Heizöl-News vom 02.10.2015


Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise setzen Seitwärtstrend fort!

 
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten gaben gestern Nachmittag wieder nach und setzen ihren Seitwärtstrend der letzten Wochen weiter fort. Der Euro konnte im Vergleich zum US-Dollar leicht hinzugewinnen, sodass die Heizöl-Notierungen hierzulande mit schönen Abschlägen in das Wochenende starten.

Aktuell stehen die November-Kontrakte der europäischen Ölsorte "Brent" bei 48,25 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 45,40 Dollar. Der Euro kann sich bei Werten um 1,1170 US-Dollar gut behaupten.

Angetrieben von insgesamt recht ermutigenden Konjunkturdaten aus China und einer Hurrikan-Warnung im Golf von Mexiko, zogen die Rohölpreise im europäisch geprägten Handel zunächst weiter an.
Aus der Eurozone kamen dabei aber eher schwache Indikatoren, denn die Einkaufsmanagerindizes aus dem verarbeitenden Gewerbe lagen unter den Vormonatswerten und konnten die Prognosen nur zum Teil erfüllen.
Am Nachmittag wurden aus den USA die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung veröffentlicht und diese lagen mit 277.000 über der Analystenschätzung und dem Wert der Vorwoche (267.000).
Dafür ging aber die Zahl der weitergeführten Anträge überraschend zurück.
Bauausgaben und Einkaufsmanagerindizes aus der Industrie und dem Dienstleistungssektor fielen gemischt aus, sodass den Bullen im Tagesverlauf langsam die Luft ausging.
Als dann die Meldung über die Ticker rollte, dass Hurrikan "Joaquin" die Ölanlagen an der US-Ostküste verschonen dürfte, brachen die Futures ein, fielen in kurzer Zeit um rund zwei US-Dollar pro Barrel zurück und schlossen schlussendlich auf Tagestiefstand.

Der Euro verlor gestern Vormittag weiter an Wert, konnte dann aber am Nachmittag von den Arbeitsmarktdaten aus den USA profitieren und gegenüber der Ölwährung US-Dollar etwas zulegen. Nach wie vor warten die Händler auf jede Wegweisung zum Thema Zinswende in den USA.

Insgesamt also recht gute Vorgaben für den deutschen Inlandsmarkt, wo die Heizölpreise heute die gestrigen Aufschläge wohl weitgehend wettmachen dürften. Aktuelle Berechnungen lassen jedenfalls ein Minus in einer Größenordnung von 0,5 bis 0,7 Cent pro Liter erwarten.

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vom Oktober 2015