Heizöl-News vom 14.01.2016


Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise zeitweise unter 30 Dollar!

 
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern einen neuen Anlauf auf die 30-Dollar-Marke genommen und diese bei der Sorte Brent zumindest kurzzeitig durchbrochen. Da auch der Euro etwas zulegen konnte, werden die Heizöl-Notierungen heute wieder mit deutlichen Abschlägen in den Tag starten.

Aktuell stehen die Februar-Kontrakte der europäischen Ölsorte "Brent" bei 30,50 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 30,90 Dollar. Der Euro wird derzeit zu Kursen um 1,0865 US-Dollar gehandelt.

Die leicht bullish zu wertenden Konjunkturdaten aus China brachten gestern lange Zeit Stabilität in den Ölmarkt und die Rohölpreise zogen bis zur Veröffentlichung der DOE-Ölbestandsdaten sogar leicht an.
Preis drückend wirkte dabei ein bearisher Monatsbericht des US-Energieministeriums und eine unter den Erwartungen liegende EU-Industrieproduktion, die per November nur einen Zuwachs von 1,1 Prozent verzeichnen konnte. Die Analysenschätzung lag bei plus 1,3 nach 2 Prozent im Oktober.
Kein Halten gab es dann aber ab 16.30 Uhr, als das Department of Energy einen Aufbau der US-Ölbestände von sage und schreibe 14,7 Mio. Barrel vermeldete. Die Prognose lag bei plus 5,3 Mio. Fass, das American Petroleum Institute (API) veröffentlichte am Vortag einen Zuwachs von "nur" 6,8 Mio. Barrel.
Von da an ging es mit dem Ölkomplex wieder rasant bergab und die Brentöl-Futures durchbrachen sogar kurzzeitig die 30-Dollar-Marke, die heute eventuell noch des öfteren getestet werden könnte.

Am Devisenmarkt fiel der Euro nach Bekanntgabe der enttäuschende EU-Industrieproduktion im Vergleich zur "Ölwährung" US-Dollar zunächst leicht zurück, konnte sich dann am Nachmittag aber deutlich erholen und nahm heute am Morgen schon Kurs auf die 1,09-Dollar-Marke, die aber nicht geknackt werden konnte.

Nach diesen Vorgaben setzen die Heizölpreise hierzulande ihren nunmehr bereits seit zehn Wochen bestehenden Abwärtstrend fort. Aktuelle Berechnungen lassen deutliche Abschläge in einer Größenordnung von rund einem Cent pro Liter erwarten. Wer noch Luft im Tank hat, sollte durchaus die Überlegung anstellen, auch kleinere Mengen nachzuordern, denn es stehen einige kalte Tage bevor, die den Verbrauch deutlich erhöhen werden.

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vom Januar 2016