wieder 12 Millionen Fass pro Tag produziert werden. Im August lag die Förderung des Königreichs laut dem letzten OPEC-Bericht aber nur bei 9,8 Millionen Barrel pro Tag.
Am Ölmarkt verfehlte diese Nachricht ihre Wirkung natürlich nicht und die Rohölpreise gingen kurz vor 16 Uhr auf Tauchstation. Nach einer kurzen Erholungsphase, die wohl dem Warten auf die offizielle Bestätigung der Gerüchte zuzurechnen war, ging es am Abend weiter nach unten, sodass schlussendlich ein Tagesverlust von rund vier Dollar pro Barrel oder rund sechs Prozent zu verzeichnen war.
Was aber vorerst bleiben wird, ist die Risikoprämie, die der Markt aufgrund der nach wie vor sehr hohen Kriegsgefahr im Nahen Osten eingepreist hat. Es ist unwahrscheinlich, dass der Angriff ganz ohne Vergeltungsmaßnahme bleiben wird.
Gestern Abend nach Börsenschluss vermeldete dann das American Petroleum Institute (API) die wöchentlichen US-Ölbestandsdaten, die ebenfalls bearish, also preisdrückend ausgefallen sind. In Summe gab es hier nämlich einen Zuwachs von 4,2 Millionen Barrel, während die Analysten im Vorfeld mit einem weiteren Rückgang von 3,3 Millionen Fass gerechnet hatten. Das Hauptaugenmerk der Börsianer wird aber auch in nächster Zeit im Wesentlichen auf die Situation im Nahen Osten gerichtet bleiben.

Am Devisenmarkt konnte der Euro gestern von guten Konjunkturdaten aus der EU profitieren und im Vergleich zum US-Dollar deutlich zulegen. Der ZEW-Konkunkturerwartungsindex übertraf mit einem Wert von minus 22,4 Punkten die Anlystenerwartung von minus 37,4 Zählern deutlich. Außerdem sorgte die Nachricht über die baldige Wiederherstellung der saudischen Ölindustrie dafür, dass der US-Dollar als Krisenwährung weniger stark gesucht war.

Sehr gute Vorgaben heute also für den heimischen Ölmarkt, wo die Heizölpreise erfreulicherweise mit deutlichen Abschlägen in den Tag starten werden. Aktuelle Berechnungen lassen aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von gut zwei Cent pro Liter erwarten. Erste Preistendenzen zeigen aber noch einen etwas zögerlichen Rückgang, wobei auch berücksichtigt werden muss, dass in einigen Regionen bereits gestern auf die überraschende Nachricht aus Saudi-Arabien reagiert worden ist. Die Nachfrage hat sich bereits gestern beruhigt und solange die Lage im Nahen Osten friedlich bleibt, ist auch damit zu rechnen, dass sich die Notierungen wieder festigen werden. Etwas problematisch sind derzeit die sehr hohen Lieferzeiten. Vielerorts muss mit einer Wartezeit von 6 bis 8 Wochen gerechnet werden.
17.09.2019, 08:41 Uhr
Die Ölpreise bleiben vorerst auf hohem Niveau und haben gestern im Laufe des Nachmittags sogar noch weiter zugelegt. Die Heizöl-Notierungen hierzulande werden heute mit weiteren deutlichen Aufschlägen in den Handel starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten bleiben vorerst auf hohem Niveau und haben gestern im Laufe des Nachmittags sogar noch weiter zugelegt. Zudem gibt es auch noch Wechselkursverluste, sodass die Heizöl-Notierungen hierzulande heute mit weiteren deutlichen Aufschlägen in den Handel starten werden.

Aktuell stehen die November-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 68,80 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 62,30 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum US-Dollar deutlich zurück und wird heute Morgen nur noch zu Kursen um 1,1010 US-Dollar gehandelt.

Die politische Lage im Nahen Osten ist zum Zerreißen angespannt und die Unsicherheit über die verursachten Schäden im Zentrum der saudischen Ölindustrie groß. Zwar soll eine Produktionsmenge von zwei Millionen Barrel pro Tag nur vorsorglich heruntergefahren worden sein, rund 3,5 Millionen Barrel werden den Markt aber auf bislang nicht absehbare Zeit nicht mehr zur Verfügung stehen.
Heute will der saudische Ölkonzern Saudi Aramco einen Überblick über die Schäden geben und wohl auch eine Prognose wagen, wann die Anlagen wieder in Betrieb gehen können. Derzeit gehen Experten davon aus, dass es Wochen, wenn nicht sogar Monate dauern wird, bis die Verarbeitungskapazitäten wieder im vollen Umfang zur Verfügung stehen werden.
Bis dahin muss das entstandene Delta kompensiert werden. Hier gibt es bisher nur wenig Klarheit, woher die Mengen kommen sollen, denn noch gibt es keine Hinweise, dass die OPEC das Förderabkommen lockern und ob es eine Freigabe strategischer Ölreserven durch die USA geben wird. Die Lagervorräte Saudi-Arabiens werden auf etwa 188 Millionen Barrel Rohöl und 97 Millionen Fass an Produkten geschätzt, sodass das Königreich seine Lieferverpflichtungen noch rund zwei bis drei Monate aufrecht erhalten können müsste.
Unabhängig von der Versorgungslage, bleibt natürlich das Risiko eines möglichen Krieges ein großer Belastungsfaktor, der derzeit nur wenig Spielraum für fallende Ölpreise lässt. Die USA ist derzeit weiterhin auf Beweissuche. US-Präsident Donald Trump hat dabei nochmals betont, dass er keinen Krieg mit dem Iran wolle. Er beabsichtige keine Vergeltungsaktion, bevor der "definitive Beweis" vorliege, dass Teheran hinter den Angriffen stecke.
Natürlich gab es gestern auch noch andere, den Ölmarkt betreffend Themen, die aber verständlicherweise in den Hintergrund gedrängt wurden. So ging die Zahl der aktiven US-Bohranlagen in der vergangenen Woche zum vierten Mal in Folge zurück, womit derzeit nur noch 733 Einheiten produktiv sind. Seit Jahresbeginn ist dies ein Rückgang von 16,4 Prozent.

