Heizöl-News vom 29.06.2003


Dollar auf dem Vormarsch

 
Ein relativ ruhiger Handelsverlauf wurde letzte Woche im Wesentlichen durch den wiedererstarkten Dollar beeinflusst. Meldungen über wieder einmal gefallene Rohölbestände in den USA, die nächste Woche natürlich wieder ganz anders ausfallen können, beeinflussen die Rohölmärkte derzeit nur unwesentlich.

Tatsächlich ist der Dollar im Verlauf der Woche mittlerweile wieder auf über 87,50 Euro-Cent und somit innerhalb der letzten zwei Wochen um über vier Prozent gestiegen. Rohöl in New York notiert derzeit kaum verändert zur Vorwoche bei rund 29,30 US-Dollar je Barrel, während Nordseeöl in London für 27,24 Dollar zu haben ist.

Die Gründe für den Dollaranstieg, der ja in Europa für steigende Rohöl-Importpreise sorgt, sind vielgründig. Zum einen wird der US-Wirtschaft im Gegensatz zur Europäischen derzeit wieder größeres Vertrauen entgegengebracht, was einen verstärken Mittelzufluss in die USA bewirkt. Zum anderen wird nach der Leitzinksenkung in den USA vom Mittwoch auch über eine weitere Senkung durch die EZB (Europäische Zentralbank) spekuliert, was Anlagen in den Dollar dann wieder lukrativer machen würde. Schließlich beeinflussen auch Devisen-Spekulanten die Kurse, die nach einer langandauernden Abwärtsbewegung nun wieder auf steigende Dollarkurse setzen.

Weltbewegende Neuigkeiten von den Rohölmärkten gibt es derzeit nicht, außer dass die zunehmend aufflammenden Unruhen im Irak die baldige Wiederaufnahme der irakischen Öllieferungen behindern und somit verzögern könnten.

Somit sehen wir auch für nächste Woche einem relativ ruhigen Handelsverlauf entgegen, wobei weiterhin verstärkt der Dollar beobachtet werden sollte. Bei einem weiteren kräftigeren Anstieg wäre auch der mittelfristige charttechnische Abwärtstrend und somit die preismildernde Unterstützung unser Heizölpreise in Gefahr. Bis dahin ist vorerst aber noch reichlich Luft.

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vom Juni 2003