Heizöl-News vom 01.10.2015


Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise trotz gestiegener US-Ölbestände fester!

 
Obwohl die Ölvorräte in den USA im Vergleich zur Vorwoche deutlich angestiegen sind, tendierten die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten gestern weiter leicht nach oben. Da auch der Euro wieder an Boden verlor, werden die Heizöl-Notierungen heute leider mit deutlichen Aufschlägen in den Tag starten.

Aktuell stehen die November-Kontrakte der Nordsee-Ölmarke "Brent" bei knapp 48,80 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 45,75 Dollar. Der Euro gibt deutlich auf Werte um 1,1140 US-Dollar nach.

Weiterhin Welt verkehrt, was die derzeitige Preisentwicklung an den internationalen Ölmärkten anbetrifft.
Weder der überraschende Aufbau bei den US-Ölbeständen (API), noch schwache Einzelhandelsumsatzzahlen aus Deutschland konnten die gestern recht gute Stimmung und den Anstieg der Rohölpreise bremsen.
Bestätigte wurden die Bullen dann am Nachmittag von einem positiven ADP Arbeitsmarktbericht per September, denn die Anzahl der neu geschaffenen Stellen außerhalb der Landwirtschaft stieg in den USA von 190.000 im Vormonat, auf 200.000 an.
Zwar gab es wenig später einen enttäuschenden Chicagoer Einkaufsmanagerindex (48,7 statt 53 Punkte) und auch die DOE-Ölbstandsdaten bestätigten mit einem Zuwachs von sieben Millionen Barrel die API-Zahlen vom Vortag, doch das wurde von den Ölhändlern nur für kurze Zeit zur Kenntnis genommen.
Eine Hurrikan-Warnung, die Luftangriffe auf Syrien, sowie Konjunkturdaten aus China, die eine Stabilisierung der dortigen Wirtschaft erhoffen lassen, lieferten entsprechend Preis treibende Impulse.

Am Devisenmarkt setzte der Euro seinen jüngsten Abwärtstrend fort und verlor im Tagesverlauf rund einen Dollar-Cent. Die eher schwachen Wirtschaftsdaten aus der Euro-Zone, sowie die guten Arbeitsmarktdaten aus den USA, die eine baldige Zinswende noch etwas wahrscheinlicher machen, drückten auf die Gemeinschaftswährung.

Schlechte Vorgaben also für den deutschen Ölmarkt, wo die Heizöl-Notierungen mit deutlich spürbaren Aufschlägen in den Tag starten werden. Aktuelle Berechnungen lassen ein Plus von bis zu 0,8 Cent pro Liter erwarten. Die Luft nach unten scheint derzeit sehr dünn zu sein.

Newsmeldungen
vom Oktober 2015