Am Devisenmarkt trat gestern im Laufe des Tages das ein, was wir gestern an dieser Stelle schon erwartet hatten. Der US-Dollar war als vermeintlich "sicherer Hafen" gefragt und so verlor der Euro im Vergleich zum Greenback deutlich an Wert und fiel zeitweise sogar unter die 1,10-Dollar-Marke zurück. Erschwerend kam hinzu, dass sich im Brexit-Streit zwischen Großbritannien und der EU nach wie vor keine Lösung abzeichnet.

Erneut also keine guten Vorgaben für den deutschen Inlandsmarkt, wo die Heizölpreise auch heute wieder mit deutlichen Aufschlägen in den Tag starten werden. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von ein bis zwei Cent pro Liter erwarten. Natürlich bleibt die Schwankungsbreite weiterhin sehr hoch und der weitere Verlauf wird im Wesentlichen von zwei Fragen abhängen. Wann kann Saudi-Arabien wieder im vollen Umfang produzieren und bleibt die politische Lage im Nahen Osten halbwegs stabil?


16.09.2019, 08:32 Uhr
Die Ölpreise starten heute Morgen mit massiven Aufschlägen, nachdem am Samstag ein Anschlag auf die größte Ölraffinerie Saudi-Arabiens verübt worden ist. In Folge werden die Heizöl-Notierungen heute ebenfalls mit kräftigen Aufschlägen starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten starten heute Morgen mit massiven Aufschlägen, nachdem am Samstag ein Anschlag auf die größte Ölraffinerie Saudi-Arabiens verübt worden ist, der mindestens die Hälfte der dortigen Ölproduktion lahmgelegt hat. In Folge werden die Heizöl-Notierungen hierzulande heute ebenfalls mit kräftigen Aufschlägen in die neue Handelswoche starten.

Aktuell stehen die November-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 66,40 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediäre" kostet zur Stunde rund 60 Dollar. Der Euro zeigt sich im Vergleich zum US-Dollar nur wenig verändert und wird heute Morgen weiterhin zu Kursen um 1,1070 US-Dollar gehandelt.

Am Samstagmorgen gab es einen Angriff auf ein saudisches Ölfeld, auf dem ca. 1,5 Millionen Barrel pro Tag gefördert werden, sowie einen Raffineriekomplex, der pro Tag rund 7 Millionen Fass verarbeitet. Verantwortlich für den Anschlag zeigten sich die Houthi-Rebellen aus dem Nachbarland Jemen, die angeblich mit Hilfe von zehn Drohnen diesen immensen Schaden verursacht haben sollen. Dass die Aktion tatsächlich aus dem Jemen ausgeführt worden ist, wird allerdings bezweifelt. Die USA beschuldigen den Iran, hinter dem Angriff zu stehen, der nach Expertenmeinung mit Cruise-Missiles-Raketen verübt worden ist.
Fakt ist, dass dem Ölmarkt derzeit eine tägliche Menge von 5,7 Millionen Barrel fehlt, was gut 5 Prozent des weltweiten Ölbedarfs ausmacht. Bislang ist es noch nie zu einem derart großen Ausfall gekommen und es wird erhebliche Anstrengungen geben müssen, diese Mengen zu kompensieren. Eine Möglichkeit ist sicherlich, dass strategische Ölreserven freigegeben werden. Zusätzlich dürfte das OPEC-Förderabkommen zumindest vorübergehend ausgesetzt werden.
Derzeit ist nicht davon auszugehen, dass es zu Engpässen bei der Ölversorgung kommen wird. Wie es preislich weitergeht wird davon abhängen, wie schnell die Anlagen in Saudi-Arabien repariert werden können.
Allerdings wird der Markt unabhängig davon wieder eine erhöhte Risikoprämie einpreisen müssen, denn die USA hat bereits mit Vergeltung gedroht und die Kriegsgefahr ist hoch wie nie! Eine kürzlich noch für möglich gehaltene Annäherung zwischen den USA und dem Iran dürfte auf jeden Fall in nächster Zeit kein Thema mehr sein.
Heute Morgen gab es an den Ölmärkten den größten Kurssprung aller Zeiten. Mittlerweile haben sich die Rohölpreise im Vergleich zum Freitag bei einem Plus von 6 bis 7 Dollar pro Barrel eingependelt. Es ist aber zu erwarten, dass die Volatilität in nächster Zeit weiterhin sehr hoch bleiben wird.

