Marktbericht vom 01.08.2004
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Josef Weichslberger - FastEnergy Geschäftsführer
Dieser News-Artikel wurde von Josef Weichslberger verfasst.
Veröffentlichung: 01.08.2004, 00:00 Uhr

Marktbericht vom 01.08.2004

Yukos-Krise treibt Rohölpreis auf neues Allzeithoch

Josef Weichslberger - FastEnergy Geschäftsführer
Dieser News-Artikel wurde von Josef Weichslberger verfasst.
Veröffentlichung: 01.08.2004, 00:00 Uhr
Heizöl-News - Heizölpreis-Analyse

Die Krise um den russischen Ölkonzern Yukos, dem die Förderung und den Verkauf von Rohöl vom russischen Staat angeblich untersagt wurde, treibt in einem nervösen Börsenumfeld die Preise auf neue Rekordhöhen.


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Die Rohöl-Futures an der Nymex in NewYork schossen auf aktuell 43,80 US-Dollar nach oben, während auch in London die Nordseemarke "Brent" über die 40-Dollar-Marke stieg. Auch der Dollar tendiert weiter fester und kostet derzeit rund 83,20 Euro-Cent.

In der aktuellen angespannten Situation der Ölmärkte, die durch unsichere politische Lagen in wichtigen Ölförderländer und der Nachfrageexplosion aus China geprägt sind, führt jede zusätzliche negative Meldung zu sofortigen und auch kräftigen Preisanstiegen.
So ist es nicht verwunderlich, dass die Nachricht über die geplante Zerschlagung des größten russischen Ölkonzerns Yukos, der vom Staat aufgrund seiner Steuerschulden ein Lieferstopp auferlegt bekommen könnte, die Marktteilnehmer weiter beunruhigte und als Folge ein rasanter Anstieg der Preise folgte. Russland ist mittlerweile der größte Ölproduzent der Welt und die Lieferausfälle durch Yukos machen allein rund zwei Prozent der weltweiten Förderkapazität aus.
Die Krise wirkt doppelt, da neben den Förderausfällen im Tagesgeschäft, die zunehmende staatliche Einflussnahme auf die Öl- und Gaswirtschaft in Russland für starke Beunruhigung sorgt. Ein weiteres Fortschreiten dieser Entwicklung würde das Vertrauen in die vor Jahren liberalisierten Energiemärkte tiefgreifend erschüttern und die weltweite Energieversorgung noch unsicherer werden lassen.

Auch der Dollar vermag zur Zeit keine Ausgleich für die Ölimporte zu schaffen, denn er stieg im Vergleich zur Vorwoche sogar noch mal leicht an. Ob dieser Trend jedoch nachhaltig sein wird, darf bezweifelt werden, denn die neuesten Daten zum amerikanischen Bruttoinlandsprodukt deuten klar auf eine Abschwächung der US-Konjunktur hin.

Unsere Heizölpreise stiegen aufgrund der Rohöl- und Dollarentwicklung natürlich weiter kräftig an und sind auf einem neuen Jahreshoch angekommen. Ob dies allerdings lange Bestand haben wird ist ungewiss. Zu groß ist die Gefahr, dass bei unverändert angespannten Ölmärkten mit erhöhter Inlandsnachfrage im Spätsommer bzw. Herbst die Preise noch weiter ansteigen werden.

Heizöl-Marktdaten

30.07.04, 23:00 Uhr
01.08.: 42,45 €
31.07.: 42,44 €
30.07.04, 23:00 Uhr
30.07.: 370,25 $
29.07.: 364,00 $
30.07.04, 23:00 Uhr
30.07.: 40,03 $
29.07.: 39,25 $
30.07.04, 23:00 Uhr
30.07.: 0,8324 €
29.07.: 0,8305 €

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