Heizöl-News vom 01.12.2015


Heizöl-Markt aktuell: Preise steuern auf Langzeittiefstände zu!

 
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern im späten Handel, nach anfänglichen Gewinnen, deutlich nachgegeben und die Gasölpreise sind auf ein neues 6,5-Jahres-Tief gefallen. In Folge werden heute auch die Heizöl-Notierungen mit weiteren schönen Abschlägen erwartet, sodass auch hier wohl ein neues Langzeittief erreicht wird.

Aktuell stehen die Januar-Kontrakte der Nordsee-Ölmarke "Brent" bei 44,85 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 41,95 Dollar. Der Euro zeigt sich bei Werten um 1,0585 US-Dollar im Vergleich zum Vortag kaum verändert.

Nach schwachem Beginn zogen die Rohölpreise am gestrigen Vormittag plötzlich an, was nur mit technischen Faktoren zu begründen war, denn neue Fundamentaldaten gab es zu diesem Zeitpunkt nicht.
Sicherlich kamen dabei auch positive Signale von den Aktienmärkten, die in den letzten Wochen rund 20 Prozent zugelegt haben.
Am Nachmittag wurde aus den USA der Chicagoer Einkaufsmanagerindex für November mit einem Wert von 48,7 Punkten veröffentlicht. Erwartet wurden 54 Zähler nach 56,2 im Vormonat.
Auch die anstehenden Häuserverkäufe per Oktober fielen mit einem mageren Plus von nur 0,2 Prozent enttäuschend aus, lag die Prognose doch bei einem Anstieg von 1,5 Prozent.
Der Ölkomplex reagierte erst am Abend auf die schwachen Zahlen, brach dann aber regelrecht ein und Gasöl, was ja das unversteuerte Vorprodukt von Diesel und Heizöl ist, fiel auf den tiefsten Stand seit 2009.
 
Am Devisenmarkt tat sich auch gestern im Vorfeld des am Donnerstag stattfindende Meeting der Europäischen Zentralbank (EZB) nicht viel und der Euro trat im Vergleich zur Ölwährung US-Dollar mehr oder weniger auf der Stelle. Heute Morgen ist ein leicht Aufwärtstrend in Richtung 1,06-Dollar-Marke zu beobachten.

Die Heizölpreise hierzulande werden nach diesen Vorgaben heute mit deutlichen Abschlägen in den Handel starten und aller Voraussicht nach ein neues Jahres- bzw. Langzeittief markieren. Aktuelle Berechnungen lassen ein Minus von knapp einen Cent pro Liter erwarten. Wer noch ein bisschen Platz im Heizöltank findet, sollte aufstocken!

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vom Dezember 2015