Am Devisenmarkt hat sich der Anschlag bislang nicht auf das Kursverhältnis zwischen Euro und US-Dollar ausgewirkt. Eigentlich ist der "Greenback" in Krisenzeiten wie diesen als "sicherer Hafen" gefragt, was sich bislang aber noch nicht gezeigt hat. Ansonsten gab es am Freitag und heute Morgen gemischst ausgefallene Konjunkturdaten, die sich bislang neutralisiert haben.

Die Heizölpreise hierzulande ziehen heute Morgen massiv an, was sicherlich auch am Kaufverhalten der Verbraucher liegt, die bereits gestern und auch heute Morgen panikartig bestellen. In den meisten Regionen sind Preisaufschläge von 4 bis 6 Cent pro Liter zu beobachten, mancherorts aber auch knapp 10 Cent pro Liter. Dies liegt daran, dass derzeit noch nicht absehbar ist, welche Konditionen vom Großhandel heute angeboten werden können. Wir raten zur Besonnenheit, denn die Tankläger sind derzeit gut gefüllt und die Versorgungslage ist gesichert. Nur im Falle eines Krieges im Nahen Osten ist zu befürchten, dass es noch weiter nach oben gehen wird. Es ist aber auch durchaus möglich, dass sich die Lage schnell wieder beruhigen wird und die Notierungen bald wieder nach unten drehen werden. Die Lieferzeiten haben sich durch den massiven Bestelleingang der letzten Stunden weiter deutlich erhöht!
13.09.2019, 08:40 Uhr
Die Ölpreise haben gestern zunächst deutlich an Wert verloren, konnten in der zweiten Tageshälfte aber Boden gut machen. Die Heizölpreise hierzulande werden auch heute wieder mit Abschlägen in den letzten Handelstag der Woche starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern zunächst deutlich an Wert verloren, konnten in der zweiten Tageshälfte aber einen Teil der Verluste wieder ausgleichen. Die Heizölpreise hierzulande werden in Folge erfreulicherweise auch heute wieder mit Abschlägen in den letzten Handelstag der Woche starten.

Aktuell stehen die November-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 60,20 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 55,15 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum US-Dollar deutlich zulegen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1070 US-Dollar gehandelt.

Während die Monatsreports der US-Energiebehörde (EIA) und der OPEC, sowie die Hoffnung auf Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran gestern zum Start in den Handel auf die Rohölpreise drückten, bildeten die erneut gefallenen US-Ölbestände, sowie der gegenseitige Aufschub von Zöllen zwischen Washington und Peking ein entsprechendes Gegengewicht. Folgerichtig tendierten die Futures bis zum Vormittag seitwärts.
Mit Veröffentlichung des Monatsberichts der Internationalen Energieagentur (IEA) kippte die Stimmung dann aber zu Gunsten der "Bären" und die Ölpreise gerieten deutlich unter Druck. Zwar wurde hier die Prognose zur globalen Nachfrageentwicklung nicht verändert, mittelfristig erwartet man aber einen deutlichen Angebotsüberschuss und bezeichnete die Steuerung des Marktes im nächsten Jahr als eine "einschüchternde Aufgabe".
Nach guten Zahlen vom US-Arbeitsmarkt, wo die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung im Vergleich zur Vorwoche von 219.000 auf 204.000 zurückgegangen sind, und einem sicher erholenden Eurokurs, konnten sich die Notierungen am Nachmittag stabilisieren. Mit dem Ergebnis des Treffens des Joint Monitoring Committee (JMMC), dem Kontrollgremium das das OPEC-Förderabkommen kontrolliert, ging es im weiteren Verlauf dann sogar wieder deutlich nach oben. Zwar gab es bei dem Meeting in Abu Dhabi keine Hinweise auf weitere Förderkürzungen, es wurde aber die einhellige Meinung vertreten, dass es eine große Notwendigkeit einer weiteren Zusammenarbeit gibt und große Geschlossenheit demonstriert. Die Einhaltung der Förderkürzungen lag per August bei 136 Prozent und damit sehr hoch und künftig wollen auch der Irak und Nigeria ihre Quoten besser einhalten. Das nächste Treffen der OPEC Vollversammlung wurde für den 5. Dezember angesetzt.

