Marktbericht vom 26.02.2026
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten bleiben im Vorfeld der für heute geplanten Fortsetzung der Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran in Wartestellung und dabei ohne klare Richtung. Entsprechend starten auch die Heizöl-Notierungen weitgehend stabil.
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Aktuell stehen die April-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 71,20 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung März kostet zur Stunde 734 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum Dollar weiter leicht zulegen und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1820 Dollar gehandelt.
Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran geht in die entscheidende Phase über. Angesichts der mittlerweile enormen Militärpräsenz gibt es für die US-Regierung wohl nur zwei Szenarien. Entweder der Iran gibt sich in den Verhandlungen geschlagen und geht auf die Forderungen der USA in den meisten und wichtigsten Punkten ein, oder es gibt einen Militärangriff.
Beides könnte bereits heute oder wohl spätestens in den nächsten Tagen passieren. Entsprechend nervös dürften die Märkte bleiben und die Rohölpreise in Folge volatil, sprich schwankungsanfällig.
Angesichts der Gefahr der zumindest vorübergehenden Blockade der Meerenge von Hormus haben einige Förderlänger in der Region ihre Produktionsmengen und Lagerhaltung bereits vorsorglich nach oben gefahren.
Die gestern veröffentlichten Ölbestandsdaten des Department of Energy (DOE) fielen klar bearish, also preisdrückend aus. Bei Rohöl gab es einen enormen Aufbau von 16 Millionen Barrel und auch bei den Produkte-Beständen wurden leichte Zuwächse vermeldet. Zudem ging die Gesamtnachfrage leicht um 0,2 auf 21,5 Millionen Fass täglich zurück, bleibt damit aber immer noch auf einem vergleichsweise hohen Niveau. Die Förderung bewegt sich weiter im Bereich von rund 13,7 Millionen Barrel pro Tag.
Die Händler reagierten angesichts der großen Verunsicherung vor Wiederaufnahme der Verhandlungen in Genf nur sehr verhalten auf die Zahlen.
Am Devisenmarkt bleibt der Euro im Vergleich zur Ölwährung US-Dollar auf leichtem Erholungskurs, insgesamt kommt es aktuell aber zu keinen größeren Kursbewegungen. Der gestern veröffentlichte EU Verbraucherpreisindex stieg per Januar wie erwartet um 1,7 Prozent und lieferte dem Markt somit kaum Impulse.
Die Heizölpreise hierzulande starten mit diesen Vorgaben auch heute wieder wenig verändert. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht bestenfalls ein kleines Minus in einer Größenordnung von bis zu einem halben Cent pro Liter erwarten. Je nach Nachrichtenlage aus Genf könnte es aber bereits heute zu größeren Verwerfungen kommen. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte noch vor einer möglichen Eskalation im Nahen Osten bestellen und sich somit die aktuell immer noch recht attraktiven Preise sichern.
*1) Aktueller Tageskurs (Stand: 26.02.2026, 10:20 Uhr)
*2) Schlusskurs vom Vortag (25.02.2026, 22:59 Uhr)
*3) Aktueller Tageskurs (Stand: 26.02.2026, 10:20 Uhr)
*4) Schlusskurs vom Vortag (25.02.2026, 22:59 Uhr)
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern keine neue Richtung gefunden und sich im Großen und Ganzen seitwärts bewegt. Gleiches gilt für die Heizöl-Notierungen, die heute eventuell leicht nachgeben könnten.
Die Ölpreise haben gestern nach einem schwachen Start schnell kehrt gemacht und sind im Laufe des Tages auf den höchsten Stand seit Sommer letzten Jahres geklettert. In Folge geht es leider auch mit den Heizöl-Notierungen weiter nach oben.