Heizölpreis-Prognose 03/2018 bis 04/2018

Gepostet am 27. Mrz. 2018 in News

Auch die Heizölpreise haben sich nach den Vorgaben der internationalen Ölmärkte nicht so entwickelt, wie wir uns das gewünscht hätten.

Seit Mitte März kennen die Notierungen nur noch den Weg nach oben und die Ölheizer in Deutschland müssen für aktuelle Bestellungen soviel bezahlen, wie seit Anfang Januar nicht mehr.
Sollte es mit den Rohölpreisen allerdings noch weiter nach oben gehen, könnte beim Heizölpreis durchaus auch ein neues Langzeithoch erreicht werden.
Wie weiter oben bereits ausführlich erläutert, stehen die Chancen auf deutlich fallende Rohölpreise derzeit alles andere als gut.
Zwar wird das zweite Quartal stets als nachfrageschwache Zeit beschrieben, doch an den Notierungen war das in der Vergangenheit kaum festzustellen.
Derzeit scheint nichts mehr sicher zu sein und so sind halbwegs verlässliche Prognosen leider kaum mehr möglich.
Sollte das Atom-Abkommen mit dem Iran, in welcher Form auch immer, auch künftig keine Auswirkungen auf das Ölangebot haben, werden die Notierungen sicherlich wieder nachgeben, denn der Mengendruck von der us-amerikanischen Schieferölindustrie wird bestehen bleiben –  vor allem wenn die Rohölpreise längere Zeit auf diesem Niveau verharren sollten.
Zudem sehen wir die große Gefahr, dass sich die globale Konjunktur aufgrund von Unsicherheiten und Handelsbeschränkungen bestenfalls abkühlen wird. Im schlimmsten Fall steuern wir auf eine Weltwirtschaftskrise zu, die natürlich auch gravierende Auswirkungen auf die Ölpreise haben würde.
Dass die Heizölpreise derzeit, trotz der im Jahresvergleich wesentlich höheren Rohölpreise, nur rund 15 Prozent über den Preisen vom März letzten Jahres stehen, liegt nicht unwesentlich am Wechselkursverhältnis zwischen US-Dollar und Euro.
Die Unsicherheiten, die die Administration Trump in die Finanzmärkte gebracht hat, blieb für den US-Dollar nicht ohne Folgen, obwohl die US-Notenbank weiter fleißig an der Zinschraube dreht.
Erst in der letzten Woche wurden der Leitzins auf 1,25 bis 1,5 Prozent angehoben und für dieses Jahr erwarten die meisten Marktexperten mindestens drei weitere Zinsschritte.
Seit Mitte Januar notiert der Euro über der 1,22-Dollar-Marke und wir gehen davon aus, dass sich der Seitwärtstrend auch in den nächsten Wochen fortsetzen wird.
Alles in allem erwarten wir, dass die Rohölpreise kaum mehr weiteres Steigerungspotzenzial haben und sich somit auch die Heizölpreise stabil bis leicht nachgeben entwickeln könnten.
Doch wie bereits erwähnt, war die Unsicherheit bei der Prognose selten so groß!