Am Devisenmarkt fiel der Euro nach Bekanntgabe des Ergebnisses der EZB-Sitzung im Vergleich zum US-Dollar kurzzeitig deutlich zurück, konnte sich wenig später aber wieder kräftig erholen und ging schlussendlich mit einem schönen Aufschlag aus dem Handel. Wie erwartet, wurde der Bankeneinlagezins erneut von minus 0,4 auf minus 0,5 Prozent gesenkt und neue Anleihekäufe ab November in einem Wert von 20 Milliarden Euro monatlich beschlossen. Mit der Hoffnung auf eine baldige Annäherung bei den Gesprächen zwischen den USA und China, sowie der Erwartung einer Leitzinssenkung in den USA in der kommenden Woche, kann die Gemeinschaftswährung auch heute Morgen weiter leicht zulegen.

Die Vorgaben für den deutschen Inlandsmarkt sind also auch heute gut, sodass die Heizölpreise heute den dritten Tag in Folge mit Abschlägen starten werden. Erste Preistendenzen und aktuelle Berechnungen lassen zumindest aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von rund einem halben Cent pro Liter erwarten. Somit stehen die Notierungen ziemlich genau auf dem Durchschnittspreis der letzten drei Monate und weiterhin deutlich unter dem Mittelwert der letzten zwölf Monate. Da auch in nächster Zeit wenig Bewegung zu erwarten ist, sollten Verbraucher mit knappen Tankvorrat möglichst frühzeitig bestellen, denn die Lieferzeiten sind weiterhin sehr lang.
12.09.2019, 08:33 Uhr
Die Ölpreise sind gestern am Abend deutlich zurückgefallen, nachdem Informationen aus dem Weißen Haus durchgesickert waren, die auf eine mögliche Lockerung der Iran-Sanktionen hindeuten. In Folge werden auch die Heizöl-Notierungen mit Abschlägen starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten sind gestern am frühen Abend deutlich zurückgefallen, nachdem Informationen aus dem Weißen Haus durchgesickert waren, die auf eine mögliche Lockerung der Iran-Sanktionen hindeuten. In Folge werden auch die Heizöl-Notierungen mit Abschlägen in den heutigen Handelstag starten.

Aktuell stehen die November-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 61,20 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 56,30 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum US-Dollar etwas zurück und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1015 US-Dollar gehandelt.

Die API-Ölbestandsdaten und der EIA-Monatsreport neutralisierten sich gestern zum Start in den europäisch geprägten Handel gegenseitig, sodass die Rohölpreise keine großen Veränderungen zeigten. Auch der am frühen Nachmittag veröffentlichte Monatsbericht der OPEC hatte kaum Auswirkung auf die Öl-Futures, obwohl hier die Prognose zum weltweiten Öl-Nachfragewachstum ebenfalls erneut nach unten korrigiert wurde. Zudem rechnet das Kartell damit, dass im kommenden Jahr nur noch 29,4 Millionen Barrel pro Tag aus den Reihen der OPEC-Länder benötigt werden. Derzeit liegt die offizielle Förderquote aber bei 30,61 Millionen Fass.
Entsprechend mehren sich auch die Hinweise, dass die am Förderabkommen beteiligten Länder schon in wenigen Wochen eine weitere Kürzung der Produktion beschließen könnten. Vor allem so bedeutenden Mitgliedsländer wie der Irak und Russland haben bereits Gesprächsbereitschaft gezeigt.
Die am späten Nachmittag veröffentlichten US-Ölbestandsdaten des Department of Energy (DOE) konnten den Ölmarkt ebenfalls nicht aus der Ruhe bringen. Hier gab es in Summe einen Rückgang von knapp fünf Millionen Barrel, der nicht so stark ausfiel, wie es die API-Zahlen es hätten vermuten lassen können, aber doch über den Erwartungen der Analysten lag, die lediglich mit einem Minus von gut drei Millionen Fass gerechnet hatten.
Zwar gaben die Ölpreise nach Bekanntgabe des DOE-Reports etwas nach, richtig nach unten ging es aber erst, als wenig später aus einem Hintergrundbericht der Nachrichtenagentur Bloomberg hervorging, dass US-Präsident Trump vor der Entlassung seines Sicherheitsbeauftragten Bolton über eine Lockerung der Iran-Sanktionen gesprochen haben soll. Dies nährt die Spekulation, dass eventuell bald auch wieder mehr Öl aus dem Iran auf den Markt kommen könnte.
Neuigkeiten gibt es auch in Sachen Handelskrieg zwischen den USA und China. Hier hat US-Präsident Trump die Erhöhung von Importzöllen auf chinesische Einfuhren mit einem Volumen von 250 Milliarden Dollar vom 01. auf den 15. Oktober verschoben und von einer "Geste des guten Willens" gesprochen. Anfang Oktober sollen die Gespräche zu einem Handelsabkommen wieder aufgenommen werden.   

Spannend wird es heute am Devisenmarkt, wenn sich die Europäische Zentralbank in Frankfurt trifft, um über die weitere Zinspolitik zu beraten und zu entscheiden. In Erwartung weiter fallender Zinsen, hat der Euro gestern schon mal deutlich nachgegeben und ist dabei auch kurzzeitig unter die 1,10-Dollar-Marke gerutscht. Mit der erneuten Annäherung zwischen den USA und China konnte unsere Gemeinschaftswährung aber einen Teil der Verluste wieder wettmachen.

