Marktbericht vom 03.06.2026
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Josef Weichslberger - FastEnergy Geschäftsführer
Dieser News-Artikel wurde von Josef Weichslberger verfasst.
Veröffentlichung: 03.06.2026, 07:23 Uhr

Das Wichtigste in Kürze:

Die Heizölpreise steigen heute voraussichtlich um ein bis zwei Cent pro Liter, da die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten und der starke Rückgang der Ölbestände die Versorgungssorgen verstärken. Es wird erwartet, dass die Inlandsnachfrage in der zweiten Jahreshälfte deutlich zunimmt, was die Preise weiter beeinflussen könnte.

Marktbericht vom 03.06.2026

Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise von Ungeduld getrieben - Heizölpreise tendieren nach oben

Josef Weichslberger - FastEnergy Geschäftsführer
Dieser News-Artikel wurde von Josef Weichslberger verfasst.
Veröffentlichung: 03.06.2026, 07:23 Uhr

Das Wichtigste in Kürze:

Die Heizölpreise steigen heute voraussichtlich um ein bis zwei Cent pro Liter, da die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten und der starke Rückgang der Ölbestände die Versorgungssorgen verstärken. Es wird erwartet, dass die Inlandsnachfrage in der zweiten Jahreshälfte deutlich zunimmt, was die Preise weiter beeinflussen könnte.

Weiter kein Abkommen - Öl- und Heizölpreise ziehen an!

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben gestern nach einem schwachen Start deutlich ins Plus gedreht und ziehen heute Morgen im asiatisch geprägten Handel bislang weiter an. Auch die Heizöl-Notierungen tendieren in Folge nach oben.


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Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei gut 97 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung Juni kostet zur Stunde 1.095 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum Dollar weiter leicht zurück und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1625 Dollar gehandelt. 

Die Zeit drängt und die Börsianer werden langsam ungeduldig. Noch immer gibt es kein Abkommen zwischen den USA und dem Iran, das unter anderem dafür sorgen soll, dass die seit Anfang März blockierte Meerenge von Hormus für Öltransporte aus dem Persischen Golf wieder geöffnet werden kann.
Angeblich prüft der Iran derzeit einen weiteren Vorschlag der US-Regierung, während aber auch immer wieder von gegenseitigen Angriffen berichtet wird. Bereits seit Wochen versucht man eine diplomatische Lösung für den Konflikt zu finden, was bislang aber wohl nicht annähernd gelungen ist.
Währenddessen werden die Stimmen, die eine baldige Versorgungskrise und einen Preissprung am Ölmarkt befürchten, immer lauter. Vor allem aus Kreisen der Internationalen Energieagentur (IEA) wird seit Wochen davor gewarnt, dass die Lagerbestände im Rekordtempo abnehmen und wahrscheinlich noch vor dem Höhepunkt der sommerlichen Nachfrage kritische oder historisch niedrige Niveaus erreichen werden. Zudem wurde auch gestern wieder betont, dass eine Öffnung der Straße von Hormus sechs bis acht Monate dauern werde. Bestätigt wurde dies auch vom Vertriebschef der staatlichen Ölgesellschaft Abu Dhabis (ADNOC) Philippe Khoury, der damit rechnet, dass eine Normalisierung der Versorgungslage bis zu einem Jahr dauern könnte.
Die gestern veröffentlichten API-Ölbestandsdaten brachten einen deutlichen Abbau bei Rohöl von knapp 7 Millionen Barrel hervor, erwartet wurde lediglich ein Rückgang von 3,3 Millionen Fass, während die Produktbestände etwas höher ausgefallen sind, als dies im Vorfeld erwartet wurde. Heute am Nachmittag werden die Zahlen vom Department of Energy (DOE) veröffentlicht.

Am Devisenmarkt gibt es weiter wenig Bewegung und die Kursveränderungen zwischen dem US-Dollar und dem Euro hängen eng an der Nachrichtenlage aus dem Nahen Osten. Besser als erwartet ausgefallene US-Arbeitsmarktdaten wirkten sich kaum auf das Marktgeschehen aus.

Die Heizölpreise hierzulande werden heute wohl weiter anziehen. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen Aufschläge in einer Größenordnung von ein bis zwei Cent pro Liter erwarten. Es könnte gut sein, dass die Notierungen in einer Marktphase, die von einer extrem niedrigen Nachfrage geprägt war, die Tiefstände schon erreicht bzw. hinter sich gelassen haben. Das Interesse am Heizölkauf nimmt langsam wieder zu und in der zweiten Jahreshälfte könnte der zu erwartende Bestellboom durchaus zu größeren Verwerfungen führen.

Heizöl-Marktdaten

03.06.26, 08:30 Uhr
 
03.06.: 123,48 €
02.06.: 121,96 €
03.06.26, 08:30 Uhr
 
03.06.: 1.107,25 $
02.06.: 1.080,25 $
03.06.26, 08:30 Uhr
 
03.06.: 97,75 $
02.06.: 96,00 $
03.06.26, 08:30 Uhr
 
03.06.: 0,8610 €
02.06.: 0,8598 €

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