Heizöl-Barometer - Aktuelle Lage am Ölmarkt

24.04.2019, 08:12 Uhr von Josef Weichslberger
Aussichten auf fallende Heizölpreise schlecht wie lange nicht!
Die derzeit ohnehin schon recht angespannte Versorgungslage am Ölmarkt, dürfte sich in den nächsten Wochen und Monaten noch weiter verschlechtern.
Der Grund ist die Ankündigung der USA, die erteilten Ausnahmegenehmigungen für Ölimporte aus dem Iran ab Anfang Mai zur Gänze zu streichen. Somit dürfte dem Ölmarkt in absehbarer Zeit eine weitere Millionen Barrel pro Tag entzogen werden.
Dies ist natürlich nur der Fall, wenn andere Länder wie Saudi-Arabien oder der Irak die fehlenden Mengen aus dem Iran nicht ausgleichen werden, was derzeit noch ungewiß ist.
Ein weiterer großer Unsicherheitsfaktor bleibt Libyen. Hier ist zu befürchten, dass sich der Bürgerkrieg schon bald auf die Ölexporte des Landes auswirken könnte und somit weitere bedeutsame Mengen wegbrechen würden.
Die in letzter Zeit deutlich gestiegenen Rohölpreise könnten aber dazu führen, dass das Förderabkommen zwischen der OPEC und anderen Nicht-OPEC-Staaten Ende Juni nicht verlängert oder deutlich eingeschränkt wird. Dies ist bislang aber reine Spekulation!       
Heizöl-Preisrechner
Das spricht für steigende Heizölpreise
Das spricht für fallende Heizölpreise

Ausblick

Die ohnehin schon sehr trüben Aussichten auf deutlich fallende Öl- und somit Heizölpreise haben sich in den letzten Tagen zusätzlich verschlechtert und es ist zu befürchten, dass die Notierungen weiter anziehen werden.
Auch der schwache Euro trägt seinen Teil dazu bei.    

Prognose:
konstante Heizölpreise

FastEnergy-Tipp

Sicherheitsorientierte Ölheizer sollten nicht länger warten und auf dem aktuellen, in der mittelfristigen Betrachtung durchaus akzeptablen Preisniveau bestellen.
Wer das Risiko liebt, hofft auf einen Preisrückgang in der zweiten Jahreshälfte, wobei dann auch wieder die Pegelstände der Flüsse eine Sonderrolle spielen könnten.

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Heizöl Preisrechner