Dank der gefallenden Rohölpreise, werden die Heizöl-Notierungen hierzulande heute mit schönen Abschlägen in den Tag starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von bis zu knapp einen Cent pro Liter erwarten, nachdem es bereits gestern in der zweiten Tageshälfte etwas nach unten gegangen ist. In den kommenden Tagen und Wochen sollten Verbraucher die Nachrichtenlage gut verfolgen, denn auf weltpolitischer Ebene könnte sich einiges tun. Wer knapp bei Tank ist, sollte aber nicht zögern und sofort bestellen, denn die Lieferzeiten sind und bleiben auf absehbare Zeit sehr lang.
11.09.2019, 08:27 Uhr
Die Ölpreise waren auch gestern wieder großen Schwankungen unterworfen, zeigen sich im Tagesvergleich dann aber doch kaum verändert. In Folge werden auch die Heizöl-Notierungen stabil bis leicht höher in den heutigen Handelstag starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten waren auch gestern wieder großen Schwankungen unterworfen, zeigen sich im Tagesvergleich aber dann doch kaum verändert. In Folge werden auch die Heizöl-Notierungen stabil bis leicht höher in den heutigen Handelstag starten.

Aktuell stehen die November-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 62,80 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 57,75 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar erneut relativ gut behaupten und wird heute Morgen etwas höher zu Kursen um 1,1050 US-Dollar gehandelt.

Nach einem relativ verhaltenen Start in den asiatisch und europäisch geprägten Handel, nahmen am Ölmarkt ab den Mittagsstunden erneut die "Bullen" das Zepter in die Hand und die Rohölpreise legten bis ziemlich genau 18 Uhr um rund einen Dollar pro Barrel zu. Haupttreiber waren zu diesem Zeitpunkt die Erwartung weiter gefallener US-Ölbestände und die Erklärung des nigerianischen Ölministers Sylva, die Vorgaben der OPEC künftig besser einhalten zu wollen.
Dann gab es allerdings einen politischen Paukenschlag, denn US-Präsident Doald Trump hat durchaus überraschend seinen als Hardliner bekannten Sicherheitsberater John Bolton gefeuert. Spontan knickten die Ölpreise ein, denn die Marktteilnehmer sehen nun wohl deutlich bessere Chancen, dass sich in der US-Außenpolitik wieder stärker die Diplomatie durchsetzen kann und es somit vielleicht auch schon bald Verhandlungen mit dem Iran geben könnte.
Zudem veröffentlichte die Energy Information Administration (EIA) ihren Monatsreport, der eindeutig bearish, also preisdrückend ausgefallen ist. Im Vergleich zum Vormonat wurde die Prognose zum weltweiten Ölverbrauch erneut zurückgenommen, während auf der anderen Seite eine etwas höhere globale Förderung erwartet wird. Entsprechend wurden auch die Preisprognosen deutlich im Schnitt um rund drei Dollar pro Barrel nach unten korrigiert.
Nach Börsenschluss vermeldete dann das American Petroleum Institute (API) ihre Version der wöchentlichen US-Ölbestandsdaten. Mit einem deutlichen Rückgang von rund elf Millionen Barrel fiel das Minus noch deutlich stärker als, als dies von den Analysten im Vorfeld erwartet wurde. Entsprechend konnten sich die Futures nach Börsenschluss stabilisieren und heute Morgen bislang wieder leichte Gewinne verbuchen.

Am Devisenmarkt gab es im Gegensatz zum Ölmarkt wieder einen recht ruhigen Handel, bei dem sich der Euro im Vergleich zur Ölwährung US-Dollar recht stabil entwickeln konnte. Die Marktteilnehmer warten auf die morgige Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) und spekulieren auf eine weitere Lockerung der Geldpolitik. Wie diese aber konkret aussehen wird, ist derzeit noch unklar und so ist morgen durchaus mit stärkeren Kursschwankungen zu rechnen.

Unterm Strich also recht stabile Vorgaben für den deutschen Inlandsmarkt, wo die Heizölpreise heute kaum verändert bis leicht steigend in den Tag starten werden. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Miniplus von 0,1 bis 0,3 Cent pro Liter erwarten. Allerdings kann davon ausgegangen werden, dass sich dies im Laufe des Handels noch ändern wird, denn es stehen auch heute wieder wichtige Ereignisse auf der Agenda, unter anderem die DOE-Ölbestandsdaten, die gegen 16.30 Uhr bekanntgegeben werden.
10.09.2019, 08:53 Uhr
Die Ölpreise haben auch gestern wieder Gewinne verbuchen können und stehen derzeit auf dem höchsten Stand seit Anfang August. Trotz leichter Währungsgewinne, werden die Heizöl-Notierungen hierzulande ebenfalls mit weiteren Aufschlägen starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben auch gestern wieder Gewinne verbuchen können und stehen derzeit auf dem höchsten Stand seit Anfang August. Trotz leichter Währungsgewinne, werden die Heizöl-Notierungen hierzulande folglich ebenfalls mit weiteren Aufschlägen in den heutigen Handelstag starten.

