Heizöl-Barometer - Aktuelle Lage am Ölmarkt

06.05.2022, 08:33 Uhr von Josef Weichslberger
EU-Ölembargo lässt Heizöl-Nachfrage steigen
Nachdem ein Öl-Importstopp aus Russland für die Länder der Europäischen Union aller Voraussicht nach bald verabschiedet werden wird, hat sich die Wahrscheinlichkeit weiter steigender Ölpreise weiter erhöht.
Die Verbraucher reagieren und lagern bereits jetzt für den nächsten Winter ein. Dies lässt die Lieferzeiten wieder länger werden.
Global bleibt es beim Spannungsfeld zwischen einer knappen Angebotssituation und einer schwächelnden Nachfrage in China. Die dortige Corona-Lage wirkt sich immer stärker auf die ohnehin auf wackeligen Beinen stehende globale Konjunktur aus.
Daher erwartet die OPEC+ Organisation im Laufe des Jahres eine Überversorgung, wobei hier die Lieferungen aus Russland noch enthalten sind. Die Förderpoltik des Produzentenbündnisses bleibt bis auf Weiteres unverändert.
Entscheidend für die Entwicklung der internationalen Ölpreise wird sein, ob Russland andere Wege findet, sein Öl zu vermarkten.
Heizöl-Preisrechner
Faktoren für steigende Heizölpreise
Faktoren für fallende Heizölpreise

Auslastung des Heizölmarktes

Beobachter

sehr hoch

Kaufaktivität

mittel

Lieferfrist

mittel

Ausblick

Die Tatsache, dass in diesen Tagen ein EU-Ölembargo gegen Russland auf die Bahn gebracht wird, hat die Chancen auf fallende Heizölpreise deutlich verringert.
Es ist davon auszugehen, dass die Notierungen spätestens im Sommer bzw. Herbst weiter anziehen werden.

Prognose:
konstante Heizölpreise

FastEnergy-Tipp

Wer auf der sicheren Seite stehen will und vorausschauend handeln kann, der lagert sein Heizöl bereits jetzt für den nächsten Winter ein. Wer jetzt immer noch auf fallende Preise spekuliert, hat großen Optimismus und braucht gute Nerven!

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Heizöl Preisrechner