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Marktbericht vom 03.08.2006
Wie von vielen Marktexperten seit längerem vorhergesagt, stiegen die Rohölpreise bei den ersten Anzeichen eines sich möglicherweise entwickelnden Hurrikan sofort deutlich an.
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Somit notieren die Futures auf WTI-Rohöl aktuell wieder deutlich über der 75-Dollar-Marke, das Barrel der Nordseemarke "Brent" wird in London für knapp 77 US-Dollar gehandelt. Der "Greenback" kostet nach wie vor 78,4 Euro-Cent.
Angesichts der Sorge um den Tropensturm "Chris", der sich schon bald zu einen Hurrikan entwickeln und die Golfküste der USA mit deren Öl-Infrastruktur bedrohen könnte, gerieten die gestern veröffentlichten Öl-Lagerbestandsdaten etwas in den Hintergrund.
Nach Angaben des Department of Energy (DOE) fielen die Bestände in Summe um 1,8 Millionen Barrel. Diese Negativüberraschung wurde jedoch durch den nur unwesentlichen Rückgang bei Benzin wieder wettgemacht, so dass in Summe die Zahlen eher neutral zu bewerten sind.
An der politischen Front gibt es leider keine Neuigkeiten, die die Ölmärkte nachhaltig entlasten könnten. Sowohl der Libanon-Krieg, als auch der Atomkonflikt mit dem Iran befinden sich diplomatisch in einer Sackgasse, aus der sich derzeit keine neuen Wege abzeichnen. Dementsprechend sind die Aussichten auf nachgebende Rohölpreise stark begrenzt.
Keine marktbewegenden Neuigkeiten liefert der Devisenmarkt, wo nach wie vor über ein Ende der Zinsanhebungsphase in den USA spekuliert wird, was dem Eurokurs sicher nicht schadet.
Am Heizölmarkt ist mit dem Ende der Hitzeperiode auch eine deutliche Nachfragebelebung zu verspüren. Die eingefahrene politische Situation und die Erfahrung aus den letzten beiden Jahren, wo die Preise gerade zum Spätsommer deutlich anzogen, lassen derzeit so manchen Ölheizungsbesitzer die Abwartetaktik über Bord werfen. Angesichts des im Markt vorhandenen Risikopotenzials dürfte dies sicher die richtige Entscheidung sein.
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Trotz der Androhungen politischer und wirtschaftlicher Sanktionen durch den Weltsicherheitsrat, will der Iran seine Urananreicherung weiter ausbauen, was an den internationalen Ölmärkten mit Sorge aufgenommen wird und zu steigenden Preisen führt.
Trotz der jüngsten Eskalation im Kriegsgebiet des Nahen Ostens, bleiben die Rohölpreise vorerst stabil und auch die Notierungen für Heizöl werden vorerst weiterhin seitwärts erwartet.