Aktuell stehen die November-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 62,80 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde gut 58 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar gut behaupten und leicht hinzugewinnen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1040 US-Dollar gehandelt.

Wie nicht unüblich an einem Montag, gab es gestern einen recht impulslosen Handel mit relativ geringen Umsätzen. Leider setzten die Rohölpreise dabei den Aufwärtstrend der letzten Tage weiter fort.
Sicherlich spielen dabei die zuletzt deutlich zurückgegangen Ölbestände in den USA und die gleichzeitig sehr hohe Disziplin der am OPEC-Förderabkommen beteiligten Länder eine große Rolle. Aber auch der permanente Rückgang der aktiven US-Bohranlagen treibt so manchen Börsianer leichte Sorgenfalten auf die Stirn, denn früher oder später wird sich dieser natürlich auch auf die Ölproduktion auswirken.
Auf der anderen Seite steht natürlich nach wie vor zu befürchten, dass sich die globale Ölnachfrage in den nächsten Wochen und Monaten eher schwach entwickeln wird, vor allem solange sich die USA und China gegenseitig mit Strafzöllen belegen. Doch ganz so schlecht fielen die in letzter Zeit veröffentlichten Konjunkturdaten dann auch wieder nicht aus. Insgesamt läuft die Wirtschaft in den wichtigsten Regionen der Erde noch halbwegs rund und so ist die Versorgungslage am Ölmarkt in diesen Tagen gar nicht so üppig, wie noch vor Wochen erwartet.
Die Meldung, dass Saudi-Arabien die Stelle des Ölministers neu besetzt hat, dürfte sich nach jetzigem Kenntnisstand kaum auf die Entwicklung der Ölpreise auswirken. Abdulaziz bin Salman ließ bislang keinen Kurswechsel erkennen und dürfte, wie schon sein Vorgänger al-Falih, um eine Stabilisierung der Rohöl-Notierungen bemüht sein.
In den nächsten Tagen erwarten die Marktteilnehmer eine ganze Reihe von Einflussfaktoren, wie die Monatsreports vom US-Energieministerium, der OPEC und der Internationalen Energieagentur, aber natürlich auch  Zahlen zur Entwicklung der US-Ölbestände. Den Anfang macht dabei heute Abend nach US-Börsenschluss das American Petroleum Institute (API).

Am Devisenmarkt konnte sich der Euro im Vergleich zum US-Dollar gestern weiter stabilisieren und sogar wieder etwas zulegen. Zum einen gab es gute Außenhandelszahlen aus Deutschland, zum anderen wird ein ungeordneter Brexit zumindest zum 31. Oktober immer unwahrscheinlicher. Neue Hinweise zur künftigen Geldpolitik in der EU erwarten sich die Marktteilnehmer vom EZB-Treffen am kommenden Donnerstag.

Auch die Heizölpreise hierzulande haben mittlerweile den höchsten Stand seit fast sechs Wochen erreicht und werden leider auch heute wieder mit Aufschlägen in den Tag starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von rund einem halben Cent pro Liter erwarten. Die zuletzt schon sehr herbstlich kühle Witterung, sowie die durchaus etwas unerwartete Preisentwicklung, hat in den letzten Tagen nochmals zu einem Anstieg der Nachfrage geführt, sodass die derzeit ohnehin schon sehr langen Lieferzeiten tendenziell noch länger werden.
09.09.2019, 08:41 Uhr
Die Ölpreise waren auch am Freitag kräftigen Schwankungen unterworfen und gingen schlussendlich mit einem deutlichen Plus aus dem Handel. Da es zusätzlich auch leichte Währungsverluste gab, werden die Heizöl-Notierungen ebenfalls mit Aufschlägen starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten waren auch am Freitag kräftigen Schwankungen unterworfen und gingen schlussendlich mit einem deutlichen Plus aus dem Handel. Da es zusätzlich auch noch leichte Währungsverluste gab, werden die Heizöl-Notierungen hierzulande ebenfalls mit teils kräftigen Aufschlägen in die neue Woche starten.

Aktuell stehen die November-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 62,10 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 57,10 Dollar. Der Euro muss im Vergleich zum US-Dollar leichte Verluste hinnehmen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1025 US-Dollar gehandelt.

