Marktbericht vom 31.05.2004
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Josef Weichslberger - FastEnergy Geschäftsführer
Dieser News-Artikel wurde von Josef Weichslberger verfasst.
Veröffentlichung: 31.05.2004, 00:00 Uhr

Marktbericht vom 31.05.2004

Berg- und Talfahrt bei Heizölpreisen geht weiter

Josef Weichslberger - FastEnergy Geschäftsführer
Dieser News-Artikel wurde von Josef Weichslberger verfasst.
Veröffentlichung: 31.05.2004, 00:00 Uhr
Heizöl-News - Heizölpreis-Analyse

Das derzeitige Auf und Ab an den internationalen Rohölmärkten scheint keine Ende zu nehmen. Nach stark steigenden Preisen zu Beginn der vergangenen Woche, gaben die Preise gegen Ende wieder nach.


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Aktuell notieren die Rohöl-Futures in NewYork mit 39,88 US-Dollar pro Barrel wieder knapp unter der 40-Dollar-Marke, während in London die Nordseemarke "Brent" für rund 36,50 US-Dollar gehandelt wird. Der Euro konnte sich gegenüber dem Dollar gut behaupten und so sind für einen Dollar nur mehr 82 Euro-Cent zu bezahlen.

Hauptverantwortlich für die hohe Volatilität an den Ölmärkten ist die unentschlossene Haltung der OPEC zum Thema Förderpolitik. Der immer stärker werdende politische Druck, etwas gegen die hohen Rohölpreise zu unternehmen, bringt Bewegung in das Kartell. Nach dem Vorstoß Saudi-Arabiens, die Fördermengen um gut zwei Millionen Barrel pro Tag zu steigern und der Blockadehaltung einiger Mitgliedstaaten zu Wochenbeginn, scheint es aktuell nun doch zu einem Handeln seitens der OPEC zu kommen.
Im Vorfeld zum nächsten OPEC-Treffen am Mittwoch dieser Woche ließ das Kartell verlauten, es prüfe ein Aussetzen des Quotensystems, um ein Signal an die Märkte zu senden und den Weg für eine deutliche Anhebung der Förderung zu ebnen.
Dabei muss aber berücksichtigt werden, dass aktuell bereits weit über der offiziellen Quote gefördert wird und die Vereinigung mittlerweile nur noch rund ein Drittel zur weltweiten Erdölversorgung beiträgt. Dennoch, die Märkte reagieren zur Zeit auf jedes Meldung zu diesem Thema sehr sensibel und so bleibt nur zu hoffen, dass den Worten nun auch endlich Taten in Form eines offiziellen Beschlusses folgen.

Sehr erfreulich für die europäischen Ölverbraucher ist die derzeitige Entwicklung an den Devisenmärkten zu beurteilen. Der Euro hat sich nach seinen stetigen Verlusten seit Mitte Februar wieder stabilisiert und ist aus dem kurzfristigen Abwärtstrend ausgebrochen. Mittelfristig zeichnet sich eine stabile Seitwärtsbewegung in einer Preisrange um 1,20 US-Dollar für einen Euro ab.

Dies würde zumindest von der Devisenseite her etwas Sicherheit für den Ölkauf bieten, die von der Rohstoffseite derzeit einfach nicht zu erwarten ist. Die Unsicherheiten im Irak, die latente Terrorangst und die nur schwer einzuschätzende künftige Nachfrage aus der Wachstumsregion Asien werden das Marktgeschehen auch weiterhin bestimmen und wenig Spielraum nach unten bieten.
Wer also eine Bevorratung ins Auge fasst, sollte nicht mehr zu lange warten und die kleinen Preisrücksetzer zu Käufen nutzen. Mit einer zusätzlichen negative Beeinflussung der Inlandspreise durch zu erwartende logistische Engpässe im Sommer und Herbst ist heuer zu rechnen!

Heizöl-Marktdaten

31.05.04, 23:00 Uhr
31.05.: 37,76 €
30.05.: 37,79 €
31.05.04, 23:00 Uhr
31.05.: 0,8209 €
28.05.: 0,8182 €

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