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Marktbericht vom 02.05.2004
Die Hoffnung, dass die Rohöl- und somit auch die Heizölpreise bald wieder nachgeben, wird zusehens geringer. Immer mehr Marktexperten sehen auch in Zukunft ein hohes Preisniveau und eine generelle Verteuerung der Energie.
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Die Rohölfutures in NewYork stehen derzeit wieder deutlich über 37 US-Dollar pro Barrel und auch in London verteuerte sich die Nordseemarke "Brent" auf 34,50 Dollar. Lediglich der Dollar brachte etwas Entspannung, er ist wieder für rund 83,5 Euro-Cent zu haben.
Der von der OPEC angeführte und befürchtete Preisverfall im zweiten Quartal blieb bisher aus. Stattdessen pendeln sich die Ölpreise auf ein Rekordniveau ein und das Kartell will dieses hohe Niveau "legitimieren" und untermauern. Bei ihrem nächsten Treffen am 21. Mai in Amsterdam soll deshalb auf Drängen einiger Mitgliedsländer der offizielle Zielpreiskorridor von derzeit 22 bis 28 US-Dollar auf deutlich über 30 Dollar angehoben werden. Als Gründe werden inflationäre Entwertungen der Heimatwährungen und die Einnahmeverluste durch den schwachen US-Dollar angeführt. Außerdem müssten dringend Investitionen getätigt werden, die eine langfristig zuverlässige Ölversorgung der anziehenden Weltwirtschaft sicherstellen sollen.
Inwieweit der Preisband-Spekulation aufgrund der fehlenden Anwendung der jüngsten Zeit Bedeutung zugemessen werden soll kann zwar diskutiert werden, sie führt aber immerhin dazu, dass sich immer mehr Marktteilnehmer und Volkswirte auf steigende oder zumindest konstant hohe Preise einstellen.
Fundamental untermauert wird dies natürlich durch die Eskalationen im Irak, der latenten Terrorangst und dem starken Wirtschaftswachstum mit einer verbundenen Nachfrageerhöhung, die zum Teil sogar in Diskussionen um eine bevorstehende Ölkrise ausartet. Hauptverantwortlich für den zunehmenden Bedarf ist bekanntlich China, das derzeit versucht, eine Überhitzung der Konjunktur zu verhindern.
Wenigstens der Dollar sorgte für eine leichte Entspannung, nachdem das offizielle Wachstumsrate die US-Konjunktur für das erste Quartal schwächer als erwartet ausgefallen war. Die Aussicht auf eine baldige Zinserhöhung lässt derzeit aber wenig Spielraum für ein weiteres Abrutschen.
Immer mehr Verbraucher realisieren die angespannte Lage an den Ölmärkten und bevorraten sich auf dem aktuellen Preisniveau, das sich im Rückblick als ein sehr günstiges herausstellen könnte.
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Auch in der vergangenen Woche stieg der Rohölpreis unaufhaltsam weiter, so dass mittlerweile die höchsten Preise seit der Besetzung Kuwaits durch den Irak im Jahr 1990 erreicht wurden.
Ein sich gegenüber dem US-Dollar weiter abschwächender Eurokurs verhinderte vergangene Woche trotz eines leichten Rückganges der Rohölpreise fallende Heizölnotierungen.