Bereits am Donnerstag legten die Rohölpreise eine Berg- und Talfahrt hin, die sich auch am Freitag fortsetzte. Zunächst starteten die Notierungen, nach den bullsih, also preistreibend zu wertenden DOE-Ölbestandsdaten noch recht stabil in den asiatisch und europäisch geprägten Handel. Dabei gab es schwache Zahlen aus der deutschen Wirtschaft, wo die Industrieproduktion per Juli um 0,6 Prozent zurückgegangen ist. Erwartet wurde ein leichtes Plus von 0,4 Prozent.
Auch die Senkung der saudischen Rohölpreise für Oktober-Lieferungen wirkte preisdrückend, sodass es ziemlich genau um 12 Uhr Mittags zu einem kurzen aber kräftigen Preisrutsch von über einen US-Dollar pro Barrel kam, der aber wohl überwiegend technisch bedingt war. Als sich die Widerstände als stabil erwiesen, konnten sich die Notierungen in den Nachmittagsstunden erholen und dann zum Abend hin die zuvor erlittenen Verluste wieder mehr als wettmachen und sogar mit leichten Gewinnen, auf dem höchsten Niveau seit über einen Monat, aus dem Handel gehen.
Auch heute Morgen zeigen sich die Ölpreise eher von der festen Seite, was sicherlich auch an der Entwicklung der aktiven US-Bohranlagen liegt. Wie das Marktforschungsunternehmen Baker Hughes am Freitagabend vermeldet hat, gab es in der Vorwoche den dritten Rückgang in Folge so dass aktuell nur noch 738 Produktionsanlagen in Betrieb sind. Dies ist der niedrigste Stand seit Dezember 2017 und lässt erwarten, dass auch die Ölförderung mit einer Verzögerung von sechs bis neuen Monaten entsprechend auf diese Veränderungen reagieren wird.

Am Devisenmarkt sind die Augen der Händler in dieser Woche auf die Europäische Zentralbank (EZB) gerichtet, die sich am Donnerstag zu einer turnusmäßigen Sitzung treffen wird. Am Freitag konnte der US-Dollar im Vergleich zum Euro leichte Gewinne erzielen, obwohl die Zahl der neue geschaffenen Jobs ausserhalb der Landwirtschaft per August nur bei 130.000 statt wie erwartet 160.000 lag. Zuversichtlich stimmten aber Kommentare von US-Notenbankchef Jerome Powell, der die US-Wirtschaft trotz der derzeitigen Risiken immer noch in einem guten Zustand sieht.

Die Heizölpreise in Deutschland werden nach diesen Vorgaben heute leider mit weiteren Aufschlägen in die neue Handelswoche starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von einem halben bis einem Cent pro Liter erwarten, womit der höchste Stand seit Ende Juli erreicht wäre. In der mittelfristigen Betrachtung ist der Seitwärtstrend aber noch voll intakt und das Preisniveau durchaus attraktiv. Die Nachfrage bleibt dem entsprechend auf einem recht hohen Niveau und so werden wohl die Lieferzeiten, die derzeit vielerorts bei rund vier bis sechs Wochen liegen, auch in absehbarer Zeit nicht kürzer werden. Es sollte also unbedingt vorausschauend bestellt werden, um teuere Eilzuschläge zu vermeiden.
06.09.2019, 08:39 Uhr
Die Ölpreise haben gestern eine regelrechte Berg- und Talfahrt hingelegt, sich letztendlich im Tagesvergleich aber kaum verändert. Gleiches gilt für den Euro, sodass die Heizöl-Notierungen ebenfalls stabil in den letzten Handelstag der Woche starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern eine regelrechte Berg- und Talfahrt hingelegt, sich letztendlich im Tagesvergleich aber kaum verändert gezeigt. Gleiches gilt für den Euro am Devisenmarkt, sodass die Heizöl-Notierungen hierzulande heute ebenfalls weitgehend stabil in den letzten Handelstag der Woche starten werden.

Aktuell stehen die November-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 60,90 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 56,25 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar gut behaupten und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1045 US-Dollar gehandelt.

Nach dem fulminanten Anstieg vom Mittwochnachmittag bzw. -abend konsolidierten die Rohölpreise gestern zum Start in den europäisch geprägten Handel. Dabei gab es schwache Konjunkturdaten aus Deutschland, wo die Arbeitsaufträge der Industrie per Juli um 2,7 Prozent zurückgingen. Die Analysten hatten im Vorfeld lediglich mit einem Minus von 1,5 Prozent gerechnet.
Die Notierungen nahmen dann ab den Mittagsstunden aber wieder an Fahrt auf, zunächst gestützt von sehr guten Arbeitsmarktdaten aus den USA. Hier stieg der Zahl der neu geschaffenen Stellen per August überraschend deutlich um 195.000 an, während die Prognosen lediglich 148.000 neue Jobs erwarten ließen. Auch der ISM Einkaufsmanagerindex aus dem Dienstleistungssektor konnte die Analysenschätzung mit 56,4 Punkten deutlich übertreffen und die US-Werksaufträge legten per Juli um 1,4 Prozent zudem stärker zu als erwartet.
Die guten Konjunkturdaten nahm den Börsianern zumindest vorübergehend etwas die Sorge, dass die US-Wirtschaft in eine Rezession hineinsteuern könnte und so legten die Öl-Futures weiter zu.
Als dann gegen 16.30 Uhr die neuesten US-Ölbestandsdaten des Department of Energy (DOE) veröffentlicht wurden, ging es zunächst noch weiter nach oben, was nicht verwunderlich war, denn hier gab es in Summe einen kräftigen und unerwarteten Rückgang von knapp 10 Millionen Fass.
Doch anscheinend hatten die Bullen bis zu diesem Zeitpunkt ihr Pulver bereits zu Großteil verschossen und in den frühen Abendstunden setzten dann massive Gewinnmitnahmen ein, sodass die Ölpreise schlussendlich nur noch mit einem leichten Plus aus dem Handel gingen.

