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Marktbericht vom 27.06.2004
Weiter gestiegene Ölvorräte in den USA und ein sich abzeichnendes Ende des norwegischen Ölarbeiterstreikes führten vergangene Woche zu leicht rückläufigen Heizölnotierungen.
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In NewYork fielen die Rohöl-Futures auf rund 37,50 US-Dollar, Nordseeöl "Brent" wurde in London mit knapp 35 Dollar gehandelt. Ein Euro kostet aktuell rund 82 Euro-Cent.
Durch ein Einschreiten der Regierung konnte der drohende Exportstopp der norwegischen Ölindustrie in letzter Minute abwendet und somit eine weitere, starke Belastung des ohnehin sehr angespannten Ölmarktes verhindert werden. Die Märkte reagierten auf diese Meldung entsprechend erleichtert - stand die Situation doch kurz vor der Eskalation - und so konnte sich der Ölpreis wieder ein Stück in die richtige Richtung entwickeln.
Die permanenten Anschläge auf irakische Ölförderanlagen scheinen mittlerweile zu Gewohnheit geworden zu sein und die fehlenden Mengen werden durch eine permanente Ausweitung der OPEC-Ölförderung - vor allem durch Saudi Arabien - ausgeglichen.
So scheint eigentlich wieder alles für fallende Märkte zu sprechen, wäre da nicht das Problem mit dem rasanten Anstieg des chinesischen Ölverbrauches. Voraussichtlich rund 30 Prozent werden die Rohölimporte heuer im Vergleich zum Vorjahr zunehmen, was wohl alle Erwartungen übertrifft. Die Tatsache, dass China aber erst am Anfang seiner wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung steht, verleiht dem Ganzen auch für die Zukunft eine überdimensionale Bedeutung. Mittel- und langfristig wird die Auswirkung an den Ölmärkte sicher spürbar werden.
Wenig Impulse im Gegensatz dazu gibt es aktuell vom Devisenmarkt zu vermelden, wo das Euro-/Dollarverhältnis weiter sehr stabil zu bleiben scheint.
Am heimischen Heizölmarkt war in den letzten Wochen eine äußerst schwache Nachfrage zu verzeichnen, was zu einem großen Nachholbedarf in den kommenden Monaten führen wird. Da dies, neben den Rohölpreisen und dem Devisenmarkt, einen bedeutenden Einfluss auf die Preisfindung haben wird, kann dem Verbraucher aktuell nur zum Kauf geraten werden. Alle an der Wertschöpfung Beteiligten fahren derzeit mit Minimalmargen, was sich sicherlich bei einer steigenden Nachfrage wieder ändern wird.
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Die letzte Woche zeigte wieder deutlich, wie nervös und unberechenbar die Ölmärkte derzeit sind.
Ein äußerst angespanntes Umfeld dominierte auch in der vergangenen Woche wieder die Ölmärkte, was sich zum Wochenende hin wieder in steigenden Preisen widerspiegelte