Marktbericht vom 02.10.2006
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Josef Weichslberger - FastEnergy Geschäftsführer
Dieser News-Artikel wurde von Josef Weichslberger verfasst.
Veröffentlichung: 02.10.2006, 00:00 Uhr

Marktbericht vom 02.10.2006

Angekündigte Förderkürzungen lassen Ölpreise steigen

Josef Weichslberger - FastEnergy Geschäftsführer
Dieser News-Artikel wurde von Josef Weichslberger verfasst.
Veröffentlichung: 02.10.2006, 00:00 Uhr
Heizöl-News - Heizölpreis-Analyse

Kaum war die 60-Dollar-Marke beim Rohölpreis kurzzeitig nach unten durchbrochen, trat die OPEC auf den Plan und allein die Ankündigung einiger Mitgliedstaaten, die Fördermengen zu reduzieren, ließ die Preise deutlich anziehen.


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Aktuell notieren die November-Kontrakte auf WTI-Rohöl wieder bei über 63 US-Dollar pro Barrel, während Nordseeöl "Brent" für rund 61,50 Dollar gehandelt wird. Die US-Währung kostet weiterhin knapp 79 Euro-Cent.

Ist der jüngste Anstieg der Preise nur eine längst fällige, da an den Börsen übliche Gegenreaktion auf die stark gefallenen Notierungen der letzten Wochen, oder gar eine Trendwende?
Die Ankündigungen der OPEC-Mitglieder Nigeria und Venezuela, die Fördermengen kurzfristig senken zu wollen, könnte beides bewirkt haben.
Denn es wurde deutlich, dass die OPEC bzw. deren Mitglieder bereit sind zu handeln - zumindest verbal. Denn ob den Worten auch Taten folgen, bleibt natürlich abzuwarten.
Aber auch die Nachfrage dürfte, trotz der erwarteten konjunkturellen Abschwächung in den USA, aufgrund der robusten Wirtschaftsentwicklung in China und anderen Teilen Asiens weiter hoch bleiben bzw. weiter ansteigen und so zumindest mittel- und langfristig den Rohölpreis hoch halten.
Kurzfristig könnten aber die sehr guten Lagerbestände in den USA und die politische Entspannung im Atom-Streit mit dem Iran, Druck auf die Notierungen geben, was natürlich die OPEC verhindern will.

Die Zinsspekulationen am Devisenmarkt halten unvermindert an und bekommen von verschiedenen Wirtschaftszahlen stets neue Nahrung. So bringt ein unerwartet starker Rückgang der Inflationsdaten in Europa derzeit den Euro etwas unter Druck, da die für diese Woche allgemein erwartete Zinsanhebung der EZB dadurch in Gefahr geraten könnte.

Am heimischen Heizölmarkt entspannt sich die Lage allmählich, die Preise tendieren seitwärts oder nur leicht steigend und die zu beklagende rechnerische Differenz zum Rohölpreis baut sich zunehmend ab. Heizölverbrauchern bietet sich nach wie vor ein sehr interessantes Preisniveau. Allerdings ist regional weiterhin mit längeren Lieferzeiten zu rechnen.

Heizöl-Marktdaten

02.10.06, 23:00 Uhr
02.10.: 60,52 €
01.10.: 60,52 €
02.10.06, 23:00 Uhr
02.10.: 544,50 $
29.09.: 545,75 $
02.10.06, 23:00 Uhr
02.10.: 60,41 $
29.09.: 62,50 $
02.10.06, 23:00 Uhr
02.10.: 0,7851 €
29.09.: 0,7893 €

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