Am Devisenmarkt konnte der Euro auch gestern zunächst weiter zulegen und erstaunlicherweise nach Veröffentlichung der sehr guten US-Konjunkturdaten kurzzeitig sogar noch weiter an Boden gewinnen. Erst am späten Nachmittag kam es dann aber auch zu Gewinnmitnahmen und der US-Dollar konnte den verlorenen Boden wieder weitgehend wettmachen.

Trotz dieser zwischenzeitlich sehr heftigen Kursausschläge, gibt es heute also insgesamt recht stabile Vorgaben für den heimischen Markt, wo die Heizölpreise mit ganz leichten Aufschlägen in den Tag starten werden. Dies lassen zumindest aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen aus morgendlicher Sicht erwarten. Trotz des Anstieges der letzten Tage, setzen die Notierungen ihren mittelfristigen Seitwärtstrend bislang weiter fort und befinden sich auch nach wie vor auf eine durchaus attraktiven Niveau. Die Ölheizer sehen dies auch so und bestellen rege für die in diesen Tagen beginnende Heizperiode. Wohl auch, weil sich herumgesprochen hat, dass die Lieferzeit vielerorts derzeit mehrere Wochen beträgt.
05.09.2019, 09:00 Uhr
Die Ölpreise haben gestern in der zweiten Tageshälfte eine Rallye nach oben hingelegt, ohne dass es hierzu einen konkreten Auslöser gegeben hat. Trotz leichter Währungsgewinne werden die Heizöl-Notierungen hierzulande mit deutlichen Aufschlägen starten. Mehr
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern in der zweiten Tageshälfte eine Rallye nach oben hingelegt, ohne dass es hierzu einen konkreten Auslöser gegeben hätte. Trotz leichter Währungsgewinne werden die Heizöl-Notierungen hierzulande in Folge leider mit deutlichen Aufschlägen in den heutigen Handelstag starten.

Aktuell stehen die November-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 60,50 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde genau 56 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum US-Dollar weitere Gewinne verbuchen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1025 US-Dollar gehandelt.

Die Tatsache, dass die OPEC und Russland ihre Fördermengen zuletzt gesteigert hatten und in den USA wieder sehr schwache Konjunkturdaten veröffentlicht wurden, brachte die Rohölpreise in den letzten Tagen unter Druck und es sah eigentlich danach aus, als würde es tendenziell noch weiter nach unten gehen können.
Vor allem auch, weil es zum Thema Handelskonflikt immer noch keinen neuen konkreten Fahrplan gab. Dies hat sich mittlerweile aber geändert, denn für Anfang Oktober sind nun wohl neue Verhandlungen in Washington angesetzt, die bereits ab Mitte September vorbereitet werden. Dies teilte das Handelsministerium in Peking mit.
Dies war sicherlich mit ein Grund, warum die Ölpreise gestern am Nachmittag eine bemerkenswerte Aufwärtsentwicklung hingelegt haben. Andere Auslöser waren die steigenden Aktienmärkte, die durch gute Konjunkturdaten aus China und der EU gestützt wurden, sowie die Ankündigung Russlands, die Ölfördermengen im September wieder etwas zurückfahren zu wollen.
Somit wurden zügig immer neue Widerstände geknackt und bis zum Handelsschluss konnten die Öl-Futures gut zwei Dollar pro Barrel zulegen.
Danach veröffentlichte das American Petroleum Institute (API) ihre Version der wöchentlichen US-Ölbestandsdaten. Hier gab es in Summe einen leichten Rückgang von 1,7 Millionen Barrel, während die Analysten im Vorfeld mit einem Abbau von 3,7 Millionen Fass gerechnet hatten. Vor allem das kleine Plus bei den Rohölbeständen wirkte leicht bearish, also preisdrückend. Bislang ist aber noch keine stärkere Korrektur der gestrigen Aufwärtsbewegung zu beobachten.

Am Devisenmarkt konnte der Euro von einer ganzen Reihe positiver Nachrichten profitieren und im Vergleich zum US-Dollar auch deutlich zulegen. Neben den überraschend positiv ausgefallenen EU-Einkaufsmanagerindex aus dem Dienstleistungssektor und guten Einzelhandelsumsätzen, zeichnet sich in Italien eine Einigung bei der Regierungsbildung ab. Zudem hat das britische Parlament für einen Gesetzentwurf gegen einen "harten" Brexit gestimmt und Premierminister Johnson eine zweite große Lektion erteilt.

Die Heizölpreise in Deutschland werden nach diesen Vorgaben heute mit deutlichen Aufschlägen in den Handel starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von gut einem Cent pro Liter erwarten. Somit hat sich die Hoffnung auf das Erreichen eines neuen Jahrestiefs zunächst einmal zerschlagen. Trotzdem befinden sich die Notierungen immer noch auf einem sehr attraktiven Niveau, was derzeit sehr viele Verbraucher zum Kauf bewegt. Entsprechend muss weiterhin mit Lieferzeiten von mehreren Wochen gerechnet werden.