Heizöl-News vom 27.11.2015


Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise wieder unter Druck!

 
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern wieder Verluste hinnehmen müssen. Gleichzeitig konnte sich der Euro im Vergleich zum US-Dollar leicht erholen, sodass die Heizöl-Notierungen heute erfreulicherweise mit Abschlägen in den letzten Handelstag der Woche starten werden.

Aktuell stehen die Januar-Kontrakte der Nordsee-Ölmarke "Brent" bei 45,20 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 42,30 Dollar. Der Euro kann sich bei Werten um 1,0630 US-Dollar gut behaupten.

In Summe bearish zu wertende US-Ölbestandsdaten von API und DOE, sowie die allgemein überversorgte Marktlage, haben die Rohölpreise auch gestern wieder unter Druck gebracht.
Bullishe Aspekte, wie die insgesamt guten US-Konjunkturdaten vom Mittwoch und der erneute Rückgang der aktiven Bohranlagen in den USA, wurden eindeutig weniger stark gewichtet.
Die Umsätze blieben dabei allerdings gering, da in den USA der Thanksgiving-Feiertag begangen wurde und dies viele Börsianer für ein verlängertes Wochenende nutzten.
Auch aus Europa kamen gestern keine neuen Markt beeinflussenden Impulse, sodass die Öl-Futures den ganzen Tag über mehr oder weniger vor sich hin dümpelten.
Interessant waren aber Äußerungen von sogenannten OPEC-Insidern, die im Vorfeld des nächste Woche stattfindenden OPEC-Meeting die aktuelle Strategie des Kartells als "fantastischen Erfolg" bezeichnet haben.
Man bezieht sich darauf, dass Öl- und Gasprojekt in einer Größenordnung von 200 Milliarden Dollar verschoben, geplante Piplines auf Eis gelegt und somit Marktanteile gesichert worden sind.

Am Devisenmarkt konnte sich der Euro im gestrigen Handel knapp oberhalb der 1,06-Dollar-Marke stabilisieren und heute Morgen in Asien sogar leicht zulegen. Allerdings fehlen und fehlten auch hier die Impulse aus den USA und die Handelsaktivität blieb entsprechend gering.

Die Heizölpreise in Deutschland werden nach diesen Vorgaben aller Voraussicht nach mit einem Minus in den letzten Handelstag der Woche gehen. Aktuelle Berechnungen lassen Abschläge in einer Größenordnung von rund einem halben Cent pro Liter erwarten. Somit bewegen sich die Notierungen wieder auf die Langzeittiefstände von Januar und August zu.

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