Heizöl-News vom 02.12.2015


Heizöl-Markt aktuell: Preise so günstig wie zuletzt im Jahr 2009!

 
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern weiter an Boden verloren. Gleichzeitig konnte sich der Euro im Vergleich zum US-Dollar etwas erholen, sodass die Heizöl-Notierungen auf den niedrigsten Stand seit mehr als sechs Jahren gefallen sind.

Aktuell stehen die Januar-Kontrakte der europäischen Ölsorte "Brent" bei 44,20 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 41,50 Dollar. Der Euro zeigt sich bei Werten um 1,0615 US-Dollar im Vergleich zum Vortag gut behauptet.

Nach wie vor ist und bleibt die deutlich überversorgte Marktlage mit Recht das bestimmende Thema am Ölmarkt, was immer natürlich auch wieder neuen Druck auf die Notierungen bringt.
Dazu kommen meist nicht immer überzeugende Konjunkturdaten, wie beispielsweise gestern aus China, wo der viel beachtete ISM-Einkaufsmanagerindex mit 49,6 Punkten weiterhin kein Wachstum signalisierte.
Die Vergleichszahlen aus Europa lagen zwar im Rahmen der Erwartungen und auch die Arbeitsmarktzahlen konnten hier überzeugen, doch am Ölmarkt ging es ab den Mittagsstunden wieder deutlich bergab.
Aus den USA kamen am Nachmittag gemischt ausgefallene Wirtschaftsindikatoren und nach Börsenschluss die wöchentlichen Ölbestandsdaten des American Petroleum Institute (API).
Diese rechtfertigten dann den Rückgang der Ölpreise, denn statt eines erwarteten Zuwachses von 0,8 Mio. Fass gab es wieder einen gewaltigen Aufbau von über fünf Millionen Barrel.
 
Am Devisenmarkt konnte sich der Euro im Vorfeld des morgen stattfindenden Meetings der EZB im Vergleich zur Ölwährung US-Dollar etwas erholen. Dies lag zum Großteil sicherlich an den guten Konjunkturdaten aus Europa und den eher gemischt ausgefallenen Zahlen aus den USA.

Die Heizölpreise hierzulande haben bereits gestern ein neues Langzeittief markiert, was heute aller Voraussicht nach noch deutlich unterboten wird, denn aktuelle Berechnungen lassen weitere Abschläge in einer Größenordnung von gut einem halben Cent pro Liter erwarten. Schnäppchenjäger sollten sich aber jetzt auf die Lauer legen, denn die Luft nach unten ist mittlerweile sehr dünn geworden und noch in dieser Woche trifft sich ja die OPEC in Wien, was durchaus eine Wende auslösen könnte.

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vom Dezember 2015