Heizölpreis-Prognose 04/2018 bis 05/2019

Gepostet am 24. Apr. 2018 in News

Die Heizölpreise haben in den letzten zwei Wochen leider nochmals einen deutlichen Sprung nach oben gemacht und befinden sich derzeit nicht nur auf Jahreshoch, sondern auch auf dem höchsten Stand seit Mitte des Jahres 2015 .

Dies haben wohl die wenigsten Marktexperten so vorhergesehen. Die meisten Analysten rechneten, angesichts der starken Ausweitung der US-Schieferölindustrie, mit einer Überversorgung im zweiten Quartal und entsprechend fallenden Rohölpreisen.
Dabei wurde wohl die starke globale Konjunkturentwicklung und die Förderdisziplin von OPEC und Co. etwas unterschätzt.
Für die Entwicklung unserer Heizölpreise ist in erster Linie der in Euro gehandelte Gasölpreis von Bedeutung, der u.a. an der ICE (Intercontinental Exchange) in London gebildet wird.
Dank des in den letzten Monaten recht starken Euros, stieg dieser nicht so stark, wie der in US-Dollar gehandelte Preis.
Wir wollen damit ausdrücken, dass die Heizölpreise noch ein Stück weit höher liegen würden , hätte nicht der Euro im Vergleich zum US-Dollar seit einem Jahr schöne Gewinne erzielt.
Wie sich das Währungsverhältnis zwischen Euro und Dollar weiter entwickeln wird, ist – neben der Entwicklung der internationalen Rohölpreise – also das zweite wichtige Thema für den heimischen Heizöl-Markt.
Sollte sich die Wirtschaft innerhalb der Europäischen Union in nächster Zeit wieder abschwächen, wofür es zuletzt einige Anzeichen gab, dürfte auch aus der erhofften Zinswende nichts werden und der Euro es schwer haben, mit dem US-Dollar Schritt zu halten.
Wir sehen derzeit also weder vom Ölmarkt, noch vom Devisenmarkt eine spürbare Entlastung für den heimischen Heizöl-Markt , der derzeit von den Verbrauchern regelrecht bestreikt wird.
Kaum jemand ist kurz nach Ende der Heizperiode bereit, auf Jahreshöchststand zu bestellen, was durchaus auch nachvollziehbar ist.
Allerdings ist nicht auszuschließen, dass das aktuelle Niveau sich im Nachhinein gesehen als günstig herausstellen könnte und so sollten gerade  sicherheitsorientierte Ölheizer doch eine rechtzeitigen Bevorratungskauf in Erwägung ziehen.
Von Heizölpreisen, wie wir sie im letzten und vorletzten Sommer hatten, ist nach aktueller Kenntnislage für die nächsten Wochen auf jeden Fall nicht mehr auszugehen.
Wir erwarten auch für die nächsten vier Wochen bestenfalls eine Seitwärtsbewegung.