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Marktbericht vom 11.09.2006
Nach den Verhandlungen zwischen der Europäischen Union und den Iran vom vergangenen Wochenende in Wien, scheint wieder Bewegung in den Atom-Konflikt zu kommen und eine diplomatische Lösung wieder im Bereich des Möglichen zu sein. Die Ölmärkte reagierten entsprechend und fielen auf den tiefsten Stand seit Anfang April.
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So werden die aktuellen Kontrakte auf WTI-Rohöl derzeit für rund 66 US-Dollar pro Barrel gehandelt, während die Marke "Brent" in London an der IPE bei gut 63 Dollar notiert. Hingegen steigt der Kurs des "Greenback" auf Werte um knapp 79 Euro-Cent an.
Ist der Iran zu ernsthaften Verhandlungen bereit, oder will man in Teheran erneut wieder nur Zeit gewinnen?
Die Börsen scheinen hier an das Gute zu glauben, sei es auch nur wegen der Tatsache, dass durch die neueste Entwicklungen rasche wirtschaftliche Sanktionen zumindest in absehbarer Zeit wieder unwahrscheinlicher geworden sind und den Ölmärkten wohl auch in naher Zukunft iranisches Öl in voller Menge zur Verfügung stehen wird.
Kaum haben die Preis nachgegeben, diskutiert man in OPEC-Kreisen wieder über die Förderpolitik und über einen Rückgang der Nachfrage, wobei auf dem heutigen Minister-Treffen in Wien Förderkürzungen jedoch nicht zu erwarten sind.
Dies wäre auch unbegründet, denn die Nachfrage nach Rohöl ist nach wie vor sehr robust und trotz der konjunkturellen Abkühlung in den USA ist dort kein so genanntes "hardlanding" zu erwarten.
Dies spiegelt sich derzeit auch im Kurs des US-Dollars wider, der gegenüber dem Euro deutlich zulegen konnte und auf dem höchsten Stand seit Ende Juli notiert.
Dies führt - neben der starken Nachfrage der letzten Zeit - dazu, dass sich die Heizölpreise in Europa nicht in dem Maße zurückentwickeln, wie dies aufgrund der Vorgaben vom Rohölmarkt erwartet und erhofft wird. Trotzdem dürfte für sicherheitsorientierte Verbraucher das aktuelle Preisniveau durchaus interessant sein. Wer eher spekulativ orientiert ist, kann auch noch versuchen, den aktuellen Abwärtstrend vollends auszureizen.
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Die positive Entwicklung im Iran-Konflikt und die bisher eher harmlos ausgefallene Hurrikan-Saison, haben viele Spekulanten veranlasst, die Wette auf steigende Ölpreise aufzugeben und Ihre Papiere zu verkaufen, was zu stark fallenden Ölpreisen führte.
Obwohl die Preise für Rohöl an den internationalen Börsen weiter leicht nachgeben, hält die sehr rege Nachfrage im Inland die Heizölpreise auf stabilem Niveau.