Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise starten heute deutlich höher, mit einem erwarteten Anstieg von zwei bis vier Cent pro Liter, bedingt durch die eskalierende Lage im Nahen Osten und die damit verbundenen Unsicherheiten bei der Ölversorgung. Die angespannte Situation am Persischen Golf und mögliche logistische Engpässee bei einer plötzlich stark steigenden Heizöl-Nachfrage, könnten in der zweiten Jahreshälfte zu weiter steigenden Preisen führen.
Marktbericht vom 08.06.2026
Das Wichtigste in Kürze:
Die Heizölpreise starten heute deutlich höher, mit einem erwarteten Anstieg von zwei bis vier Cent pro Liter, bedingt durch die eskalierende Lage im Nahen Osten und die damit verbundenen Unsicherheiten bei der Ölversorgung. Die angespannte Situation am Persischen Golf und mögliche logistische Engpässee bei einer plötzlich stark steigenden Heizöl-Nachfrage, könnten in der zweiten Jahreshälfte zu weiter steigenden Preisen führen.
Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten starten heute leider mit deutlichen Aufschlägen in die neue Handelswoche, nachdem es wieder massive Angriffe zwischen Israel und dem Iran gegeben hat. Entsprechend geht es auch bei den Heizöl-Notierungen spontan nach oben.
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Aktuell stehen die August-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 97,60 Dollar pro Barrel, eine Tonne Gasöl zur Lieferung Juni kostet zur Stunde 1.105 Dollar. Der Euro fällt im Vergleich zum Dollar deutlich zurück und wird heute Morgen zu Kursen um 1,1530 Dollar gehandelt.
Ein baldiger Frieden im Nahen Osten scheint wieder in weite Ferne gerückt zu sein. Angeblich aufgrund der permanenten Angriffe Israels auf Ziele im Libanon, hat der Iran neue Raketenangriffe auf Israel gestartet. Im Gegenzug beschießt Israel nun auch wieder direkt den Iran. Zudem sind auch wieder Ölanlagen in anderen Golf-Staaten zum Ziel geworden.
US-Präsident Trump hatte Israel angeblich von einem Gegenschlag abgeraten und erklärt, dass ein baldigen Deal mit dem Iran weiter unmittelbar bevorstünde. Zudem stellte er unmissverständlich klar, dass der israelische Ministerpräsident Netanyahu einen solchen zu akzeptieren habe. Derzeit wird noch darüber spekuliert, inwieweit Israel überhaupt bereit ist, die Vorgaben von Trump zu akzeptieren und wie die USA weiter agieren werden.
Die Lage am Persischen Golf ist also wieder eskaliert und die Rohölpreise sind entsprechend in die Höhe geschossen, nachdem es am Freitagabend noch deutliche Abschläge gegeben hatte. In Anbetracht der Tatsache, dass auch eine Öffnung der Straße von Hormus und eine damit verbundene vollständige Wiederaufnahme der Öllieferungen aus der Region in Bälde weiter nicht in Sicht ist, dazu auch noch eine Störung der Transporte durch den Suez-Kanal zu befürchten ist, stehen die Futures aber immer noch auf einem erstaunlich niedrigen Niveau.
Eher symbolischen Charakter haben die Meldungen, dass Saudi-Arabien die Preise für Juli-Lieferungen teils drastisch gesenkt hat und die OPEC+ am Wochenende eine weitere Förderanhebung beschlossen hat.
Am Devisenmarkt ist der US-Dollar im Vergleich zum Euro und auch anderen Währungen am Freitagnachmittag in die Höhe geschossen, nachdem aus den Staaten per Mai eine unerwartet hohe Zahl an neuen Stellen außerhalb der Landwirtschaft vermeldet wurde. Dies erhöht die Erwartung, dass die US-Notenbank die Zinsen bald anheben wird.
Zum Wochenstart also ingesamt sehr schlechte Vorgaben für den deutschen Inlandsmarkt, wo die Heizölpreise deutlich höher starten. Aktuelle Berechnungen und erste Preistendenzen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus von zwei bis vier Cent pro Liter erwarten. Die aktuellen Ereignisse bestätigen unsere dringende Empfehlung, mit der Bestellung nicht weiter zu warten. Sowohl die internationale Versorgungslage, als auch die logistischen Möglichkeiten im Inland, werden sich in den nächsten Wochen und Monaten aller Voraussicht nach deutlich verschlechtern!
Die Ölpreise hängen weiter eng an den Ereignissen im Nahen Osten und bleiben entsprechend volatil. Bei den Heizöl-Notierungen könnten es heute bestenfalls zu leichten Abschlägen kommen, im Großen und Ganzen ist aber eine stabile Entwicklung zu erwarten.
Die Ölpreise haben gestern nach einem schwachen Start deutlich ins Plus gedreht und ziehen heute Morgen im asiatisch geprägten Handel bislang weiter an. Auch die Heizöl-Notierungen tendieren in Folge nach oben.