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Marktbericht vom 16.05.2004
Was sich in den vergangenen Wochen langsam abzeichnete, ist nun Wirklichkeit geworden. Die Rohölpreise stiegen auf den höchsten Stand seit Beginn des Rohölhandels an den Börsen.
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Aktuell stehen die Futures in NewYork bei sagenhaften 41,40 US-Dollar und in London notieren die Kontrakte für die Nordseemarke "Brent" bei knapp 38 Dollar. Der Dollar bewegte sich im Wochenvergleich kaum und kostet derzeit 84,20 Euro-Cent.
Niemand vermag zu prognostizieren, wohin die Reise bei den Rohölpreisen künftig gehen wird. Bei den wichtigsten negativen Einflussfaktoren - Irak-Krise und knappe Benzinversorgung in Amerika - ist derzeit keine Entspannung in Sicht. Im Gegenteil, die politischen und damit einhergehenden (öl-)wirtschaftlichen Unsicherheiten im Nahen Osten werden eher größer und die neuesten Bestandsdaten aus den USA zeigen wieder einen Rückgang der Füllstande in den Lagertanks.
Und während die Ankündigung der chinesischen Regierung, ein Überhitzen der Wirtschaft vermeiden zu wollen, an den internationalen Aktienmärkten eben auch in Verbindung mit den permanent hohen Ölpreisen zu massiven Verunstimmungen sorgte, wirkte sich dies auf die Ölmärkte nicht aus. Ebenso wenig die Äußerungen Saudi Arabiens, eine Erhöhung der Ölfördermengen innerhalb der OPEC anstoßen zu wollen. Dies fände sicherlich bei einer strikten Einhaltung der Förderquoten Gehör, nicht aber bei einer bereits deutlichen Überförderung. Welcher Beschluss soll da noch Einfluss haben?
Auch auf der Devisenseite zeigen die hohen Rohstoffpreise ihre Wirkung. In den USA steht eine Zinserhöhung unmittelbar bevor, nicht zuletzt weil die Ölpreise für einen deutlichen Anstieg der Verbraucherpreise geführt hat. Besonders in den USA schlagen die hohen Ölpreise durch den relativ schwachen Dollarkurs noch stärker durch als in Europa, da Rohöl in Dollar abgerechnet wird.
Doch auch wir Europäer sehen das Resultat der aktuellen Situation täglich an den Tankstellen und natürlich auch an bei den Heizölpreisen. Diese steigen mit den Rohölpreisen permanent an und liegen mittlerweile deutlich über dem Vorjahresniveau. Ob dies künftig als "normal" einzustufen ist, mag derzeit niemand zu beurteilen.
Wessen Vorräte sich dem Ende neigen und wer auf Nummer sicher gehen will, der ordert auf aktuellem Niveau zumindest eine Teilmenge, die wieder Luft zu einer längerfristigen Spekulation lässt.
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Nachdem die Märkte in den letzten Wochen scheinbar nur eine Richtung kannten, kann nun endlich wieder von einem nennenswerten Rückgang der Rohölpreise berichtet werden.
Auch in der vergangenen Woche stieg der Rohölpreis unaufhaltsam weiter, so dass mittlerweile die höchsten Preise seit der Besetzung Kuwaits durch den Irak im Jahr 1990 erreicht wurden.